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Archiv 2022

  • Bender in Startreihe 1 beim Auftaktrennen an der Lausitz

    Bender auf Anhieb in Reihe 1

    2022-06-25

    Hinter Lamborghini-Huracán-Ass Coach Mckansy katapultierte das Neckarsulmer MCH-Ass Jürgen Bender die von Team Sportwagenschmiede (Erlenbach) eingesetzte Callaway GT3-Corvette im Zeittraining in die erste Startreihe. "Der Platz rechts in Reihe 1 zum Auftakt heute am Eurospeedway Lausitzring ist für mich sehr gut", so Jürgen Bender nach dem Zeittraining in der Lausitz. Im Training konnte der Unterländer GT-Sport-Routinier seine Rundenzeit um 2,5 sec gegenüber dem freien Training verbessern. Damit startet "Ben", wie ihn die Freunde im Unterland nennen, am Samstagnachmittag beim Auftaktrennen vor dem Porsche-Trio Matthias Jeserich, Hermann Speck und Jack Crow beim ersten Rennlauf.

    MCH-Mitglied Bender hat gute Erinnerungen an den Lausitzring. 2014 konnte er dort seinen ersten Start in der P9-Challenge klar gewinnen. HTS

    Jürgen Bender 2014 

    Foto P9: Bender bei seinem Auftakt bei der P9-Challenge 2014 als Sieger im Ziel

     

  • Vier P9-Meister am Red Bull Ring dabei

    P9-Auftakt am Red Bull Ring

    02-06-2022

    Die P9-Serie geht am Pfingst-Wochenende in Österreich mit zwei randvollen Starterfelder auf dem Red Bull Ring an den Start. 16 Modelle von Porsche kämpfen beim Meisterschaftsauftakt 2022 vor den Toren von Knittelfeld in 4 Klassen gegen Modelle von Callaway-Corvette, Lamborghini, Ferrari, AMG, Audi, Cupra und KTM. Gekämpft wird um die Gesamtsiege in der Challenge und in der Endurance. Noch wichtiger aber für die Meisterschaftsaspiranten aus Österreich, Deutschland, Tschechien und Italien sind die jeweiligen Klassenerfolge. Denn in den Klassen werden die Punkte für die Meisterschaft 2022 eingefahren. Es dürfte 2022 in den Alpen besonders hart gekämpft werden. Der 10. Titel der P9-Challenge ist schließlich was Besonderes.

    Am Start sind alle 4 technischen Bauweisen, die im internationalen GT-Rennsport entwickelt wurden. Porsche dominiert im P9-Feld mit seinen Heckmotormodellen. Das sind die bewährten Baureihen 997 und 991. Dazu hat man bei den Stuttgartern im Kampf um den Klassensieg in der KL2 Mittelmotormodelle vom Typ 718 am Start. Klassengegner sind dort Mittelmotormodelle von KTM mit Audi-Power und der Audi LMS.

    In der großen Hubraumklasse sind es die Jungs im Lamborghini Huracán und im Ferrari 488 die auf das Mittelmotorkonzept setzen. Profipilot Gerhard Tweraser (A) und sein Teampartner "Coach McKansy" (D) muss man im Auge behalten. Beide sind echte Frontrunner. Sie gehören zum Kreis der Favoriten um den Gesamtsieg.

    Heck-Motoren, Mittelmotoren, aber nun zu den klassischen Frontmotormodellen. Das sind jene GTs deren Motor zwischen Fahrer und Vorderachse eingebaut sind. Hier wollen der Routinier Mario Hirsch in seinem Mercedes GT3 und der P9-Exchampion aus dem Unterland, der Neckarsulmer Jürgen Bender, um den Sieg kämpfen. "Mittwoch wurde verladen", so Bender, "und am Donnerstag geht's dann in der Frühe los in Richtung Österreich".

    Jürgen Bender - Marco Bayer

    Die Daumen der Unterländer Rennsportfans dürften über Pfingsten alle gedrückt sein. Konnte MCH-Ass Bender doch bereits 2020 zeigen, was in der P9 geht. Er gewann alle Meisterschaftsläufe unangefochten und holte den Titel. "Mit einer derartigen Überlegenheit hatten wir vor Saisonbeginn nicht gerechnet", so Renningenieur Bayer. "Und da in dem terminlich verwirrenden ersten Corona-Jahr", und schüttelt dabei den Kopf.

    Cupra Competition Modelle sind es, die einen waschechten Frontmotor unter der Haube haben. Der ist dort vor der Vorderachse quer eingebaut. "In der KL2 sind die "schnellen Spanier" meist voll bei der Musik", so Serienmanager Bernhard, als er die erste Starterliste veröffentlichte.

    Vier Meister der P9-Serie gehen zum Wochenende an dem Start. Jürgen Bender aus Neckarsulm als Champion von 2020 tritt gegen den amtierenden Meister "Jack Crow", sowie Hermann Speck und den Meister von 2017, Wolfgang Triller an. Drei Ex-Meister vertrauen auf Modelle von Porsche (991 GT3R) und Jürgen Bender. Der wird vom Team Sportwagenschmiede in einer Callaway-Corvette GT3 eingesetzt und betreut. Die C7-Corvette wurde von Hersteller Callaway Competition in Leingarten gebaut. "Ich will dem "Jack" den Titel wieder abnehmen", so MCH-Mitglied Jürgen Bender im Interview. "Da halte ich voll dagegen", lächelt der ebenfalls anwesende "Jack Crow". Der Wahl-Münchener ist die Nr.1 im Team von ZEBRA-Motorsport. "Bin gespannt wer zum Auftakt der 10. Saison der P9-Challenge die Nase vorn haben wird", so der Vater des P9-Serienpaketes, Routinier "Bernie" Fischer. HTS

    Foto: HTS - Bender und Bayer

  • Patrick Assenheimer bei den 24 Stunden durch die „Grüne Hölle“

    33 PS-gewaltige GT3 Boliden unter 138 genannten Fahrzeugen versprechen Spannung und Action bei der 50. Auflage des Eifel-Klassikers

    27.05.2022

    73 Kurven auf einzigartigen 25.378 Metern Streckenlänge, die sich aus der legendären Nordschleife und dem Grand Prix Kurs des Nürburgrings zusammensetzen – wenn hier zwei Mal rund um die Uhr gefahren wird, ist der Saisonhöhepunkt der Langstreckenrennszene angesagt. Das 24-Stunden-Rennen hat zudem Jubiläum – zum 50. Mal findet die Hatz in der „Grünen Hölle“ der Eifel statt.

    Patrick Assenheimer (re.) und Luca-Sandro Trefz
    Patrick Assenheimer (re.) und Luca-Sandro Trefz

    138 Nennungen, davon sage und schreibe 33 in der Klasse SP9 der PS-gewaltigen GT3-Boliden – das legendäre ADAC TotalEnergies 24-Stunden-Rennen Nürburgring 2022 wartet mit einer nie dagewesenen Fülle an werksunterstützten Rennwagen und Werksfahrern auf. „Darunter sind ca. 25 Gesamtsiegerkandidaten, zu denen sich noch drei schnelle SPX-Flitzer (zwei Werks-KTM X-Bow und der bildschöne Scuderia Glickenhaus) gesellen“, erklärt MCH-Racer Patrick Assenheimer mit immenser Begeisterung und Vorfreude.  Der 30jährige Weinsberger ist als AMG Performance-Fahrer der Routinier und Leader im werksunterstützten Landgraf Team „Young Talents“. Zusammen mit den Youngstern Luci Trefz (Wüstenrot), Julien Apotheloz (Gockhausen/Schweiz) und Dominik Baumann (Hall/Tirol) pilotiert Assenheimer einen ca. 550 PS starken Mercedes AMG GT3 in der Megaklasse SP9. „Acht Porsche 911 GT3 R, jeweils sieben Mercedes AMG GT3, Audi R8 LMS EVO und BMW M4 GT3 sowie zwei Ferrari, und je ein Lamborghini Huracan und Aston Martin. In den meisten der Boliden sitzen Werksfahrer und international erfahrene Profis, die Konkurrenz ist einzigartig“, erzählt Patrick. Alle machen Jagd auf den „Grello-Porsche“ mit der Startnummer eins, den Sieger des letztjährigen Vierundzwanzigers, in dessen Cockpit heuer die Profis Michael Christensen, Kevin Estre, Frederic Makowiecki und Laurens Vanthoor sitzen. Die Favoritenrolle liegt in diesem Jahr allerdings klar bei BMW. Mit ihrem neuen M4 GT3 haben die Münchner sowohl bei den beiden NLS-Vier-Stunden-Rennen triumphiert, wie auch bei den beiden 24-Stunden-Qualifiers vor zwei Wochen und den beiden ADAC GT Masters-Rennen am vergangenen Wochenende auf dem Red Bull Ring.  „24 Stunden am Limit für Fahrer und Fahrzeuge inclusive der immens wichtigen Boxenmannschaft sind aber immer wieder für Überraschungen gut. Unser primäres Ziel ist durchzufahren, keine eigenen Fehler zu machen, in keine Unfälle und Kollisionen verwickelt zu werden, dann ist der Wunsch von einem Top-Ten-Ergebnis möglich“, so Patrick Assenheimer.

    Neben dem Weinsberger MCH-Racer starten zwei weitere Piloten aus der Region bei der Eifelhatz. Luca-Sandro Trefz aus Wüstenrot, mit dem Patrick in diesem Jahr die NLS-Rennen im Mercedes AMG GT3 des Landgraf-Young Talents Team bestreitet, sowie der Forchtenberger Heiko Hammel, der wie Assenheimer als schneller Nordschleifenspezialist gilt und 2022 für Max Kruse Racing ins Lenkrad eines VW Golf GTi’s der Klasse SP3T (Spezialtourenwagen mit 2000cm³ Hubraum und Turbolader) greift.

    Start zur 24h-Hatz ist am Samstag, 28.05.2022 um 16.00 Uhr, Zieleinlauf am Sonntag um 16.00 Uhr.

    RTL Nitro sendet im Free-TV über die gesamte Renndauer. Zudem gibt es unter www.24h-rennen.de einen Livestream mit Liveticker und Livezeitnahme.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Jürgen Bender im P9-Titelkampf auf dem Red Bull Ring

    P9-Saisonauftakt am Red Bull Ring

    25.05.2022

    Einen derart stark umkämpften Saisonauftakt wie 2022 konnte die P9-Serie bisher nie verbuchen. Gute 3 Dutzend Nennungen liegen für die 10. Saison der Serie vor. "Ein recht erfreuliches Nennergebnis", so Serienmanager Bernhard Fischer aus München sichtlich erfreut. Und es sind nicht nur Teams aus Europa am Start. man kennt sie P9 weltweit. Breakell Racing aus Neuseeland hat zwei AMG GT4 genannt. Die Fans dürfen gespannt sein wie sich die Grant-Brüder von "Down Under" in ihren AMG-KL2-Modellen gegen die Wettbewerber von Audi, Cupra und Porsche schlagen werden. Das Team selber ist gespannt wie es die Mercedes GT4-Modellen aus der Fertigung von AMG in nahen Affalterbach positionieren kann.

    Team Wimmer-Werk aus Österreich setzt 4 Cupra ein. Aber auch das routinierte Team Neuhofer-Rennsport aus Deutschland ist mit 4 Modellen von Porsche in den KL 2 und 4 vertreten. Die Jungs sind, wie gesagt, alle routinierte P9-Routiniers. Das gilt auch für Koglbauer-Motorsport, Zebra-Motorsport und die Crew von Franz Konrad. Der gebürtige Grazer mit Teamsitz in Deutschland setzt 2 Supertropheo-Lambos ein. Das machen auch Michael Golz HP-Racing International, Bernhard Löffler (A) und Christian Wimberger bringen je einen Huracán GT3 EVO an den Start.

    Jürgen Bender

    In der Großen Hubraumklasse KL6 wird es ein hartes Ringen der Lamborghini-Piloten gegen AMG GT3 von Team equipe vitesse und den P9-Champion-2020, MCH-Ass Jürgen Bender in seiner C7-Corvette geben. Eingesetzt wird die Callaway-Corvette Bender vom Team Sportwagen-Schmiede aus Erlenbach. Wir sind in den letzten Zügen der Vorbereitungen", so Teamchef Marco Bayer. Das Getriebe macht dem Team noch leichte Probleme. Aber das schaffen die Jungs bis zum Red-Bull-Termin sicher noch. Ziel der Unterländer ist es den P9-Titel 2022 zurück zu erobern.

    Jürgen Bender ist nicht er einzige Ex-Champion beim Saisonauftakt am Red Bull Ring in Österreich. Mit dabei ist dann auch der P9-Meister von 2017, Wolfgang Triller. Er der die Strecke sehr schätzt und genau kennt, sitzt in einem Team Kogelbauer-Porsche 991GT3 Cup. Seine Gegner beim Auftakt, Manuel Süßengut und Gerald Hofer (A). Dazu treten die amtierenden P9-Meister "Jack Crow" (Challenge) sowie der bereits fünffache Endurance-Champion Hermann Speck beim Auftakt an. Der Münchener und der Nürnberger Champion sitzen beide in Porsche-991 GT3R-Modellen der KL5b. "Jack Crow", Hermann Speck, "Jesse James" und der Österreicher Alois Rieder, alle bereits mal Gesamtsieger in der P9, wollen es 2022 zum Saisonauftakt ordentlich fliegen lassen - hört man zumindest im Vorfeld. Na denn mal volles Rohr am Red Bull Ring meine Herren.

    Bericht und Foto: HTS

     

  • Der Traum von Le Mans bleibt Beifahrer

    In seiner zweiten ELMS-Saison möchte Markus Pommer mit BHK Motorsport den nächsten Schritt machen

    21.04.2022

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Die Bewerbungsphase ist in die nächste Runde gegangen. Seine zweite Saison in der European Le Mans Series (ELMS) ist für Markus Pommer ein Schaufenster. Der Heilbronner will sich zeigen, ein kompetenter Kandidat sein, wenn es um einen möglichen Start beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans gehen sollte. „Es ist eher ein langfristiges Projekt, das auch eine finanzielle Frage ist. Ich versuche natürlich, mich in der Serie zu beweisen, um irgendwie rein zu kommen. Ich wäre natürlich froh, wenn mein aktuelles Team den Sprung schafft“, sagt der 31-Jährige.

    Kleiner Neustart  Wieder steigt Pommer in den 600 PS starken Oreca 07 Gibson von BHK Motorsport, hat in seinem blau-orangenen LMP2-Boliden erneut die beiden Italiener Francesco Dracone und Sergio Campana an seiner Seite. Und doch fühlte sich die Vorbereitung wie ein kleiner Neustart an. „Das Team hat sich neu aufgestellt. Wir haben neue Mechaniker und ein neues Ingenieur-Team bekommen, das ist sehr gut“, erklärt Pommer, der mit der britischen Equipe den nächsten Schritt gehen möchte: „Ich denke, wir haben uns verbessert. Wir können in der Top Ten mitfahren und wollen uns nach und nach hocharbeiten“, sagt Pommer. Podestplätze bleiben gegen die finanzstarke Konkurrenz aber eher illusorisch: „Ganz vorne, die ersten drei, vier Plätze – das wird fast nicht machbar sein.“ Auch 2022 gastiert die stark besetzte Serie wieder auf sechs namhaften Rennstrecken in Europa. Beim Auftakt im französischen Le Castellet lief es für Pommer auf dem Circuit Paul Ricard noch nicht richtig rund: „Das Rennen war eigentlich gar nicht schlecht, wir waren auf dem besten Weg, um in die Punkte zu fahren.“ Ein schleichender Plattfuß machte allerdings einen ExtraStop notwendig und letztlich nicht mehr als Platz 17 möglich. Außerdem „hatten wir etwas Probleme mit der Leistung – das Rennen war nach einer chaotischen Vorbereitung aber auch eher dazu da, um richtig warm zu werden.“ Und mit satten 80 Runden – mehr als alle anderen Fahrer im Vier-Stunden-Rennen – spulte der Heilbronner in Abwesenheit von Teambesitzer Dracone direkt ein ordentliches Programm ab: „Das Auto hat sich gut angefühlt, und die Leistungsprobleme sollten bis Imola gelöst sein.“

    Mit frischem Fokus und neuem Ingenieur-Team: Markus Pommer hat bei BHK Motorsport einen Umbruch hinter sich.
    Mit frischem Fokus und neuem Ingenieur-Team: Markus Pommer hat bei BHK Motorsport einen Umbruch hinter sich
    Foto: BHK Motorsport

    Hohes Niveau  Am 15. Mai geht es mit der ELMS in Italien weiter. Die Serie hat sich als kontinentales Pendant zur Fia WEC noch einmal weiterentwickelt. Insgesamt werden 42 Fahrzeuge in den bekannten Klassen LMP2, LMP3 und GT3 für ein sehr hohes Niveau sorgen. Schließlich wollen sich alle aus dem Feld für eine Einladung für die nächstjährigen 24 Stunden von Le Mans bewerben. Zwei gibt es über die LMP2Klasse, eine über die LMP3 und drei über die GTE-Klasse zu holen. Noch gibt es von Markus Pommer keine Kampfansage im Rennen um die begehrten Plätze für den Klassiker an der Sarthe. Doch in der nächsten Bewerbungsphase will er sich definitiv positionieren.

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 21.04.2022

     

  • Petrus bremste Jürgen Benders Auftaktplan ein

    Auftakt zur P9-Challenge und zur P9-Endurance in Hockenheim

    14.04.2022

    "Wir haben den Plan beim P9-Auftakttest in Hockenheim zu starten, in letzter Sekunde umgestoßen", so der Neckarsulmer P9-Ex-Champion Jürgen Bender. "Es regnete schon am Morgen. Und laut Vorhersage sollte es auch den ganzen Tag so bleiben. Nicht nur hier im Unterland, sondern auch in Hockenheim", so Benders Renningenieur Bayer. "Der Einsatz dort auf der schnellen Formel 1 Rennstrecke hätte uns nicht wirklich weitergebracht. In Hockenheim hätten wir ja Regenreifen anfahren können. Keine Sätze der neuen Michelin-Slicks", so Bender. "Mit der Abstimmung der GT3 Corvette hätte uns das nicht wirklich weitergebracht" fügte er hinzu. Und der Regentest alleine schien auch für das Team Sportwagenschmiede ein zu großer Aufwand. "Zumal die neuen Aero-Bauteile der vorderen Karosse mit Hinblick auf den Start bei der P9-Challenge auf dem ultraschnellen Red Bull Ring in Österreich auch noch nicht perfekt angepasst waren", so Renningenieur Bayer. "Bin echt gespannt auf die Corvette-Jungs aus Neckarsulm", so P9-Manager Fischer.

    Jürgen Bender - Regen in Hockenheim

    Der eigene Saisonauftakt von Jürgen Bender wird nun für die Unterländer GT3-Frontmänner mit der unter Ernst Wöhr mechanisch neu aufgebauten Callaway-Corvette des Leingartener Herstellers sowie der neuen Aerodynamik am 22. - 24. April beim 2. STT-Challenge-Weekend in Hockenheim stattfinden.

    Gegner sind dort dann bis zu 600 PS starke GT-Modelle von Porsche, Audi, Ford, AMG-Mercedes, Ferrari und Pumaxs-Chevi. 

    (HTS)

    Fotos: frei für den MCH  - Regen in Hockenheim - Leider diesmal keine Runde für Bender in Hockenheim

     

     

     

  • MCH-Racer Assenheimer und Fübrich mit Vorfreude auf die „grüne Hölle“

    Auftakt zur Nürburgbring Langstrecken Serie mit 135 Teams – drei regionale Fahrer am Start

    24.03.2022

    Der Weinsberger Patrick Assenheimer durfte schon im Januar in Daytona eine 24-Stunden-Hatz absolvieren, für Luca-Sandro Trefz (Wüstenrot) und Yannick Fübrich (Brackenheim) steht am Samstag ihr 2022er-Renndebüt in der Eifel an.

    Die 67. ADAC Westfalenfahrt über die klassische Vier-Stunden-Distanz ist der Auftakt zur Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) 2022. Weitere fünf Vier-stundenrennen, ein Sechsstundenrennen und als Höhepunkt im September erstmals eine 12-Stunden-Hatz über die 24,358 Kilometer lange Verbindung aus dem Nürburgring-GP-Kurs, der Kurzanbindung sowie der legendären Nordschleife bilden das international beliebte NLS-Konzept. Am letzten Wochenende waren über 100 Teams bei den Probe- und Einstelltagen in der Eifel aktiv, 135 Nennungen zum NLS-Auftakt zeigen den hohen Stellenwert der Serie. „Allein 22 GT3 Boliden in der Klasse SP9 sind der Hammer. Viele davon sind Gesamtsiegfähig, das Interesse an der NLS ist erneut riesig“, erklärt Patrick Assenheimer. Die PS-starken GT3-Boliden von Porsche, Mercedes AMG, BMW, Audi, Aston Martin und Lamborghini sind teils werksunterstützt sowie mit namhaften international erfolgreichen Langstreckenpiloten besetzt.

    Start am Nürburgring 2021 (Foto: HRT)
    Start am Nürburgring 2021 (Foto: HRT)

    Unter der Bewerbung „Mercedes AMG Landgraf Young Talents“ sitzen erstmals der 29jährige Routinier Patrick Assenheimer und Youngster Luca-Sandro Trefz (20 Jahre) zusammen in einem Auto. Der AutoArenA Mercedes AMG GT3 wird von einem 5200ccm starken Achtzylinder Motor mit ca. 550 PS Leistung befeuert. Damit hat Patrick Assenheimer schon einige Gesamtsiege und Top-Ten-Platzierungen in der Eifel herausgefahren. Für Youngster Luci Trefz ist es die zweite Saison in einem GT3-Boliden. Zu seinem ADAC GT Masters Debüt 2021 im Audi R8 kamen auch Einsätze mit einem Mercedes AMG GT3 auf der Nordschleife dazu. Dadurch kennt er das Landgraf-Motorsportteam bestens. Das Mercedesduo Assenheimer/Trefz peilt eine Top-Ten-Platzierung zum Auftakt an. „Die Grüne Hölle ist einfach meine Lieblingsstrecke, ich freue mich auf viel Fahrzeit auf der Nordschleife in der NLS 2022“, erklärt MCH-Langstreckenracer Patrick Assenheimer.

    Für den Brackenheimer Yannick Fübrich bleibt vieles in der neuen Saison beim Alten. Erneut im Team Adrenalin Motorsport, erneut in der Cup 5 Klasse mit einem BMW M2 CS Racing Cup. Hier sind zum Auftakt aber lediglich sechs identische Fahrzeuge gemeldet, die alle von einem Drei-Liter Sechszylindermotor mit Doppelturbolader und ca. 450 PS Leistung angetrieben werden. Das Cockpit teilt sich der 29jährige Fübrich erneut mit dem Österreicher David Griessner, mit dem er 2019 das VLN-Championat gewonnen hatte.

    Rennstart ist am Samstag um 12.00 Uhr. Unter www.vln.de gibt es einen Livestream sowie einen Liveticker.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Jürgen Bender bleibt auf Callaway-Corvette am Start

    17.02.2022

    "Die Rennsportpause der Erfolgskonstrukteure aus Leingarten betreffen mich 2022 nicht unmittelbar", so Jürgen Bender nachdenklich. Der Neckarsulmer startet auf einer C7-Corvette aus Leingarten. Eingesetzt wird der GT3 von Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach. Der Rennwagen ist für Jürgen Bender einsatzbereit.

    Der erfolgreichste Callaway-Corvette-Privatfahrer saß Ende 2013 erstmals in einer grau lackierten C6 von Callaway-Competition aus Leingarten. Nach kurzen Testfahrten in Hockenheim fand das Renn-Debüt im französischen Dijon statt. "Eine anspruchsvolle Berg- und Talbahn der Franzosen", so P9-Challenge-Veranstalter Fischer. Die Franzosen selber nennen den Kurs gerne "Ihre kleine grüne Hölle".

    Corvette C7

    2014 gewann Bender einen Gaststart bei der P9-Serie auf dem Lausitzring. 2015 errang das erfolgreiche MCH-Mitglied Jürgen Bender den Titel des TCC-Divinol-Cups. Zwei Jahre später folgte in einer blaugrünen C6-Corvette der Gewinn der legendären STT-Serie. 2020 schließlich der vorläufige Höhepunkt für das Dreigestirn Callaway/Team Sportwagenschmiede/Bender, der Gewinn der P9-Challenge. Der Neckarsulmer gewann alle Meisterschaftsläufe in der neuen C7-Corvette. "Das wollen wir versuchen 2022 zu wiederholen", so MCH-Mitglied Jürgen Bender.

    Patrick Assenheimer, Markus Pommer und Jürgen Bender, alle Mitglieder des MCH, machten in den Modellen von Callaway-Competition über Jahre alle eine sehr gute Figur.

    (HTS)

    Foto: HTS

     

  • Jürgen Bender stiftet seinen Ehrenpreis des ADAC Württemberg

    08.02.2022

    Die Sportfahrerehrung des ADAC-Württemberg findet nach jeder Rennsaison statt. 2022 fiel die in Leonberg vorgesehene Veranstaltung jedoch der Pandemie zum Opfer.

    Auch Jürgen Bender (Neckarsulm) hätte wie in den Vorjahren erneut geehrt werden sollen. Der Unterländer gewann in der jüngsten Vergangenheit neben vielen nationalen Titeln in den 90er Jahren neuerlich nacheinander auch die international offenen GT-Serien, den TCC-Divinol-Cup, die traditionelle STT-Serie und die P9-Challenge.

    Jürgen Bender

    Der MCH-Fahrer begann in den 80er Jahren auf einem NSU TTS Motorsport zu betreiben. Nach dem Aufbau eines eigenen Recycling-Unternehmens startete Bender im GT-Sport auf Porsche wieder neu durch. eine vierstellige Zahl von Pokalen zeugt von dem einmaligen Erfolg des Unterländer GT-Spezialisten.

    Der Porsche GT3 und Callaway-Corvette GT3R Champion aus Neckarsulm verzichtete zu Gunsten anderer ADAC-Aktivitäten auf seinen diesjährigen Preis. "Eine noble Geste", so P9-Serienveranstalter Fischer aus München.

    Die Spende von MCH-Mitglied Jürgen Bender wurde vom ADAC verdoppelt und für die Spendenaktion des Projekts des Special Olympics Baden-Württemberg e.V. bereitgestellt.

    (HTS)

     

  • Jürgen Bender - P9-Challenge zusammen mit der DTM

    29.01.2022

    Jürgen Bender wird 2022 auf dem Nürburgring bei zwei P9-Sprintrennen im Rahmen der DTM antreten. "Natürlich möchte ich das Rennen dort gewinnen", so der Neckarsulmer und verweist auf sein legendäres Finalwochenende 2018 am Ring. Dort gewann er alle 4 Sprintrennen der P9 und der STT an einem Tag. Eine Glanzleistung die ungebrochen blieb. Es handelt sich am Nürburgring für den Unterländer um das 5. Rennwochenende der international offene P9-Challenge.

    Neben den GT-Masters-Einsätzen von Callaway-Competition wird Jürgen Bender in der kommenden Saison auf internationalen Rennstrecken in der P9-Challenge und der STT-Serie um die Titel kämpfen. 2020 gewann er in der von Corona gebremsten Saison unter schwierigen Umständen alle Wertungsläufe und den Titel der P9-Challenge dazu. Nun will er die P9-Challenge und die STT-Meisterschaft erneut gewinnen.

    Die Läufe dieser wichtigen GT-Serien finden 2022 in Deutschland, Holland, Österreich, Tschechien und Italien statt. Formel 1-Kurse wie Hockenheim, Monza, Red Bull Ring und der Nürburgring stellen dabei besondere Herausforderungen für Fahrer und Team dar. Am "Ring" im August dann das "Highlight" der Saison mit der DTM.

    Zur Saisoneröffnung stehen im April zwei Termine in Hockenheim für MCH-Mitglied Jürgen Bender auf dem Programm. Die Formel 1-Strecke in Hockenheim kennt der Neckarsulmer GT-Rennsportroutinier wie die eigene Hosentasche. Viele Unterländer Rennsportfans wollen "ihren Ben" (Spitzname) dort siegen sehen. "Saisonauftakt in Hockenheim, quasi vor Benders Haustür gelegen. Also im April zum Saisonauftakt keine weite Anreise für unseren Ex-Champion", strahlte P9-Manager Fischer im Interview.

    (HTS)

     Jürgen Bender

    Foto: HTS - P9-Champion Bender (r) im Gespräch mit Divinol-Champion Horn

     

     

  • Patrick Assenheimer startet beim 24-Stunden-Klassiker von Daytona

    61 fahrerisch stark besetzte Prototypen und GT3-Boliden beim US-Langstreckenauftakt in Florida

    26.01.2022

    „Für mich geht ein Traum in Erfüllung“, so ein hocherfreuter Patrick Assenheimer. Der motorsportliche Jahresauftakt des Lehrensteinsfelder Langstreckenspezialisten fand dieses Jahr nicht wie in den letzten Jahren bei den 24-Stunden von Dubai statt, sondern wird am kommenden Wochenende in Amerika angegangen. Hier beginnt traditionell mit den 24 Stunden von Daytona das Rennjahr des amerikanischen Langstreckenrennsports. Die sechzigste Ausgabe der „Rolex 24 at Daytona“ wird auf dem Internationalen Speedway von Daytona in Florida ausgefahren. Das amerikanische Tri-Oval mit Infield hat eine Streckenlänge von 5720 Metern und gilt als schnell und fahrerisch höchst anspruchsvoll. Das Rennen gehört erneut zum IMSA WeatherTech SportsCar Championship. Diese Serie ist offen für Prototypen (drei Klassen) und GT3-Boliden (zwei Klassen). Patrick Assenheimer startet zusammen mit Austin Cindric (23-jähriger Amerikaner aus der NASCAR-Serie) und Dirk Müller (Burbach, 46-jähriger Mercedes-Profi aus der Langstrecken-Szene) auf einem Mercedes AMG GT3, der von Proton-Racing in der GTD-Pro Klasse eingesetzt wird. Den knapp 550 PS starken Achtzylinderboliden kennt der 29-jährige Assenheimer aus seinen langjährigen Einsätzen in der NLS sowie der GT World Challenge Europa bestens.

    Patrick Assenheimer
    Patrick Assenheimer (Foto Assenheimer Racing)

    Nach dem Qualifikationsrennen am letzten Sonntag haben sich der TR3-Lamborghini Huracan als Sieger sowie zwei Porsche 911 GT3 R in die Favoritenrolle der GTD-Pro gefahren. Interessant wird auch der Auftritt von GTD-Vorjahressieger Corvette Racing. Die amerikanische Truppe tritt mit zwei neuen Mittelmotor-Corvette C8 R-Modellen an. Aus deutscher Sicht wird auch der Auftritt von zwei neuen BMW M4 GT3-Rennern, die mit hochkarätigen Werksfahrern besetzt sind, unter permanenter Beobachtung stehen. Dazu gesellen sich GT3-Renner von Lexus, Aston Martin und Ferrari. „Ich bin mir der großen Herausforderung Daytona mit seinen speziellen Steilkurven durchaus bewusst, bin aber im Moment einfach nur happy, denn es war schon immer ein Traum von mir in Amerika Rennen zu fahren“ erklärt Patrick Assenheimer vor der Abreise nach Florida.

    Start zum 24-Stunden-Klassiker Daytona ist am Samstag um 19:40 Uhr MEZ (Florida-Ortszeit 13:40 Uhr). Einen Livestream vom kompletten Rennen gibt es unter: www.imsa.com

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Jürgen Bender hat seine GT-Saison 2022 geplant

    14.01.2022

    Die kommende Rennsaison wird neben den GT-Masters-Einsätzen bei weiteren international offenen GT-Rennserien eine weitere GT3-Callaway-Corvette Modell C7 aus Leingarten am Start sehen. Am Steuer Jürgen Bender aus Neckarsulm. Derzeit laufen die Vorbereitungen des Rennwagens für den erfolgreichen MCH-Piloten. Es handelt sich dabei um den gleichen Rennwagen wie er auch in der Internationalen ADAC-GT-Masters an den Start gebracht werden soll.

    Jürgen Bender

    Neben der P9-Challenge wird Jürgen Bender 2022 erneut in der STT-Meisterschaft an den Start gehen. In beiden GT-Serien hat Bender bereits den Titel gewonnen. Die Läufe dieser international offenen Serien finden in Deutschland, Holland, Österreich, Tschechien und Italien statt. Formel 1-Kurse wie Hockenheim, der Nürburgring, Monza und der Red Bull Ring stellen 2022 besondere Herausforderungen für Fahrer und Einsatzteam dar.

    Zur Saisoneröffnung stehen im April zwei Termine in Hockenheim für MCH Topfahrer Jürgen Bender auf dem Programm. Die Formel 1-Strecke in Hockenheim kennt der Neckarsulmer GT-Rennsportroutinier wie seine eigene Hosentasche. Viele Unterländer Rennsportfans haben Ihren "Ben" dort bereits siegen sehen. Auf dem Formel 1-Kurs konnte der Neckarsulmer zuletzt 2020 den P9-Challenge-Meistertitel gewinnen. Hockenheim, quasi vor der Haustür gelegen, bedeutet für den Neckarsulmer Fahrer, sein Einsatzteam Sportwagenschmiede aus Erlenbach und dem Hersteller der GT3-Corvette, Team Callaway-Competition aus Leingarten keine sehr weite Anreise. "Besonders wichtig ist das, wenn wir kurz vor Saisonbeginn noch Testfahrten einschieben müssten", so der Hockenheim-Spezialist Bender lächelnd. "Hockenheim vor der Haustür, das ist in der Tat ein echter Vorteil für Jürgen", so P9-Manager Fischer im Interview.

    (HTS)

    Foto: HTS

     

     

  • Jürgen Bender will die P9-Challenge zurück erobern

    21.11.2021

    Wie steinig der Weg im Rennsport zum Titelgewinn sein kann, das stellte der Neckarsulmer Jürgen Bender 2021 fest. In Zusammenarbeit seines Teams Sportwagenschmiede aus Erlenbach und Hersteller Callaway-Competition aus Leingarten konnten die Unterländer den Meistertitel in der P9-Challenge aus der Saison 2020 nicht verteidigen. Technische Entwicklungsarbeiten nahmen viel Zeit in Anspruch. Nun will der mehrfache GT-Champion Jürgen Bender 2022 den P9-Titel zurück erobern.

    Doch blenden wir zurück.

    Heute sind Markus Pommer, Patrick Assenheimer und Jürgen Bender die erfolgreichsten Rennfahrer des Unterlandes. Sie siegen mit rund 600 PS unter der Haube in GT3 Rennwagen.

    Jürgen Bender und Marco Bayer

    In der Saison 2014 gewann Jürgen Bender den Divinol-Cup, in der Saison 2016 stieg er in die international offene STT-Challenge ein. Auf Anhieb gelang es dem Unterländer GT-Routinier den Meistertitel in der Serie zu erringen. Die blaugrün lackierte Callaway-Corvette Modell C06 lief wie ein Uhrwerk. Mehrere Gesamtsiege unterstrichen die Stärke des Unterländers deutlich. 2019 wurde der Wechsel des GT-Rennwagens für Bender beschlossen. Eine nagelneue GT3-Corvette von Callaway-Competition entstand in Leingarten. Trotz den erschwerten Bedingungen gelang es Jürgen Bender, erstmals alle Läufe der P9-Challenge als Gesamtsieger zu beenden. Der Platz ganz oben direkt nach der Zieldurchfahrt wurde für den Unterländer im In- und Ausland zu seinem Stammplatz. Ein neues Reifenreglement und neue Gegner auf GT-Modellen von Lamborghini, Porsche, Ferrari, AMG-Mercedes und Aston Martin bildeten hohe Hürden in der Saison für den Neckarsulmer Spitzenfahrer. Zwei Gesamterfolge, aber auch ein Ausfall nach einer Kollision verhinderten einen Kampf um den Titel. Nach frühzeitigem Abbruch steht nun fest, dass das Team Sportwagenschmiede und Jürgen Bender 2022 den Titel in der P9-Challenge zurück erobern wollen.

    (HTS)

    Foto: HTS - Bender (r) und Sportwagenschmiede-Chef Bayer

     

Archiv 2021

  • MCH-Youngster Nico Chelminiacki ist Deutscher Junioren Slalom-Vizemeister

    ADAC Bundesendläufe und Deutsche Junioren Slalommeisterschaft am Nürburgring mit fünf Nachwuchsracern des Motorsportclub Heilbronn

    11.11.2021

    Der diesjährige Saisonhöhepunkt des Automobilslalomnachwuchses wurde zusammen mit dem Finale des ADAC GT Masters am Nürburgring ausgetragen – die über 500 PS starken GT3-Boliden wie zum Beispiel die Callaway Corvette C7 GT3 aus Leingarten auf dem GP-Kurs - die Slalomjunioren wedelten mit den kleinen Opel-Modellen Adam und Corsa auf der riesigen Multifunktionsfläche im Fahrerlager um und durch Pylonentore sowie Pylonengassen. Mit Hanna Baier (18 Jahre), Lutz Lambrecht (19 Jahre), Nico Gutzeit, Kevin Baumann und Nico Chelminiacki (alle 17 Jahre) hatten sich gleich fünf Nachwuchsracer vom Motorsportclub Heilbronn für die Top-besetzten Finals der ADAC Regionalclubs und den 15 Landesverbänden des DMSB qualifiziert.

    Samstags bei sonnigem, aber nur 6 Grad kaltem Wetter, der Bundesendlauf des ADAC Slalom Youngster Cups in zwei Altersklassen mit je 44 Teilnehmern. Gefahren wurde mit drei identischen Opel Adam, die in dieser Konfiguration auch beim ADAC Württemberg eingesetzt werden. Im 69 PS-Fronttriebler gelang Nico Chelminiacki, dem Württembergischen ADAC Meister 2021 in der Einsteigerklasse, der sechste Platz. Nico Gutzeit wurde in derselben Klasse 18. Lutz Lambrecht musste sich in der Rookie-Klasse mit Rang 23 zufriedengeben. Zusammen mit drei weiteren Fahrern vom ADAC Württemberg erreichten die Cracks vom MC Heilbronn Platz zwei in der Mannschaftswertung gegen 12 weitere ADAC Regionalclubs. Mit der Mannschaftswertung waren die MCH’ler zufrieden, in der Einzelwertung hatten sich die drei etwas mehr erhofft.

    Die DMSJ Finalteilnehmer des ADAC Württemberg e.V.

    Sonntags dann 71 Teilnehmer beim Finale der Deutschen Junioren Slalom Meisterschaft vom Deutschen Motorsport Bund. Erneut wurde die Startreihenfolge ausgelost, was im Laufe des Tages – vor allem am Vormittag beim Training und dem ersten Wertungslauf aufgrund der Witterung zu ungleichen Bedingungen führte. Das Wetter neblig, nass, erneut kühl mit 7 Grad. Aufgrund des Nebels wurde der Start um eine halbe Stunde verschoben. Bei der Auslosung hatten die Fahrer des MCH etwas Pech, denn mit den niedrigen Startnummern 4, 6, 8 und 14 mussten diese im ersten Lauf noch bei nasser Piste starten.

    Der knapp 1000 Meter lange Parcours war schnell und selektiv gesteckt und mit zwei fahrerisch sehr anspruchsvollen Schlüsselstellen („Ecken“) bestückt. Der hier eingesetzte Opel Corsa hatte 75 PS Leistung, die Nico Chelminiacki im ersten Lauf trotz nasser Piste sicher auf den Asphalt brachte. Achtschnellste Zeit – und ein gutes Gefühl für den zweiten Stint. Nun war die Fahrspur komplett trocken. Hier gelang dem MCH-Youngster, der mit einem seriennahen BMW 318 ti Compact auch schon bei Clubsport- und DMSB-Slaloms aktiv ist, die Tagesbestzeit.  In Addition der beiden Läufe Platz zwei – Deutscher Junioren Slalom Vizemeister!  Den Titel holte Nico Nünninghoff vom AC Oberhausen, der schon in Lauf eins die trocknere Piste unter die Räder nehmen konnte. Für Chelminiacki, der gerade eine Ausbildung zum Automobilkaufmann absolviert und neben dem Slalomsport auch gerne Motorrad fährt, sein bisher größter Erfolg. „Das wöchentliche Training im Opel Adam und die Erfahrung bei den großen Slaloms mit meinem BMW haben sich ausgezahlt. Der Titel wäre super gewesen, aber jetzt freue ich mich total über die Vizemeisterschaft“, erklärt Nico Chelminiacki nach der Siegerehrung.

    Dessen Clubkamerad Nico Gutzeit, der auch mit einem BMW 318 ti Compact in der Württembergischen Slalomszene aktiv ist, erlebte im zweiten Lauf eine heftige Schrecksekunde. Am Corsa brach – wohl aufgrund der starken Belastung der vielen schnellen Teilnehmer – das linke Vorderrad ab. Gutzeit musste auf den zweiten Corsa wechseln und damit den Lauf wiederholen - die anvisierte und mögliche Topzeit konnte der Junior dann aber nicht mehr realisieren. Trotzdem Gesamtrang zehn unter den 71 Teilnehmern – Nico Gutzeit konnte wieder lachen und eine Medaille in Empfang nehmen. Für Hannah Baier und Kevin Baumann blieben nach Pylonenfehlern auf der nassen Piste bei ihrer ersten DM-Final-Teilnahme Mittelfeldplatzierungen – Kevin Platz 46 und Hannah Platz 61 – sowie einige Erfahrungswerte bezüglich Routine, Nervenbelastung und Konkurrenzdruck bei Meisterschaftsendläufen. MCH-Sportleiter Bernd Sandrisser sowie der unermüdlich als Trainer aktive Andreas Baier (ehemaliger Nürburgring-Nordschleifen- und Rallyeroutinier) und Jugendleiter Robert Chelminiacki freuten sich nach immens vielen Trainingseinheiten und Wettkämpfen mit ihren Schützlingen – „Der Nachwuchs beim Motorsportclub Heilbronn ist auf einem sehr guten Weg“, so deren Resümee.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Ausfall von René Noller beim Finale zum Mitropa Rallye Cup 2021

    26.10.2021

    Am vergangenen Wochenende fand in Bassano Del Grappa/ Italien das Finale zum Mitropa Rallye Cup 2021 statt. Leider kam für René Noller / Jenny Lerch im Opel Corsa Rally4 das Aus in der vierten Wertungsprüfung durch einen Bruch der Vorderradaufhängung nach einem Steinkontakt. Trotzdem erreichte René noch den 4. Gesamtrang in seiner Debütsaison im Mitropa Cup 2021!

    (Rainer Noller)

    Hier ein Video-Link zu einer der schönsten Prüfungen überhaupt - Valstagna - in den Dolomiten - einfach draufklicken --> https://youtu.be/2b7RmEaExPs

     

  • Jürgen Bender gewinnt den STT-Gentleman-Pokal 2021

    21.10.2021

    Ob Jürgen Bender mit seiner GT-Saison 2021 vollkommen zufrieden ist? Der Saisonauftakt verlief zumindest voll nach seinem Geschmack. Alles begann für den amtierenden Meister der P9-Challenge im Frühjahr bestens. Neben Markus Pommer und Patrick Assenheimer hat sich Jürgen Bender als routinierter GT-Pilot seit einigen Jahren der 600 PS-Liga, der internationalen GT3-Kategorie verschrieben. Nicht einfach Rennen fahren, sondern in der großen GT-Liga zu Meisterehren driften. Das ist ihm als einem von sehr wenigen Fahrern im Unterland perfekt gelungen.

    Jürgen Bender

    2021 gab Jürgen Bender für zwei GT-Rennserien eine Nennung ab. In der P9-Challenge wollte Jürgen Bender als amtierender Meister versuchen seinen Titel zu verteidigen. Hatte er doch 2020 alle Rennen der P9-Serie unangefochten gewonnen und den Meistertitel dazu. In der STT-Serie dagegen sollte es in diesem Jahr die Aufgabe sein, den 2016 errungenen Meistertitel ein zweites Mal zu erkämpfen. Beide Ziele im zweiten Jahr der Pandemie waren keine einfache Aufgabenstellung. Eingesetzt wurde wie im Vorjahr eine GT3 Corvette der Baureihe C7 von Callaway-Competition aus Leingarten. Das identische Modell wird vom Hersteller auch mit Erfolg in der ADAC-GT-Masters eingesetzt. Der Rennwagen für Jürgen Bender wurde wie 2020 für die Rennwochenenden und das in mehreren Ländern von Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach vorbereitet. Der Saisonauftakt in der STT gelang brillant. Doppelsieg in Oschersleben. Dagegen ließ der Internationale Auftakt am Red Bull Ring (A) Probleme mit dem Fahrverhalten deutlich werden. "Wir mussten unter Zeitdruck herausfinden, welche Gründe dafür die Ursache bildeten", so Bender nach dem Einsatz in Österreich. Da man dort nicht nur mit geringen Temperaturschwankungen auf trockenem Asphalt unterwegs war, galt es Reifen, Dämpfer und Einstellwerte der Corvette zu analysieren. Keine leichte Aufgabe, die nicht mal kurz zwischen zwei Rennwochenenden zu erledigen sein würde. Bei Saisonhalbzeit jedenfalls schienen diese Arbeiten noch nicht vollends abgeschlossen zu sein. Die vorgeschriebenen Michelin-Rennreifen machten weitere Arbeiten erforderlich. Sogar externe Untersuchungen wurden berücksichtigt. Was sich beim P9-Weekend in Hockenheim andeutete, das konnte aber gegen Saisonende am Nürburgring fast perfekt genutzt werden. Bei den beiden letzten Rennwochenenden ging es aufs Treppchen. Und das nicht nur auf Grund guter Klassenergebnisse. Höhepunkt bildete am vergangenen Wochenende der 2. Platz in der Gesamtwertung beim Finalrennen der STT. Damit konnten sich die MCH-Mitglieder Jürgen Bender und sein Renningenieur Marco Bayer Platz 6 in der Serie, Platz 2 in der Großen Division 1 und, ganz wichtig, den Titel im Gentleman-Pokal erkämpfen.

    (HTS)

     

  • Opel C-Kadett-Pilot Frank Sperrfechter mit Klassensieg

    Endläufe zur DMSB-Slalommeisterschaft 2021 auf dem Nordbayerischen ADAC Fahrsicherheitszentrum Schlüsselfeld

    19.10.2021

    Turbulent, dramatisch, Gigantenzeiten, Pylonenfehler, Ausrutscher, Leitplankeneinschläge, Herzschlagfinale – Schlagworte vom diesjährigen zweitägigen Finale der DMSB-Slalommeisterschaft, bei dem die jeweils 50 Punktbesten der Nord-, und Südregion um den Titel kämpfen – „Nichts für schwache Nerven“, erklärt Frank Sperrfechter vom Motorsportclub Heilbronn. Erst in der letzten Startgruppe am zweiten Finaltag, in den Klassen H14 (bis 2000 ccm) und H15 (über 2000 ccm) entschied sich die Titelvergabe zugunsten von Martin Skrzipietz aus Berlin, der mit einem etwas über 300 PS starken BMW 330 is der älteren E 30 Baureihe in der Klasse H15 zwischen den Pylonen unterwegs war.

    Wie immer ein Trainingslauf und drei Rennläufe über je 1600 Meter auf der Top-Asphaltierten Berg-, und Talpiste des Fahrsicherheitszentrums Schlüsselfeld des ADAC Nordbayern – aufgrund der Topographie auch Mini-Nordschleife genannt. Nach Bergeaktionen und Getriebeölspurbeseitigung am Samstagvormittag wurden ab der Klasse F10 die Rennläufe auf zwei reduziert – Sonntags mussten dann die Klassen G5 bis F9 auf einen Rennlauf verzichten – paritätisch optimal vom Rennleiterduo Carsten Dünisch und Markus Terhar gelöst.

    110 Namen auf der Startliste, vom Motorsportclub Heilbronn war lediglich Frank Sperrfechter mit seinem ca. 260 PS starken 16V Opel Kadett C Coupe dabei. Samstags testete Frank zusammen mit seinem Freund und Schrauber Thomas Claus eine neue Rad-Reifenkombination am gelben Opel-Klassiker, die aber nicht den gewünschten Erfolg brachte. Mit einem Pylonenfehler im zweiten Rennlauf landete Frank auf Platz fünf – ohne die drei Strafsekunden wäre Rang drei herausgesprungen. Die Klasse gewann mit souveränen Laufbestzeiten Reinhard Nuber (Isny/Racing Team Süd) im BMW 320i WTCC. Sonntags dann das turbulent-dramatische Finale. Reinhard Nuber – nach zwei perfekten Rennläufen auf dem Weg zum Titel – konnte zum dritten Stint nicht mehr antreten, da dessen Schwiegersohn den BMW nach einem Dreher in die Leitplanken gelegt hatte. Auf dem gelben Sperrfechter Kadett am Sonntag wieder die seitherigen Räder, mit denen Frank dann schnelle Zeiten fahren konnte. Im Ziel nach drei Rennläufen hatte der MCH-Slalomspezialist den Klassensieg in der Tasche, mit 1,71 Sekunden vor Robert Stangl (Nittenau) der ebenfalls ein C Kadett Coupe pilotierte, dritter AC Ebern-Lokalmatador Thomas Escher in einem Ford Escort MK II. „Klar freue ich mich über den Sieg, aber die Zeiten von Reinhard Nuber hätte ich nicht fahren können, zudem kennen wir uns jetzt schon viele Jahre und sind zig mal gegeneinander gefahren, da schmerzt der Unfall und die Tatsache, dass der Favorit nicht mehr antreten konnte doch enorm“, so das Resümee von Frank Sperrfechter beim Saisonfinale.

    (Wilfried Ruoff)


    Ausführlicher Bericht zu den Endläufen  -->  http://www.deutsche-slalom-meisterschaft.de

      

  • Jürgen Bender erneut in Topform

    Serie: Finale int. STT-Challenge

    19.10.2021

    Wie vor 14 Tagen auf der gleichen Strecke gelang dem Neckarsulmer GT-Ass Jürgen Bender in der Eifel ein weiteres Topresultat. Beim Finale der STT-Challenge katapultierte der Unterländer die bei Callaway-Competition in Leingarten konstruiert und aufgebaute Callaway GT3 Corvette zwischen die zwei schnellen Audi GT3-Modelle. "Hier und heute am Ring schienen die Dinger kaum zu schlagen zu sein", so Sportwagenschmiedechef Marco Bayer. "Jürgen verhinderte das Audi-Doppel an der Spitze". Überlegen, oder nur "sehr passend" abgestimmt? "Wir mussten wetterbedingt ständig andere Räder montieren", so der Neckarsulmer. Zwischen Regen-, Intermediates- und Slicks in schnellem Wechsel über das Wochenende. Dazu die Entscheidung was in den einzelnen Stint richtig sein würde. "Wirklich nicht einfach". Das erschwerte den Renneinsatz in der Eifel einmal mehr ganz erheblich. Jürgen Bender gedachte sich im Finale am Nürburgring vom Tabellenrang acht nach vorne zu arbeiten.

    Jürgen Bender

    Und so lief es ab. Erstes Rennen in Startreihe zwei. Im Ziel dann Platz 3 in der Klasse der GT3-Rennfahrzeuge. Im Rennen fuhr "Ben" dann erneut in die zweite Startreihe. Nach einem sauberen Blitzstart landete der Neckarsulmer als Zweiter hinter Ex-DTM-Profi Uwe Alzen, aber vor Stefan Wininger (beide Audi GT3). Bester Ausländer im Meisterschaftsfeld am Ende der Niederländer Henk Thuis (Pumaxs-Chevrolet). Als 6. schoss die beste Lady durchs Ziel. Carrie Schreiner aus Völklingen im Norma LMP3 Sportwagen. Die Meisterschaftstabelle wird zeigen, wie weit sich Jürgen Bender als amtierender P9-Challenge-Meister in allen drei STT-Wertungen Richtung Spitze nach vorne schieben wird.

    (HTS) 

    Foto Moritz Schwitzkowski - die neu gestalteten GT3 Corvette

     

  • Saisonfinale verläuft nicht nach Wunsch

    Patrick Assenheimer sieht keine Zielflagge auf dem spanischen Barcelona-GP-Kurs

    12.10.2021

    Den Saisonabschluss in der erneut Top-besetzten GT World Challenge Europe hatte sich der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer besser vorgestellt. Sein AutoArenA-Mercedes AMG GT3, der vom Haupt Racing Team (HRT) eingesetzt wurde, musste in der 73 Runde vorzeitig abgestellt werden.

    Foto: HRT
    Foto: HRT

    46 internationale GT3-Boliden und jede Menge namhafte Piloten waren zum Finale, einem Drei-Stunden-Rennen, nach Spanien gekommen. „Auf dem 4655 Meter langen, mit 16 Kurven gespickten Circuit de Barcelona-Catalunya werden die Reifen extrem gefordert. Sehr wichtig ist dazu ein optimales Set-Up, das wir leider nicht fanden“, erklärt Patrick Assenheimer. Kein gutes Qualifying bedeutete Startplatz 11 im Silver Cup und Position 35 in der Gesamtaufstellung. Die Renn-Performance war dann deutlich besser. Sowohl Teamchef Hubert Haupt wie danach Patrick Assenheimer konnten den knapp 550 PS starken AutoArenA-Mercedes Stück für Stück nach vorne fahren. „Mein Stint war gut, unsere Taktik auch. Am Ende sind wir durch eine Kollision, in die unser Schlussfahrer Indy Dontje involviert war, vorzeitig ausgeschieden – sehr schade, aber das ist halt Rennsport“, resümiert Patrick Assenheimer. Im Feld der 46 GT3 waren Boliden von Audi, Ferrari, BMW, Porsche, Aston Martin, McLaren, Lamborghini und Mercedes. Eine einzigartige Rennserie, mit der der 29jährige MCH-Langstreckenspezialist Patrick Assenheimer auch für die nächste Saison liebäugelt.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Yannick Fübrich mit langersehntem Klassensieg im BMW M2 CS

    Turbulentes Finale der NLS in der Eifel

    12.10.2021

    Nichts für schwache Nerven war das Finale der Nürburgring Langstrecken Serie 2021: Durch typischen Eifel-Nebel verkürztes Qualifying und dadurch auch ein auf 3,25 Stunden verkürztes Finalrennen - Meisterschaft durch einen Reifenschaden und eine minimal unterschrittene Mindestboxen-Standzeit der zwei Favoriten zugunsten von Danny Rink und Philipp Leisen (die Champions vom Vorjahr!) im V4 BMW 325 vom Adrenalin Motorsportteam entschieden - Gesamtsieger Phoenix Audi R8 LMS GT3 überquert die Ziellinie nur als dritter, der Falken-Porsche 911 GT3 R und der Konrad-Lamborghini GT3 EVO werden aber mit einer Zeitstrafe wegen Überholens unter gelber Flagge auf die Plätze zwei und drei zurückgestuft - von 109 gestarteten Fahrzeugen sehen lediglich 86 die Zielflagge.

    Jubeln konnte MCH-Racer Yannick Fübrich (Meimsheim) über seinen zweiten Klassensieg 2021. Zusammen mit Francesco Merlini und David Griessner konnte der VLN-Meister des Jahres 2019 die fünfmaligen Cup 5-Klassensieger vom Team FK-Performance um 1.08 Minuten hinter sich lassen. Im knapp 450 PS starken BMW M2 CS vom Adrenalin Motorsportteam gelang Fübrich ein klassischer Start-Ziel-Sieg von der Klassenpole. Zudem konnte das Trio die schnellste Rennrunde in 8.52.100 Minuten gegen acht konkurrierende BMW M2 CS drehen. „Das i-Tüpfelchen zum Klassensieg war der 20. Gesamtrang. Unser Set-Up war heute perfekt, fahrerisch mussten wir allerdings permanent ans Limit“ resümiert der 29jährige Yannick Fübrich.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Chris Vogler dominiert im Porsche 911 auf Mallorca

    1. Ausgabe der Rallye 550 Challenge Mallorca

    12.10.2021

    Chris Vogler hatte es schon auf dem Septemberclubabend beim MCH angekündigt – heuer stand die 1. Ausgabe der Rallye 550 Challenge Mallorca mit seinem Porsche 911 Carrera S der Baureihe 992 auf dem Programm. Zusammen mit seinem Copiloten Jaime Domenge Sancho bestritt Chris die 18, über drei Tage verteilten Wertungsprüfungen mit Start und Ziel im Rallyezentrum Port Adriano – bei traumhaftem Wetter. Satte 200 WP-Kilometer waren zu absolvieren, 

    Chris Vogler (rechts) mit seinem Copiloten Jaime Domenge Sancho
    Chris Vogler (rechts) mit seinem Copiloten Jaime Domenge Sancho

    das Duo Jaime/Chris fanden sich bestens zurecht. 17 (!!!) der 18 Wertungsprüfungen konnten die beiden gewinnen, im Ziel hatten sie satte 6,35 Minuten Vorsprung in der Gruppe der Showcars. „Fabelhaftes Wetter, traumhafte Wertungsprüfungen, die wohl schönste war die auf der Halbinsel Formentor“ (dazu ein Onboardvideo bei Instagram: https://www.instagram.com/p/CU0XnphDr80/ ) erklärt Chris Vogler. Total begeistert zeigt sich der MCH-Racer auch vom eingesetzten Porsche 911 Carrera S der 992-Baureihe. „Der beste/performanteste 911er, den die Zuffenhausener jemals gebaut haben“ so sein Statement.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Jürgen Bender kämpft wieder um den Sieg

    04.10.2021

    Im freien Training gelang es dem Neckarsulmer MCH-Pilot Jürgen Bender auf Anhieb, die zweitbeste Rundenzeit in den Asphalt der Eifel zu radieren. Der 160er Schnitt war so schon mal eine erste grobe Ansage für das bevorstehende Wochenende.

    "Der stärkste Wagen im Feld, dem roten Ford GT sagt man reichliche 800 PS nach, hatte leichte technische Probleme. Jürgen Alzen waren im ersten Training dadurch die Hände etwas gebunden. Bruder Uwe, ein Profi, zuletzt in der DTM am Start, fuhr seinen Audi R8 GT3 Evo vor die Mitbewerber nach vorne. In der Qualifikation für den ersten Lauf der STT-Meisterschaft trieb Jürgen Bender die Corvette nicht über die volle Distanz. "Es ging einfach nicht. Nasser Asphalt und dicke Nebelschwaden machten das Training zum gefährlichen Hassartspiel", so Bender. So ging er frühzeitig an die Box. Die Verhältnisse hielt auch die Rennleitung für absolut nicht zu verantworten. Die rote Flagge kam raus und sorgte für einen frühen Abbruch des Zeit-Trainings. Für Jürgen Bender bedeutete das nur Startreihe zwei im ersten Rennen am Sonntag. "Absolut die richtige Entscheidung", so Bender trotzdem. Das 2. Training fand auf trockener Bahn statt. Die Rundenzeiten sanken um satte 10sec. Die Rundenschnitte stiegen von 140 Km/h auf 160 Km/h an. Unser Neckarsulmer wurde deutlich schneller. Er rückte Uwe Alzen auf den Pelz. Aber für die erste Startreihe langte es noch nicht ganz. Es blieb als also sehr spannend für die Rennen am Sonntag.

    Corvette C7

    Das Wetter wurde beim 7. und 8. Meisterschaftslauf der STT-Challenge zur ganz großen Herausforderung für alle Fahrer auf dem Nürburgring. Wetter am Ring - immer eine kritische Sache für sich. "Mit den Michelin-Rennreifen kam ich hier bei trockener, sowie auch auf nasser Strecke gut klar", so der Neckarsulmer Jürgen Bender. Die Balance der C7-Callaway-GT3 Corvette stimmte perfekt. Als GT-Topfahrer des MCH Heilbronn war er bereits im ersten freien Training Zweitschnellster. Auf Anhieb schnell sein, das ist Jürgen Benders Stärke. Insbesondere bei problematischen Wetterbedingungen wie an diesem Wochenende in der Eifel.

    Im Quali gelang ihm in die 2. Startreihe zu fahren. "Mein Ziel war bis zur ersten Kurve zu "Pole"-Fahrer Alzen aufzuschließen", so Bender am Abend nach dem Training. Das gelang trotz nasser Bahn perfekt. Und da vorne konnte er sich behaupten. Trotz der Attacken vom AMG-Piloten. Vor Jo Klüber schoss Bender als Zweiter hinter Ex-DTM-Profi Uwe Alzen durchs Ziel. "Der Jo im AMG-GT3 von Team Equipe-Vitesse war kein leichter Gegner", so Bender.

    Zum 2. Rennen starteten alle Teams auf Slicks. Doch nach 3 Runden begann es erneut zu regnen. "Ich war an Alzen (Audi R8 GT3 EVO) dran", so Bender (Callaway C7-Corvette GT3). Er fuhr nahezu die gleichen Zeiten wie der Siegerländer Profi. In der Box verlor Bender beim unumgänglichen Wechsel auf Regenreifen etwas Zeit. Wieder auf der Strecke war Jo Klüber vorbei. "Auf nasser Strecke ist überholen dort nicht möglich", so Ben nach dem Rennen. Aber Jürgen Bender fuhr wie im ersten Rennlauf am frühen Morgen in der Eifel erneut aufs Podium. "Zwar nun hinter Klüber, aber das Eis ist klar gebrochen", so Bender. "Die Technik stimmt", fügt Renningenieur Bayer Kopf nickend hinzu. Der amtierende P9-Champion kämpft auch in der STT-Serie wieder um den Gesamtsieg.

    Das STT-Finale findet in 14 Tagen erneut am Nürburgring statt. Team Sportwagenschmiede ist gerüstet.

    (HTS)

    Foto privat

     

  • Erneut Top-Ergebnisse für Patrick Assenheimer und Yannick Fübrich

    115 Starter beim 8. Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie – MCH-Piloten Piloten mit soliden Vorstellungen – Aston Martin überrascht positiv

    28.09.2021

    Mit der neuesten Generation ihres Aston Martin Vantage GT3 überraschten die Werkspiloten Nicki Thiim (Österreich) und Maxime Martin (Belgien) beim ersten offiziellen SP9 Einsatz in der NLS als Gesamtsieger – knapp vor dem Phoenix Audi R8 LMS GT3 mit Frank Stippler und Vincent Kolb sowie den drittplatzierten BMW-Junioren Daniel Harper, Max Hesse und Neil Verhagen im BMW M6 GT3.  

    Patrick Assenheimer, der beim 8.NLS-Lauf gleich für zwei Mercedes-Teams am Start war, sprach im Ziel von einer nicht optimalen BOP (Balance of Performance – die Gewicht und Leistung der verschiedenen GT3-Boliden ausgleichen soll). Nach einer cleveren Boxenstopp-Taktik gelang Gesamtrang sechs in seinem Stammteam HRT zusammen mit Hubert Haupt und Manuel Metzger. Der knapp 550 PS starke Mercedes AMG GT3 war nach einem wegen Nebels auf nur 45 Minuten verkürztem Qualifying

    Der HRT AMG GT3, pilotiert von Patrick Assenheimer, Hubert Haupt und Manuel Metzger - Foto HRT
    Der HRT AMG GT3, pilotiert von Patrick Assenheimer, Hubert Haupt und Manuel Metzger - Foto HRT

    vom zehnten Startplatz losgefahren – Manuel Metzger hatte den Boliden dorthin gelenkt. Ein Ausrutscher von Haupt nach einer kleinen Kollision mit dem Phoenix-Audi in der Sabine-Schmitz-Kurve kurz nach Rennmitte sorgte für eine Schrecksekunde und kostete etwas Zeit. Im seinem Schluss-Stint brachte Patrick Assenheimer den HRT-Boliden wieder auf Schlagdistanz zum fünften Rang, ein Angriff war aber nicht mehr möglich. Damit verabschiedet sich das HRT-Team aus der 2021er NLS-Saison mit der vierten Top-Ten-Platzierung in Folge. Der weitere Einsatz des 29jährigen Lehrensteinsfelders war auf einem Mercedes AMG GT3 des HWA Teams Racelab. Dabei ging es um wichtige technische Entwicklungen für die kommende Saison. Mit Thomas Jäger und Marcel Marchewicz startete Patrick Assenheimer von Platz 15 und sah die Zielflagge nach der Vier-Stunden-Hatz als elfter. „Wir waren nicht auf der letzten Rille unterwegs, das Ziel, viele Entwicklungskilometer auf der fahrerisch anspruchsvollen Nordschleife abzuspulen, wurde erreicht. Alles in allem war es ein solides Ergebnis“, resümiert Patrick Assenheimer.

    Erneut einen zweiten Klassenplatz konnte der Meimsheimer Yannick Fübrich herausfahren – und erneut musste sich seine Adrenalin Motorsport Truppe dem mehrmaligen Siegerteam FK-Performance geschlagen geben. Über die gesamten vier Stunden waren die beiden 450 PS starken BMW M2 CS der Cup 5 Klasse (neun Starter) in Sichtnähe auf der Nordschleife und dem Nürburgring. Nach mehreren Führungswechseln hatte Fübrich nach 26 Runden über 24,433 Kilometer in der Eifel lediglich 10,044 Sekunden Rückstand. Wie in bisher allen NLS-Läufen wechselte sich Yannick mit Francesco Merlini (Italien) und David Griessner (Österreich) im BMW-Cockpit ab.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Pommer fährt in Spa ohne Traktionskontrolle in die Top Ten

    20.09.2021

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Markus Pommer hat seinen bisher größten Erfolg in der European Le Mans Serie (ELMS) eingefahren. Wenn auch knapp. Am Sonntag sauste der Heilbronner in Spa Franchorchamps nach vier Stunden mit einer einstelligen Platzierung über die Ziellinie - den Verfolger als Neunter dicht im Nacken. Und ohne Traktionskontrolle im Dienstwagen seines britischen Teams BHK Motorsport. "Da hatten wir gegen Ende Probleme, ein Sensor war kaputt, daher musste ich sie ausschalten", erklärte der einzige Deutsche in der umkämpften LMP2-Klasse. Bis der Fehler überhaupt gefunden war, blieb aber schon viel Zeit auf der Strecke.

    "Es war nicht einfach, am Schluss war es dann wieder ziemlich knapp an der Ziellinie. Ich habe das Leader-Auto noch vorbeigelassen und hinter dem war direkt der Zehnte - eine ganz enge Nummer bis auf die letzten Meter", schilderte der 30-Jährige nach dem Rennen in Belgien.

    Bei aller Freude über das bisher beste Saisonergebnis gesteht Markus Pommer jedoch auch: "Die ersten Fünf sind noch deutlich schneller, da fehlt einiges. Ein ganz großer Sprung nach vorne geht einfach nicht". Aber auch kleine Schritte können ja erfreulich sein. "Es war definitiv ein Step in die richtige Richtung. Bis auf den Zwischenfall lief das Rennen nach Plan. Sonst hat alles geklappt, wir sind fast perfekt durchgekommen und ich habe selbst auch noch ein paar Ideen, was wir verbessern könnten", sagt Pommer zur passablen Performance von ihm und seinen beiden italienischen Teamkollegen Sergio Campana und Francesco Dracone.

    Der Heilbronner bekam im Schluss-Stint des Vier-Stunden-Rennens die meiste Einsatzzeit des internationalen Trios und hat sich vor dem Saisonfinale längst in der neuen Klasse etabliert: "Ich saß circa 50 Runden, etwa eine Stunde und 45 Minuten im Auto - also fast die Hälfte des gesamten Rennens".

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 20.09.2021

     

  • Jürgen Bender und Patrick Assenheimer in der 1. Startreihe

    20.09.2021

    Das ADAC-Race-Weekend auf dem Formel-1 Kurs von Hockenheim wurde aus Unterländer Sicht zum echten Rennsport-Krimi. Besonders hart musste der Neckarsulmer Jürgen Bender kämpfen. Aus der 1. Startreihe der STT-Challenge beugte sich der Callaway-Corvette-Pilot am Ende den starken Modellen der Alzen-Brüder (Audi R8/Ford GT). Kurz vor Zieleinlauf zwangen zwei zu überrundende Konkurrenten (Ferrari 488 GT/Audi R8) Bender neben die Strecke. Zurück auf den Asphalt konnte der amtierende P9-Challenge-Champion noch Klassenrang 4 retten. Das war Gesamtrang 5. Ein Bolide aus der Turboklasse mit 150 Zusatz-PS landete auf Gesamtrang 2 im starken GT-Feld. "Wir werden noch weitere Änderungen erproben", so Sportwagenschmiede-Teamleiter Marco Baier. Das wird bereits beim kommenden Einsatz am Nürburgring in 3 Wochen der Fall sein.

    Im 2. STT-Rennen brachte MCH-Pilot Jürgen Bender am Ende nach solidem Einsatz durch einen Ausrutscher den 4. Gesamtrang ein. Wichtig dabei jedoch der 3. Klassenrang. Punkte gibt es bekanntlich nur für die Klassenerfolge. Am Ende fehlten Jürgen magere 0,5 sec auf Rang zwei in der Klasse. Gesamtsieger in beiden Läufen wurde Profi Uwe Alzen (Foto m. Bender).

    Jürgen Bender - Uwe AlzenFoto: Sportwagenschmiede - links Jürgen Bender, rechts Sieger - Profifahrer Uwe Alzen

    Patrick Assenheimer gelang zusammen mit Tim Heinemann im Einstundenrennen "Goodyear60" der zweite Rang. Ein sehr solides Ergebnis. Vorausgegangen war ein Platz in der 1. Startreihe für das Duo Assenheimer/Heinemann. Im GTC-Sprint sprang für den Heilbronner Rang 7 heraus.

    Patrick Assenheimer (rechts), Christof Langer Foto: HTS - links Christof Langer, rechts Patrick Assenheimer

    Besonders glücklich war in Hockenheim Christof Langer. Der Kirchheimer steuerte seinen vom Schweizer Team Flach-Auto-Tech eingesetzten Porsche 992 GT3 Cup in beiden GTC Rennen zum Klassensieg. Gesamtrang 13, aber volle Punkte für den Klassenerfolg ließen Fahrer und Team absolut verdient ordentlich strahlen.

    (HTS )

     

  • Siegt Jürgen Bender in Hockenheim erneut?

    16.09.2021

    Am kommenden Wochenende steigt der Neckarsulmer MCH-Pilot Jürgen Bender erneut in eine GT3-Corvette neuester Bauart. Nicht Punkte sammeln, sondern der Sieg ist das Ziel für den Routinier Diplomingenieur Jürgen Bender.

    Eingesetzt wird das neue GT-Modell C7 vom Team Sportwagenschmiede in Erlenbach. Die beiden bevorstehenden Meisterschaftsläufe finden auf dem Formel-1-Kurs von Hockenheim statt. Der 5. und 6. Meisterschaftslauf 2021 der STT-Challenge steht auf dem Programm. Leider wird der in der Serie sehr hart umkämpfte Gesamtsieg bei einem Meisterschaftslauf der STT, P9 oder GTC nie angemessen genug bewertet.

    Corvette C7

    Ringen bei solchen Rennen ganz vorne Fahrer in knapp 600 PS starken Topmodellen von Callaway-Competition, Ferrari, AMG, Porsche und Audi um den Platz ganz oben auf dem Podium, so sind es hinten im Feld die kleinen Hubraumklassen, die in der Meisterschaft meist ganz leicht ohne Probleme voll "absahnen" können. Solche Piloten holen dann bei jedem Lauf volle Punkte für die Meisterschaft über Klassensiege. "Das liegt daran, dass die Favoriten in den kleinen Klassen bei jedem Rennen die Klasse ohne Probleme gewinnen können", so MCH-Ass Jürgen Bender. Glücklich macht einen echten Frontrunner wie Bender das nicht gerade. „Wenn ein Racefan Uli Becker, Profi Uwe Alzen oder mich siegen sieht, dann wundert der sich natürlich, dass in der Meisterschaft später ganz andere Fahrer vorne in der Tabelle geführt werden".

    Der Topmann der Unterländer GT-Szene rutschte so nach dem STT-Doppelsieg Anfang der Saison 2021 nach einem mageren Ergebnis beim 4. Lauf in Holland von Platz 1 in der STT-Tabelle auf Rang 6 ab. Ein Top-Ergebnis ist in Hockenheim nun das Ziel des Spitzenfahrers des MC-Heilbronn. "Damit es schnell wieder in der Meisterschaftstabelle nach vorne geht". 

    (HTS)

    Foto: frei - P9-Challenge, Knut Keller

     

  • Patrick Assenheimer und Yannick Fübrich beeindrucken beim NLS-Saisonhöhepunkt

    134 Starter beim 7. NLS-Lauf in der Eifel – neues GPS-System verhindert möglichen Podestplatz – Gesamtrang acht und bester Mercedes

    15.09.2021

    Zum 6-Stunden-ADAC-Ruhr-Pokal Rennen, dem Saisonhöhepunkt der Nürburgring Langstrecken Serie, waren 134 Teams angetreten, darunter knapp 20 Hubraum- und PS-gewaltige GT3 Boliden. Lediglich 99 sahen nach einem hart umkämpften Rennen die Zielflagge. Einmal mehr stand in dieser Saison ein Zuffenhausener Sechszylinder-Heckmotorbolide ganz vorn. Michael Christensen (Dänemark) und Kevin Estre (Frankreich) lenkten den „Grello“-Porsche 911 GT3 R vom Manthey Racing Team souverän zum Gesamtsieg. Knapp dahinter der Werks-BMW M6 GT3 mit den BMW-Junioren Max Hesse, Neil Verhagen und Daniel Harper. Gesamtrang acht – und somit bester Mercedes – MCH-Racer Patrick Assenheimer vom Haupt Racing Team im Mercedes AMG GT3 in den gelb-blauen Bilstein-Farben.

    Patrick Assenheimer im gelben AMG-Mercedes GT3
    Patrick Assenheimer im gelben Mercedes AMG GT3

    „Ein ungeplanter, zusätzlicher Boxenstopp in der Endphase des Rennens verhinderte den Kampf um den bis dahin möglichen dritten Gesamtpodestplatz“, erklärt Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld). Ein technischer Defekt an einem neuen GPS-Augen-System – das zeigt der Rennleitung Geschwindigkeit und Standort des Fahrzeugs – welches der HRT-Mercedes für die NLS-Techniker testete, kostete satte fünf Minuten Standzeit. Die beiden führenden, der Manthey-Porsche sowie der BMW M6 GT3 der BMW-Junioren waren da bereits zu weit weg, aber nach einem beindruckenden Stint von Patrick Assenheimer wäre für Schlussfahrer Manuel Metzger noch einiges drin gewesen. In der hektischen Startphase nach Qualifikationsplatz sieben war der knapp 550 PS starke HRT-Mercedes immer in den Top-Ten gefahren – erst durch Teamchef Hubert Haupt und dann mit Manuel Metzger am Steuer. Ereignisreich wurde es, als Patrick Assenheimer den HRT-Bilstein-Mercedes übernommen hatte. Durch seine fehlerfreie und bravouröse Vorstellung rückte der Mercedes auf den fünften Gesamtrang vor. „Die Taktik mit früheren Boxenstopps ist aufgegangen. Unsere Rennperformance hat gepasst, zusätzlich konnte ich einige Kollisionen und Gelb-Phasen optimal nutzen, der GPS-Augen-Defekt war einfach nur Pech“, resümiert Patrick Assenheimer im Ziel.

    Für Yannick Fübrich, den zweiten Langstreckenspezialisten beim MCH, endete der 7. Lauf auf Klassenplatz zwei. In der Cup 5 Klasse der BMW M2 CS Flitzer war Fübrich zusammen mit Francesco Merlini und David Griessner im BMW M2 vom Team Adrenalin Motorsport unterwegs. Nach einem optimalen Qualifying haben auch hier Performance und Strategie gepasst, der Adrenalin-BMW während der gesamten Sechs-Stunden-Hatz auf einem der drei Klassenpodestplätze. Eine Zeitstrafe für einen Code 60 Geschwindigkeitsverstoß warf Fübrich und seine Mitstreiter dann zurück, den Sieg holte sich einmal mehr der BMW M2 CS vom FK Performance Motorsportteam. Die schnellste Rennrunde in der Cup 5 Klasse war dem schnellen Adrenalin-Trio aber nicht zu nehmen.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Frank Sperrfechter überzeugt im Opel C-Kadett-Klassiker

    3. und 4. Lauf als Doppelveranstaltung zur DMSB-Automobil-Slalommeisterschaft auf dem Flugplatz Bengener Heide

    03.09.2021

    „Die Erlöse sowie immens viel an zusätzlichen Spendengeldern der Automobilslalomakteure gehen an die Flutopferhilfe - das war fast wichtiger als die Punkte zur DMSB-Meisterschaft“ erklärt unser MCH-Clubmitglied Frank Sperrfechter. Der ASC Ahrweiler hatte auf dem Flugplatz Bengener Heide eine Slalom-Doppelveranstaltung ausgerichtet, bei der knapp 70 Akteure durch Pylonentore und Gassen wedelten.  Nasskaltes und windiges Wetter beeinflusste das Geschehen auf dem schnellen und selektiven Parcours. Reine Regenreifen oder Intermediates – das war oft die Frage. Rutscher und Pylonenfehler bestimmten immer wieder das Geschehen, von den Slalompiloten war Fingerspitzengefühl am Lenkrad und beim Gas geben gefordert.    

    MCH-Slalomspezialist Frank Sperrfechter konnte bei den widrigen Umständen mit seinem getunten, 260 PS starken Opel Kadett C bei beiden Veranstaltungen überzeugen. Gesamtrang zwei und der Sieg in der verbesserten Zwei-Liter-Klasse knapp vor dem ehemaligen Deutschen Slalommeister Reinhard Nuber aus Isny auf einem BMW 320i WTCC am Nachmittag waren das Highlight. Dazu kam Gesamtrang vier und der zweite Klassenplatz am Vormittag. Hier lag der Heilbronner nach dem ersten Stint noch in Führung. Ein Pylonenfehler im zweiten Rennlauf, der drei Strafsekunden einbrachte, verhinderte den angepeilten Klassen- und Gesamtsiegsieg. Den schaffte bei beiden Veranstaltungen der Leutkircher Eugen Weber in einem 270 PS starken Honda S 2000.


    Sperrfechters Freund und Schrauber Thomas Claus (Neckarwestheim) – der betreut den Opel-Klassiker technisch - belegte mit demselben C Kadett Coupe am Nachmittag Klassenplatz drei. Für den „Heimslalom im Wolfszipfellabyrinth“ scheinen sowohl Fahrer Frank wie auch sein C-Kadett-Klassiker gerüstet zu sein.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Jürgen Bender erneut auf dem Podium

    3. Lauf der STT-Serie 2021

    30.08.2021

    Den Meisterschaftsauftakt der STT entschied Jürgen Bender auf einer von Team Sportwagenschmiede eingesetzten C7 Callaway-Corvette. Die beiden ersten Meisterschaftsläufe der internationalen STT-Serie 2021 für GT- und Tourenwagen konnte der Neckarsulmer klar als Gesamtsieger beenden. Für den 3. Lauf im niederländischen Assen war der Erfolg des Tabellenführers also vorprogrammiert. Das Einsatzteam Sportwagenschmiede aus Erlenbach und Rennwagenhersteller Callaway Competition aus Leingarten bereiteten die Callaway Corvette C7 für den Neckarsulmer perfekt für den Doppelstart in Assen vor.

    Podest Assen 2021

    "Mit den Erkenntnissen aus den Renneinsätzen bei der P9-Challenge auf dem Grand Prix-Kurs in Hockenheim vor 3 Wochen kamen wir sehr gut weiter", so Sportwagenschmiede-Boss und MCH-Mitglied Bayer vor Abreise Richtung Norden nach Assen. "In Holland galt es im Training dann die unterschiedlichen Reifen für die verschiedenen Wetterlagen heraus zu arbeiten", fügte er hinzu. Es gelang dem Team auf Anhieb. Am Ende gelang es dem in der GT3 erfolgreichsten Unterländer in Assen trotz wechselndem Wetter fast volle Punkte für die STT-Tabelle zu kassieren. Bender landete hinter dem Westerwälder Ex-DTM-Profifahrer Uwe Alzen (Audi R8) und vor dem Niederländer Henk Thuis (Pumaxs-BMW) im dritten STT-Meisterschaftslauf 2021 in Assen auf Rang zwei. Erste Startreihe, der Sprung aufs Podium ganz rechts wie in der Formel 1 Russell neben Verstappen in Spa stellte Bender nicht voll zufrieden. Im Rennen fuhr Bender die zweitschnellste Runde, am Ende noch ein passables Ergebnis für Jürgen Bender.

    (HTS)

    Foto: Privat, Siegerehrung in Assen

     

  • Jürgen Bender in Assen am Start

    Bender in Assen am Start - Daumen drücken ist angesagt

    26.08.2021

    MCH-Mitglied Jürgen Bender hat die GT3 Callaway Corvette für den Start beim 3. Meisterschaftslauf im niederländischen Assen am heutigen Donnerstag verladen. "Nicht auf den allerletzten Drücker, aber es war doch sehr viel Arbeit die vor Holland zu tun war", so Bender sichtlich erleichtert. Das Modell Z07 wurde vorsichtig in den Auflieger geschoben. Ein weiteres MCH-Mitglied überwachte die Prozedur. Marco Bayer als Boss der Sportwagenschmiede hat die Corvette zuvor auf die verschiedenen Fahrwerkeinstellungen für verschiedene Reifen die in den unterschiedlichen Rennserien gefahren werden, akribisch vorbereitet. In Holland wird in der STT-Serie gekämpft. Zwei Wochen später geht Jürgen Bender in Tschechien als amtierender Meister in der internationalen P9-Challenge in Brünn an den Start.

    Corvette C07

    "Wir testen ja, wie Hersteller Callaway-Competition auch, verschiedene Reifen auf Herz und Nieren durch. Danach wird die Fahrwerk-Topeinstellung mit den Reifenfabrikaten, die in den verschiedenen Rennserien vorgeschrieben sind, abgeglichen," so Renningenieur Bayer. Und man kann, wenn alle Stricke reißen, auch in der Box nach dem Training und vor den Rennläufen noch gewisse Umbauten vornehmen.

    Reifen aufladen

    Sehr früh setzt sich Trucki Gerwin am Donnerstag mit dem Transporter Richtung Nordsee in Bewegung. "Nach Norden, und dann 8 Stunden geradeaus", wie es so schön heißt. Am Donnerstag will man in Assen rechtzeitig ankommen um dann noch zu entladen. Am Freitag geht es mit dem ersten Test um 10:15 Uhr auf den unter Motorrad-Fans bekannten Bike-Weltmeisterschaftskurs raus auf den Asphalt. Trockenes Wetter ist angesagt. "Aber man weiß ja nie", so Bayer. Die Computer-Überwachung aller Fahrsituationen managt Sandra Bayer.  Das gibt schnelle Hinweise auf Umstellungen die man an der Box dann ggf. in Rekordzeit durchführen muss. "Hoffentlich bleiben wir davon weitestgehend verschont", so Marco mit hoch gezogenen Augenbrauen. Daumen drücken für MCH-Racer Jürgen Bender ist angesagt. Die Jungs vom Heilbronner Club werden das machen. Da bin ich mir zumindest sicher.

    (HTS)

     Foto: Hochbetrieb beim Verladen – HTS

     

  • DMSB Slalom am 15.08.2021 auf der Solitude

    17.08.2021

    Zum Waiblinger DMSB Slalom auf die Solitude nannten 6 MCH´ler.

    In verschiedenen Klassen gingen Felix Bürker (F11), Nico Chelminiacki (G3), Nico Gutzeit (F10), Lisa-Marie Lehmann (F8), Dieter Oßwald (H14) und Markus Rittinger (ebenso H14) an den Start.

    Ich startete in der ersten Startgruppe um 9 Uhr mit meinem BMW e36 318ti Compact, als einer der wenigen, die einen DMSB Slalom als Training nutzen, da ich mit Semi-Slicks an den Start ging. Beim DMSB Slalom sind Slicks erlaubt, die ich aber für diese Saison nicht habe.

    Nach dem Trainingslauf sah es aber gar nicht so übel aus, Platz 3 auf der Liste, im ersten Wertungslauf konnte ich meine Zeit bestätigen und stand zu dem Zeitpunkt immer noch auf 3. Platz. Im 2. Wertungslauf war die Zeit sogar noch besser, aber nicht gut genug, um auf dem 3. Platz zu bleiben. Am Ende stand der 4. Platz auf der Auswertungsliste. Ein tolles Ergebnis für mich, mit so einer guten Platzierung habe ich nicht gerechnet.

    Nico Chelminiacki auf der Solitude

    Die Platzierungen meiner Clubkameraden waren:

    Felix Bürker erreichte mit seinem BMW e36 M3 Platz 4 in der F11
    Nico Gutzeit erreichte mit seinem BMW e36 318ti Compact Platz 4 in der F10
    Lisa-Marie Lehmann erreichte mit ihrem Opel Corsa B Platz 3 in der F8
    Dieter Oßwald erreichte mit seinem Opel Kadett GTE Platz 3 in der H14
    Markus Rittinger erreichte mit seinem Opel Kadett GTE Platz 4 in der H14 

    (Nico Chelminiacki)

     

  • Clubsportslalom MSC Aalen e.V. / MSC Aalen – Reichenbach e.V. am 08.08.2021

    13.08.2021

    Am Sonntag dem 08.08.2021 startete die „Compacte Jugend“ des MCH in der Klasse SE16 (16 bis 23 Jahre) beim Aalener Clubsport Slalom auf der Kartbahn in Bopfingen. Mit ihren BMW e36 Compact´s gingen die Jugendlichen an den Start. Die Besonderheit bei diesem Slalom war, dass die Fahrer 4 anstatt 2 Wertungsläufe fuhren und damit die Gefahr eines Konzentrations-Fehlers sehr hoch war.

    Nico Gutzeit, Lutz Lambrecht und Nico Chelminiacki vertraten den MCH bei der Veranstaltung, alle 3 Fahrer konnten ihre Wertungsläufe fehlerfrei durchfahren und mit TOP-Zeiten sicherten sie sich die Plätze 1-3. Das Training nach dem Motto „Genauigkeit vor Schnelligkeit“ zeigte seine Wirkung, denn die Geschwindigkeit kam von alleine.

    MCH-Podium: Lutz Lambrecht, Nico Gutzeit und Nico Chelminiacki (v. l.)
    MCH-Podium: Lutz Lambrecht, Nico Gutzeit und Nico Chelminiacki (v. l.)

    Die Zeiten lagen ziemlich eng beieinander:

    Nico Gutzeit Platz 1 mit einer Gesamtzeit von 3:51,78
    Lutz Lambrecht Platz 2 mit einer Gesamtzeit von 3:58,63
    Nico Chelminiacki Platz 3 mit einer Gesamtzeit von 3:59,76 

    Weitere Starter für den MCH waren Marcel Pimpl mit dem Hornet BMW e36 318ti Compact in der Klasse F10 und Mike Schedler mit einem Hyundai i20N in der Klasse G1.

    (Robert Chelminiacki)

     

  • René Noller fährt erfolgreich im Mitropa Rallye Cup

    28.07.2021

    Der 19-jährige René Noller sorgt in dieser Saison mächtig für Furore im Nationalen und Internationalen Rallyesport. Mit dem neuen Opel Corsa Rally4 Auto belegt er nach dem 4. Lauf zum Mitropa Rallye Cup den 3. Platz im Gesamt und führt die 2 WD Wertung an.

    René Noller, Anne Katharina Stein

    Beim Auftakt Ende Mai in Velenje/ Slowenien fuhr René Noller schon starke Zeiten, fiel aber nach einem Dreher in der letzten Prüfung noch einige Plätze zurück.

    Highlight war dann die Rallye Casentino in Italien. Auf den anspruchsvollen Prüfungen mit insgesamt über 1000 Kurven in der Toskana konnte René Noller mit seiner Österreichischen Copilotin Anne Katharina Stein im nur 208 PS starken 3-Zylinder Opel den 3. Gesamtrang im Mitropa Cup herausfahren und fuhr dabei immer die Zeiten des Ex-Mitropa Cup Siegers und 4-fachen Deutschen Rallyemeisters Hermann Gaßner im Mitsubishi Evo 10.

    Auch Ende Juli überzeugte René zusammen mit Copilotin Jenny Lerch aus Berchtesgaden. Mit der Rallye Zelezniki fand der 4. Mitropa Cup Lauf erneut in Slowenien statt. Auf den 10 Bestzeitprüfungen in den Bergen konnten René Noller/Jenny Lerch erneut mit der internationalen Toppkonkurrenz mithalten. Mit zwei Top 10 Gesamtzeiten und nur knapp hinter Marko Grossi, dem Slowenischen Topfahrer im Peugeot 208 R4, kamen die beiden am Ende auf dem starken 15. Gesamtrang der 82 Teams aus 6 Nationen ins Ziel. Somit konnte René seinen 3. Gesamtrang und die Führung in der 2 WD Wertung des Mitropa Cup weiter ausbauen. 

    René Noller, Jenny Lerch

    Fotos: privat

    Externe Links: 

    Rallye Zelezniki WP8 On-Board in Youtube --> https://youtu.be/eh5g4pO5rgg

    Homepage RenDen Rallye Team --> https://www.renden-rallye-team.de/

     

     

  • Machtlos - Jürgen Bender in Hockenheim abgeschossen

    3. P9-Challenge-Wochenende 2021

    27.07.2021

    Technisch sehr gut vorbereitet reiste das Team Sportwagenschmiede (Erlenbach) nach Hockenheim. "Für die beiden Sprintrennen, die dort auf dem Programm standen, hatten wir 3 verschiedene Reifensorten zum Test im Transporter", so Renningenieur Bayer. Das Training am Freitag lief perfekt. "Wir entschlossen uns für den ersten Rennlauf gleich die härteste Reifenmischung von Michelin aufzuziehen", so der amtierende Meister der Serie, Jürgen Bender vor dem Start.

    In der Nacht von Freitag auf Samstag hatte man am Fahrwerk dazu eine Kleinigkeit verändert. Was genau, blieb ein Geheimnis. Auch hier im nahen Hockenheim ging es wie immer darum, an den Reifen den optimalen Grip zu erzeugen, über optimale Reifentemperaturen zu den gewünschten Top-Rundenzeiten zu kommen.

    Ein ewiges Wechselspiel in der Box und auf der Strecke.  Bender und Bayer schätzten, dass die fehlenden 5/10 sec für die erste Startreihe so nun zu holen sein würden. Hochspannung vor dem ersten Rennen am Samstag.

    Jürgen Bender

    Der Start von der Pole gelang Heiko Neumann nicht perfekt. Optimal weg kam dagegen Jürgen Bender. "Wirklich super, ich kam ohne "weelspin" weg. Auf dem Weg zur Spitzkehre gelang es mir mich sofort sehr gut auf die neue Situation der Fahrwerkverbesserung einzustellen", so Bender.

    Dann schoss das Feld auf die Einfahrt Motodrom zu. Vier verschieden GT-Fabrikaten auf die Einfahrt Motodrom ganz vorne. Lamborghini, Callaway-Corvette, Porsche, AMG-Mercedes. "Ich war am Pole-Mann vorbei". Dann ein leichter Aufschlag hinten rechts. Bender konnte die Callaway-Corvette abfangen. Eine sehr heikle Situation die nicht immer gelingt. "Ich blieb zum Glück auf der Strecke". Aber 5 Positionen waren weg. "Meine Corvette schien OK". Beide, Jürgen Bender und Heiko Neumann versuchten die verlorenen Positionen wieder aufzuholen. 10 Runden später erneut ein Aufschlag. Der AMG traf Bender nun heftig im Bereich der rechten Tür. Die Tür flog davon. "Mir war schlagartig bewusst, "das war's für dieses Wochenende", so der Neckarsulmer MCH-Fahrer. Beide GT-Rennwagen waren so beschädigt, dass an ein weiterfahren im Renntempo nicht zu denken war.

    Jürgen Bender Corvette

    "Ich kam zu spät nach Hockenheim. Stau auf der Autobahn bei Sinsheim. Das Rennen mit Jürgen lief schon. Im Bereich Ausfahrt Sachskurve konnten wir den Verlauf beobachten. Zusammen haben wir darauf gewartet, wann Jürgen kommen würde. Nach 3 Minuten war es klar. Die gleichen Modelle, ein Porsche 991 GT3R mit Mineralwasserwerbung und ein grüner Lambo waren bereits 2-mal vorbei gerauscht. Jürgen fehlte. Kein gutes Zeichen. In der Box 27 angekommen erfuhren wir dann was geschehen war. Aus die Party für Jürgen.  Aufladen (Foto) war die traurige Devise. Und dann Heimfahrt Richtung Neckarsulm. Als P9-Manager Bernhard Fischer die Pokale an die Sieger verteilte, da waren die Unterländer bereits wieder daheim. Leider...

    (HTS)

    Fotos: HTS, Knut Keller

     

  • Bender kämpft in Hockenheim

    Hoch aktuell - Bender kämpft in Hockenheim

    23.07.2021

    Jürgen Bender nimmt am jetzigen Wochenende in Hockenheim am letzten Rennen vor der Sommerpause teil. "Das 2. Rennwochenende der STT-Challenge am Nürburgring Ende Juli ist abgesagt worden. Die Nürburgring GmbH stellt ihre Flächen und Räumlichkeiten der Bewältigung der Unwetter Katastrophe der vergangenen Woche zur Verfügung", so Bender.

    Bender

    Bei den "Porsche-Days Hockenheim" feiert die P9-Challenge Halbzeit -2021. Mit einer am Red Bull Ring in Österreich entwickelten Fahrwerkseinstellung will Jürgen Bender am Wochenende im Kampf um den Gesamtsieg antreten. "So wichtig wie die Ergebnisse in der Klasse - Bender fährt in der KL6 gegen Boliden von Lamborghini, Ferrari, AMG-Mercedes und Porsche - für die Meisterschaft ist mir natürlich in Hockenheim das Gesamtergebnis wichtig", so der Neckarsulmer Reifenexperte.

    In Hockenheim ist am Wochenende das Thema Reifen ganz oben angesiedelt. "Wir haben den Typ S8 und den härteren Typ S7 für das Training vorbereitet.". Im den beiden Meisterschaftsläufen um der P9-Challenge am Samstag und Sonntag wird dann der im Training schnellere "Gummi von Michelin" eingesetzt. Viel Arbeit für das heimische Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach. Unter der Leitung von Renningenieur Bayer wird die GT3 Callaway-Corvette Z07 an den Start gebracht. "Wir haben ein volles Starterfeld auf der Formel-1 Strecke", so Bayer. Mit am Start sind die SCC-Sportwagen des Österreichischen Veranstalters Walter Pedrazza (A).

    Die Daumen der Freunde des MCH-Erfolgspiloten "Ben Bender" dürften alle gedrückt sein. Konnte Jürgen Bender doch 2020 alle Meisterschaftsläufe der P9-Challenge gewinnen. Ein einmaliges Ergebnis für den vielfachen GT-Champion aus dem Unterland. HTS

    Foto. HTS

     

  • 2. Lauf zum BMW Slalom Cup in Bopfingen

    20.07.2021

    Am 11.Juli fand der 2. Lauf des BMW Slalom Cups in Bopfingen auf der Kart-Rennstrecke Breitwangbahn statt, die MCH Jugend war auch dort vertreten. Mit Ihren „Compacten 3ern“ gingen wieder die üblichen Fahrerinnen und Fahrer an den Start. 

    Die Klasse 4D (Offene Klasse): Leistungs- und gewichtsmodifizierte Fahrzeuge aus allen PKW- Klassen (außer Klasse 3) bis 2,2 Liter Hubraum, Fahrzeuge mit zugelassenen Sportreifen. In dieser Klasse mussten wir alle nennen, da wir mit Semi-Slicks unterwegs sind, meinte die MCH Jugend. 

    Am Start standen Hannah Baier, Annina Rittinger, Nico Chelminiacki, Nico Gutzeit und Lutz Lambrecht. Diesen schlossen sich noch Andreas Baier und Markus Rittinger an. 

    In dieser stärksten Klasse der Veranstaltung mit 25 Fahrern kamen also alleine 7 Starter vom MCH. Nico Gutzeit, der beste MCHler an diesem Tag, belegte Platz 5 vor Markus Rittinger auf Platz 8. Andreas Baier landete auf Platz 11 gefolgt von Lutz Lambrecht auf dem 17. Platz. Nico Chelminiacki, der mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, belegte Platz 19. Ein defekter ABS Sensor machte ihm das Leben schwer, unter diesen Umständen war keine bessere Zeit möglich. Annina Rittinger konnte Platz 21 einfahren mit einem Vorsprung von 66 Hundertstel auf Hannah Baier, die direkt hinter Annina den 22. Platz belegte. 

    Zu der Leistungsdichte muss auch noch erwähnt werden, dass von Platz 1 zu Hannah auf Platz 22 nur knappe 8 Sek. Differenz waren. 

    Hannah Baier konnte zudem noch den 2. Platz in der Rookie Wertung der Damen belegen. Nico Gutzeit belegte Platz 2. der Rookie Herren Wertung und Nico Chelminiacki konnte noch den 6. Platz der Rookie Herren für sich sichern. 

    Bei dieser Veranstaltung waren Begleitpersonen erlaubt, dadurch konnten uns auch Natalie Wieland und Jasmin Kumor begleiten. Jonathan Herold und Kevin Baumann konnten aus privaten Gründen leider nicht mitkommen, sonst wäre die „Compacte Jugend“ komplett gewesen. 

    (Robert Chelminiacki)

     

  • Viel Freude, aber auch etwas Frust bei Patrick Assenheimer

    BMW-Doppelsieg beim 5. und 6. NLS-Rennen am Nürburgring – Patrick Assenheimers Truppe mit den Gesamträngen zwei und neun jeweils bestes Mercedesteam - Yannick Fübrich mit technischem Ausfall und Klassenpodium

    13.07.2021

    Wie schon 2020 wurde heuer der 5. und 6. Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie als „Double-Header“ an einem Wochenende auf dem GP-Kurs, der Kurzanbindung und der legendären Nordschleife ausgefahren. Trotz gleichzeitigem ADAC GT Masters Wochenende in Zandvoort traten 18 GT3-Boliden unter den knapp 130 Fahrzeugen in der Eifel an und sorgten einmal mehr für viel Spannung und Action. Unter den Akteuren auch die beiden MCH-Langstreckenspezialisten Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer.

    Patrick Assenheimer (vorne) beim Start
    Patrick Assenheimer (vorne) beim Start - Foto: HRT

    Mit großer Freude über den zweiten Gesamtrang am Samstag – die siegreichen BMW-Junioren Max Hesse, Daniel Harper und Neil Verhagen im Werks-BMW M6 GT3 waren laut Patrick Assenheimer einfach zu schnell – wurde bei HRT (Haupt Racing Team) resümiert. „Starkes Qualifying mit Startplatz drei, sehr enge Rundenzeiten bei den starken GT3-Boliden, in der letzten halben Rennstunde änderten sich im Minutentakt die Platzierungen in der Top-Sechs-Spitzengruppe mit dem glücklichen Ende für unser Auto“ erklärt Patrick Assenheimer. Der knapp 550 PS starke HRT Mercedes AMG GT3 war im markanten gelb-blauem Design von Teampartner Bilstein auf der Piste. Assenheimer und seine Fahrerkollegen Hubert Haupt und Adam Christodoulou hatten im Ziel nach der Vier-Stunden-Hatz lediglich 1.16.510 Minuten Rückstand auf die BMW-Junioren. Sonntags übernahm Manuel Metzger den Platz von Christodoulou. Beim perfekten Start von Rang sieben auf drei bewies Teamchef Haupt seine Schnelligkeit und Cleverness. Doch zu Beginn der zweiten Runde wurde der HRT-Mercedes in der AMG-Arena durch ein ungestümes Manöver eines Ferrari 488 GT3 seitlich beschädigt.

    Adam Christodoulou, Hubert Haupt und Patrick Assenheimer (von links)
    Adam Christodoulou, Hubert Haupt und Patrick Assenheimer (von links) - Foto: HRT

    Ergebnis war ein enormer Leistungsverlust am Mercedes durch die beschädigte Auspuffanlage. „Der zusätzliche Reparatur-Boxenstopp kostete uns knapp vier Minuten, das angepeilte und mögliche erneute Podium war somit nicht mehr realisierbar“, so der gefrustete Patrick Assenheimer. Durch konstant schnelle und fehlerlose Runden arbeiteten sich Assenheimer, Haupt und Metzger trotzdem noch auf den neunten Gesamtrang vor. „Set Up und Taktik haben gepasst, an beiden Tagen zudem bestes Mercedesteam, die unverschuldete Kollision ist ärgerlich, der neunte Gesamtrang dafür mehr als beachtlich“, so das Resümee des schnellen 29jährigen Lehrensteinsfelders. Den Gesamtsieg sicherte sich – erneut in der Schlussphase des Vier-Stunden-Rennens – der Walkenhorst BMW M6 GT3 durch ein spektakuläres Überholmanöver gegen den Audi R8 LMS GT3 von Phoenix-Racing.

    Wie schon beim vierten Lauf musste der Brackenheimer Yannick Fübrich auch beim fünften Rennen am Samstag frühzeitig die Segel streichen – der BMW M2 CS Racing wurde nach der 18. Runde mit einem technischen Defekt abgestellt. Doch das Team Adrenalin Motorsport kam am Sonntag eindrucksvoll zurück. Zusammen mit Francesco Merlini und David Griessner eroberte Yannick Fübrich in dem knapp 440 PS starken BMW den zweiten Platz in der Cup 5 Klasse, in der beim Double-Header lediglich sechs identische BMW M2 CS antraten. Gewonnen – mit 2,24,168 Minuten Vorsprung auf die Fübrich-Truppe - hat das Team FK-Performance-Motorsport, das auch schon am Samstag erfolgreich war.

    (Wilfried Ruoff)  

     

  • Jürgen Bender fährt erneut aufs Podium

    Eurospeedway Lausitzring 04.07.2021

    06.07.2021

    Der Neckarsulmer Reifenspezialist Jürgen Bender trat am vergangenen Wochenende auf dem Lausitzring gegen GT-Fahrer aus 5 Nationen an. Ein volles Feld aus GT-Rennwagen und Sportwagen der SCC-Serie gingen gemeinsam an den Start. Unser MCH-Mitglied setzte eine GT3-Callaway-Corvette C07 gegen Modelle von Mercedes AMG, Porsche, Pagani-Zonda, Lamborghini Huracán, Audi R8 Cup sowie ein halbes Dutzend Rennsportwagen ein. Leider wurde Jürgen von Problemen mit der Fahrwerkeinstellung eingebremst. "Wenn am Fahrwerk etwas umgebaut werden muss, dann geht einem an einem Rennwochenende auf der Strecke leider meistens die Zeit aus", so Marco Bayer. Jürgen Bender und das Team Sportwagenschmiede konnten zeitlich zwei Reifenfabrikate im freien Training testen. Für die Rennen vorgeschrieben waren für die Rennen Michelin-Gummis.

    Ohne eine optimale Fahrwerkseinstimmung für die Michelin-Reifen gefunden zu haben ging es im ersten P9-Challenge-Meisterschaftslauf an den Start. Hinter Sieger "Coach McKansy" (Lamborghini), und Heiko Neumann (AMG) schoss Jürgen Bender (Corvette) als Dritter der großen Hubraumklasse durchs Ziel.

    Im zweiten Rennen der P9-Serie wendete sich das Blatt auch bei den Gegnern von Bender. Der AMG schoss vor einem Lamborghini, einem Pagani-Zonda und Benders Corvette durchs Ziel. "Nicht das was ich für das Wochenende hier auf dem Lausitzring anvisiert hatte", so Bender nach dem Rennen leicht unzufrieden.

    Jürgen Bender

    Jetzt heißt es die Corvette für das dritte P9-Challenge-Weekend 2021 auf der Grand Prix Rennstrecke in Hockenheim nochmals anzupassen. Reichlich Arbeit für das Team der Unterländer Sportwagenschmiede von MCH-Mitglied Marco Bayer in Erlenbach. "Ich bin sicher, dass die Jungs das schaffen werden", so P9-Serienmanager Bernhard Fischer. In dem aufwärtsstrebenden Serienpaket des Münchener Veranstalters ist Jürgen Bender der amtierende Meister der P9-Challenge. "Siegen verlernt man nicht. Das ist wie mit dem Schwimmen und dem Fahrrad fahren".

    (HTS)

    Foto: HTS - Jürgen Bender (l) und Jack Crow

     

  • Automobilslalom in Kirchheim unter Teck

    06.07.2021

    Am 04.07.2021 fand der Kirchheimer Slalom auf der Verkehrsübungsanlage Birkhau statt. Der MCH war wieder durch die „Compacte Jugend“ stark vertreten. Ein paar Mitglieder, die der Jugend schon entwachsen sind, kamen mit zum Slalom und versuchten Anschluss zu finden.

    Wir nannten wieder in der Klasse SE17 wie schon beim Weinsberger Slalom. Die Rechnung ging wieder gut auf, die Wiederholung von Weinsberg stand auf der Ergebnisliste. Nico Chelminiacki erreichte Platz 2 hinter Jürgen Lederer. 

    Ein paar Worte zum Audi TTS von Jürgen: Jürgen Lederer fährt seit Jahren mit seinem Audi TTS mit Allradantrieb und S-Tronic in der Slalom Einsteiger Klasse, mit 320 PS, einem aktiven Fahrwerk, das von Audi wie folgt beschrieben wird: „Die adaptive Dämpfung Audi magnetic ride nutzt ein spezielles Kohlenwasserstofföl mit mikroskopisch kleinen Magnetpartikeln, um die Dämpfung in drei Stufen zu variieren. Im Modus „dynamic“ bindet sie das Auto eng an die Straße an. Die Räder werden bei Kurvenfahrt gezielt abgestützt, Wankbewegungen werden weitgehend unterdrückt – die Lenkansprache und das Handling werden noch spontaner. Beim Bremsen wirkt Audi magnetic ride dem Eintauchen der Karosserie entgegen.“

    Nico Chelminiacki in seinem BMW 318ti CompactNico Chelminiacki hingegen fährt einen 25 Jahre alten BMW e36 Compact 318ti mit damals angegebenen 140 PS, ob sein BMW nach 25 Jahren und 200 tkm diese jedoch noch hat, kann keiner sagen. Am Compact ist ein H&R Cup Fahrwerk verbaut mit 16“ Semislicks. Auf dem Parcours vom MCKT hatte Nico nach 2 Wertungsläufen 2,23 Sek. Rückstand auf Jürgen. Viele Zuschauer und auch Teilnehmer teilten Nico mit, dass ihnen bewusst ist, welche Leistung er abliefert. 

    Jetzt aber zu den restlichen Startern vom MCH, alle in der Klasse SE17 startend, mit und ohne Pylonenfehlern. In der SE17 gingen unter anderem Fahrzeuge wie VW Polo GTI, Hyundai i30N oder auch ein Nissan GTR an den Start. Unsere Jugend ließ sich von diesen Boliden nicht beeindrucken und machte ihre Sache wie es sich gehört. Der MCH stellte in dieser Klasse 5 von 11 Startern.  

    Auf dem Podest ganz oben: Nico ChelminiackiIn der Klasse F10 startete auch unser Hornet Team, mit Platz 4 konnte Marcel zeigen, dass wir konkurrenzfähig sind und uns nicht verstecken brauchen.  

    Im Anschluss an den Clubsport Slalom fand auch ein Lauf zum Slalom Youngster Cup des ADAC Württemberg statt. In 2 Klassen gingen die Jugendlichen und junge Erwachsene an den Start. Mit dem Opel Adam, der vom ADAC gestellt wird, ging es auf Zeitenjagt. 

    In der K21 (16-18-Jährige) gingen unter anderem Nico Chelminiacki (Platz 1), Nico Gutzeit (Platz 3), Kevin Baumann (Platz 5), Hannah Baier (Platz 6), Jonathan Herold (Platz 11) und Jasmin Kumor (Platz 16) an den Start. 

    In der Klasse K22 (19-23-Jährige) wurde der MCH von Lutz Lambrecht vertreten. Lutz konnte eine top Zeit fahren und wurde in der Ergebnisliste auf Platz 3 mit einer Zeit von 1:12,54 geführt. Leider wurde er aufgrund der Tatsache, dass seine erste Runde um 0,2 Sek. langsamer war als die von Maximilian Niebling vom AC Reutlingen e.V. auf Platz 4. gewertet, trotz gleicher Gesamtzeit.

    (Robert Chelminiacki)

     

  • Siegt Bender auch mit Gummis aus Frankreich

    Int. offenes GT-Rennen am Lausitzring 
    P9-Challenge + P9-Endurance

    03.07.2021

    Für den Neckarsulmer Diplomingenieur Jürgen Bender wird der Start am Lausitzring, auf halber Stecke zwischen Dresden und Berlin gelegen, zur Stunde der Entscheidung.

    Oschersleben

    Nach Platz 3 in seiner Klasse am Red-Bull-Ring und dem überragenden Doppelsieg gegen Porsche-Ass Ulli Becker sowie Michael Golz auf einem Lamborghini Gallardo GT3 sowie im 2. Rennen vor Becker und Alzen auf Audi R8 LMS, gilt es jetzt P9-Challenge-Tabellenführer "Jack Crow" nieder zu ringen. Am Lausitzring ein über ein halbes Dutzend erstklassiger GT-Piloten am Start. Überzeugend auch die Markenvielfalt im Starterfeld. Bender auf dem aktuellen Modell von Callaway, einer Corvette C07, trifft am Lausitzring auf Gegner auf AMG-Mercedes, Porsche 991, Lamborghini Huracán GT3, Pagani GT und Audi. Der seltenen Pagani-Zonda wird von dem Prager Unternehmer Antonin Herbeck eingesetzt. Auch ihn zu schlagen ist an diesem Wochenende keine leichte Aufgabe für den Unterländer MCH-Fahrer und sein Team Sportwagenschmiede.

    Der Lausitzring wird auf den dort vorgeschriebenen Reifen in der P9-Challenge (Michelin) zur Stunde der Offenbarung für Jürgen Bender und das Team. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die da auf des GT-Topteam aus dem Unterland wartet. Dessen ist sich auch Renningenieur Bayer bewusst.

    (HTS)

    Foto: Bayer - Erstes Ziel am Wochenende ist immer "pole position". Hier Bender links vorne neben dem Audi von Alzen in Oschersleben vor 8 Tagen.

     

     

  • 1. ADAC Old- und Youngtimer-Ausfahrt Heilbronn

    29.06.2021

    Tja, wie viele von euch ja wissen, hätten wir schon vergangenes Jahr die Baden Württemberg Historic bei uns in Heilbronn zu Gast gehabt. Der ADAC Württemberg hatte uns im Vorfeld um Unterstützung gebeten die wir auch gerne zugesagt haben.

    Leider hat Corona verhindert dass die Rallye durchgeführt werden konnte. Vor einigen Monaten meldete sich der ADAC Württemberg dann wieder bei uns. Dieses Mal ging es darum, eine trotz Corona genehmigungsfähige Veranstaltung zu planen. Da wir vom Orga-Team der Käthchen Classic schon ein passendes Konzept in der Schublade hatten, haben wir dem ADAC dieses vorgestellt.

    Am Samstag dem 26.06.2021 ist dann der Startschuss zur 1. Old- und Youngtimer-Ausfahrt vom ADAC Württemberg gefallen. Startort war das Motocross-Areal in Heilbronn-Frankenbach. Es ging über eine schöne Streckenführung durch das Kraichgau zur Mittagspause in einen Biergarten in Eppingen.

    Nach einigen Wirrungen haben wir dann sogar die Genehmigung der Stadt Heilbronn erhalten, die Zieleinfahrt auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in Heilbronn machen zu dürfen, allerdings unter strengen Auflagen.

    Da ich in das Orga-Team eingebunden war, fiel mir die Aufgabe zu, die Teilnehmer auf dem Marktplatz begrüßen zu dürfen. Ich kann nicht beschreiben wie schön es war, endlich wieder einmal in glückliche, zufriedene und vor allem begeisterte Gesichter von Rallyeteilnehmern schauen zu dürfen. Obwohl es sich "nur" um eine Ausfahrt gehandelt hat, waren sogar eingefleischte Lichtschrankenfahrer zufrieden, endlich wieder einmal unter Gleichgesinnten unterwegs sein zu dürfen.

    Erwähnen möchte ich aber auch, dass es mich besonders gefreut hat, unser Ehrenmitglied Walter Kircher mit seinem Fiat 130 Coupe, unseren 1. Vorsitzenden Thorsten Wolf, der mit seiner Partnerin in seinem Mercedes 560 SEC sein Rallyedebüt gab, und unseren Social-Media Experten Andreas Häberle, der auch ein tolles Video über die Veranstaltung gedreht hat (hier der Link zum Video), im Starterfeld zu sehen.

    In diesem Rahmen soll ich im Namen des ADAC jedem Helfer des MCH und des SL-Clubs noch einmal den herzlichen Dank von Ilona Zink (Sportleiterin ADAC Württemberg) aussprechen.

    (Bernd Sandrisser)

     

  • Doppelsieg für Assenheimer und für Bender in Oschersleben

    MCH-Piloten hatten ein sensationelles Wochenende

    28.06.2021

    Zwei Fahrer des Heilbronner Motorsportclubs bescherten "ihrem" Club in Heilbronn am letzten Wochenende in Oschersleben ein ganz nie dagewesenes Erfolgserlebnis. Mit GT3-Modellen von AMG aus Affalterbach und einer Callaway-Corvette, gebaut in Leingarten, räumten die beiden Toppiloten des Unterlandes voll ab. Die Konstrukteure Wöhr und Ciccone waren begeistert.

    Corvette C07 

    Den phänomenalen Siegesreigen der Unterländer läutete Jürgen Bender am Samstag um 14:30 Uhr ein. Er gewann den STT-Challenge Auftakt 2021 in der Magdeburger Börde nach hartem Kampf mit Porsche 991 GT3R-Ass Ulli Becker. Ein STT-Routinier wie Bender selber auch.  Patrick Assenheimer zog 2h später nach. Er gewann zusammen mit Co-Pilot Tim Heinemann den GTC-Einstundenauftakt, die "Goodyear60". Platz 2 holte dort das heimische Duo Heiko Neumann und seinem Ex-Formel 2-Copiloten Marvin Kirchhöfer. Beide Teams waren auf den gleichen GT3-Modellen von AMG unterwegs.

    Zwei Top-Ergebnisse für beide Unterländer Rennfahrer. 20 Fahrer rangen beim STT-Auftakt in Oschersleben um den Sieg. Dazu zeigten sieben verschiedene Fabrikate auf den ersten sieben Plätzen, wie hoch Hersteller die STT-Serie bewerten. Jürgen Bender konnte die nachts vor dem Rennen vom Team Sportwagenschmiede umgebaute GT3 Corvette von Platz 3 im Training im Rennen vor Becker und Golz zum Sieg lenken. "Ich kam auf der Bremse an Ulli Becker vorbei. Einfach war das hier auf dem Kurs in Oschersleben nicht", so Bender. Jeder Bremspunkt muss exakt sitzen. Dazu darf die eigene Ideallinie nicht so gewählt werden, dass ein Verfolger sich vorbei bremsen könnte. Am Ende Fahrer in der Callaway-Corvette, Porsche 991 GT3R und Lamborghini Huracán GT3 auf dem Sieger-Podium.

    "Die telefonisch unterstützte Abstimmung mit unserem Fahrwerksingenieur lief am Wochenende perfekt. Und Reifenprobleme gab es hier für uns auch nicht mehr", so Bender erleichtert. Man fuhr in der STT Yokohama-Gummis.

    15 Starter im GTC-Einstundenrennen: Das Duo Assenheimer/Heinemann steuerte von Pole zum Sieg. Musste man am Anfang nur Platz 1 verwalten, so änderte sich das als die AMG-Kollegen mit großen Schritten näherkamen. Patrick Assenheimer als zweiter Starter im Team brachte seinen AMG-GT3 am Ende 3 sec. vor dem AMG-Duo Marvin Kirchhöfer/Heiko Neumann zum Sieg. Assenheimers Co. Tim Heinemann ließ sich die schnellste Runde notieren. Pole, SR und Sieg. Nicht schlecht für Assenheimer/Heinemann zum GTC-Auftakt.

    (HTS)

    Foto: Oschersleben

     

     

  • 63. Sulmtal-Slalom des MSC Weinsberg und die "Compacte Jugend" des MCH

    Aus der Sicht des Jugendleiters

    28.06.2021

    Am 20. Juni 2021 veranstaltete der MSC Weinsberg nach langer Coronapause einen Slalom. Die Jugendlichen des MCH, die entweder schon 18 Jahre alt sind und einen Führerschein besitzen oder die ab 16-jährigen, die bei einem Sicherheitstraining des ADAC Württemberg erfolgreich eine Starterlaubnis für Clubsport Slalom mit Fahrzeugen ab 11 Kg/KW erworben haben, nannten beim MSC Weinsberg.

    die "Compacte Jugend" des MCH
    die "Compacte Jugend" des MCH

    Inspiriert vom Hornet Team des MCH haben fast alle Jugendlichen und junge Erwachsene in der Jugendgruppe des MCH auf einen BMW e36 Compact gesetzt und sind mit ihren Fahrzeugen in der Klasse SE17 an den Start gegangen. Viele der jungen MCHler hatten dabei ihren ersten Einsatz mit ihren Fahrzeugen.

    Wir haben gemeinsam die SE17 gewählt, um von den anderen Klassen wie G3 und F10 unabhängig gewertet zu werden.

    die "Compacte Jugend" des MCHUnser Plan ging fast auf, ein paar andere Fahrer mit über- bzw. unterlegenen Fahrzeugen haben dort auch genannt, aber das war marginal und sehr überschaubar. Wir hatten eine Wertung fast nur für uns unter Rennbedingungen.

    Der Parcours war teils schnell anderseits technisch anspruchsvoll, 3 lange Geraden, zwei 90° Kurven und eine 180° Wende, danach das ganze zurück. Anders ausgedrückt: Einmal ums Karree und zurück. Nach dem Start ging es links herum auf die erste Gerade. Diese war recht schnell mit versetzten Toren und einer Gasse versehen. Das knifflige daran war eine Mauer links, die gemieden werden soll. Am Ende der Geraden ging es durch eine Gasse links, die ersten 90° einen Berg hinauf über eine Kuppe durch versetzte Tore, dann folgte die zweite 90° in eine Schweizer Reihe. Am Ende der Schweizer ein Tor und um die 180° Wende, eine Schlüsselstelle. Kommt man gut herum oder bleiben die Sekunden da liegen? Egal, weiter geht’s, teilweise im 3. Gang die Schweizer wieder herunter, anbremsen, 90° rechts und über eine Kuppe durch die Tore in die Gasse. Danach die zweite 90° anbremsen, noch ein paar Tore, auf die Mauer rechts achten und ab durchs Ziel. Geschafft! Der Schnellste an diesem Tag war Jürgen Glass auf einem H14 C Kadett mit einer Gesamtzeit von 1.48.37.

    Startaufstellung Klasse SE17
    Startaufstellung Klasse SE17

    Unsere Jugend mit ihren e36 Compact´s kann da nicht mithalten, aber sie waren nicht viel langsamer.

    Die „Compacte Jugend“, wie ich sie jetzt nenne, führte Nico Chelminiacki mit einer Zeit von 2.04.83 auf Platz 2 der Klasse an, gefolgt von Hannah Baier auf Platz 3 mit 2.08.04, knapp dahinter war Lutz Lambrecht auf Platz 4 mit 2.08.27.

    Nico Gutzeit, der einen Pylonenfehler hatte, musste mit einer Zeit von 2.09.61 Platz 5 der Klassenwertung einnehmen, Pascal Chelminiacki, der nach längerer Zeit wieder mal einen Slalom fahren konnte, reihte sich nach einem Torfehler mit 2.20.78 auf Platz 7 der Klasse ein.

    In der Klasse F10 startete Annina Rittinger, mit ihrer Zeit von 2.09.61 war sie nicht so schnell wie das Hornet Team, Marcel Pimpl 2.04.24 und Jonas Straub 2.06.34. Die Hornet Jungs kämpften mit einem technischen Problem, welcher erst beim Rennen aufgetaucht ist. Durch die Fliehkräfte in der Wende verlagerte sich das Getriebe auf den originalen Halterungen so stark, dass die Jungs keinen Gang hereinbekamen und dadurch wertvolle Zeit verloren. Diesem Problem wurde sofort nachgegangen, und Marcel hat mittlerweile schon Aluminium-Getriebelager gedreht und ist zusätzlich dabei, optimierte Motorlager herzustellen, um auch dort gleich vorzubeugen. 

    Markus Rittinger im Opel Kadett C Coupe und der Hornet BMW
    Markus Rittinger im Opel Kadett C Coupe und der Hornet BMW

    In der Klasse G3 startete Andreas Baier auf Hannah´s BMW mit einer Zeit von 2.02.78, auch der Vater von Jasmin Kumor ging mit dem Compact von Jasmin, den sie selbst noch nicht fahren darf, an den Start. Michael Kumor fuhr eine Zeit von 2.07.25 und Jasmin freute sich, dass ihr Auto mit den anderen Compact´s der Jugendgruppe mithalten kann.

    In der Klasse H13 starteten die MCHler Lisa-Marie Lehmann und Felix Bürker auf einem Opel Corsa B, Felix fuhr eine Zeit von 2.16.01 und Lisa-Marie 2.25.90. Felix konnte mit seiner Zeit den 2. Platz der H13 belegen.

    In der Klasse H14 starteten Markus Rittinger und Frank Sperrfechter für den MCH. Markus konnte durch seine fehlerfreie Fahrt mit einer Zeit von 1.49.75 Platz 2 der Klasse belegen. Frank, der durch je einen Pylonenfehler eine Gesamtzeit von 1.54.08 fuhr, belegte Platz 4 der Klasse.

    Mit 4 Podestplätzen und vielen sehr guten Platzierungen in den jeweiligen Klassen konnten die 13 MCHler an diesem Slalom zeigen, wie gut der MCH im Slalomsport aufgestellt ist. Besonders die „Compacte Jugend“ zeigte eine TOP Leistung und hinterließ einen guten Eindruck.

    Ich als Jugendleiter und Trainer der Slalom Youngster Cup Fahrer bin mit der Leistung äußerst zufrieden und freue mich jetzt schon auf die kommenden Veranstaltungen, die demnächst ausgetragen werden, sofern die Umstände es erlauben werden.

    (Robert Chelminiacki)

     

  • Erster Lauf zum BMW Slalom Cup - Hannah und Andreas Baier

    28.06.2021

    Am Freitag Abend waren die Vorbereitungen für den Samstag im Haus Baier in voller Fahrt. Die Autos wurden gesaugt, Taschen und Rucksäcke wurden gepackt. Natürlich wurde dem BMW (liebevoll Bertha genannt) die guten Slalom Räder aufgezogen und die Regenräder wurden eingepackt, falls es sich das Wetter noch einmal anders überlegt. Alles eingepackt und auf dem Hänger aufgeladen, waren wir, Andreas und Hannah Baier, voller Vorfreude auf den nächsten Tag.

    Hannah und "Bertha"
    Hannah und "Bertha"

    Am Samstag, 19.06.2021, ging es schon sehr früh los. Um 5 Uhr klingelte der Wecker. Nach kurzem Überlegen, ob wir alles beisammen haben, war um 05:30 Uhr Abflug von Zuhause. Es ging auf die Autobahn Richtung Würzburg. Nach kurzer Zeit, kam dann auch schon der erste Zwischenstopp an einer Tankstelle, denn die Luft in den Reifen des BMW`s mussten geprüft und die Scheiben, für eine einwandfreie Sicht, geputzt werden. Gegen 09:30 Uhr kamen wir dann am Stehrodrom in Schwalmtal an. Alles abgeladen ging es zur Nennung und dann wurde die Strecke erst einmal genau angeschaut. Um 11:30 Uhr ging es dann für uns beide los. Es gab fünf Läufe für jeden. Da wir uns ein Auto teilen, haben wir es so geregelt, dass mein Vater als erstes drei Läufe, dann ich die drei Läufe und dann er seine letzten zwei und ich danach meine letzten zwei Läufe fahren. Die Strecke war sehr anspruchsvoll und selektiv, mit schnellen Passagen und engen technischem Teil.

    Nach unseren ersten drei Wertungsläufen waren wir beide sehr zufrieden mit unseren Zeiten. Ich konnte mich in jedem Lauf steigern, zwischendurch sind mir ein paar Pylonen in den Weg gesprungen, diese hab ich dann aber schnell beseitigt. Zur Wertung, es wurden die zwei schnellsten Läufe gewertet. Im meinem letzten Lauf war ich dann nur noch zwei Sekunden hinter der Bestzeit von meinem Vater.

    Hannah und Andreas Baier
    Hannah und Andreas Baier

    In der Klasse erreichte mein Vater den 4. Platz und ich den 12. von 16 Startern. Ich wurde aber noch in zwei anderen Klassen gewertet. In der Rookie-Damenwertung konnte ich den 1.Platz und in der allgemeinen Damenwertung den 2.Platz belegen.

    Gegen 14:30 Uhr haben wir dann aufgeladen und haben uns erschöpft, aber voller Stolz auf den Heimweg gemacht. Es war ein spannender und erfolgreicher Tag.

    Der nächste Lauf zum BMW Slalom Cup findet am 11.07.2021 in Bopfingen auf der Breitwangbahn statt.

    Nächster Einsatz von Team Baier, GLP Nordschleife Leistungsprüfung, findet am 03.07.2021 statt. Drückt uns die Daumen.

    (Hannah Baier)

     

  • Bender, Kirchhöfer u. Schmidt mit Callaway-Competition auf der Siegerstraße

    22.06.2021

    Nicht nur die Formel 1 zeigt wie dominierend das Thema Reifen im Rennsport heute geworden ist. Eingesetzt werden in der "ADAC GT Masters" Einheitsreifen von Pirelli und von Michelin in der P9-Challenge. Dabei stehen an den Rennwochenenden verschiedene Reifen-Typen zur Verfügung.

    Ein großer Spielraum für taktische Spiele in den Rennen ist dadurch gegeben. Und der wird auch genutzt. Das wollen die Veranstalter auch so, denn die GT-Rennwagen sind heute fast alle nahezu gleich leistungsstark.

    Bei den Unterländer Fahrern, Teams und Rennwagenherstellern wird das Thema Reifen natürlich auch nicht "eben so nebenbei" bedient. Je nach Wetter stehen an den Rennwochenenden Slicks, Intermediates und Regenreifen zur Verfügung. Für den Kampf um "pole" verwenden die Teams behutsam angefahrene und vorgeheizte Gummis. Die werden dann entsprechend den herrschenden Außentemperaturen mit einem angepassten Reifendruck eine Runde auf volle Temperatur gebracht. Erst dann schießt der Fahrer mit voller Leistung über Start und Ziel. Nun wird versucht die schnellste Runde in den Asphalt zu radieren.

    Beim Auftakt der P9-Challengesaison 2021 am Red Bull Ring spielte MCH-Ass Jürgen Bender (NSU) alle Möglichkeiten durch. Auch Regenreifen auf Felgen standen in der Box bereit. Das Zeittraining musste auf den schnelleren Slicks gefahren werden. 100% trocken war der Asphalt noch nicht. "Aber auf der Ideallinie passte es alles so halbwegs", so Bender danach im Interview.

    Das Ergebnis: Erste Startreihe für den Unterländer. Porsche GT3R, Callaway-Corvette C07, Lamborghini Huracán GT3, Mercedes GT3, alle nur "Zehntel" auseinander. Am Red Bull Ring wurde deutlich, dass die 2021 vorgeschriebenen Pneus nach einer modifizierten Fahrwerkabstimmung verlangten. "Im Rennen konnte ich rauf zur 2. Kurve in Führung gehen. Danach ließen die Reifen nach. Ich verlor Runde für Runde einige Zehntel", so Bender. "Eine Neuabstimmung des Fahrwerks ist nun eilig nötig", so Bender.

    Jürgen Bender

    Szenekenner wissen es. Mit Trimmlage, Luftdruck, Stabilisatoreinstellung, Dämpferstufen, Federhärte, Sturz, Vorspur, Nachlauf, Lenkrollradius usw. ist es nicht getan. Weitere Eingriffe werden jetzt getestet. Testergebnisse von der Sportwagenschmiede zu Callaway-Competition und einem externen Fahrwerksentwickler führen an die Spitze. Marvin Kirchhöfer und Jeffrey Schmidt (CH) gaben jetzt am Red Bull Ring eine Erfolgs-Kostprobe. Unangefochtener Gesamtsieg! In 14 Tagen will Jürgen Bender in Oschersleben beim STT-Auftakt 2021 nachziehen. Aus Startreihe eins am Red Bull Ring soll ein Sieg in der Lausitz werden. Man darf sehr gespannt sein, welche neue Technik für Jürgen Bender in Leingarten, Hessen und Erlenbach ausgeknobelt wurde. "Von außen sieht man nichts. Nur am Ende auf der Stoppuhr", grinste Renningenieur Bayer.

    (HTS)

    Foto: HTS

     

  • Turbulentes Rennen am Nürburgring: Lange Pause, vorzeitiges Ende

    Das Rennen: Nur neuneinhalb statt 24 Stunden. Der Langstrecken-Klassiker in der Eifel endet auch ohne Happy End für den Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer

    07.06.2021

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Mit einem Schlag war Schluss. "I crasht, I crasht", meldete Hubert Haupt nach seinem finalen Fehler per Funk. Der Teamchef selbst setzte der Unglücksfahrt des Mercedes-AMG GT3 mit dem markanten weißem Tiger auf der Motorhaube und der Nummer sechs auf den Türen nach 46 Runden im Reifenstapel ein vorzeitiges Ende. Auf Position 20 liegend war der Zahn für das HRT-Quartett um den Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer bei einen turbulenten 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring aber schon früher gezogen. Trotz einer historisch langen Unterbrechung von 14 Stunden und 29 Minuten wegen dichtem Nebel, die Haupt, Assenheimer, Nico Bastian und Maro Engel gestern noch einmal leise Hoffnung auf den anvisierten Podiumsplatz beim Klassiker in der Eifel gemacht hatte.

    Nach dem Restart zwischenzeitlich auf Platz acht
    Auf dem Podest standen letztlich andere. Matteo Cairoli, Michael Christensen, Kevin Estre und Lars Kern vom Porsche Werksteam Manthey Racing holten sich mit ihrem 911 GT3 R den Gesamtsieg. Platz zwei belegten die Titelverteidiger von Rowe-Racing mit Martin Tomczyk, Marco Wittmann, Connor de Phillippi und Sheldon van der Linde. Sie lagen in einem BMW M6 GT3 am Ende nur 8,817 Sekunden zurück. Dritte wurden Maximilian Götz, Daniel Juncadella, Raffaele Marciello und Fabian Schiller im GetSpeed-Mercedes.

    Foto: Dino Eisele - HRT Racing

    "Wir waren konkurrenzfähig. Ich habe mich mit den den beiden GetSpeed duelliert und einer ist am Ende Dritter geworden - das heißt, es hätte am Ende schon nochmal eng werden können, wir hätten schon nochmal was reißen können. Aber Hätte, Wenn und Aber - leider hat mein Kollege das Auto zweimal verloren, ist mit Highspeed abgeflogen", sagte Patrick Assenheimer. Der 29-Jährige war nach dem Restart als zweiter Fahrer zwischenzeitlich wieder bis auf den achten Platz vorgefahren. Doch Hubert Haupt schaffte es nach dem Wechsel nicht zum erhofften Happy End für sein Team.

    Eine strategische Fehlentscheidung
    Das Unglück hatte aber direkt beim Start seinen Lauf genommen. Trotz dem manierlichen fünften Ausgangsplatz. "Wir haben leider eine strategische Fehlentscheidung getroffen", gestand Assenheimer. "Nach der Formationsrunde ist unser Startfahrer Maro Engel in Absprache mit dem Ingenieur wieder reingekommen, um auf Regenreifen zu wechseln. Es war sehr feucht und es war auch mehr Regen für die nächsten Minuten angesagt - der kam aber erst eine halbe Stunde später. Dann waren wir erstmal knapp vier Minuten weg vom Feld."

    Ungewohnt ruhige Nacht
    Weg war auch irgendwann die Sicht. Patrick Assenheimer kam am Samstag gar nicht zum Einsatz. Dichter Nebel machte sich auf der Nordschleife breit, nach sechs Stunden musste die Rennleitung aus Sicherheitsgründen unterbrechen. Bei der 49. Auflage des Langstrecken-Klassikerin der Eifel sollte so lange gestoppt werden wie noch nie zuvor in der Geschichte. Assenheimer und Co. gingen als 13. in die ungewohnt ruhige Nacht, ehe es sonntags erst um 12 Uhr weitergehen konnte.

    "Ich wäre theoretisch ins Auto gegangen, kurz bevor der Abbruch kam", sagte der Lehrensteinsfelder: "Ich hatte ohne einen Meter zu fahren erstmal eine erholsame Nacht - unfreiwillig." Beim Restart herrschte dann Zuversicht: "Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und weil der Speed ja da war, haben wir schon gehofft, dass wir Richtung Top 5 gehen können. Unser Schwesterauto war ja ganz vorne mit dabei."

    Als der Mercedes-AMG GT3 mit der Nummer vier im markanten gelb-blauen Bilstein-Design sich später selbstverschuldet aus dem Rennen nahm, fluchte HRT-Teamchef Hubert Haupt noch in die TV-Kamera von RTL Nitro über die Fahrfehler. Und machte es danach selbst nicht besser, als er in den Wagen gestiegen war. Für Patrick Assenheimer galt nach der langen Pause und dem vorzeitigen Ende: "Mund abwischen - weiter geht"s."

    Der Brackenheimer Yannick Fübrich fuhr auf einem BMW 330i G20 in der Klasse V2T zusammen mit Jacob Erlbacher, Marvin Kobus und Philipp Leisen auf den dritten von zehn Klassenplätzen und wurde damit manierlicher 59. der Gesamtwertung.

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 07.06.2021

     

  • Patrick Assenheimer startet beim legendären ADAC Total 24h Rennen

    03.06.2021 

    Patrick Assenheimer pilotiert gemeinsam mit Hubert Haupt, Nico Bastian und Maro Engel am Wochenende des 5. und 6. Juni einen werksunterstützten Mercedes-AMG durch die „Grüne Hölle“. Unter der Nennung Haupt-Racing-Team geht dieser an den Start. 

    Die Vorfreude und Begeisterung ist bei Patrick Assenheimer riesig. Das 24 h Rennen, das SAISONHIGHLIGHT, ist immer etwas ganz besonderes und hat seine Faszination. 24 Stunden mit Vollgas, Tag und Nacht, über die Nordschleife. Boxenstopps nur zum Fahrerwechsel, Tanken und Reifen wechseln. Fahrer, Team und Fahrzeug am Anschlag. 

    Das hochkarätige und große Teilnehmerfeld bei den GT3 Boliden verspricht Spannung pur. Das allgemeine Starterfeld mit Fahrzeugen ist geringer, als in früheren Jahren. Dies ist sicherlich der Covid 19 Pandemie geschuldet, die die Finanzierung eines solchen Einsatzes erschwert. 

    HRT Mercedes AMG GT3
    HRT Mercedes AMG GT3

    Patrick Assenheimer: “Primäres Ziel ist es ein fehlerfreies Rennen zu fahren und nach 24 Stunden heil im Ziel anzukommen. Wenn die Abstimmung und die Pace passt werden wir natürlich versuchen zu pushen und hoffen ganz Vorne mitmischen zu können.” 

    Das ganze Rennen kann man live auf RTL Nitro und auf der Homepage des Veranstalters verfolgen. Aktuelle Informationen im Livetiming.

     

  • Reifenschaden vernichtet Podiumstraum

    MCH-Racer Patrick Assenheimer im Mercedes AMG GT3 bei der GT-World-Challenge Europe in Frankreich

    01.06.2021

    Eine perfekte Rennperformance, ein durchwachsenes Qualifying und ein Reifenschaden, der den Traum vom Podium im Silver Cup beendete – das 6-Stunden-Nachtrennen auf dem Circuit Paul Ricard im französischen Le Castellet hatte jede Menge Action parat. 47 GT3 Boliden waren zum dritten GT World Challenge Europe-Lauf angetreten. MCH-Racer Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) saß zusammen mit Hubert Haupt und Gabriele Piana in einem ca. 550 PS starken Mercedes AMG GT3 vom Haupt Racing Team (HRT). Ziel war ein Platz in den Top 15 sowie ein Podium in der stark besetzen Silver Cup-Klasse.

    Patrick Assenheimer im HRT-AMG GT3
    Patrick Assenheimer im HRT-AMG GT3

    Nach einem eher durchwachsenen Qualifying gelang Routinier Hubert Haupt ein Top-Start, bei dem er den Mercedes von Platz 28 auf 20 beförderte – das bedeutete auch Platz vier im Silver Cup, die Schlagdistanz zum Podium war hergestellt. Ein Reifenschaden nach knapp eineinhalb Stunden kostete viel Zeit, das HRT-Team fiel auf Gesamtrang 34 zurück. Patrick Assenheimer überzeugte dann mit einer fehlerfreien und schnellen Performance. In seinem Zwei-Stunden-Doppelstint konnte der Lehrensteinsfelder den Mercedes auf Gesamtrang 25 vorfahren. Im Schlussturn kam Gabriele Piana zwar noch etwas nach vorne, aber der Rückstand auf die angepeilten Platzierungen war zu hoch. Im Ziel fehlten dem Team auf den Gesamtsieger – Team GPX im Porsche 911 GT3-R mit den Werkspiloten Matt Campbell, Earl Bamber und Mathieu Jaminet – lediglich zwei Runden. „Gesamtrang 23 und Platz 7 im Silver Cup sind nicht zufriedenstellend. Aber wir haben bis zuletzt gekämpft und auf dem 5,791 Kilometer langem Kurs mit seinen 15 Kurven alles aus dem Mercedes herausgeholt. Technisch war alles perfekt. Zudem war die 6-Stunden-Hatz in der Nacht – Rennstart war um 18.00 Uhr, die Zielflagge fiel um 24.00 Uhr - auch ein optimales Training für das bevorstehende 24-Stunden-Rennen am Nürburgring“, resümiert Patrick Assenheimer.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Jürgen Bender im Training vorne dabei

    Beste Mischung, beste Spannung, beste Qualität - P9-Serien-Auftakt am Red-Bull-Ring

    27.05.2021

    Das MCH-GT-Ass Jürgen Bender aus Neckarsulm reiste als amtierender Meister der P9-Challenge über die Pfingsttage nach Österreich. Am Red-Bull-Ring traf der Unterländer zum Auftakt des Titelkampfes der P9-Challenge auf neue, starke Gegner. AMG-Mercedes GT3, Lamborghini Huracán GT3 EVO, Porsche 991 GT3R, Ferrari 588, Aston Martin V12 GT, Shelby Cobra Daytona. Nur der ebenfalls genannte Italienische Edelsportwagen, ein V12 Pagani Zonda des Teams Rock Robots aus Prag fehlte. Beim ersten freien Training die ernüchternde Erkenntnis. Kühles, wechselhaftes Wetter, Regen und trockener Asphalt, wirbelte alles durcheinander. Gegen Ende des Trainings dann leichte Besserung. Die Zeiten wurden schneller. Jürgen Bender arbeitete sich langsam Richtung erste Startreihe nach vorne.

    Aber am Ende auf der Poole ein Porsche 991 GT3R, dahinter der amtierende Champion Bender auf einer Callaway-Corvette C7. Erste Startreihe. Das war schon mal ein echter Lichtblick. Jürgen Bender hinter "Jack Crow" aber vor einem Porsche 991 GT3R, einem Lamborghini Huracán GT3 EVO, einem AMG GT3, und einem weiterer Huracán und einem weiteren Porsche 991 GT3R.

    Natürlich ließ sich das Wetter nicht nehmen, entscheidend mitzumischen. Alle Teams hielten ihre Michelin-Regengummis bereit. "Zur Bestzeit fehlten mir rund 7/10 Sekunden", so Bender nach dem ersten Training irritiert. 7/10 sec, das ist erfahrungsgemäß viel für den Kampf um den Sieg.

    Das Zeittraining zeigte wie eng es im Rennen her gehen sollte. Mit einem Wimpernschlag hinter "Jack Crow" und Jürgen Bender zurück der Rest. Vorne ein halbes Dutzend mit max. 1:40er Rundenzeiten. Hermann Speck, "Coach McKansy", Heiko Neumann, Bernhard Löffler (A) und Alois Rieder (A). Jeder gab alles. Im Kampf um Startplatz 3 zwischen P9-Challenge-Vizemeister-2020, Hermann Speck (Porsche) und Lambo-Ass McKansy nur eine halbe 1/10 Sek.

    Benders C7 Red-Bull-Ring 2021

    Beim GT-Auftaktrennen schoss ein gemischtes Starterfeld der P9-GT-Modelle und der SCC-Sportwagen los. "Jack Crow" war im Vorteil. Sein Porsche lag wie ein Brett in den Kurven. Später meinte er, "Der 991er ist wie für mich gemacht. Auch die vorgeschriebenen Michelins passen für mich super". Jürgen Bender arbeitete in der Corvette gegen zunehmendes "Untersteuern". Der Neckarsulmer büßte im Laufe des Rennens mehrere Positionen ein. Am Ende rückte das Duo Speck und Rieder deutlich näher. "Ben" musste auf der Hut sein. Aber so nahe das am Ende mit Angriffen zu rechnen war, kamen die Verfolger auch nicht an ihn heran. Auf das Siegerpodium springen durften neben Sieger "Jack Crow" am Ende der nur knapp geschlagene Bernhard Löffler (A) und der im AMG GT3 überzeugende Heiko Neumann. Klassenrang 4 für Bender. "Aber Marco und ich wussten was wir hier an der Strecke vor Ort noch verbessern konnten", so beide unisono. Aber Heiko Neumann und seinen Teampartner Marvin Kirchhöfer muss man 2021 im Auge haben. In der Klassenwertung am Ende Lamborghini vor AMG und ein weiterer Lamborghini vorne. Wann ist die Corvette wieder vorne dabei? "Sicher gibt es einiges an Abstimmarbeit die nun auf uns zu kommt", so Bender nach dem Rennen. Aber die Crew aus Erlenbach hat ja nun 6 Wochen Zeit um alle erkennbaren Schwachstellen zu optimieren. "Das kriegen die hin", so Serienveranstalter Bernhard Fischer überzeugt. Auf alle Fälle sehen wir einer spannungsgeladenen Saison entgegen", fügte er in Österreich nach der Siegerehrung hinzu.

    Im zweiten Rennen das gleiche Bild. Erneut veränderter Grip bestimmte auf teilweise noch feuchtem Asphalt das Rennen. ZEBRA-Ass "Jack Crow" vor Heiko Neumann und "Coach McKansy". Porsche, AMG, Lamborghini und dann die Corvette mit Bender am Volant gaben alles. In der KL6 konnte Jürgen Bender am Ende zu Klassensieger Heiko Neumann und dem schnellen Lamborghini-Routinier "McKansy" von HP-racing international aufs Podium springen. Am Abend, nachdem die Corvette verladen war, die Erkenntnis "Nun müssen wir zügig ran gehen, um das starke Untersteuern weg zu bekommen", so Renningenieur Marco Bayer. "Jürgen als amtierender P9-Champion will wieder um Siege kämpfen", so Sandra, Marco und Gerwin.

    Callaway-Competition, die Sportwagenschmiede und Jürgen Bender werden testen, ggf. technisch nachrüsten und wieder um den Platz ganz oben auf dem Podium kämpfen.

    (HTS)

    Foto: www. P9-Challenge: M. Jurtin

     

  • Jürgen Bender Richtung Red-Bull-Ring unterwegs

    P9-Auftakt auf dem Red Bull Ring

    19.05.2021

    Es herrscht heute Hektik bei Firma Bender im Firmenhof. Eilige Termine drücken, aber auch die GT3 Callaway-Corvette muss für den Abtransport Richtung Red-Bull-Ring in der Steiermark verladen werden. Teamchef Bayer managt das gerade.

    Corvette C7Der über Jahrzehnte überaus erfolgreiche Unterländer Automobilrennsportler Jürgen Bender ist bereit für den Saisonstart 2021 in Österreich. Am kommenden Wochenende beginnt die Saison mit dem P9-Challenge-Auftakt auf dem Formel 1-Kurs, dem Red-Bull-Ring in der Steiermark. Dort findet zeitgleich auch der erste Lauf zur Langstreckenserie, der P9-Challenge statt.

    Jürgen Bender"Eine schnelle Einigung mit einem zweiten Fahrer für die Langstrecke kam jedoch noch nicht zustande", so Bender lapidar. Daher wird sich der Neckarsulmer auf den Red-Bull-Ring auf die beiden Läufe der P9-Challenge beschränken. Dort geht "Ben", wie ihn die Freunde seit der Schulzeit nennen, als amtierender P9-Champion an den Start. "Bin sehr gespannt auf das Wetter dort unten", so der Diplomingenieur und bekannte Reifenexperte. 2020 gewann MCH-Pilot Jürgen Bender alle 6 Meisterschaftsläufe der P9. Vier in Deutschland und Zwei in der Tschechei. Eingesetzt wird der Unterländer vom Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach. Vorbereitet wurde für 2021 in der Sportwagenschmiede ein neuestes Modell der Baureihe C7. Der in Leingarten unter der Leitung von Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone konstruierte und gebaute GT-Rennwagen entspricht exakt jenem Modell, das 2020 auch von MCH-Ass Markus Pommer pilotiert wurde. 2021 setzt Callaway Competition das baugleiche GT-Auto mit Marvin Kirchhöfer und Jeffrey Schmidt (CH) in der ADAC-GT-Masters ein.

    Gerne würde ich auch die P9-Endurance fahren. Aber die Kosten lassen das wohl nur mit einem zweiten Fahrer zu", so Bender vor Abreise um Saisonauftakt nach Österreich. Jeder Racefan weiß wie aufwendig es ist, einen GT-Rennwagen für Sprintrennen abzustimmen. Dir richtigen Reifen für die Jagd auf "Pole" im Training und dann über die Sprintdistanz passende Gummis sind für 2 Sprintrennen meist nicht optimal. Man braucht andere Mischungen oder eben 2-mal neue Reifen. Kommt dann Regen oder leichte Nässe dazu - boaahhh. Regenreifen und Intermediates dazu, das geht dann ins Geld. Ersatzräder müssen ja auch noch in allen Qualitäten da sein. Das gleiche Spiel gilt auch für die Endurance. "Da wird der Geldbeutel über ein Rennwochenende dann ganz schnell sehr leicht", so ein Teammitglied lächelnd.

    Für die Fans in der Region, die Fans der P9 und natürlich die Freunde von "seinem" Motorsport-Club Heilbronn heißt es nun Daumen drücken für "Ben" und seine Jungs.

    Die Gegner auf Ferrari, Porsche, AMG, Shelby und Lamborghini Huracán warten schon. Hermann Speck, "Jack Crow", Alois Rieder, Bernhard Löffler, Michael Fischer, Gerhard Tweraser, "Coach McKansy, Heiko Neumann und Marvin Kirchhöfer drücken in Österreich auch fest beide Daumen. Aber eben für sich und das eigene Team.  

    (HTS) 

    Fotos: HTS

     

  • Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer mit toller Vorstellung beim Qualirennen

    MCH-Racer gewinnen wichtige Erkenntnisse für den 24-Stunden-Klassiker im Juni

    11.05.2021

    Mit einem Doppelsieg der beiden Frikadelli-Porsche (Pilet/Makowiecki/Martin/Olsen auf 1 sowie Jaminet/Tandy/Bamber/Cambell auf 2) wurde die derzeitige Dominanz der Zuffenhausener 911 GT3 R Modelle auf der Nordschleife bestätigt – Pole Setter Phoenix Racing (Beretta/Stippler/Thiim/Kolb) mit einem Audi R8 LMS GT3 vervollständigte als Dritter das Gesamtsiegerpodest beim sechsstündigen Qualifikationsrennen in der Eifel. Der Manthey-Porsche, der als Dritter über die Ziellinie kam, wurde durch eine Zeitstrafe wegen eines Gelb-Verstoßes auf Gesamtrang fünf zurückgestuft. Die extrem hohe Leistungsdichte der 30 GT3-Boliden sorgte für Spannung und immens viele tolle Positionskämpfe auf der 25,378 Kilometer langen Strecke aus GP-Kurs und der legendären Nordschleife, die so auch beim 24-Stunden-Langstreckenklassiker gefahren wird.

    Vom Start weg vorne mit dabei waren die beiden Mercedes AMG GT3 vom Haupt Racing Team (HRT). Auf den beiden knapp 550 PS starken Boliden absolvierte der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer einen Doppeleinsatz. Gesamtrang 11 zusammen mit Adam Christodoulou und Manuel Metzger sowie Gesamtrang 12 mit Hubert Haupt und Nico Bastian sorgten für zufriedene Mienen – auch wenn die angepeilte Top-Ten-Platzierung knapp verpasst wurde. Das Top-30 Qualifying am Sonntagmorgen erreichten beide HRT-Mercedes problemlos. Die Ziellinie nach 41 harten Runden überquerten die beiden HRT-Boliden dann lediglich mit der Minimaldifferenz von 0,325 Sekunden. „Auf den Siegerporsche hatten wir weniger als drei Minuten Rückstand, und das nach sechs Rennstunden am Limit“, erklärt Patrick Assenheimer das Ergebnis. „Es war der erwartet harte Wettbewerb auf hohem Niveau und die ideale Generalprobe für den 24-Stunden-Klassiker im Juni, auf den ich mich jetzt richtig freue“ ergänzt MCH-Mitglied Assenheimer. Durch das ideale Rennwetter konnten diverse Reifentests sowie Taktikvarianten und Boxenstoppstrategien probiert werden. Neben mehreren Mercedesteams waren weitere hochklassig besetzte BMW-, Audi-, Lamborghini-, und Ferrari-Modelle der GT3 Fraktion mit guter Performance präsent. „Die Rundenzeiten lagen extrem eng beieinander, so dass das 24-Stunden-Rennen viel Spannung verspricht“, mutmaßt Patrick Assenheimer.

    BMW M2 CS vom Team Adrenalin Motorsport (Merlini/ Naumann/ Leisen/FübrichBMW M2 CS vom Team Adrenalin Motorsport (Merlini/Naumann/Leisen/Fübrich)

    Auch der Brackenheimer Yannick Fübrich zeigt sich nach der 6-Stunden-Hatz zufrieden. „Der Sieg gegen vier Konkurrenten in der Cup 5 Klasse ist zweitrangig. Wir konnten das Set Up nochmals verbessern und wertvolle Erkenntnisse bezüglich der Reifen und der Taktik gewinnen“ resümiert Fübrich. Mit dem knapp 450 PS starken BMW M2 CS vom Team Adrenalin Motorsport gab es technisch bedingt zwei unplanmäßige Boxenstopps aufgrund eines gebrochen Radstehbolzens und eines abgesprungenen Turbolader-Schlauchs. Da auch die anderen M2 CS-BMW-Teams Probleme hatten, konnte sich Fübrich mit seinen drei Teamkameraden schlussendlich mit einer Runde Vorsprung den Klassensieg und Gesamtrang 40 sichern. „Die 24-Stunden durch die Grüne Hölle sind dennoch eine ganz andere Herausforderung - Auto, Fahrer und Boxenteam sehe ich gut gerüstet für den Langstreckenklassiker am 5. und 6. Juni“, so Yannick Fübrich.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Andreas und Hannah Baier bei der GLP Leistungsprüfung auf der Nürburgring Nordschleife

    Am 10.04.2021 starteten unsere MCH`ler erstmals bei der GLP Leistungsprüfung Erftquellenpreis auf der Nürburgring Nordschleife

    11.05.2021

    Für Andreas, der fast 2 Jahrzehnte auf der Nordschleife in der VLN und 24 h Rennen zahlreiche Klassen und Gruppensiege auf verschiedenen Porsche und BMW M3 Modellen einfahren konnte, war es eine Wiederkehr auf die Nordschleife nach exakt 9 Jahren Abstinenz. Für Hannah, im Februar 18 Jahre alt geworden, war es nun auch erlaubt auf der Nordschleife zu starten.

    Andreas und Hannah haben über die Wintermonate als Vater-Tochter Projekt die GLP Gleichmäßigkeitsprüfung für sich entdeckt, das die beiden mit Hannah`s BMW E36 318 ti beim Erftquellenpreis erstmals unter die Räder nahmen. Für Hannah war es nach etlichem Studieren von OnBoard-Aufnahmen und unter der Anleitung vom Papa soweit, in dem Geschehen der Nordschleife auch teilnehmen zu können. Zielsetzung war von Anfang an klar definiert. Für Hannah den Ring ohne Renndruck und gleich Kampfgetümmel zu lernen, Nordschleifenerfahrung zu sammeln und vor allem VIEL SPASS zu haben.

    Die Anreise erfolgte am Freitagnachmittag bei bestem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Am Ring angekommen ging es sofort los, abladen, Papierabnahme, Zeitentransponder montieren und technische Abnahme. Da alles Top vorbereitet war, war dies problemlos erledigt. Dann ging es um 20.30 Uhr nach Wiesemscheid ins Hotel. Beim Abendessen setzte dann der angekündigte Regen ein.

    Samstagmorgen 6 Uhr ging es zum Frühstück, Eifelwetter für Hannah`s Einstand vom Feinsten. Regen, Nebel, 5 Grad Außentemperatur. Andreas freute sich wie ein kleiner Bub, der Pfützen springen darf!

    Frisch gestärkt ab zum Ring. Ab 7.15 Uhr begann die Startvoraufstellung an der Nordschleifeneinfahrt. Um 7.50 Uhr begann für alle 136 Teilnehmer die Überführung zu T13. Hannah hatte sich am Freitagabend bei der Abnahme von anderen Teilnehmern Tipps für Ihre Aufgabe (Rundentabelle , Setzzeiten, Bestätigungszeiten) geholt und hat sich auf dem Beifahrersitz häuslich mit Stoppuhr, Kugelschreiber, Rundentabellen eingerichtet.

    Punkt 8.00 Uhr startete das erste Fahrzeug, und so ging im 10 Sekunden-Abstand das Teilnehmerfeld auf die 12 Runden a 20,83 km = 250 km Reise.

    Bei Asphalttemperaturen um 3 Grad war an Grip nicht zu denken, was natürlich Andreas das Grinsen in das Gesicht zauberte, und bei Hannah viele Trockenbremsversuche auf dem Beifahrersitz auslöste.

    Für Andreas ein Eifeltraum, Regen stark, schwach, Nebel hoch, tief, keine Runde gleiche Wetterbedingungen.

    Hannah machte Ihre Aufgabe perfekt, und so war man sich einig, dass das Gleichmäßig-Zeitentechnisch passen könnte. Andreas freute sich, dass der BMW problemlos seine Runden spulte und doch sehr hurtig durch das Regen-Nebel-Gemisch seine Bahn zog.

    Aha - Erlebnisse blieben natürlich nicht aus, so dass es viele Möglichkeiten gab, den 318 ti Compact noch Compacter zu gestalten. In Runde 6 wäre Fahrerwechsel angestanden, doch angesichts der Streckenverhältnisse und intensiver Beratung war man sich einig, dass Hannah ihre erste Nordschleifenausfahrt nochmals verschiebt, da es sehr gefährlich war und ein Fehler doch noch zu einem Compacteren BMW hätte führen können.

    So ging es in die 2. Hälfte und das Grinsen der beiden wurde nicht weniger. Nach 12 Runden war nur noch Strahlen und Grinsen aus dem BMW zu sehen.

    Das mit dem Gleichmäßigkeitsfahren kann man ja auch gleichmäßig schnell, doch leider hat sich ein Fehler in Runde 2 eingeschlichen, der bis zum Schluss beibehalten wurde, aber dieser gleichmäßig und Sekundengenau. Dies setzte den eh schon grinsenden Gesichtern ein noch breiteres Grinsen auf, denn Ihr Motto "Hauptsache Spaß" wurde zu 100% erfüllt.

    So fuhren am Samstagnachmittag glückliche und zufriedene Gesichter nach Hause, mit voller Vorfreude auf die nächste Veranstaltung am 03.07.2021 GLP Rhein Sieg, da die nächsten 2 Läufe aus schulischen Gründen ausgelassen werden müssen.

    Für Fragen zur GLP Nordschleifenserie gibt Andreas gerne Auskunft, nachfragen lohnt sich.

    (Robert Chelminiacki)

     

  • Wenn eine Veranstaltungspremiere zum 2. Mal verschoben werden muss

    Für den 3. Mai 2020 plante der Motorsportclub Heilbronn e.V. (MCH) eine Premiere. Zum ersten Mal stand neben Veranstaltungen wie den Slalom Highlights auf dem Wolfszipfel und der Oltimer-Rallye Käthchen Classic ein Oltimertreffen im Kalender. Auch in diesem Jahr musste die für das vergangene Wochenende geplante Premiere erneut um ein Jahr verschoben werden.

    10.05.2021

    Das hatten sich die Initiatoren des Oldtimertreffens des MCH alles ganz anders vorstellt. Die Vorbereitungen für das im Frühjahr 2020 geplante Oldtimertreffen in Heilbronn begannen bereits weit im Voraus. „Wir planen das Thema ‚Oldtimer‘ hier in Heilbronn weiter auszubauen und voranzutreiben“, so einer der Initiatoren. Neben der Rallye Käthchen Classic, die der MCH seit 2011 veranstaltet, sollte ein Oldtimertreffen neu in den Jahresplan des MCH mitaufgenommen werden. Auch ein Oldtimerstammtisch steht auf der Agenda. Die Idee stammt von Bernd Sandrisser und Andreas Häberle, beide langjährige MCH-Mitglieder, in der Szene unterwegs und regelmäßige Teilnehmer bei Oldtimerrallyes. Bernd Sandrisser ist zudem der neue Fahrtleiter der Rallye Käthchen Classic, Andreas Häberle hat selbst schon Young- & Oldtimertreffen in Schwäbisch Hall und Crailsheim veranstaltet. „Bei den Vorbereitungen für eine derartige Veranstaltung in Heilbronn stießen wir von fast allen Seiten nur auf positive Resonanzen“ so beide Initiatoren, „und das Schönste dabei ist, dass mittlerweile auch bei der jüngeren Generation die Liebe zum Altblech angekommen ist. Das stellt für uns als Veranstalter natürlich eine riesen Chance dar, weitere Mitglieder zu gewinnen“.

    Jetzt am 2. Mai hätte die vom Vorjahr verschobene Premiere stattfinden sollen, doch aufgrund der momentanen Situation war eine Durchführung nicht umsetzbar. Im Prinzip beginnt so eine Vorbereitung auf dem Papier, im zweiten Schritt folgen Gespräche mit Veranstaltungspartnern und den Genehmigungsbehörden. Anschließend muss dann in finanzielle Vorleistung gegangen werden. Spätestens an diesem Punkt muss die Entscheidung stehen, ob die geplante Veranstaltung durchgeführt werden kann oder nicht.

    Genauso erging es dem MCH mit seinem Automobilslalom, der bereits in den Startlöchern stand. Trotz guter Hygienekonzepte fielen die Heilbronner Automobilslalom Highlights am 10./11. April aufgrund der hohen Inzidenzzahlen ins Wasser. Für den Slalom gibt es deshalb schon einen Ersatztermin für den 04. September. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze weiterentwickelt. „Man muss immer wieder neu bewerten, ob bzw. was sich realisieren lässt“.

    Die Käthchen Classic ist für den 26. September als Eintagesveranstaltung angesetzt. Alle vorgegangenen Rallyes waren zwei bzw. drei Tagesveranstaltungen. Stand heute geht man davon aus, dass man die Rallye als sogenannte „Light Version“ durchführen kann. Die Strecke musste gekürzt und die Teilnehmerzahl begrenzt werden. Dennoch ist man positiv gestimmt und hofft, dass man die Rallye Ende September durchführen kann.

    Auf der diesjährigen Retro Classics (Oldtimer Messer) in Stuttgart, die ebenfalls um einige Monate in den Juli verschoben wurde, wird der Motorsportclub Heilbronn e.V. erstmalig mit einem Stand vertreten sein. Auch hier ist die Frage weiterhin offen, ob diese Messe wirklich stattfinden kann.

    Wer im Heilbronner Raum einen Old- oder Youngtimer besitzt, Anschluss sucht bzw. sich in diesem Bereich engagieren möchte, ist beim Motorsportclub Heilbronn e.V. herzlich willkommen. Die Kontaktdaten findet Ihr hier auf unserer Homepage oder auf der Facebookseite des Vereins.

    (AH)

     

  • Jürgen Bender für die STT bereit

    10.05.2021

    Der erfolgreichste Unterländer Automobilrennfahrer der vergangenen Jahrzehnte, Jürgen Bender aus Neckarsulm, ist bereit für den Start in die Rennsaison 2021.

    Die ersten beiden STT-Termine "fielen der Pandemie" zum Opfer. Nun findet der Auftakt der STT-Serie 2021 für den Routinier aus Neckarsulm am 28.-30. Mai am Lausitzring statt.

    "Beklebt hatten wir die neu gestylte Corvette für Bender vor dem ersten geplanten STT-Auftakt in Oschersleben bereits", lächelte er. (Foto)

    Der Neckarsulmer wird vom Team Sportwagenschmiede auf einem neuen Modell C07, GT3 Callaway-Corvette aus Leingarten eingesetzt. In der STT-Serie erkämpfte Jürgen Bender 2017 bereits den Meistertitel", so Teamtechniker Bayer. "2020 war ich nicht bei allen Läufen der STT am Start. Team Sportwagenschmiede setzte in der letzten Saison eine nagelneue C07-Callaway-Corvette für mich ein. Nachrüstungen neuer Komponenten und der Weg zum Titel in der P9-Challenge waren Gründe dafür", so Bender.

    "Was 2021 in der STT möglich sein wird, das zeigt sich beim Auftakt am Lausitzring", so der Neckarsulmer. Probleme mit anderen GT3-Fahrzeugen erwartet der Neckarsulmer Recycling Unternehmer und Reifenspezialist nicht.

    Die Siegerstraße zu befahren, das ist der Kampf um einen Gesamtsieg bei jedem Rennen. Und die "Hausnummer 1" in der "Siegerstraße", das ist nach dem Rennen der Platz ganz oben auf dem Podium. 

    (HTS)

     Callaway Corvette C07

    Foto Sportwagenschmiede - Die neue GT3 Callaway Corvette C07 war schon für den STT-Auftakt beklebt

     

  • MCH-Racer Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer mit 83 weiteren Konkurrenten in der „Grünen Hölle“

    Qualifikationsrennen als letzter Test vor dem 24-Stunden-Klassiker

    06.05.2021

    Am kommenden Sonntag fällt um 12.00 Uhr die Startflagge für ein sechsstündiges Qualifikationsrennen auf dem Nürburgring und der Nordschleife. 85 Fahrzeuge nutzen den letzten Test für den legendären ADAC TOTAL 24-Stunden-Langstreckenklassiker, der am 5./6. Juni ausgefahren wird. Darunter satte 30 GT3 Boliden die teilweise Werksunterstützung genießen und die mit immens vielen Langstreckenprofis und Werksfahren besetzt sind. Auch die beiden regionalen Langstreckenracer Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer nutzen das Qualirennen als Testlauf und letzte Vorbereitung. „Für Teams, Fahrer und Boxenmannschaften gilt es jetzt die Feinjustierung in Sachen Taktik und Technik für Mensch und Material hinzubekommen“, erklärt Yannick Fübrich. Der 29jährige Brackenheimer ist mit seinem Team Adrenalin Motorsport gestandener 24-Stunden-Routinier. Das Rennauto, ein ca. 450 PS starker, heckgetriebener BMW M2 CS Racing Cup ist dagegen erst seit dieser Saison im Einsatz. Nach Klassenplatz zwei und einem Sieg in der Nürburgring Langstreckenserie ist Fübrich optimistisch. „Hier zählen nur Erfahrungswerte die uns für das 24-Stunden-Rennen weiterbringen sollen“, so Fübrich.

    „Testen, testen und nochmals testen ist angesagt. Ich habe heuer leider noch nicht viele Kilometer auf der Nordschleife gehabt“ erklärt Patrick Assenheimer. Der ebenfalls 29jährige Lehrensteinsfelder absolviert deshalb einen Doppelstart beim Qualifikationsrennen. Das Team HRT um Teamchef Hubert Haupt setzt zwei ca. 550 PS starke Mercedes AMG GT3 ein. Mit der Startnummer 6 (Hubert Haupt und Nico Bastian) sowie der Startnummer 16 (Manuel Metzger und Adam Christodoulou) will Nordschleifenroutinier Assenheimer unter Rennbedingungen viele Runden absolvieren. „Schneefall bei NLS 1 sowie der Trainingsunfall eines Kollegen bei NLS 3 haben mich heftig ausgebremst, die aktuelle 6-Stunden-Hatz ist sowohl für mich wie auch für die HRT-Mannschaft extrem wichtig“, erklärt Patrick Assenheimer. Nach der Dominanz der Porscheteams mit den Zuffenhausener 911 GT3 R-Boliden bei den seitherigen NLS-Rennen in der „Grünen Hölle“ ist Assenheimer auf der Suche nach schnellen Rundenzeiten. „Die weiteren 28 GT3-Boliden von Audi, BMW, Mercedes, Ferrari und Lamborghini versprechen viel Spannung – aber auch für uns gilt es in erster Linie die optimale Performance für den 24-Stunden-Klassiker im Juni zu finden“, erklärt Patrick Assenheimer vor der Abreise in die Eifel.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • BMW-Pilot Yannick Fübrich zurück auf der Siegerstraße

    Megastarterfeld beim 3. NLS-Lauf, Patrick Assenheimer leider ohne Renneinsatz

    03.05.2021

    Das 24-Stunden-Rennen am 5./6. Juni warf seine Schatten voraus – 165 Nennungen gab es zum 3. Lauf der Nürburgring Langstrecken Serie, darunter satte 33 GT3 Boliden mit vielen Werksfahrern, die den letzten Test unter Rennbedingungen unter die Räder nehmen wollten. Dabei scheint der Porsche 911 GT3 R das Auto der Stunde zu sein. Der Vierfachtriumph durch zwei Frikadelli-Porsche auf eins (Earl Bamber/Mathieu Jaminet) und zwei (Patrick Pilet/Maxime Martin), dem Falkenelfer auf drei (Klaus Bachler/Martin Ragginger) und dem Manthey-Porsche (Gesamtsieger NLS Lauf 2) auf vier (Michael Christensen/Lars Kern) untermauern die momentane Dominanz der Zuffenhausener Boliden in der Eifel. Der beste Mercedes lief erst auf Gesamtrang zehn ein – das Schwesterauto von dem im Training verunfallten HRT Mercedes.

    Aus regionaler Sicht lief es nur für den Brackenheimer Yannick Fübrich optimal. Das Team Adrenalin Motorsport hat den BMW M2 CS Racing Cup zusammen mit dem Fahrertrio Yannick Fübrich, David Griessner und Francesco Merlini Fahrwerksseitig neu abgestimmt. Nach einem durch Unfälle zweimal unterbrochenen und danach verkürztem Zeittraining startete der Adrenalin-BMW nur vom hinteren Mittelfeld der Cup 5 Klasse. Vom Start weg ging es dann über die gesamte vier-Stunden-Hatz permanent schnell vorwärts, inclusive vieler Überholmanöver. Im Ziel hatte Jannick Fübrich mit dem von einem 3000ccm-Sechszylinder mit Doppelturbo befeuerten BMW 43,209 Sekunden Vorsprung. Klassenplatz zwei ging an die Sieger des letzten NLS-Laufes, das Team FK-Performance. Erneut waren elf BMW M2 CS in der Klasse Cup 5 angetreten. „Die Spitze liegt sehr eng beieinander, zwei Teams waren in einzelnen Runden schneller, unsere Konstanz hat schlussendlich zum Sieg geführt“ resümiert MCH-Langstreckenracer Yannick Fübrich.

    Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) erlebte das Rennen leider nur als Zuschauer. Im freien Freitagstraining hatte einer seiner Teamkollegen den ca. 550 PS starken HRT AutoArena Mercedes AMG GT3 im schnellen Streckenabschnitt Schwedenkreuz bei ca. 250 km/h verloren. „Leider waren die Beschädigungen so heftig, dass ein Start am Samstag nicht möglich war. Positiv ist zu vermelden, dass der Fahrer unverletzt ist und wir bis dahin schnell und problemlos einige Testrunden absolviert haben. Das Vier-Stunden-Rennen mit dem Megastarterfeld und den 32 GT3-Konkurrenten fehlt uns natürlich in Hinblick auf die 24-Stunden-Hatz in der Grünen Hölle am 5. und 6. Juni“, erklärt Patrick Assenheimer vom Motorsportclub Heilbronn.

    (Wilfried Ruoff)


    Komplettes Rennergebnis: https://www.nuerburgring-langstrecken-serie.de/wp-content/uploads/ergebnisse/2021-05-01r.html

     

  • GT-Ass Jürgen Bender ist bereit

    01.05.2021

    Über Jahre kämpfte er sich zum erfolgreichste Unterländer Automobilrennsportler nach oben. Eine vierstellige Anzahl von Trophäen in seinen Regalen sprechen mehr als eine klare Sprache. Nun ist Jürgen Bender bereit für den Saisonstart 2021.

    Mitte Mai geht es los. Der Auftakt der Saison dem P9-Challenge erfolgt am Red Bull Ring in der schönen Steiermark. Dort findet zeitgleich auch der erste Lauf zur GT-Langstreckenserie P9-Endurance statt. "In der Endurance war ich bisher noch nicht eingeschrieben", so MCH-Mitglied Jürgen Bender. In der P9-Challenge ist der Neckarsulmer amtierender Champion. 2020 holte er sich diesen Titel - im ersten Anlauf übrigens. Die Challenge wird über je zwei Sprintrennen/Rennwochenende entschieden. Die Meisterschaftswochenenden 2021 werden in Österreich, Tschechien, Italien und Deutschland ausgetragen.

    Dem Neckarsulmer Jürgen Bender gelang es 2020 alle Meisterschaftsrennen für sich zu entscheiden. Alle Meisterschaftsläufe in der verkürzten Saison der Pandemie auf renommierten Rennstrecken in Deutschland, Österreich und Tschechien. das ist eine Siegquote von sage und schreibe 100 %! In der P9-Challenge und P9-Endurance gab es das zuvor noch nie.

    Bender Corvette C07 Foto: Sportwagenschmiede Erlenbach

     

    Jürgen Bender wird 2021 vom Team Sportwagenschmiede auf einer GT3 Callaway-Corvette, dem neuen Modell C07, an den Start gehen. Konstruiert und gebaut wurde der GT-Rennwagen in Leingarten bei Callaway Competition. Hier und heute das erste Foto von Benders Einsatzwagen für 2021 in neuem Styling. Die Formel 1 Rennstrecke Red Bull Ring ruft. Fahrer Jürgen, Marco, Sandra, Michael und Truckie Gerwin sind bereit. 

    "Die amtierenden P9-Meister Bender und Speck werden es sein, die es auf dem Red Bull Ring zu schlagen gilt", so P9-Manager Fischer respektvoll.   

    (HTS)

     

     

  • Assenheimer und Pommer zeigen ohne Top-Plätze Potenzial

    Zwei Saisondebüts, eine Erkenntnis: Die beiden Piloten aus der Region können in ihren stark besetzten Europa-Serien mithalten.

    20.04.2021

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Am Ergebnis lässt es sich nicht direkt ablesen. Ein 13. Platz für den Heilbronner Markus Pommer, ein 22. für den Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer - Erfolgsmeldungen klingen anders.

    Trotzdem waren beide nicht unzufrieden mit ihrer Leistung beim Saisondebüt. Weil sie ihr Potenzial trotz Problemen zeigen durften. "Die Bedingungen waren wirklich hart, aber wir haben toll gekämpft und konnten Position für Position gut machen. Ich bin mit meinem Stint zufrieden und auch das Team hat einen sehr guten Job gemacht", sagte Assenheimer nach dem Auftakt der GT World Challenge Europe mit dem HRT Mercedes AMG GT3.

    Der Spritverbrauch macht Pommer und dem Team zu schaffen
    Ein guter Job gelang auch Pommer zum Start der European Le Mans Series in Spanien. Erstmals überhaupt absolvierte er mit dem Vier-Stunden-Rennen in Barcelona einen LMP2-Lauf im Oreca des britischen Teams BHK Motorsport. "Das große Ziel war ja, in die Top Ten zu kommen. Da waren wir auch die ganze Zeit, hatten am Ende aber leider mit dem Spritverbrauch Probleme und mussten einen weiteren Stopp einlegen - das hat uns ein bisschen nach hinten gespult. Trotzdem war es gar nicht so schlecht. Das Team war zufrieden, ich war sofort schnell."

    Natürlich will Markus Pommer an der Seite der beiden Italiener Francesco Dracone und Sergio Campana noch schneller werden. Und künftig bis zum Schluss unter den besten Zehn des starken ELMS-Feldes bleiben: "Jetzt weiß ich zumindest mal, was auf mich zukommt, kenne das Auto, die ganzen Knöpfe. Das ist wirklich etwas ganz anderes. Man muss teilweise spritsparend fahren. Muss auf die Bremstemperaturen achten. Hat verschiedene Engine-Maps - wirklich recht kompliziert." Deshalb wird sich der 30-Jährige in den kommenden Wochen verstärkt in den Simulator setzen.

    Über Nacht musste ein Ersatzwagen angeliefert werden
    In ein komplett neues Auto setzen musste sich Patrick Assenheimer beim Qualifying für seinen Drei-Stunden-Lauf der GT World Challenge Europe in Monza. Während des Donnerstag-Testtags verunfallte sein HRT-Teamkollege Ricardo Sanchez so schwer, dass über Nacht ein Ersatzfahrzeug aus Deutschland angeliefert werden musste. "Damit hat uns der Grundspeed gefehlt."

    Nur vom elften Rang innerhalb der Silver-Cup-Klasse und Gesamt-Startposition 35 ging es für Assenheimer, Sanchez und Hubert Haupt ins Rennen. Im Regen holte Haupt stark auf und übergab nach einer Stunde auf Platz 15 der Gesamtwertung an Assenheimer. Dieser setzte die Aufholjagd bei Mischbedingungen fort und raste in einer fehlerfreien Fahrt auf Platz fünf der Gesamtwertung vor. Der letzte Stint von Ricardo Sánchez verlief dann im Trockenen wieder unglücklich.

    Der Anspruch ist ein anderer
    "Im Regen konnten wir die fehlende Pace über das Fahrerische mehr kompensieren. Auch wenn der Anspruch ein anderer ist, lässt sich darauf aufbauen", sagt Patrick Assenheimer.

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 14.04.2021


    Rennergebnis GT World Challenge Europe | Monza - Italy: https://www.gt-world-challenge-europe.com/results

    Rennergebnis European Le Mans Series (ELMS) | Barcelona - Spain: https://www.europeanlemansseries.com/race
    Das komplette Rennens im Stream: https://live.europeanlemansseries.com/en/replay

     

  • Yannick Fübrich im neuen BMW M2 CS mit zweitem Platz

    Porsche Doppelsieg mit neuem Streckenrekord bei der NLS am Nürburgring und der Nordschleife

    20.04.2021

    Nachdem der Auftakt vor drei Wochen noch durch Schneefall gestoppt worden war, sorgten nun 141 Autos in der Eifel beim zweiten Lauf der Nürburgring Langstrecken Serie für Spannung, Action, Dramatik und einen neuen Streckenrekord. Trotz einer Stop & Go Strafe wegen Unterschreitung einer Mindeststandzeit gewann der Porsche 911 GT3 R von Manthey Racing mit den Piloten Michael Christensen, Kevin Estre und Lars Kern die Vier-Stunden-Hatz. Der Franzose Estre stellte dabei in der zweiten Runde in 7.56.087 Minuten sogar einen neuen Rundenrekord auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus GP-Kurs, Kurzanbindung und der legendären Nordschleife auf. Nach mehreren verwegenen Überholmanövern und mit minimalen Abständen komplettierten der Frikadelli Porsche 911 GT3 R als zweiter und der Phoenix Audi R8 LMS als dritter das Gesamtsiegerpodest.

    Für den Brackenheimer Yannick Fübrich vom Team Adrenalin Motorsport verlief das Rennen noch nicht optimal. Platz zwei in der Cup 5 Klasse gegen 11 Konkurrenten, die mit BMW M2 CS Racing Cup Fahrzeugen angetreten waren. In der Qualifikation „nur“ Startplatz drei, im Rennen dann erneut kleinere Probleme mit dem Fahrwerk. Fübrich fuhr den Start und den Zielstint mit dem ca. 450 PS starken Hecktriebler. Auch seine Teamkollegen David Griessner und Francesco Merlini konnten den späteren Sieger vom Team FK-Performance Motorsport nicht angreifen. „Wir sind mit dem neuen Auto noch nicht ganz eins, am Setup des Fahrwerks ist noch Luft nach oben“ resümiert der seit Jahren mit Klassensiegen in der Eifel erfolgsverwöhnte Fübrich vom Motorsportclub Heilbronn.

    Der dritte NLS-Lauf findet am 1. Mai, ebenfalls als vier-Stunden-Hatz statt. Dann wird auch Patrick Assenheimer mit dem HRT-Auto Arena Mercedes AMG GT3 wieder am Start sein, der an diesem Wochenende bei der GT World Challenge Europa in Monza in Lenkrad gegriffen hatte.

    (Wilfried Ruoff)

  • Jürgen Bender: P9-Champion 2021 - Why not again ?

    16.04.2021

    Oft wird er zitiert, der Satz "Einer kam durch". Der Spruch hat es bereits zu einem Filmtitel gebracht. Respekt. Im Falle der Bewertung der Karriere des amtierenden P9-Challenge-Champions Jürgen Bender würde der Satz "Einer kam ganz nach oben" wohl noch treffender sein.

    Betrachtet man die Region Heilbronn-Neckarsulm, der Region das Challenge-Champions Jürgen Bender, blendet man dort auf dessen Anfänge im Motorsport zurück, dann stößt man sehr schnell darauf, dass diese Region in Baden-Württemberg mit Fug und Recht als eine echte Automobil-Region bezeichnet werden muss. Porsche und Mercedes sind zwar 50 Km südlich in Stuttgart beheimatet, aber Heilbronn selber war ein uralter FIAT-Standort. Dazu die Weinsberger Produktion der Italiener. Im angrenzenden Neckarsulm stampfte man die Firma NSU aus dem Boden, man erinnert sich, die Firma, die mit den schnellen NSU-TTS-Renntourenwagen Rennsportgeschichte schrieb. Namen wie Fahrwerkchef Ammerschläger, Pannowitz oder "TTS-Tunerkönig" Sigi Spiess flogen mit den superleichten TTS-Raketen von Sieg zu Sieg.

    In den 80er Jahren kam auch der Neckarsulmer Jürgen Bender auf einem TTS zum Rennsport. Das Modell wurde nur Luftlinie 400 Meter entfernt von seinem Elternhaus entfernt produziert. Danach erwarb Bender einen jener schnellen Rennsport-Flachmänner auf NSU-Basis, einen Gepard. "Den habe ich noch heute", so der amtierende P9-Champion lächelnd. Diese NSU-Flachmänner werden übrigens bis heute gebaut. Kurt Brixner ist der Konstrukteur und Fahrer, den es im "NSU-Flachmann" zu schlagen gilt.

    Foto: Privat - Bender und MCH Mitglied Bayer
    Foto: Privat
    Jürgen Bender und MCH Mitglied Marco Bayer

    Jürgen Bender ist über die Jahre von 1,3 auf 6,2 Liter Hubraum aufgestiegen. Und da sind wir bei einem weiteren Rennwagenhersteller in der Region Heilbronn. Callaway-Competition in Leingarten konstruiert und baut die erfolgreichen Corvette GT-Rennwagen für Europa. Und das mit großem Erfolg für die Eigner Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone. Markus Pommer siegte regelmäßig als Teil des internationalen Feldes im Kampf um den Titel der ADAC-GT-Masters.

    Und sein Heilbronner Club-Kollege Jürgen Bender, der gewann Gastrennen in der TCC, der STT-Serie und der renommierten Int. offenen P9-Challenge. Dazu holte er der Reihe nach auch die Meistertitel in den Serien.

    Wie begann das früher eigentlich alles? "In den 70er und 80er Jahren wimmelte es in meiner Region von Nachwuchsaktivitäten. Nicht nur bei den NSU-Flachmännern boomte es. Viele Wagen wurden gekauft. Dazu boomte es in der neuen Formel V-1300, sowie in der aus England rüber schwappenden Formel-Ford. Auch im Unterland ging es richtig ab. Ein Dutzend Namen von Aktiven waren mir in der Zeit geläufig", so Bender.

    Herbert Weber war der erste. Neben seinem Fuchs-V 1300 wurde ein Modell von Ferrari aus Italien aufgebaut. Weis, Heimig, Sperzel, Maier, Schmidt, Seid, Horn, Jensch, Egolf, Merklen waren nur einige. Meist zuerst in der Formel-V 1300 aktiv. Und das ging in der Formel Ford so weiter. Peter Hofmann mit Stefan Bellof als Coach, Staglia, Gabler - dessen britischer Hawke-Ford steht nach wie vor in Heilbronn. Hofmann holte den nationalen Titel der Formel-Ford.

    Der Aufstieg fast aller Fahrer geriet irgendwann ins Stocken. Manchen kamen die Sponsoren abhanden. Aber einer kam ganz oben an. Jürgen Bender. 40 Jahre sind angesagt. Wann war sein Jubiläum? "Das kann man nicht genau sagen", so Bender nachdenklich. "Im Zuge der Entwicklung eines eigenen Unternehmens gab es für mich auch einige Jahre Pause im Rennsport". Aber bei aller Bescheidenheit. Im Kreise der im Raum aktiven GT-Fahrer Thomas Langer, Christof Langer, Patrick Assenheimer, Markus Pommer, nimmt Jürgen Bender auf alle Fälle eine Sonderstellung ein. Auf die Frage, warum er sich für die klassischen Rennen auf der Rundstrecke entschieden habe, seine Antwort. "Why not, Bergrennen sind Treffen von Rennsportfreunden, die mit kleinen Sprints von 2-3 Minuten zufrieden sind. Überholen gibt es am Berg nicht", so die knappe Antwort. Außerdem heißt es 2 Tage lang auf vier mal drei Minuten Rennzeit warten. Nicht mein Ding". Und Langstreckenrennen. "Man fährt nicht alleine. Nur was für funktionierende Mannschaften. Dazu eine aufwendige Logistik von Material und Technikern.

    Schaut man auf die ADAC-GT-Masters oder die DTM, Wettkampf, Bestzeiten schon im Training, Überholvorgänge, die Rennerfolge entscheiden. "Das ist die Form des Rennsports für mich. Die meisten Fahrer bevorzugen solche Wettbewerbe". fügt Callaway-Corvette-Fahrer Bender hinzu. Er wird 2021 gleich an 3 klassischen Rennserien dieser Art teilnehmen, der P9-Challenge, der STT-Trophy und der P9-Endurance. Gefahren wird in Deutschland, Holland, Österreich, Tschechien und Italien. der amtierende P9-Champion Jürgen Bender trifft dabei auf starke Gegner. Teams mit GT-Modellen von Porsche, Audi, AMG, Pagani, Lamborghini, Ford sowie, man höre und staune, auch von Ferrari bereiten sich vor. Die Sportwagenschmiede, DB-Motorsport, KRracing, Neumann-Motorsport, die equipe-vitesse, Alpquell-racing, Zebra, RockRobots oder WS-racing alle rüsten für den Saisonauftakt. "Alle Teams haben die Gesamtsiege an den P9-Wochenenden und die Titelgewinne im Auge. So verspricht der P9-Serienauftakt absolute "Höchstspannung". Nicht nur für Jürgen Bender. Einige Gegner testen Ihre neuen Porsche 991 GT3R bereits am kommenden Wochenende beim Preis der Stadt Stuttgart in Hockenheim. Einige MCH-Freunde werden als Helfer in Hockenheim sein. "Heinz Webers Termin hat schließlich Tradition", so P9-Manager Bernhard Fischer.

    (HTS)

     

  • Markus Pommer schnell in der Spur

    Der Heilbronner Rennfahrer fühlt sich nach den ersten Tests bereit für seine ELMS-Premiere in Barcelona. Pommer tritt bei den Ambitionen aber auf die Bremse

    15.04.2021

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Der Schnellste sein - das ist es, was letztlich alle Rennfahrer wollen. Markus Pommer hat daraus nie ein Geheimnis gemacht. Gewinnen, das war in den vergangenen fünf GT-Masters-Jahren stets die offen kommunizierte Ambition des Heilbronners.

    "Ich weiß, normal war der Anspruch immer, den Titel zu holen. Aber das ist jetzt ein ganz neues Abenteuer. Da muss ich mir realistische Ziele setzen", sagt der 30-Jährige vor seinem Saisondebüt in der European Le Mans Series (ELMS).

    An diesem Sonntag startet Pommer im LMP2-Boliden Oreca 07 des britischen Teams BHK Motorsport in das Vier-Stunden-Rennen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Es ist ein Start ins Ungewisse. "Das Ziel für das erste Rennen ist erstmal eine Top-Ten-Platzierung. Es ist alles schwierig zu sagen. Wie es über eine ganze Renndistanz wird, mit all dem Verkehr - es wird sicher nicht einfach", sagt der Neuling. Verstecken will sich Pommer im hochkarätigen Feld aber auch nicht.

    Es läuft gut und wird immer besser
    Zumal die ersten Probefahrten die Woche über verheißungsvoll verlaufen sind. "Das Auto ist extrem schnell - ich fand es aber gar nicht so schwer zu fahren. Die Zeit im Formel-Sport kommt mir wirklich zu Gute. Ich bin nach ein paar Runden gleich ziemlich gut klargekommen", sagt Markus Pommer zum Testtag am Dienstag. "Da konnte ich mich ziemlich gut aufs Auto einschießen. Wir haben auch ein paar Longruns und Fahrerwechsel getestet. Es läuft eigentlich ziemlich gut. Es wird besser und besser." Das erste Kennenlernen mit seinem neuen Dienstagwagen, den er sich mit den beiden Italienern Francesco Dracone und Sergio Campana teilt, war es nicht gewesen.

    Erste Runden in der spanischen Abendsonne
    Bereits montags durfte Pommer direkt nach der Anreise über die Schweiz und Italien noch einige Runden in der spanischen Abendsonne drehen. "Ich bin gleich am ersten Testtag erst ziemlich spät zum Fahren gekommen, weil das Auto noch fertig gemacht werden musste und es ein kleines Problem gab." Die allerersten Runden drehte Markus Pommer noch im Hellen. Später fuhr er dann am Ende noch die Nacht-Session eine halbe Stunde durch - "das war dann im Dunkeln mit einem so schnellen, neuen Auto extrem schwierig, ziemlich fordernd." Eine neue Herausforderung sind auch die Rahmenbedingungen wegen der Coronavirus-Pandemie. "Es hat aber bisher alles gut funktioniert", sagt Markus Pommer, der am Mittwochmittag sein negatives PCR-Testergebnis bekommen hat. "Für dir Rückreise brauche ich dann auch nochmal einen."

    Pendeln zwischen Hotel und Rennstrecke
    Dazwischen bewegt sich Pommer durchgängig mit Maske und einem Bändchen, das ihn als negativ getestet markiert, über den Circuit de Barcelona-Catalunya. "Wie es mit den Ausgangsbeschränkungen in Spanien ist, weiß ich gar nicht. Ich bewege mich eigentlich nur zwischen Rennstrecke und Hotel. Das war es auch schon." Kontakte gibt es kaum. Die Mannschaft von BHK Motorsport hat der Heilbronner dennoch kennen und schätzen gelernt: "Das Team ist gut drauf, motiviert - die Chemie passt."

    Stimmen sollen schnellstmöglich auch die Ergebnisse. Die Ambitionen mögen für Markus Pommer zwar etwas andere sein. Das Maximale wird er aber dennoch wollen.

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 14.04.2021

     

  • Assenheimer im zweiten Anlauf zum ersten Saisonrennen

    Bei der GT World Challenge Europe startet Patrick Assenheimer an diesem Wochenende in Monza. Einem Ort mit besonderer Tradition für die Familie des Heilbronners.

    14.04.2021

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Diesmal dürfte nichts dazwischen kommen. Zumindest kein Schneefall. War das erste Saisonrennen der Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) für Patrick Assenheimer Ende März wegen des widrigen Eifel-Wetters noch abgesagt worden, ist sich der Heilbronner für das Wochenende sicher: "Es wird zwar keine 20 Grad geben, aber schneien sollte es auf keinen Fall."

    Dass der April auch in Italien für ungewohnt niedrige Temperaturen sorgt, interessiert den 28-Jährigen wenig. Schließlich reiste er nicht für einen Urlaub nach Monza, sondern um zu arbeiten. Und zwar am Steuer eines Mercedes AMG GT3.

    Assenheimer und sein Team gehen bei fünf Läufen an den Start
    Im zweiten Anlauf soll es für Assenheimer mit dem ersten Saisonrennen klappen. Nicht in der NLS, sondern beim Auftakt-Drei-Stunden-Lauf der GT World Challenge Europe. In insgesamt fünf Läufen wird er in der hochkarätigen europäischen Langstreckenserie mit dem Team HRT im Silver Cup an den Start gehen. Gemeinsam mit Teambesitzer Hubert Haupt und dem Mexikaner Ricardo Sánchez greift Patrick Assenheimer ins Lenkrad.

    Am Dienstagmorgen erfolgte der erforderliche PCR-Test für die Anreise. Zusätzlich absolviert der Heilbronner wöchentlich zwei Schnelltests. Die hat sich auch der Veranstalter in Monza vorbehalten. Desinfektions-Stationen und Temperaturmessungen sind obligatorisch. "Ich fühle mich relativ sicher. In diesem Beruf lässt sich auch zu 99 Prozent Abstand halten, Helm und Maske sind sowieso auf. Da ist das Risiko, falls man fliegt, sicher höher."

    Auch der Opa ist schon auf der alten Monza-Strecke gefahren
    Nach Monza aber nimmt der Langstreckenspezialist das Auto. Im Gepäck sind auch Familienerinnerungen an die Traditionsstrecke: "Die Steilkurve ist einfach gewaltig. Als meine Eltern vor zwei Jahren hier dabei waren und ich das erstmal dort gefahren bin, war das etwas besonderes. Das ist es für uns familiär ohnehin, da dort mein Opa damals auch schon Rennen auf der alten Strecke gefahren ist."

    Nun selbst auf den Klassiker-Kursen unterwegs zu sein - ein Privileg: "Es ist schön, verschiedene Rennstrecken erleben zu dürfen. Höhepunkt werden natürlich die 24 Stunden von Spa." Ein weiterer Reiz: "Die Konkurrenz ist mit etwa 40 Fahrzeugen extrem groß. Das macht natürlich Spaß. Der Gesamtsieg ist nicht das Ziel. Wir wollen unsere Klasse gewinnen und vielleicht mal in die Top Ten fahren."

    Auf der Nordschleife ist Assenheimer wieder als Werksfahrer im Einsatz
    Zusätzlich zu den fünf Endurance-Cup-Rennen der GT World Challenge Europe bestreitet Patrick Assenheimer das Langstrecken-Programm auf dem Nürburgring und der Nordschleife. Auf dem berühmt-berüchtigten Eifelkurs, der Heimstrecke seines Teams, tritt Assenheimer in der Saison 2021 bei ausgewählten Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie und dem ADAC Total 24h-Rennen an.

    "Ich bin in der glücklichen Situation, auf der Nordschleife wieder als Werksfahrer aktiv zu sein. Das ist immer noch ein absolutes Highlight und macht mich stolz", sagt der Heilbronner zu seinem Programm.

    Nur schneien muss es beim nächsten NLS-Rennen nicht mehr unbedingt.

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 14.04.2021

     

  • Plötzlich wieder nah dran am Traum vom Le-Mans-Klassiker

    Für Rennfahrer Markus Pommer bietet sich eine unverhoffte Chance: Der 30-Jährige startet künftig im LMP2 von BHK Motorsport. Dafür gibt es aber keinen Einsatz im GT-Masters für Callaway Competition mehr.

    07.04.2021

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Eigentlich war es zuletzt recht weit entfernt, das Sehnsuchts-Ziel so vieler Rennfahrer. Doch plötzlich ist Markus Pommer wieder ziemlich nah dran, an einem möglichen Start beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Im richtigen Auto dafür sitzt der Heilbronner bereits nächste Woche.

    Freut sich auf eine neue Herausforderung: Markus Pommer.  Foto: Burkhard Kasan
    Freut sich auf eine neue Herausforderung: Markus Pommer. Foto: Burkhard Kasan

    Nicht 24, sondern vier Stunden saust der Oreca 07 des britischen Teams BHK Motorsport in zehn Tagen über den Circuit de Barcelona-Catalunya. Und der 30-Jährige Pommer wird einer der drei Fahrer des blau-orangenen LMP2-Boliden im Feld der European Le Mans Series sein. Gestern gab er seine kurzfristige Zusage für die neue, unverhoffte Herausforderung mit insgesamt sechs Rennen bis Ende Oktober.

    Pommer wurde sofort ein Platz angeboten

    Alles begann mit einer Einladung zu einem Test vor einigen Wochen. Da allerdings noch für den LMP3-Wagen von BHK Motorsport. "Es ist keines der größten Teams. Aber da hatte ich jetzt die Chance, weil ich noch einige aus meiner Zeit im Formel-Sport kennen - so kam es zum Kontakt."

    Sofort nach dem Test war Pommer ein Platz angeboten worden, doch dann zerschlug sich der geplante Einsatz in der Klasse. Der Heilbronner blieb bei BHK Motorsport dennoch Kandidat. Mit dem LMP2 waren die beiden Italiener Francesco Dracone und Sergio Campana in der Vergangenheit immer zu zweit. Nun werden sie mit Markus Pommer ein Trio bilden: "Das ist natürlich eine große Chance. Es ist ein Riesensprung vom LMP3 zum LMP2. Ein Glücksfall. Mit Francesco bin ich schon AutoGP gefahren. Der hat das vermittelt, ist auch noch Teambesitzer."

    Es kann ein Türöffner für die 24 Stunden von Le Mans sein

    Ohnehin fühlt sich das neue Engagement für Pommer nach fünf Jahren im GT Masters nach alten Zeiten an: "Ich habe nach dem Formel-Sport eigentlich immer mit der LMP geliebäugelt. Dann kam aber der Fokus auf die GT Masters, weil das in Deutschland ziemlich publik, groß und auch eine schöne Serie ist. LMP-Sport war vom Markt eher eine Nische. In der Renn-Szene ist es aber etwas Großes." Und kann Türöffner für die 24 Stunden von Le Mans sein: "Das ist von jedem Rennfahrer Traum oder Ziel. Klar bin ich jetzt wieder näher dran, wenn ich in einem LMP2 und der ELMS sitze. Das Team will die 24 Stunden auch auf jeden Fall fahren. Erstmal muss ich aber ein gutes Bild abgeben." 

    Kein Selbstläufer, wie Pommer betont: "Das wird schon eine Riesenumstellung. Natürlich profitiere ich davon, dass ich Jahre lang im Formel-Sport war - aber zum Glück haben wir vorher noch zwei Testtage am Montag und Dienstag. Sonst wäre es schon heftig, einfach ins Rennen zu springen. Der Kurvenspeed ist durch die Aerodynamik extrem. Ich schätze, es ist vom Feeling ähnlich wie damals in der Formel 2 oder im AutopGP - aber das ist schon wieder sehr lang her."

    Zu klein war bisher das Zeitfenster, um jetzt zusätzlich noch ein Engagement im GT Mastes zu realisieren. "Natürlich wäre es am besten, wenn ich beides machen könnte und ich bin auch in Gesprächen - es ist aber nicht leicht, weil es Überschneidungen gibt", sagt Markus Pommer. Keine Einigung gab es mit seinem Vorjahres-Team Callaway Competition aus Leingarten. "Sie wollten eine schnelle Zusage, die konnte ich nicht geben." Markus Pommers Ziele haben sich aber ohnehin verschoben.

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 07.04.2021

     

  • Schneefall stoppt MCH-Racer und verhindert NLS-Saisonauftakt

    Top-Starterfeld mit 146 Fahrzeugen – MCH-Eifelspezialisten Assenheimer und Fübrich enttäuscht

    29.03.2021

    Nachdem schon der offizielle Test- und Einstelltag am 20. März dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen war, mache das typische Eifelwetter auch dem Saisonauftakt der Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) den vorzeitigen Garaus. Schon nach wenigen Minuten beim offiziellen Zeit-Training am Samstagmorgen musste die Rennleitung wegen Schneefall das Qualifying abbrechen. Schlechte Wetterprognosen verhinderten sodann die Wiederaufnahme sowie den NLS-Saisonstart auf dem Nürburgring und der legendären Nordschleife. In den Tagen und Wochen zuvor war mit einem „Harten und Scharfen“ Hygienekonzept die Veranstaltung genehmigt worden.

    „Eine Riesenenttäuschung und sehr schade für alle - aber aus Sicht der Rennleitung in Bezug auf die Sicherheit die richtige Entscheidung“ erklärt der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer. In dessen Klasse SP9 hatten satte 28 GT3 Boliden von BMW, Porsche, Audi, Lamborghini, Ferrari und Mercedes gemeldet. Assenheimer hätte zum Auftakt mit dem AutoArena Mercedes AMG GT3 einen Werkseinsatz im Haupt Racing Team zusammen mit Nico Bastian, Maro Engel und Hubert Haupt absolviert. „Das Starterfeld war qualitativ und quantitativ Top, alles was Rang und Namen hatte wollte fahren“, so Assenheimer. Das Quartett will in dieser Besetzung auch das 24-Stunden-Rennen bestreiten. „Uns ist dadurch auch ein wichtiger Testbestandteil für das Highlight 24-Stunden weggebrochen, aber das Eifelwetter schreibt halt seine eigenen Gesetze“ resümiert MCH-Racer Patrick Assenheimer.

    Yannick Fübrich (Meimsheim) wäre zusammen mit dem Italiener Francesco Merlini und dem Österreicher David Griessner gefahren. Sein seitheriges Pixum-Team Adrenalin Motorsport hat einen BMW M2 Racing Cup – die Evolutions- und Nachfolgevariante des seitherigen BMW M 240i – aufgebaut. In der Cup 5 BMW M2 Klasse standen 11 identische Fahrzeuge auf der Nennliste. Lange stand Yannicks 2021er Saison auf der Kippe, denn in den gegenwärtigen Coronazeiten hat sich so mancher Sponsor zurückgezogen. Aus der großen Freude zum erneuten NLS-Engagement kam dann am Samstag nach dem Aus der Frust.

    Der nächste Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie findet am 17. April ebenfalls als 4-Stunden-Rennen statt.

    (Wilfried Ruoff)

  • Assenheimer Racing führt Partnerschaft mit HRT fort

    23.03.2021

    Die Saisonvorbereitungen von Assenheimer Racing laufen aktuell auf Hochtouren. Gemeinsam mit Haupt Racing Team (HRT) startet Assenheimer Racing in die neue Rennsaison. Das professionelle Konzept des Teams hat Assenheimer Racing schon vergangenes Jahr überzeugt, sodass 2021 die Partnerschaft fortgeführt wird.

    Somit wird unser Clubmitglied Patrick Assenheimer auf dem Nürburgring und auf den Rennstrecken der GT World Challenge Europe bestmöglich unterstützt. 

    AutoArenA ist neuer Teamsponsor bei HRT und somit auf allen eingesetzten GT3 Fahrzeugen bei der GTWC und auf der Nordschleife zu sehen. Als Highlight wird eines der von HRT eingesetzten Fahrzeuge bei den Rennen NLS 1 und NLS 3 im neuen AutoArenA HRT Design an den Start gehen.

    Der erste Lauf zur Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) findet – Stand heute – am kommenden Samstag, 27.03.2021 statt.

    Quelle: Assenheimer Racing GmbH

     

  • Chris Vogler siegt im Porsche 718 Spyder auf Mallorca

    21.03.2021

    Die größte Motorsportveranstaltung auf Mallorca findet traditionell zum zweiten Märzwochenende statt: trotz Corona konnte Organisationschef Toni Dezcallar auch die 17. Auflage der Rally Clásico Isla Mallorca sicherstellen – auch mit tatkräftiger finanzieller Unterstützung der mallorquinischen Behörden.

    Wie schon im Vorjahr war auch dieses Mal wieder unser Clubmitglied Chris Vogler mit von der Partie. Zusammen mit seinem Beifahrer Jaime Domenge Sancho ging er in der mit 17 Teilnehmern am stärkste besetzten Klasse der Showcars an den Start. Ein nicht allzu strenges Regelwerk in dieser Klasse der sorgt dafür, dass auch einige automobile Schätze an den Start gebracht werden, die man sonst auf keiner anderen Rallye in Action sieht: Audi S1 Quattro, Ferrari New Stratos, AMG GT, Caterham oder Donkervoort D8 GTO-40.

    Wurde im letzten Jahr noch ein Porsche 911 Speedster eingesetzt, nahm das Vogler/Domenge, das wieder von der Software-Schmiede Vogler & Hauke aus Neckarsulm und den Porsche Zentrum Karlsruhe unterstützt wurde, die 14 Wertungsprüfungen über circa 150km dieses Mal in einem Porsche 718 Spyder unter die Räder.

    Im Vorfeld der Veranstaltung mussten auch auf der Insel einige organisatorische Besonderheiten im Hinblick auf die immer noch anhaltende Covid-19-Pandemie geklärt werden. So wurden Zuschauer vom Veranstalter nicht zugelassen, eine kleine Ausnahme hierbei stellte nur der berühmte Hafen Puerto Portals dar, der das Rallyezentrum bildete. Einzig Pressevertreter waren entlang der Strecke zu finden.

    Für die Fahrer und Beifahrer ging es vor der Papierabnahme beim Renn-Arzt zum Corona-Schnelltest und erst als dieser negativ war, durften die Teilnehmer zu Papier- und technischer Abnahme antreten.

    Start zur ersten WP war am Donnerstag bei einsetzender Dämmerung kurz nach 18 Uhr. Musste das Team Vogler/Sancho hier im letzten Jahr noch mit 21 Sekunden Rückstand gewaltig Federn lassen, konnte man sich dieses Mal enorm steigern, was dazu führte, dass gleich die erste Prüfung über 15 Kilometer mit 17 Sekunden Vorsprung an das deutsch/spanische Duo ging. Zum einen, weil Chris Vogler optimal vorbereitet in die Veranstaltung ging und sich schon Wochen vorher alle zur Verfügung stehenden On-Board-Aufnahmen angesehen hatte und beim Streckenaufschrieb jede Stelle genaustens inspiziert hatte. Zum anderen, weil der Porsche 718 Spyder -ausgestattet mit dem Porsche Doppelkupplungsgetriebe- besser zu den Streckenverhältnissen passte: leicht und wendig genug für langsame und enge Streckenpassagen aber mit seinen 420 PS auch schnell genug auf den Powerstages mit Geschwindigkeiten weit über 200 km/h.

    Eine fahrerische Besonderheit gab es auf der Prüfung von Coves Campanet nach Polenca, wo gleich zwei Sprunghügel auf die Piloten warteten. Da die Vergangenheit zeigte, dass ungestümes Verhalten wenigstens zur Beschädigung am Fahrzeug, im schlechtesten Fall aber zum Totalausfall führen kann, beschloss man sich im Team des gelben Porsche lieber den Fuß an dieser Stelle vom Gas zu nehmen und das Fahrzeug zu schonen. Die richtige Entscheidung, schaute man nach der WP auf die Zeiten. Zweiter Platz, mit gerade einmal 7,7 Sec. Rückstand auf den Erstplatzierten.

    Eine frühe Startzeit sorgte allerdings dafür, dass auf den ersten Kilometern nach dem Start das Grip-Niveau nicht besonders hoch war und man den Besen für die folgenden Piloten gab. Der einsetzende Frühling sorgte dafür, dass die Strecke teilweise von Blütenstaub bedeckt war und so an mancher Stelle zur Rutschpartie wurde. Hinzu kamen enge Begegnungen mit einer langsameren Corvette, auf die man auf mehreren Wertungsprüfungen auflief. Großes Lob an dessen Fahrer, der immer fair Platz gemacht hat und es dadurch nie zu einer kritischen Situation gekommen ist. Nach der zweiten Begegnung hat sich Chris dann dazu entschieden, bei den Organisatoren vorzusprechen, um den Start-Takt zwischen ihm und der Corvette von einer auf drei Minuten zu vergrößern. Dadurch sollte wiederholtes Auflaufen und etwaige kritische Situationen verhindert werden.

    Diese Mischung aus Angriff und Zurückhaltung sollte in den drei Tagen der Rally Classico das Erfolgsrezept für Chris Vogler sein: „Durch das stets aktuelle Livetiming konnten wir auf unserem Handy immer verfolgen, was die Konkurrenz macht. Und wenn Michael Stoschek mit seinem New Stratos, Florian Scholze im AMG GT oder Thomes Oellig 911 GT3 RS uns Zeit abgenommen haben, haben wir in der nächsten Prüfung wieder eine Schippe drauf gelegt. Am Samstag auf den letzten drei Prüfungen ging es mir dann vor allem darum keinen Fehler mehr zu machen.“

    Auf den Auftakt-Sieg der ersten WP folgten im Verlauf der Rallye noch drei weitere WP-Siege, fünf Mal fuhr man als Zweiter durch das Ziel und drei Mal als Dritter. Von 14 WP’s, die sich auf eine Länge von 150 Kilometern zusammenaddierten, konnte man sich also 12 Mal auf dem Podium wiederfinden. Im Ziel hatten die beiden Porsche-Piloten 1 Minute 42 Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierten Stoschek/Stoschek auf Ferrari New Stratos. Auf Platz drei kamen Oellig/Oellig mit ihrem Porsche 911 GT3 RS.

    Weitere Bilder und ein spektakuläres Video finden Sie bei Chris Vogler auf Instagram!

    (CV) (FZ) 

     

  • Jürgen Bender und Marco Bayer fahren 2021 die P9 und die STT

    23.02.2021

    Mit diesen beiden Zielen geht MCH-Pilot Jürgen Bender in die GT-Saison 2021. "Nun stehen die Termine alle fest. Die P9 und die STT haben Team Sportwagenschmiede und ich im Visier", so der Neckarsulmer Jürgen Bender. Der Diplomingenieur hat seine beiden Nennungen bereits abgegeben. 12 Termine sind 2021 im Kalender notiert. Dazu die eine oder andere Testfahrt in Hockenheim.

    Er, der erste Champion der nicht auf einem Modell von Porsche in der P9-Challenge zum Titel fuhr, sondern auf einer neuen GT3 Corvette-C07 von Callaway-Competition in Heilbronn-Leingarten. Jürgen Bender, Marco Bayer, Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone möchten den 2020 erkämpften P9-Challenge-Meistertitel auch 2021 wieder mit in die gemeinsame Heimat, ins Unterland nehmen.

    Blenden wir zurück. "Wir hatten am Beginn der Saison 2020 noch deutliche Abstimmprobleme", so Bender beim Interview nachdenklich. "Das übliche eben, Reifen, Federn, Dämpfer, Trimmlage und Aerodynamik mussten aufeinander abgestimmt werden". Wird ein Modell von seinem Hersteller neu entwickelt, dann muss das Rennfahrzeug in Zusammenarbeit von Einsatzteam und dem Fahrer bei Testfahrten vor dem Auftakt der Saison sehr gewissenhaft abgestimmt werden. Beim "einschießen" auf eine neu entwickelte Technik ist es unumgänglich alle Variablen eines GT's voll auszureizen. "Wir blieben davon auch nicht verschont", so Bender lächelnd. Da muss man durch. "Die Suche nach einem perfekten Set-up war eine Zeit sehr gemischter Gefühle für Jürgen," so sein Renningenieur Marco Bayer. Seit Bayer und die Sportwagenschmiede wieder mit Bender arbeiten, da geht es deutlich und zügig voran. Die Erfolge kamen. Und das nicht nur in Form von Siegen. Die Corona-Zeit trieb den Saisonauftakt-2020 vor sich her. Verlässliche Termine - "Pustekuchen"... Die waren über Monate nie von sehr langer Dauer. Jürgen Bender gedachte nach einigen Siegen als Gaststarter, der erste bereits 2014, in der Saison 2020 um den P9-Titel zu kämpfen.

    Diesem Ziel ging die heimische Crew, das sind Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach und Jürgen Bender aus Neckarsulm, die Saison 2020 mit ganz großer Vorbereitung an. "Ernst Wöhr und sein Partner Giovanni Ciccone von Callaway-Competition waren mit im Boot", so "Ben", wie ihn die Freunde nennen.

    Beim Beginn dieser ehrgeizigen Planung und dem Versuch eine neue Callaway Corvette C07 für den Einsatz vorzubereiten, war von Corona noch keine Rede. Zum Jahreswechsel 2019/2020 änderte sich das jedoch schlagartig. Das über den Winter 2019/2020 in Heilbronn produzierte Callaway-GT-Modell wurde später fertig als gedacht. Aber auch die Renntermine mussten mehrfach nach hinten verschoben werden. Ein Problem das wir nicht alleine hatten. Auch andere Wettbewerber traf das recht empfindlich. Erste Testfahrten kurz vor dem ersten P9-Weekend auf dem Grand Prix-Kurs von Hockenheim und dann auch gleich der Meisterschaftsauftakt am Lausitzring.

    "Wir bekamen den Wagen anschließend von Woche zu Woche noch besser in den Griff", so Bender. Alles lief wirklich rund. Das Team schoss sich gut ein. Das Set-up konnte erheblich verbessert werden. Parallel liefen die Vorbereitungen der Werks-Corvette von Pommer/Schmidt (D/CH) bei Callaway-Competition. Das befruchtete beide Seiten deutlich. "Die neue Corvette bot gegenüber dem Vorgängermodell einige entscheidende Vorteile. Aber wie es so ist, und nicht nur im GT-Sport, die technischen Vorteile müssen in etlichen Testrunden mühevoll heraus gekitzelt werden", so Ernst Wöhr von Callaway.

    Um es kurz zu machen. Jürgen Bender konnte alle 6 Läufe zur P9-Challenge 2020 gewinnen. Die Endurance nutzte er nur in einem Fall, quasi zu Testzwecken. Reifentests - oder auch was am Fahrwerk - aber das auch mit Erfolg. In der P9-Saison konnte Jürgen Bender das erreichen was 2019 Hermann Speck gelang. Bender fuhr sich zum Siegerkönig 2020 in der P9 empor. "Dazu der angestrebte Challenge-Titel. Nicht schlecht", grinste er in Brno (CZ) zufrieden.

    Was die Saison aber deutlich werden ließ - neben den Titelgewinnern Callaway-Corvette und Porsche waren auch AMG und Lamborghini auf der "Gesamtsiegerstraße" erfolgreich. Dazu ist Gruhn-Motorsport nicht zu unterschätzen. Die equipe-vitesse, hpracing-international und Team Neumann machten Dampf und eroberten das Treppchen. Die Neumann-Crew will das mit einem Wechsel zu AMG erreichen. Gedränge ist 2021 vor dem Stockerl angesagt. Viele wollen ganz nach oben aufs Podest.

    Gesamtsiege, das ist die eine Seite der Medaille. Die Titelkämpfe sind die andere Seite. Die einen wollen den Titel (Bender, Speck) verteidigen. Die anderen wollen ihn zurück erobern ("Denis G. Watt" (A) / Boris Schimanski) und es bleiben die Challenger (Gruhn-Motorsport und 3 Lamborghini-Teams aus Österreich und Deutschland) - es wird spannend.

    (HTS)

     Bender C07

    Foto: autosport.at - Dirk Hartung - Bender vor dem Start zur Titelentscheidung 2020 in Brno (CZ)

     

  • Jürgen Bender will den int. GT-Titel der P9-Challenge verteidigen

    08.02.2021

    Mit diesem Ziel geht das MCH-Ass in die GT-Saison 2021. Er, der P9-Champion 2020 schaffte das Unmögliche. Jürgen Bender gelang es als erstem Fahrer in der P9-Challenge-Geschichte, der nicht auf einem Modell von Porsche in der P9-Challenge zum Titel fuhr. Den auf der Callaway-C07-Corvette von Callaway-Competition aus Leingarten 2020 erkämpften P9-Meistertitel will er auch 2021 wieder mit in seine Heimat Neckarsulm nehmen. "Wir hatten am Beginn der Saison 2020 noch einige Abstimmprobleme", so "Ben" beim Interview nachdenklich. "Wird ein Modell von seinem Hersteller weiterentwickelt, dann muss das Rennfahrzeug in Zusammenarbeit von Einsatzteam und dem Fahrer bei Testfahrten vor dem Auftakt der Meisterschaft immer zuerst sehr gewissenhaft abgestimmt werden. Beim "einschießen" auf die neu entwickelte Technik ist es unumgänglich alle Einstellmöglichkeiten voll auszureizen. "Davon blieben wir natürlich auch nicht verschont", so Bender lächeln. Aber es gelang Callaway, der Sportwagenschmiede und Jürgen Bender "auf den Punkt" - "Die Suche nach einem optimalen Set up war eine Zeit mit sehr gemischten Gefühlen für Jürgen," so sein Renningenieur Marco Bayer. Seit Marco, der "alte Hase" von der Sportwagenschmiede wieder mit Bender arbeitet, da geht es deutlich und recht zügig voran. Die Corona-Zeit trieb dazu den Saisonauftakt-2020 vor sich her wie ein Spielball. Verlässliche Termine - "Pustekuchen"... Die waren über Monate nie sehr lange von Dauer.

    Jürgen Bender wollte nach einigen Siegen als Gaststarter in den Jahren zuvor schließlich 2020 um den P9-Titel kämpfen. Mit diesem Ziel ging die Callaway-Crew, das sind Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach und Jürgen Bender aus Neckarsulm, die Saison 2020 an. Zu Beginn dieser ehrgeizigen Planung und dem Versuch eine neue Callaway Corvette C07 für den Einsatz vorzubereiten, war von Corona noch keine Rede. Zum Jahreswechsel 2019/2020 änderte sich das jedoch recht plötzlich. Das über den Winter 2019/2020 in Heilbronn-Leingarten produzierte GT-Modell wurde später fertig als gedacht. Aber auch die Renntermine mussten mehrfach nach hinten verschoben werden. "Ein Problem das wir nicht alleine hatten", so Bayer. Auch andere Wettbewerber traf das recht empfindlich. "Wir bekamen den Wagen anschließend bei den Rennen von Woche zu Woche besser in den Griff", so Bender. Das Team schoss sich sehr gut ein. Das Set up konnte über die Saison deutlich optimiert werden. "Die neue Corvette bot gegenüber dem Vormodell einige entscheidende Vorteile. (was das im Einzelnen ist - da schweigen die Spezialisten natürlich). Aber wie es so ist, und das nicht nur im GT-Rennsport, die technischen Vorteile müssen in etlichen Testrunden mühevoll heraus gekitzelt werden. Das koste Zeit und auch einige Euro extra.

    Juergen Bender 2021-02-08

    Um es kurz zu machen. Jürgen Bender konnte alle 6 Rennen zur P9-Challenge-Rennserie in Europa gewinnen. Die Endurance nutzte er nur in einem Fall, quasi zu Testzwecken. Aber auch das mit Erfolg. "Wir haben bei diesem Rennen Fahrwerkeinstellungen aussortieren können. In der P9-Saison, der Challenge und der Endurance konnte Jürgen Bender das erreichen was 2019 Hermann Speck gelang. Bender fuhr sich zum Siegerkönig 2020 in der P9-Meisterschaft empor. Dazu der P9-Callenge-Titel. "Nicht schlecht", grinste er nach dem Finale in Brno (CZ) zufrieden.

    Der Endurancetitel wurde eine Beute von Hermann Speck auf einem für ihn neuen Porsche 991 GT3R. Bis Saisonmitte hatte dabei der junge Neueinsteiger aus dem hohen Norden, Max Frederik Gruhn auf Audi, die Nase noch vorne.

    Was die P9-Saison jedoch sehr deutlich werden ließ - auch die Modelle von AMG und Lamborghini waren und sind auch zukünftig nun nicht mehr zu unterschätzen. Die equipe-vitesse, hpracing-international und Team Neumann sowie die Lambo-Crew HB-racing (A) machten Dampf und drängen alle auf das Treppchen. Auch ihre Piloten wollen 2021 ganz nach oben aufs Stockerl. Es bleibt nicht heiß - es wird noch deutlich heißer.

    (HTS)

    Foto: autosport.at, Dirk Hartung

     

  • Podium - Erfolgreicher Doppeleinsatz von Patrick Assenheimer bei den 24 Stunden von Dubai

    Auftakt zur Internationalen Langstreckenserie bei den 24 Stunden von Dubai

    18.01.2021

    Gesamtrang drei, Gesamtrang fünf sowie der Klassensieg in der GT3 AM-Klasse ließen Patrick Assenheimer jubeln – sein Saisonauftakt 2021 war erfolgreich. „Meinen Fahrerkollegen sowie dem gesamten Team ein Lob und ein Dankeschön, darauf lässt sich aufbauen, perfekt waren wir noch nicht, aber schon recht gut“ so der Lehrensteinsfelder vom Motorsportclub Heilbronn über seinen Dubai-Einsatz.   

    Zur 16. Auflage der Wüstenhatz auf dem 5,39 Kilometer langen Dubai Autodrome standen dieses Jahr 52 Fahrzeuge von 12 Herstellern am Start – darunter allein 17 PS-gewaltige GT3 Boliden. Zwei davon unter der Bewerbung von HRT (Haupt Racing Team), ein gelber Mercedes AMG GT3 mit der Startnummer vier und ein roter AMG GT3 mit der Startnummer fünf. Als Doppelstarter auf beiden HRT-Boliden war der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer zum Saisonauftakt nach Dubai gereist, wo letztes Jahr das Rennen nach sieben Stunden wegen exorbitanten Regenfällen mit Überflutung der Strecke und der Boxengasse abgebrochen worden war.

    Im Qualifying eroberten die HRT-Piloten Platz sechs (Startnummer 5) sowie Platz sieben (Startnummer 4) Pech hatte die sechs mit den Fahrern Patrick Assenheimer, Florian Scholze, Valentin Pierburg, Nico Bastian und Khaled Al Qubaisi in der Anfangsphase, als der Mercedes mit leerem Tank liegenblieb und dadurch weit nach hinten durchgereicht wurde. Die geniale Aufholjagd wurde mit dem Klassensieg in der GT3 AM-Kategorie belohnt, der gleichzeitig mit dem fünften Gesamtrang einherging. Als Dritte auf dem Gesamtsiegerpodium standen Patrick Assenheimer, Hubert Haupt, Maro Engel, Ryan Ratcliffe und erneut Khaled Al Qubaisi mit dem gelben HRT-Bilstein-Renner. Mehrere Code 60 Phasen, unterschiedliche Rennstrategien und viele Positionskämpfe auf dem 5,39 Kilometer langem Wüstenkurs sorgten über die gesamten 24-Stunden für viel Spannung und Dramatik. 599 Runden spulte der 550 PS starke Mercedes AMG GT3 ab, in derselben Runde kam der WRT Audi R8 LMS auf den zweiten Rang. Eine Runde mehr absolvierte der 24-Stunden-Dubai Sieger 2021 ein Porsche 911 GT3 R von GPX-Racing.

    (Wilfried Ruoff)

Archiv 2020

  • 2020 Meister mit P9-Top-Bilanzen

    Jürgen Bender und Hermann Speck - 2020 Meister mit P9-Top-Bilanzen

    26.11.2020

    Seit Bestehen der P9-Serie waren beide Wertungen ein klarer Fall für das Haus Porsche. Die GT-Wettbewerbe P9-Challenge und die P9-Endurance hatten die Kunden der Stuttgarter Sportwagenbauer seit Serienbeginn fest im Griff. Es waren immer Porsche-Piloten, die den P9-Titel in der P9-Challenge und der P9-Endurance erkämpften konnten.

    In der 2020 von der Corona gebremsten Rennsaison drängten im Titelkampf erstmals andere GT-Konstrukteure mit Macht auf die Plätze an der Sonne. Die Plätze an der Sonne - das sind jene begehrten Positionen bei denen sich die ersten 3 Fahrer gleich nach der Zieldurchfahrt im Parc fermé aus ihrem Boliden schälen um rüber aufs Siegertreppchen zu spazieren. Dabei gilt es viele Hände zu schütteln. Ganz oben mit viel Lob vom Streckensprecher nehmen die Gesamtsieger dann ihre Pokale entgegen. Jürgen Bender genoss das 2020 gleich sechs Mal.

    Die Porsche-Armada mit ihren GT-Routiniers am Steuer setzten sich in den Jahren zuvor bei den Rennen der P9 am häufigsten gegen die Frontkämpfer anderer GT-Fabrikate zur Wehr. Was sich vor Saisonbeginn zaghaft anzudeuten begann, wurde im Frühjahr zur belastenden Realität. - Leider - Corona bremste alles ein. Auch der ersehnte P9-Saisonauftakt musste um drei Monate verschoben werden. So feierte Sportpromoter Bernhard Fischer als nicht wie üblich bereits im Juni am Lausitzring die Krönung der inoffiziellen Halbzeitmeister seiner P9-Saison. Der Münchener Manager konnte zu Beginn des Sommers erst in der Lausitz seinen verspäteten Saisonauftakt in Angriff nehmen. "Ellenbogentouching" zur Begrüßung am Lausitzring von Manager Fischer und Racer Jürgen Bender, dem "neu Eingeschriebenen", nach reichlich P9-Gaststartererfahrungen.

    Natürlich schauen die Fans beim Auftakt der P9-Challenge zuerst auf den amtierenden Champions. Gelingt es den alten Meistern erneut vorne kräftig mitzumischen? "Denis G.Watt", dem amtierenden Champion der P9-Challenge aus Graz gelang das denn auch 2020 auf Anhieb. Er gewann die KL5 beim Auftakt vor seinem KRracing-Teampartner Michael Hollmann. Das KR-Fahrerduo aus Österreich bzw. aus Deutschland ging sehr gut gerüstet in die Saison. Alles lief, zwar wie vorgeschrieben mit Mundschutz, ansonsten aber ungebremst und sehr routiniert ab.

    "Mir ham dös schoo im Griff", so Manager Fischer und Franz nickte zustimmend. Besondere Spannung kam in der KL6 auf. Da geht es in aller Regel nicht nur um den Klassenerfolg, sondern immer auch um den Gesamtsieg. Dem dreifache P9-Endurance-Champion (2017, 2018, 2019), Hermann Speck aus Nürnberg, gelang in der Lausitz auf einem neuen Porsche 991 GT3R trotz Abstimmarbeiten gegen Ex-Porsche-Ass Jürgen Bender auf Anhieb ein ausgezeichneter 2. Klassenrang. Bender, der Neckarsulmer, saß erstmals in einer neuen C7-Callaway-GT3R. Er, in der P9 frisch eingeschrieben, meldete 2020 erstmals Titelambitionen an. "Der P9-Titel fehlt mir noch in der umfangreichen Sammlung", lächelte er. Gesamtsiege holte "Ben" bereits zuvor bei Gaststarts in der P9. Erstmals am Lausitzring schon 2014.

    Zum Saisonauftakt war Benders Team Sportwagenschmiede noch mit der Optimierung des Setup beschäftigt. "Daher hatten wir auch noch nicht in der P9-Endurance genannt. Erst einmal galt es bei den Sprints vorne richtig mit mischen zu können", so der Routinier aus Neckarsulm augenzwinkernd. Als Klassendritter beim Auftakt brillierte Heiko Neumann, der Vorjahres-Sieger von Brno (CZ) und Imola (I). Die Serienneueinsteiger HPracing unter Leitung von Ingenieur Daniel Weber holten mit Bernhard Löffler auf einem Lamborghini Huracán GT3 EVO den 4. Klassenrang. Ebenfalls für HP unterwegs holte sich Routinier Coach McKansy in Brno im grünen Lambo den Platz auf dem Stockerl. Mit den flachen Italienern aus Sant' Agata ist zukünftig sicher vermehrt zu rechnen. Nicht nur im Starterfeld, sondern vorne, da wo es um die Plätze auf dem Stockerl geht. "Die Jungs drücken mächtig nach vorne", so Manager Fischer. In der Klasse 4 setzte sich der zweifache-P9-Ex-Champion "Boris Schimanski" im schneeweißen Porsche mit der 444 erneut durch. Sich durchsetzen, das gelang in der Klasse 2 dem Österreicher Andreas Keplinger in einem Team HB-GT4 Caymann. Wird der Porsche Cayman 2021 das Maß der Dinge in der P9-KL2? Starkes Interesse am Mittelmotor-GT4 aus Weissach herrscht derzeit auf alle Fälle.

    In der P9-Endurance fuhren Senkrechtstarter Max Gruhn und Hermann Speck beim Auftakt an die Tabellenspitze. Ihre Taktik war richtig. Sie bestritten beide Stints alleine und punkteten so doppelt. Das Auftakt-Auftaktsiegerduo Hirsch/Schraml im AMG GT3 mussten die Punkte teilen. Vom Speed stand der Einsatz unter einem guten Stern. Beide waren um den Titel voll im Geschäft. Sehr gute Karten zu Saisonauftakt also für die Ingelheimer Equipe-Vitesse von Andy Herbst.

    Zweites P9-Weekend - dort in Hockenheim baute Jürgen Bender seine Tabellenführung in der Challenge weiter aus. Viel Abstimmarbeit an der im heimischen Unterland bei Ernst Wöhr produzierten, nagelneuen C7-Callaway-GT3-Corvette für die Crew der Sportwagenschmiede. Aber der Lohn stimmte am Ende. "Sieg und es ging in Richtung Titel. "So wünscht man sich das", meinte Jürgen Bender in Hockenheim happy. Und das im Kreise der Familie. In der Endurance rückte Porsche-Ass Hermann Speck aus Nürnberg dem Dannenberger Senkrechtstarter Max Gruhn gekonnt auf den Pelz. Der junge "Audianer" aus dem hohen Norden holte auf dem RS3 des Herrn Großpapa erneut klar den Klassensieg in der KL2. In Brno (CZ) gelang es dem Nürnberger Hermann Speck schließlich den 4. Endurance-Meistertitel zu gewinnen. 4 Titel in Reihe, Hut ab, oder doch eher Helm ab? "AudiMax" (Max Gruhn) fehlte beim Finale in der Tschechei. Damit war die Chance auf den Titel für ihn leider "futsch". Hermann Speck schlug zu. Jürgen Bender wurde von der internationalen Porschemeute "Denis G.Watt" (A), Hermann Speck, "Boris Schimanski", Heiko Neumann, Michael Hollmann, Andy Keplinger (A) und "Jack Crow" zu seinem ersten P9-Challenge-Titel gejagt. "Ben" war immer vorne. Die Jäger blieben Jäger. Der Titel ging zum ersten Mal nicht an einen Porschefahrer, sondern an Jürgen Bender auf einer Callaway-Corvette C7.

    Die "Saison mit Maske" ist Geschichte. Bleibt zu hoffen, dass die Verhältnisse sich 2021 deutlich entspannen werden. "Sehr disziplinierte Abläufe in der P9 Challenge und in der P9-Endurance machten 2020 aber in jedem Fall sehr geordnete Rennwochenende möglich", so Serienmanager Fischer in München zufrieden. "Dickes Lob an die Aktiven", fügte er noch hinzu und verschwand zu Bender in die Box.

    (HTS)

    Jürgen Bender - Hermann Speck

    Foto: autosport, Dirk Hartung - Die Meister 2020 - Bender (m) und Speck (r) im Glück

     

  • Letztes Rennen für Patrick Assenheimer in der Saison 2020

    Saisonfinale in der GT World Challenge Europe

    12.11.2020

    Nach erfolgreichen letzten Rennen, geht es für Patrick Assenheimer nun zum Abschluss der Saison 2020 nach Frankreich, dem letzten Rennen der GT World Challenge Europe.

    Auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet möchte Patrick Assenheimer vom 13. – 15. November zusammen mit seinen Teamkollegen Ezequiel Companc und TBC auf dem Mercedes AMG GT3 von Madpanda noch einmal eine starke Leistung präsentieren.
    Das Trio möchte bei diesem 6-stündigen Rennen alles daran setzen, um im Silver Cup vorne dabei zu sein.

    “Wir versuchen möglichst schnell ein optimales Setup für die Strecke zu finden und werden dann alles geben, um mit einem Podest-Platz im Silver Cup die Saison in der GT World Challenge Europe zu beenden.”, so Patrick Assenheimer.

    Das Renngeschehen können Sie online unter folgendem Link verfolgen:
    www.gt-world-challenge-europe.com/live

    Zusätzlich finden Sie weitere Informationen und aktuelle News & Ergebnisse unter:
    www.gt-world-challenge-europe.com

    (Wilfried Ruoff und Patrick Assenheimer)

     

  • Jubiläumssaison fürs Team aus Leingarten ohne viel Jubel

    Auch der GT-Masters-Abschluss in Oschersleben ist für Callaway Competition um Markus Pommer wenig versöhnlich. Die neue DTM mit GT-Autos ist für den Heilbronner Fahrer keine Option.

    09.11.2020

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Die Verabschiedung fiel hektisch aus. "Nach dem Rennen mussten alle schnell zusammenräumen und los, ziemliche Aufbruchsstimmung. Mit Corona und all den Hygiene-Regeln kann man sich ja auch nur schwierig zusammenhocken", sagte Markus Pommer am späten Sonntagnachmittag, als er sich schon längst wieder auf dem weiten Heimweg Richtung Unterland befand.

    Gerne hätte der 29-Jährige mit Callaway Competition zum Abschluss noch einmal ein Ausrufezeichen gesetzt. Doch das GT-Masters-Finalwochenende in Oschersleben taugte der Corvette C7 dafür nicht. "Es war ziemlich schwierig mit diesen Temperaturen. Ich bin unsere beste Runde sonntags erst in Runde 36 gefahren. Wenn es kalt ist, ist es bei uns schwer", kommentierte Pommer die Plätze 13 und 14. Zum erhofften Rang in den Top Ten der Fahrerwertung reichte das nicht. Als 15. rauschte der Heilbronner gemeinsam mit Teamkollege Jeffrey Schmidt klar an diesem Ziel vorbei. Die Enttäuschung bei der Leingartener Equipe hielt sich in Grenzen. 25-jähriges Jubiläum feierte die erfolgreiche Corvette-Schmiede in dieser Saison - und hätte das freilich gerne mit deutlich mehr Podestplätzen als nur einem Sieg zelebriert. Eine Überraschung war der mäßige Verlauf der Runde dennoch nicht.

    Schwierigkeiten in der Einzelkämpfer-Rolle
    "Schon dass die Saison wegen Corona in den November rein ging, war wegen der ungewohnten Kälte ein Problem für uns. Dann kam noch ein neuer Reifen, den wir nicht so testen konnten", erklärt Markus Pommer. "Bei Mercedes, Audi und Porsche gibt es viele Teams und Informationen von den Werken - wir sind ein kleiner Einzelkämpfer, das ist dann wirklich schwierig. Zusätzlich war es mit zwei neuen Teams auch nochmal härter."

    Michael Ammermüller und Christian Engelhart sicherten sich in ihrer ersten Saison mit SSR Performance im Porsche 911 GT3 R direkt den Titel. "Auch die Fahrerpaarungen sind alle stärker geworden", betont Pommer: "Es wird im nächsten Jahr sicher nicht einfacher. Es wird immer professioneller. Ich merke schon, wie es jedes Jahr schwieriger wird, um den Titel zu fahren. Da müssen wir mehr machen. Öfter testen, wenn man wieder darf." Das klingt nach Fortsetzung, oder? "Vor Weihnachten werde ich wahrscheinlich noch keine Entscheidung treffen, das wird eher danach geklärt. Jetzt geht ja mit dem Lockdown eh nicht viel. Man muss auch erstmal warten, wie es sich nächstes Jahr entwickelt und ob der Zeitplan haltbar ist. Eine Saison wie letztes Jahr wäre natürlich besser mit Frühjahr und Sommer."

    Die neue DTM mit GT-Autos ist für Markus Pommer jedenfalls keine Option - so viel ist sicher: "Vom Format ist ja noch gar nicht alles geklärt. Die GT Masters bleibt meiner Meinung nach die Topserie - es macht schon Spaß, da mitzufahren."

    Rauskommen aus dem Renn-Simulator
    Trotzdem verspürt Markus Pommer wenig Lust, sich so schnell wieder in einen Renn-Simulator zu setzten, auch wenn der Teil-Lockdown wenig Raum für die neue Zeit am Wochenende lässt. "Aber da bin ich zuletzt wirklich genug drin gesessen", sagt Pommer mit einem Schmunzeln.

    An diesem Montag geht es für ihn ganz gewohnt zur Arbeit in den elterlichen Betrieb und an den Schreibtisch, um seine Master-Arbeit fertig zu stellen. Mit Callaway Competition setzt er sich dann in den nächsten Wochen in aller Ruhe zusammen. Dann, wenn es etwas weniger hektisch ist.

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 09.11.2020

     

  • Jürgen Bender bekam seine Meister-Trophäen 2020 "frei Haus" geliefert

    Motorsport - Meisterehrung fast ganz privat

    02.11.2020

    Man erlebt doch immer neue "Spezials". Jürgen Bender hat 2020 ja bereits die P9-Challenge gewonnen. Wo P9-Manager Fischer die Meisterpokale überreichen wird ist noch nicht entschieden. Corona und deren Folgen bremsen auch diese Feier zeitlich unabsehbar ein.

    2017 war Jürgen Bender in einer Callaway C6-Corvette erstmals STT-Champion. In diesem Jahr konnte der Neckarsulmer MCH-Fahrer nur 6 von 8 Meisterschaftsrennen bestreiten. "Ben" landete in der Division 1 am Ende auf Rang 2 hinter dem Champion und GT-Profi Uwe Alzen (AUDI R8). Dazu holte sich unsere MCH-Crew Jürgen Bender (Neckarsulm) und Marco Bayer vom Team Sportwagenschmiede (Erlenbach) in der neuesten C/-Callaway-Corvette auch den Titel des STT-Gentleman-Championats und Klassenpokal.

    Meisterehrung Jürgen Bender

    Die STT-Meisterehrung 2020 fiel Corona zum Opfer. Veranstalter Rolf Krepschik verpackte die Ehrenpreise und lieferte "seinem Ex-Champion Jürgen" dessen Pokale direkt nach Neckarsulm ins Haus. Absolut einmalig. "Das gab es in der Tat zuvor so wohl noch nie", strahlte GT-Ass Jürgen Bender am Wochenende. Strahlen, das tat auch Serienboss Rolf Krepschik. "Na dann bis zur nächsten Meisterschaftsfeier. So wie 2019 beim Klaus in Barweiler. Aber dann strahlen wir doch wohl wieder alle zusammen". Ein Ellenbogen-Stoß zum Abschied und weiter ging die Fahrt zur Pokal-Übergabe 2020 für Rolf Krepschick Richtung Südosten.

    (HTS)

    Foto: Team Sportwagenschmiede - Jürgen Bender (li.), Rolf Krepschik (re.)

     

  • Ein paar Pünktchen, aber kein Podium für Callaway

    Trotz eines zweiten Startplatzes bekommen Markus Pommer und Callaway Competition die PS nicht auf den nassen Asphalt des Lausitzrings. Am nächsten Wochenende steht der Saisonabschluss auf dem Programm.

    02.11.2020

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Als Markus Pommer am Sonntagnachmittag das Cockpit der Corvette C7 übernahm, war die Chance auf satte Punkte auch schon wieder passé. Am Ende blieben nur die paar Pünktchen des glücklichen achten Platzes vom Samstags-Lauf.

    Dabei hatte Tag zwei auf dem Lausitzring für sein Leingartener Callaway-Competition-Team so vielversprechenden begonnen, Jeffrey Schmidt im Qualifying mit Startplatz zwei die Sonne gelacht. Dem Schweizer war es sonntags gelungen, früh eine starke Runde zu setzen, bevor fast alle anderen Zeiten von einsetzendem Regen weg gespült wurden. Die Nässe auf der Strecke gefiel dem Corvette-Duo dennoch ganz und gar nicht.

    "Es war klar, dass es im Regen schwierig für uns wird. Bei nasskaltem Wetter fehlt uns gerade einfach zu viel. Letztlich war es ein regnerisches Wochenende und nicht mehr drin", gestand Markus Pommer. "Wäre es trocken geblieben, wäre wahrscheinlich richtig was gegangen." Doch so schwammen die Chancen der Leingartener Equipe davon.

    Nur als 18. über die Ziellinie
    Bereits in der ersten Runde fiel Pommers Teamkollege Jeffrey Schmidt am Sonntag auf den fünften Rang zurück. Die Corvette brachte ihre PS einfach nicht auf den glatten Asphalt des feuchten Lausitzrings. Immer weiter schlingerte Schmidt nach hinten und übergab das Auto schließlich auf Position neun an Markus Pommer. Zwar stoppte der leichte Regen und es brach langsam die Sonne durch, "aber die Strecke ist nie wirklich abgetrocknet".

    Trotzdem war die Pace der Corvette in der zweiten Rennhälfte deutliche besser. Pommer konnte sich den Positionskämpfen mit starken Konkurrenten stellen - bis ihn eine Lamborghini drehte und ins hintere drittel des Feldes schlittern ließ. So konnte Pommer nur noch als 18. ins Ziel kommen. Seine Enttäuschung hielt sich aber in Grenzen.

    Bereits beim ersten Qualifying am Samstag hatte der Heilbronner im Regen gemerkt, dass auf nasser Strecke nichts zu gewinnen sein wird: "Ich habe eigentlich ein gutes Fenster erwischt und konnte voll ans Limit gehen - trotzdem war nicht mehr als der 17. Startplatz drin." Insofern stimmte ihn der achte Platz des Samstags sogar ein bisschen versöhnlich: "Das hatten wir auch mal ein bisschen Glück."

    Chaotisches Regenrennen am Samstag
    Denn die Stärke der Callaway-Competition-Corvette war es nicht, die Pommer und Jeffrey Schmidt satte neun Plätze gutmachen ließ. Im chaotischen Regenrennen hatte es Zeitstrafen für die Konkurrenz gehagelt. Schmidt schaffte es aber, den schwimmenden Dienstwagen ohne einen Verstoß gegen die Tracklimits durchs aufgewühlte Feld zu lenken.

    Bereits am nächsten Wochenende steht der Saisonabschluss in Oschersleben an. Chancen auf den Titel oder wenigstens die Topplätze haben die Leingartener nun nicht mehr. Dennoch wollen sie sich noch einmal mit einem manierlichen Ergebnis von einer schweren Runde verabschieden. Wollen sie eine Chance haben, sollte ihnen aber noch länger die Sonne lachen.

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 02.11.2020

     

  • STT-Gentleman-Champion 2020 und Zweiter der Division-1

    STT - Corona hat mitgemischt

    29.10.2020

    Das STT-Finale 2020 sollte am Nürburgring ausgetragen werden. Aber dieses, mit großer Spannung erwartete Rennwochenende fiel 2020, nur eine Woche nach der Formel 1 an gleicher Strecke, leider der Corona Pandemie zum Opfer.

    Jürgen Bender, als in dieser Saison außerordentlich erfolgreicher MCH-Fahrer - "freut mich zu hören, aber den grandiosen ADAC-GT-Masters-Sieg vom unserem Club-Kameraden Markus Pommer gegen die GT-Profis am Sachsenring bitte nicht vergessen", meldete sich Jürgen mit einem Lächeln lobend  zu Wort.

    Doch zurück zur STT. Bei zwei Meisterschaftsläufen der Serie war Bender nicht am Start. "Zu dem Zeitpunkt wurde nicht nur mir, sondern auch Teamchef Bayer klar, dass das Blatt in Richtung STT-Titelkampf nicht mehr zu wenden war", so Bender. Renningenieur Bayer nickt zustimmend.

    Jürgen Bender gewann die STT-Trophy bereits 2017. Er trat 2020 nicht nur in dieser international ausgeschriebenen Rennserie zum Kampf um den Titel an, sondern auch in der ebenfalls int. ausgetragenen P9-Challenge. "In der P9 flutschte es 2020 bestens, in der STT dagegen von Beginn an nicht wie erwartet", so Bender. Wo lagen die Gründe dafür?

    In der Trophy waren 2 GT-Modelle am Start, die von der Motorleistung her klar überlegen zu sein schienen. In einer Rennserie müssten in jeder Division gleich starke GTs am Start sein. Ist das nicht so, dann sind für die anderen Starter schlichtweg keine Klassensiege und kein Meistertitel möglich. So einfach ist das nun mal leider. Ein gemeinsamer Meisterschaftslauf beider Serien (STT/P9) ließ diese Problematik auf dem Formel-1-Kurs von Hockenheim deutlich sichtbar werden. Die Alzen-Brüder, Profi Uwe und dessen Bruder Tuner Jürgen Alzen, zogen Bender beim Beschleunigen aus den Kurven heraus beide problemlos weg. In der nächsten Kurve aber war denn wieder zu. Einen Weg vorbei gab es für Bender an dem Duo nicht. Die Strecke war schlicht und ergreifend für ihn dicht. "Mit der Brechstange, das wäre sinnlos gewesen. Hohe Schäden wären fast sicher die Folge. Und beim anschließenden Beschleunigen wären die Gegner ansonsten eh wieder vorbeigekommen", resümiert der Neckarsulmer Reifenspezialist.

    Am Saisonende gelang es Jürgen Bender sich noch auf den 2. Platz in der Division 1 vorzukämpfen. Profi Uwe Alzen kassierte in der STT-Trophy jeden Gesamtsieg. Bender 2020 also in der Zange der Alzenbrüder? "Das könnte man so sehen", so der schnelle Unterländer.  "Am Saisonende war ich schlussendlich froh, dass ich mich noch als Divisionszweiter zwischen die Alzen-Brüder kämpfen konnte", so Bender. Die Chance zu siegen war unter den gegebenen Umständen nicht vorhanden. Die Gesamtzahl der Punkte gab 2020 also nicht mehr als ein 2. Rang in der Division 1 der STT her".

    Jürgen Bender

    Die Gentleman-Wertung konnte Jürgen Bender jedoch problemlos gewinnen. Selber sportlich immer topfit am Start, landete er dort klar vorne.

    In der Tabelle lagen Klassensieger Uwe Alzen (Audi) und Ralf Glatzel (Ford) punktgleich vorne. Sie gewannen Ihre Divisionen. Dahinter der junge 3. Divisionssieger Max Frederik Gruhn (Audi).

    "Ob es Sinn macht mit einem reinrassigen GT3-Auto in der STT 2021 anzutreten, scheint aus heutiger Sicht für mich nach dem derzeitig geltenden Reglement nicht unbedingt zielführend", so P9-Champion Jürgen Bender nachdenklich. MCH-Mann Marco Bayer von Team Sportwagenschmiede nickt zustimmend.

    2021 - quo vadis für Bender und Bayer? 

    (HTS)

    Foto: Team Sportwagenschmiede Motorsport - Bender vorbildlich mit Maske auf dem Podium

     

  • Assenheimers Aufholjagd endet auf Platz vier

    Assenheimers Aufholjagd endet nach turbulentem Rennen auf Platz vier

    28.10.2020

    Die 24-Stunden-Hatz in Spa wurde zu einem turbulenten Rennen. Es war das Saison-Highlight der GT World Challenge Europe in Belgien. Mit am Start waren der Unterländer Patrick Assenheimer und seine Fahrerkollegen Ezequiel Companc, Ricardo Sanchez und Juuso Puhakka.

    Das Quartett durchlebte auf der Strecke eine Achterbahnfahrt der Gefühle - und dies in einem extrem stark besetzten Fahrerfeld über die vollen 24 Stunden. Nach misslungenem Auftakt war die Freude am Ende groß über Platz vier im Silver Cup und Gesamtrang 26.

    "Ich bin stolz darauf, dass wir, obwohl wir schon nach dem ersten Stint mehrere Runden Rückstand hatten, nie aufgegeben und weitergekämpft haben", sagte ein zufriedener Assenheimer.

    Auf dem Mercedes AMG GT3 vom Team Madpanda kämpften sich Patrick Assenheimer und seine Kollegen trotz eines frühen Rückstandes wegen Problemen beim Boxenstopp im Feld wieder nach vorne. Und das vor dem Hintergrund widriger Wetterbedingungen, die das Fahrerfeld vor extreme Anforderungen stellte.

    Aber mit hervorragenden Zeiten unterwegs und einer Top Performance am Tag und vor allem in der Nacht, versuchte das Team den frühen Rückstand Stück für Stück zu minimieren. Was dann letztlich auch erfolgreich umgesetzt wurde. Von ganz hinten fuhren Assenheimer und Co. auf Platz vier in Schlagweite zum Podium. red

    Quelle:  Heilbronner Stimme vom 27.10.2020

     

  • Am Boden statt beflügelt: Auch Red-Bull-Ring gibt Pommer keinen Auftrieb

    19.10.2020

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Das GT-Masters-Wochenende war für die Liga der Supersportwagen ein besonderes. Der Sonntagslauf in Spielberg war schließlich das 200. Rennen der Serie und somit historisch wertvoll. Am Red-Bull-Ring wurde also auch hier und da ein bisschen zurückgeschaut. Im Blickpunkt befand sich dabei auch immer wieder das Corvette-Team Callaway Competition aus Leingarten, das die GT-Masters-Geschichte mit geprägt hat. Ob ehemalige Meister wie Jules Gounon, Rekordsieger Daniel Keilwitz oder Skisprungstar und Ex-Rennfahrer Sven Hannawald - keiner hat die Zeit bei der Equipe aus dem Unterland vergessen.

    Die Gegenwart ist bei Callaway Competition hingegen gleichwohl zum Vergessen. Nach dem kurzen Höhenflug mit Saisonsieg eins am Sachsenring, sind die Leingartener wieder da angekommen, wo sie sich in den bisherigen zehn Läufen so mühevoll bewegen - auf dem harten Boden. Es bleibt eine Seuchensaison. 21. am Samstag, 18. am Sonntag, die Ansprüche sind klar andere. Gerade auf dem Red-Bull-Ring, wo die Corvette eigentlich all ihre Stärken ausspielen kann.

    "Es war eiskalt, auf den Bergen lag Schnee. Vergangene Saison war das alles im Hochsommer, was dem Auto deutlich besser liegt", sagte der Heilbronner Callaway-Competition-Fahrer Markus Pommer. Es war nicht sein einziges Problem. Bereits im Qualifying plagte ihn die erste Panne, als der Funk nicht funktionierte. So konnte keiner des Teams ihn darauf hinweisen, dass die Rennleitung ihn außerhalb des Tracklimits sah. Fast all seine Runden wurden hinterher gestrichen, was den letzten Startplatz bedeutete.

    "Von ganz hinten, mit 30 Kilo und vollgetankt war es richtig schwer", sagte Pommer. Von Position 13 gestartet, lief es dann sonntags trotz eines schlechten Starts besser. "Das Auto war im Rennen richtig gut, sehr schnell - fast wie im Vorjahr", berichtete Markus Pommer.

    Das Problem: Die Rennleitung sah wieder viele Regelverstöße beim Tracklimit. Auch bei Callaway Competition: "Das war schon eine sehr komische, unkonstante Linie, samstags haben sie das gar nicht geahndet." Für die Leingartener ist die Richtung gegenwärtig hingegen klar: es geht nicht nach vorn. 

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 19.10.2020

    Foto: ADAC

     

  • Jürgen Bender - Glückwunsch zu P9-Challenge Meistertitel 2020

    Absage vom Saisonfinale auf dem Nürburgring

    16.10.2020

    "Die Absage der ADAC-Westfalen-Trophy auf dem Nürburgring habe ich mir natürlich nicht gewünscht", so ein leicht enttäuschter Jürgen Bender. Denn der Neckarsulmer Ingenieur hatte bereits alles zur Abreise Richting "Grüne Hölle Nürburgring" bereit gemacht. Das Team Sportwagenschmiede verlud die schwarze GT3R Callaway Corvette C7 nach dem Doppelsieg im Tschechischen Brno am Montag. Überprüft und verladen, es konnte zum Finale gehen. "Wir waren einsatzbereit", so Benders Renningenieur Marco Bayer aus Erlenbach. Auch er wie Bender ein MCH-Mann. 2020 hat sie der Erfolg verwöhnt.

    Jürgen BenderFoto: HTS - P9-Champion 2020 - Jürgen Bender

    Doch dann in den späten Nachmittagsstunden die überraschende Rennabsage. Was am letzten Wochenende beim Formel 1-WM-Einsatz noch "gestemmt" werden konnte, schien dem Westfälischen Veranstalter oder der Nürburgring GmbH für das kommende Wochenende unerwartet Probleme zu bereiten.

    "Einen Ersatztermin können wir 2020 nicht mehr bekommen", so Serienpromoter Bernhard Fischer am Mittwoch. Er hatte das auf der Formel-1 Rennstrecke von Imola (I) geplante Finale bereits auf den Nürburgring verlegen müssen. Und nun hatte der Ring ebenfalls Probleme.

    Für den Neckarsulmer GT-Routinier Jürgen Bender ist es jetzt an der Zeit Bilanz für 2020 zu ziehen. Die fällt sehr gut aus. "In der STT haben wir 2020 noch Einsätze vor uns", so Bender. Dort konnte der Unterländer nicht alle Rennen bestreiten.

    Die Callaway-Truppe konzentrierte sich auf die P9-Challenge-Serie. Nach Absage der Rennen in Österreich zu Saisonbeginn fielen die Entscheidungen bei 6 Starts in Deutschland und der Tschechoslowakei.

    "Mit unserem zur Verfügung stehenden nagelneuen C7-Modell gelang es Jürgen trotz später Auslieferung und nicht ganz abgeschlossener Testfahrten alle Meisterschaftsläufe zu gewinnen", so Hersteller Ernst Wöhr. Eine so brillante Erfolgsbilanz wie 2020 konnte Jürgen Bender als Mitglied vom Motorsport Club Heilbronn bisher in der Form nicht verbuchen. Alle P9-Challenge-Einsätze als Gesamtsieger beendet, Siegerkönig der P9-Veranstaltungen 2020 und Gewinner der P9-Challenge Meisterschaft. Auf Platz 2 der Serie landet der amtierende Meister der Serie aus Österreich, "Denis G. Watt" (Porsche 991 GT3 Cup) vor dem mehrfachen P9-Endurance-Champion Hermann Speck (Porsche 991 GT3R) sowie dem Meister der Serie von 2013 und 2018, Boris Schimanski (Porsche 991 Cup).

    Fast hätte es sogar noch einen Titelträger auf einem Audi RS3 in der P9 gegeben. Nach perfektem Saisonbeginn ließ der 20jährige Max Frederik Gruhn die Rennen in Brno (CZ) aus. "Andere Verpflichtungen" so der Teamchef. Da das P9-Finale anschließend ins Wasser fiel, war Maxis nahezu sicherer Titel in der P9-Endurance leider beim Teufel". Shit, happens, so die Engländer in solchen Situationen achselzuckend. Erste Rennsaison und gleich ein Titel - das wäre es gewesen. 

    (HTS)

    Foto: HTS - P9-Champion 2020 - Jürgen Bender

     

  • Jürgen Bender im P9-Finale am Nürburgring

    Am Nürburgring geht Klaus Abbelen neben Jürgen Bender im P9-Finale an den Start

    14.10.2020

    Sie sind am Nürburgring eine Legende, Klaus Abbelen und sein Team aus Barweiler, nur einen Steinwurf vom Ring entfernt. Rennen fährt der Team Frikadelli-Eigner Klaus Abbelen schon ewig. Sein Team in der jetzigen Form wurde 2005 in Barweiler mit 15 Mitarbeitern aus dem Boden gestampft. Egal welche bedeutenden GT-Veranstaltungen am Ring laufen, Klaus Abbelen und seine Crew setzen zusammen mit den richtigen Co-Drivern dort immer einen Maßstab - wirklich immer. Modelle von Porsche und seit einem Jahr auch einem LMP3, einem Ligier JS P3 sind das Einsatzgerät des Teams. Gerät übrigens stets vom Feinsten.

    Jürgen Bender (l)und Klaus Abbelen (r) Foto Michael Perey autosport.at Foto: autosport.at, Dirk Hartung, Michael Perey - Bender (L) und Abbelen

    Die Premiere seines neuen Ligier feierte Klaus Abbelen beim American Fan Festival 2019 in Hockenheim. Beim Debüt gelang es dem GT-Hero aus der Eifel im Rahmen des "kleine nat. Le Mans" (PCC/STT/P9)  STT-Sieger Jürgen Bender (Callaway-Corvette C6 GT3R) bereits sehr nahe zu kommen. Lauf 2 ging in der glühenden Hitze von Hockenheim dann an Abbelen. "Mein GT auf der Basis eines straßenzugelassenen GT-Sportwagens ist deutlich schwerer als der Ligier den Klaus fährt. Sein LMP3 Rennwagen bringt 20 Kg weniger auf dei Waage. Da habe ich vom Start weg bis hin zur ersten Kurve natürlich schlechte Karte", bemerkt MCH-Ass Bender leicht resigniert.

    Beim Finale der P9-Challenge und der STT, genau eine Woche nach dem Formel 1-WM-Lauf auf dem Nürburgring, wird man erneut einen Kampf der Giganten erleben können. Ring-Legende Klaus Abbelen kontra P9-Siegerkönig Jürgen Bender treffen wieder aufeinander. Ligier LMP kontra Callaway C7. Aber das ist nicht alles. In der P9 geht es dazu beim Serienfinale um den Titel. "Denis G. Watt", amtierender P9-Meister aus Österreich könnte, wenn er startet, den Titel noch holen. Hermann Speck könnte das ebenfalls schaffen. Aber es würde knapp, sehr knapp. Beide Porschefahrer brauchen ein gutes Ergebnis gegenüber wenig neuen "Nürburgring-Punkten" auf der Liste für Bender. Tabellenführer ist wie gesagt, Jürgen Bender. Und der Neckarsulmer wird nach Doppelsiegen am Lausitzring, in Hockenheim und in Brno (CZ) am Ring wohl schwerlich außer Form geraten.

    Team Motopark aus Oschersleben mit Heiko Neumann am Steuer seines Porsche GT3R wird auch am Ring seine P9-Tabellenposition einmal mehr deutlich verbessern können. Und das nicht nur um eine Position - zumindest aus meiner Sicht kann das klappen. Sehr bemerkenswert für einen Fahrer, der im Umfeld der Oscherslebener Gründerfamilie Rumpfkeil erst sehr spät mit dem Automobilsport begann.

    Team Zebra-Motorsport Routinier Jack Crow wird am Ring erwartet. Ob Teamchef Jürgen Stoll einen 2. Fahrer dabei hat, das ist noch unklar. Dazu sehen wir Michael Brode aus München im 991 GT3 Cup am Ring. Er ist erstmals in der P9 am Start. Das aber auf alle Fälle hoch motiviert. Ob auch ein AMG am Start sein wird? Und wer es ist, das wird Team equipe-vitesse bekannt geben. Und der Shootingstar vom P9-Saisonauftakt im Audi RS3 - am Ring ist ein Einsatz geplant. Der Titelkämpfer der P9-Endurance könnte sich auch in der P9-Challenge noch problemlos in die erste Hälfte der Tabelle katapultieren.

    Anreisen wird Max Versta... -  ne, nicht Verstappen, sondern Junior Max Frederik Gruhn auf Audi RS3. Abladen wird er am Ring, fahren ebenfalls, nur in der P9 nennen muss er noch. "Oder hat er schon", meint Manager Fischer nachdenklich? 

    (HTS)

    Foto: autosport.at, Dirk Hartung, Michael Perey - Bender (L) und Abbelen

     

  • Frank Sperrfechter erringt einen Klassensieg beim Finallauf zur Slalom-DM

    Spannendes Vierfachfinale zur Deutschen Automobil Slalommeisterschaft in Berlin

    13.10.2020

    Der Fachausschuss Automobilslalom des DMSB (Deutscher Motorsport Bunde) hatte – bedingt durch die Corona-Pandemie - eine komprimierte Deutsche Slalommeisterschaft aus Level 1 und Level 2 Veranstaltungen benannt, bei der dann alle Veranstaltungen überbucht und extrem stark besetzt waren. Am Wochenende fand nun das Vierfachfinale auf dem Driving Center Groß Dölln bei Berlin statt. Hier konnten die 100 punktbesten Automobilslalomcracks Deutschlands durch Pylonentore und Gassen wedeln – darunter mit Frank Sperrfechter auch ein Fahrer vom Motorsportclub Heilbronn.

    Frank Sperrfechter

    Beruflich bedingt konnte Sperrfechter lediglich drei Vorläufe absolvieren und war somit beim Kampf um die DM-Krone ohne Chance. „Spaß haben, einfach just for fun die Slalomelite treffen, noch ein paar technische Veränderungen testen“ so das Motto von Frank vor der Abreise. Mit seinem legendären Opel Kadett C Coupe – damit gewann der MCH’ler 2011, damals noch in der 210 PS starken 8V-Variante, die Deutsche Slalommeisterschaft – steigerte sich Sperrfechter von Rennen zu Rennen. In der leistungsstarken Klasse bis 2000ccm der getunten Gruppe H-Boliden erreichte er am Samstagvormittag Platz sechs und Samstagnachmittag gelang mit Platz drei erstmals der Sprung aufs Podest.  Sonntagvormittag dann bei Lauf drei der zweite Platz, nur knapp hinter dem Routinier und mehrfachem Meister Reinhard Nuber (Isny/Racing Team Süd) im Sechszylinder-BMW 320 WTCC. Am Nachmittag dann der große Wurf. Sperrfechter donnert am absoluten Limit mit seinem 265 PS starken 16V-Kadett Klassiker mit einer einzigen hundertstel Sekunde vor Dennis Zeug (MSRT Freiamt/Opel Kadett C Coupe 16V) über die Ziellinie. Klassensieg und Gesamtrang zwei, lediglich Lokalmatador Martin Skrzipietz im H-Überliter BMW 330 iS war den berühmten Tick in der Gesamtwertung schneller. Die Freude bei Sperrfechter riesengroß, zumal Dennis Zeug in sieben von acht Vorläufen jeweils Gesamtsiege gefahren hatte und sich in Addition aller Slalomrennen die Deutsche Vizemeisterschaft sicherte. „Samstags zwei ultraschnelle Rennslaloms, sonntags dann etwas selektiver und fahrerisch extrem anspruchsvoll, das 2020er-Vierfachfinale war einzigartig, der Klassensieg das Tüpfelchen auf dem i in dieser für mich sehr kurzen Saison“, resümiert der 46jährige Frank Sperrfechter.

    Mit demselben Flitzer war auch Sperrfechters Freund, der Neckarwestheimer Thomas Claus zwischen den Pylonen unterwegs Der KFZ-Meister betreut den C Kadett seit Jahren technisch und hat zusammen mit Sperrfechter in Berlin das neue Fahrwerk Rennen um Rennen feinjustiert. Ein zehnter, dann ein siebter und sonntags zwei sechste Klassenplätze waren das Ergebnis. „In dieser aus Fahrzeug-, und Fahrersicht einzigartigen Klasse für mich ein tolles Ergebnis, das Berlin-Finale war eine Reise wert“ erklärt der 55jährige begeistert.

    Der deutsche Slalommeister 2020 heißt Marcel Hellberg, startet für den ADAC Ostwestfalen Lippe und steuerte bei den Berlin-Finals einen BMW 318 is E36 in der seriennahen Klasse G3 – die Vorläufe bestritt Hellberg in einem VW Polo in der 1300ter Klasse der getunten Gruppe H. 

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Pommer schafft Sprung auf das oberste Podest

    Nach vielen Frustmomenten im GT-Masters hat Callaway Competition am Sachsenring das nötige Glück für den ersten Sieg

    06.10.2020

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Seinen ersten Saisonsieg realisierte Markus Pommer erst einige Kurven hinter der Ziellinie des Sachsenrings. Als Zweiter des GT-Masters-Klassements hatte der Heilbronner am Sonntag die schwarz-weiß karierte Flagge gesehen. Eine richtig gute Leistung des Corvette-Piloten und seines Teamkollegen Jeffrey Schmidt. Doch es sollte noch besser kommen für das Callaway-Competition-Duo. Die frohe Kunde erreichte Pommer beim Ausfahren per Funk. Plötzlich ballte der 29-Jährige immer wieder die Faust vor Freude. Seine Leingartener Equipe hatte ihn informiert, dass der Franzose Franck Perera im führenden Lamborghini nachträglich eine 30-Sekunden-Strafe aufgebrummt bekommen hatte - und Markus Pommer damit noch an die Spitze gesprungen war. Perera hatte bei einem Restart in der Endphase des turbulenten achten Laufs für den Geschmack der Rennleitung zu oft mit dem Bremspedal gespielt. Eine harte Entscheidung.

    "Mich hat es hinter ihm nicht gestört. So viel Sportsmann bin ich, dass ich das auch nicht gemeldet habe. Ich hätte lieber aus eigener Kraft gewonnen", sagte Markus Pommer nach seinem zugesprochenen Sieg. Er konnte den Ärger der Lamborghini-Crew bestens nachvollziehen. Schließlich war die erste Saisonhälfte immer wieder unglücklich für die Mannschaft aus dem Unterland verlaufen. Mit der Kehrtwende am ungeliebten Sachsenring, wo die Corvette C7 GT3-R ihre Stärken in der Vergangenheit kaum ausspielen konnte, wollte vorab niemand so wirklich planen.

    Corvette C7 Sachsenring Foto: ADAC  Foto ADAC 

    Sicher, auf ein versöhnliches Ergebnis hatte man bei Callaway nach den vielen Enttäuschungen schon gehofft, aber der Sieg? "Es lief ja bisher einiges schief für uns, von daher ist der Erfolg umso schöner", sagte ein seliger Jeffrey Schmidt.

    Der Schweizer hatte sonntags ein starkes Qualifying abgeliefert und Startplatz sechs eingefahren. Im Rennen legte Schmidt dann noch einmal nach und übergab die Corvette beim Fahrerwechsel auf Rang zwei an Markus Pommer. Der Heilbronner hielt die Position und war immer wieder dicht dran an Perera. "Ich habe ihn bis zum Schluss attackiert - hätte ich gewusst, dass er eine Strafe bekommt, hätte ich auch ein bisschen rausnehmen können", sagte Pommer schmunzelnd.

    Schon am Samstag war beim siebten von 14 GT-Masters-Rennen ein leichtes Lächeln zurückgekehrt. Als 14. gestartet, arbeitete sich das Callaway-Competition-Duo auf einen versöhnlichen achten Platz vor. Am Sonntag sollte sich dann mit einem Quäntchen Glück ein großes Grinsen im Gesicht der zuletzt so gebeutelten Leingartener Mannen breit machen. Der nächste Erfolg soll nun zudem möglichst frühzeitig realisiert werden.

    Quelle: Heilbronner Stimme vom 05.10.2020

     

  • P9-Siegerkönig 2020

    Reichlich Einsätze 2020 für Jürgen Bender

    04.10.2020

    An jedem Veranstaltungswochenende für GT3-Rennwagen sind heiße Schlachten um Pole, Sieg und die schnellste Rennrunde angesagt. Das gilt für die Sprintrennen der P9-Challenge und die Einstundenrennen der P9-Endurance mit Fahrerwechsel gleichermaßen. Spannung der ganz besonderen Art für alle Racefans ist auf alle Fälle an jedem Renntag gesichert. Und das betrifft die Kämpfe in jeder Klasse im Starterfeld, aber ganz besonders für den Kampf um den Gesamtsieg des jeweiligen Meisterschaftswochenendes.

    Neben den Rennen der STT-Trophy gab das Team Sportwagenschmiede von MCH-Mitglied Renningenieur Marco Bayer aus Erlenbach zusätzlich noch eine Nennung für die Serie der P9-Challenge ab. Reichlich Einsätze 2020 also für Vollblutracer Jürgen Bender aus Neckarsulm. Der außergewöhnlich große Einsatz, insbesondere in der P9-Challenge, scheinen sich für Bender und die Crew der Sportwagenschmiede zu lohnen. STT-Champion war Bender 2017 bereits. Nun sollte der Titel in der P9 ebenfalls gewonnen werden.

    In den letzten Jahren puschen die Medien neben den Kämpfen um die angestrebten Meistertitel eine weitere Bestleistung zu einem, wenn man so will, "inoffiziellen Titel" im Rennsport hoch. Man lobt in neuerer Zeit den "Siegerkönig" einer Rennserie aus. Den Fahrer mit den meisten Gesamtsiegen einer Saison. Da die Meisterschaften in aller Regel über die Erfolge in den jeweiligen Hubraumklassen erkämpft werden, schenkte man hart erkämpften Gesamtsiege zunehmend weniger Beachtung. Das ändern die Medien durch besonderes Lob für die Siegerkönige der Rennserien. Diesen Titel - P9-Challenge-Siegerkönig 2020 hat Jürgen Bender vor dem Finale auf dem Formel-1-Kurs des Nürburgrings in dieser Saison bereits vorab sicher in der Tasche. 

    Die P9-Serie trägt mit Rennen in Deutschland und der Tschechei 2 Meisterschaften mit 11 Rennen aus. Das sind die Sprintserie P9-Challenge und die P9-Endurance mit zulässigem Fahrerwechsel, eine Art Langstrecke für GT-Modelle.

    In Folge Corona mussten 2020 Renntermine in Italien und Österreich gecancelt werden. Die bisherigen 6 Sprintrennen der P9-Challenge wurden von Team Sportwagenschmiede mit Jürgen Bender auf einer GT3 Callaway-Corvette Z07 gewonnen. "Hatten die Jungs zu Saisonbeginn noch mit der Suche nach einer optimalen Fahrwerksabstimmung zu kämpfen, so schien bei der Challenge in Hockenheim ein befriedigender Stand erreicht zu sein", so P9-Manager Fischer. Jürgen Bender gewann in Hockenheim beide Sprintrennen. Und das gelang nach einem erneuten Eingriff ins Fahrwerk auch zuletzt im Tschechischen Brno.

    Da sich bei den Rennen der P9-Endurance 2 Fahrer einen Sieg teilen können, ergab sich dort folgende Siegerliste. Hermann Speck aus Nürnberg gewann mit AKA auf einem Porsche 991 GT3 Cup in Hockenheim. Er fuhr beide Turns selber. Das Duo Mario Hirsch/Dominik Schraml aus Bayern gewann auf einem AMG-Mercedes GT3 EVO von Team Equipe-Vitesse aus Ingelheim den Endurance-Saisonauftakt auf dem Lausitzring. In Brno holten sich zuletzt die Piloten vom Team Motopark aus dem Raum Magdeburg-Oschersleben auf einem Porsche 997 GT3R den Endurancesieg. Die erfolgreichen Fahrer, Routinier Heiko Neumann und sein Co, der Ex-F2-Profi und frühere Callaway-Frontmann Marvin Kirchhöfer.

    P9-Siegerkönig 2020 ist damit der routinierte Deutsche GT-Fahrer Jürgen Bender aus Neckarsulm. Eingeholt werden kann er beim Serienfinale am Ring übrigens nicht mehr.

    (HTS)

    Jürgen Bender   Foto: Dirk Hartung, autosport.at

     

  • Assenheimer auf dem Nürburgring in den Top Ten

    Zwei Pannen verhindern Podium bei 24-Stunden Rennen

    01.10.2020

    Vom Redakteur der Heilbronner Stimme Dominik Knobloch

    Patrick Assenheimer ist mittlerweile ein Routinier auf dem Nürburgring. Der Lehrensteinsfelder weiß, was beim legendären Langstrecken-Kurs in der Eifel auf einen Rennfahrer alles warten kann. "Man ist hier einiges gewohnt, aber das war wettertechnisch schon ein absolutes Ausnahmejahr - das 24-Stunden-Rennen hat alles übertroffen. Sehr, sehr speziell", sagte Assenheimer zu fast frostigen Temperaturen unter fünf Grad und Starkregen am vergangenen Wochenende. Gemeinsam mit Dominik Baumann, Maro Engel und Dirk Müller trotzte der 28-Jährige den widrigen Bedingungen im Auto-Arena-Mercedes AMG GT3 aber stark und kam nach einem äußerst chaotischen Rennen mit zwischenzeitlicher Unterbrechung als guter Gesamt-Achter über die Ziellinie.

    Patrick Assenheimer

    Und doch wäre deutlich mehr möglich gewesen, hätten zwei technische Probleme das fehlerfreie Fahrer-Quartett nicht ausgebremst. "Hätte, Wenn und Aber bringt am Ende nichts. Wir hatten die realistische Chance Minimum Richtung P3 zu fahren, vielleicht sogar P1", ärgerte sich Assenheimer etwas über die beiden Zwischenfälle mit dem Reifen und das verpasste Podest durch die notwendigen Zusatz-Stopps.

    Zu einem ungewohnten Erfolg kam Assenheimer immerhin abseits der Strecke. "So ausgeschlafen war ich nach einem 24-Stunden-Rennen noch nie", kommentierte Patrick Assenheimer den Rennabbruch nach extrem turbulenten sieben Stunden: "Ich war zu diesem Moment sowieso nicht eingeplant. Ich bin gerade bei Red Flag im Hotel angekommen und konnte mir dann ganz gemütlich den Wecker stellen."

    Für Patrick Assenheimer hatte es allerdings schon deutlich früher eine Unterbrechung gegeben. In der Einführungsrunde musste er feststellen, dass sich durch eine defekte Radmutter ein Rad löste. Nach seinem darauffolgenden Start aus der Boxengasse arbeitete er sich aber Platz um Platz nach vorne: "Die ersten zweieinhalb Stunden war es mir auf jeden Fall nicht langweilig. Ich bin schön durchs Feld gepflügt und habe viel Rückstand gutgemacht. Megageil, das war herausfordernd, hat aber richtig Spaß gemacht. Es lief sehr, sehr gut."

    Auf Gesamtplatz acht angekommen, lief plötzlich gar nichts mehr. Die Rennleitung entschloss sich durch die extremen Witterungsbedingungen, die mehr und mehr Unfälle hervorriefen, um 22.30 Uhr das Rennen bis 8 Uhr morgens zu unterbrechen. "Für uns wäre es natürlich gut gewesen, wenn es weitergegangen wäre. Umso mehr Regen, umso besser lief der AMG. Aber die Unterbrechung hatte schon ihre Berechtigung", sagte Patrick Assenheimer. Und die Pause nahm Assenheimer und seinen Kollegen auch nicht ihren Lauf. Beim Restart kämpfte sich Maro Engel bis auf Position vier vor. Ein Boxenstopp wegen eines schleichenden Plattfußes und der anschließende Verlust des linken Vorderrades auf der GP-Strecke machten die Podiumsträume aber zunichte. "Das hat uns natürlich wieder zurückgeworfen", betonte Assenheimer: "Hier zu überleben, ist aber schon was Positives. Zu hundert Prozent zufrieden sein kann und darf man aber nicht, wenn man sieht, was möglich wäre."

    Für den Meimsheimer Yannick Fübrich war der Start nicht möglich. Er hatte sich im Vorfeld des 24-Stunden-Rennens am Bein verletzt und nach Rücksprache mit seinem Arzt beschlossen, auf einen Start mit seinem BMW 240i Racing Cup in der Eifel zu verzichten.

    Quelle: Heilbronner Stimme

     

  • René Noller holt Klassensieg

    37. Rallye Citta Di Bassano in Italien mit 150 Teams aus 9 Nationen

    01.10.2020

    Bei seiner ersten Internationalen Rallye holt der erst 18-jährige René Noller aus Abstatt den Klassensieg und wird 4. von 10 Deutschen Teams bei der Rallye Citta di Bassano.

    René Noller

    Den Gesamtsieg holten Battaglin/Pagliorini in einen Hyundai World Rallye Car vor De Tommaso/Bernardi im Skoda R5 und einem weiteren 350 PS starken Ford WRC.

    150 Rallyeteams aus 9 Nationen kamen am letzten September Wochenende trotz Corona Auflagen in die Region Vicenza um die traditionelle Rallye Citta di Bassano in den Bergen zu fahren. Mit der Startnummer 146 ging es für ´René Noller und Co Matthias Weber (Grafenau) am Freitagnacht um 22 Uhr mit der berühmten Prüfung in den Bergen bei Valstagne los. Die über 100 Kurven auf den engen Bergstrecken forderten die Teams. Im nur 142 PS starken Opel Adam Cup Fahrzeug meisterte der jüngste Starter im Feld die beiden Nachtprüfungen über 25,6 Km aber souverän.

    Auch am Rallyesamstag, wo die Prüfungen San Luca und Cavaletto mit 14,6 und 22,8 Km auf dem Programm standen war Noller richtig schnell unterwegs und fuhr sich im kleinen Opel in die Herzen der italienischen Fans entlang der Strecken. Im Ziel in Bassano wurde das Team mit gleich 2 Pokalen für den Klassensieg, vor Antonucci im Mini Cooper S, und dem 2. Gruppenrang belohnt. "Bin überwältigt von den Strecken und den Fans hier in Italien und dass wir gleich beim 1. Start im Ausland einen Sieg einfahren konnten" so René Noller, für den es bereits in 2 Wochen bei der Rallye Trois Ponts in Belgien weiter geht.     

    (hps)

    Bild:  privat

     

  • Jürgen Bender hat 4. STT-Trophy-Wochenende mit Platz 3 abgeschlossen

    Siegerpodium für Jürgen Bender auf dem Sachsenring

    30.09.2020

    Er schrieb Geschichte. Der legendäre Sachsenring vor den Toren von Zwickau lockte genau wie der Nürburgring einst über 200.000 Racefans zu den Rennen an. "Vor 3 Wochen konnte ich in Assen (NL) wegen nötigen Fahrwerksoptimierungen leider nicht antreten", so Bender. Die Punkte von Assen fehlen ihm nun. Das ist in der Zeit des durch Corona reduzierten Terminkalenders nicht mehr auszugleichen. Vor dem Sachsenring komponierten Experten mit Benders Erlenbacher Einsatzteam Sportwagenschmiede eine neue verbessert Auslegung von Federn, Dämpfern, Stabilisatoren und Einstellungen der Radaufhängungen. Auf dem Sachsenring ging der Neckarsulmer nun mit neuer Technik am letzten Wochenende beim 4. Meisterschaftswochenende an den Start.

    Jürgen Bender

    Auf trockener Bahn musste Team Sportwagenschmiede das Fahrwerk auf Benders Wünsche hin in kleinen Schritten neu abstimmen. Trotz leichter Störungen im Antrieb katapultierte Jürgen "Ben" Bender die GT3 Callaway-Corvette gekonnt in Startreihe 2. Vor dem Rennen setzte dann der bereits befürchtete Regen ein. Und der Regen war sehr sehr heftig. Viele breite Bäche liefen über die Strecke. Runde für Runde eine neue Situation. Die Corvette schwamm mehrfach auf. Höchste Konzentration war geboten. "Mehr Probleme können sich einem Rennfahrer kaum entgegenstellen", so Bender nachdenklich. Der Neckarsulmer lenkte die neue Corvette Z07 aber mit weicher Hand gekonnt über die Berg- und Talbahn des Sachsenrings. "Mit viel Gefühl am Gas griff ich trotz der Gischt von Ex-DTM-Pilot Alzen (Audi), GT-Masters-Ass Schulze (Nissan Turbo) und Porsche-GT-Routinier Becker vor mir auf meinen neuen Regenreifen an", so Bender. Haarscharf kam er an dem ins Schleudern geratenen STT-Routinier Uli Becker vorbei. Alzen und Schulze trieb er anschließend vor sich her. "Vorbei, das ging auf der teilweise überfluteten Strecke absolut nicht", so Renningenieur Bayer. Am Ende gelang es mir mit Platz 2 in der Klasse die Chancen auf den Vizetitel in der Meisterschaftsdivision aufrecht zu erhalten", so der erfolgreiche Fahrer des Heilbronner Motorsportclubs optimistisch. 

    (HTS)

    Foto: frei mit Quelle - Autosport.at, Dirk Hartung

     

  • MCH-Racer Assenheimer und Fübrich beim Eifel-Mythos 24h

    Elitäres Fahrer-, und Boliden-Feld aber nur 102 Nennungen zum 24h-Rennen mit garantierter Spannung

    23.09.2020

    Einzigartige Eckdaten: 73 Kurven verteilt auf 25,378 Kilometer Strecken-länge auf dem GP-Kurs des Nürburgrings und der legendären Nordschleife sowie 24 Stunden Renndauer. Der Mythos in der Eifel durch die „grüne Hölle“ steigt am kommenden Wochenende. Freudig dem Start entgegen fiebern die beiden regionalen MCH-Langstreckenspezialisten Yannick Fübrich (Meimsheim) und Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld).

    24h Nürburgring

    Vor allem Assenheimers Klasse SP9 ist nichts für schwache Nerven. Hier haben 31 internationale GT3-Boliden gemeldet. Neben Porsche, Audi, Ferrari, BMW, Lamborghini und Mercedes AMG auch der einzigartige Scuderia Cameron Glickenhaus Sportwagenprototyp aus der SPX-Klasse. Die machen alle Jagd auf den Phoenix Audi R8 LMS, der im letzten Jahr triumphiert hat. „Mindestens 20 Gesamtsiegerkandidaten, viele mit Werksunterstützung und sehr viele mit namhaften Werksfahrern und internationalen Langstreckenassen. Elitärer denn je, das wird ein 24h-Sprintrennen mit Spannung und Action pur“, erklärt Patrick Assenheimer. Der lenkt zusammen mit Dominik Baumann, Dirk Müller und Maro Engel einen Mercedes AMG GT3 vom Haupt RacingTeam/Team AutoArenA. Der 550 PS starke Flitzer im AutoArenA-Design ist ein neues Werksauto und wird von HRT supportet. „Der Rollout war gut, aber bei 24 Stunden immer am Limit steht hinter vielen technischen Komponenten ein Fragezeichen. Bei 31 GT3 Boliden wird das Rennen zudem eines der schnellsten überhaupt werden“, so der 28jährige Lehrensteinsfelder. „Minimalziel ist die Zielflagge sehen, die Top Ten wären toll, das Podest ein Traum“, erläutert Patrick Assenheimer sein Ziel bei der 48. Auflage des 24h-Eifel-Klassikers.

    Ähnlich äußert sich auch Yannick Fübrich. Die diesjährigen Erfolge in der Nürburgring Langstrecken Serie – drei Klassensiege - will der Meimsheimer zur 24-Stundenhatz transferieren. Das Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport setzt erneut mehrere BMWs ein. Fübrich lenkt zusammen mit David Griessner, Francesco Merlini und Roland Froese einen BMW 240i Racing Cup in der Cup5 Klasse. Mit diesem ca. 330 PS starken Fahrzeug ist Fübrich in der 2019er Saison VLN-Meister geworden und hat die Cup-Klasse beim 24 Stunden Rennen gewonnen. „Wir wollen natürlich dort anknüpfen und den Klassensieg holen. In Sachen Gesamtwertung ist bei einem knappen Drittel GT3-Boliden kein Überraschungscoup drin“, erklärt Yannick Fübrich. „Unser Sechszylinder-BMW ist standfest, das Adrenalinteam routiniert, wir sind gut vorbereitet und ich bin optimistisch“, outet sich der 28jährige. Den Starterschwund – 160 Fahrzeuge 2019 und „nur“ 102 in diesem Jahr – erklären sich Fübrich wie Assenheimer hauptsächlich durch die Corona-Pandemie aber auch durch die enorm gestiegenen Kosten.

    Der Start zum 49. ADAC TOTAL 24h-Rennen ist am Samstag um 15.30 Uhr. Der Sender RTL Nitro überträgt das komplette Rennen. Zudem gibt es unter www.24h-rennen.de einen Livestream, sowie Liveticker und Livetiming.  

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Rallye Kohle & Stahl im Saarland mit 120 Teams und Top Besetzung

    René Noller Klassensieger, Dennis Härle im Ziel

    17.09.2020

    Durch die Corona Krise gibt es momentan in Deutschland nur ganz wenige Rallyes, daher reisten zur Rallye Kohle & Stahl fast alle Topteams ins Saarland um dort eine bestens organisierte Rallye 70 über 61 WP Kilometer auf Bestzeit zu fahren.

    Denis Härle, Rainer Noller, René Noller

    Vom MC Heilbronn waren gleich 2 Junior Teams am Start. René Noller mit seinem Copilot Matthias Weber hatte es mit 3 Startern in der Opel Adam Cup Klasse zu tun. Von Beginn an lieferten kämpften die letztjährigen ADAC Rallye Cup Piloten hart um den Sieg. Die erste Bestzeit ging mit nur 0,2 Sekunden an Wabniz/Zermanik knapp vor Noller/Weber. Das MCH Team schlug ab gleich auf der 7,3 Km langen, extrem anspruchsvollen Sprintprüfung Füsselberg zurück und ging mit über 4 Sekunden in Führung. Auf dem Rundkurs Windpark war Wabniz und auch Alexander Kattenbach schnell unterwegs. Dennoch führte Noller zur Halbzeit. Mit einer fantastischen Fahrt am Limit und 2 weiteren Bestzeiten setzte sich am Ende René Noller durch und holte mit 8,9 Sekunden Vorsprung den Klassensieg sowie Gesamtrang 41 im nur 142 PS starken Opel Adam Cup.

    René Noller Opel Adam

    Dessen Vater Rainer Noller holte derweil im 300 PS starken Mitsubishi Lancer Evo 8 einen hart erkämpften Gesamtsieg vor 7 weiteren Evo's.

    Bei seiner erst 2. Rallye überhaupt zeigte auch Dennis Härle eine gute Vorstellung. Auf den schwierigen Prüfungen rund um den Bostalsee, die teils auch in der Rallye WM gefahren wurde. Er brachte mit Copilotin Nina Blumreich den 150 PS starken Suzuki Swift Sport auf dem 9. Klassenrang und 75. Gesamtrang ins Ziel nach Türkismühle.  

    (hps)

    Bilder: privat  

     

  • Mercedespilot Patrick Assenheimer mit Podium im Silver Cup

    47 Internationale GT3-Boliden beim Europe Endurance Cup der GT World Challenge am Nürburgring

    08.09.2020

    Wenig beeindruckt von seinem Horror-Crash auf der Nürburgring-Nordschleife  präsentierte sich Patrick Assenheimer vom MCH beim Europe Endurance Cup der GT-World Challenge. Exakt acht Tage nach dem unverschuldeten Unfall auf der Döttinger Höhe konnte der Lehrensteinsfelder im Mercedes AMG GT3 vom Team Madpanda den dritten Platz in der Silver Cup Wertung herausfahren. 47 internationale GT3-Boliden waren zum dritten Lauf der GT-World Challenge am Nürburgring angetreten. Das in dieser Saison neugegründete Madpanda Team ging vom 27. Startplatz in das Sechs-Stunden-Rennen. Zusammen mit dem Franzosen Romain Monti (29 Jahre) und dem Argentinier Ezequiel Perez Companc (26 Jahre) gelang dem 28-jährigen Assenheimer eine tolle Vorstellung mit schnellen Runden.

    Patrick Assenheimer (l) bei der Siegerehrung

    Das Rennen war geprägt von immens vielen harten Duellen, die oft in Kollisionen mündeten. Vier Safety-Car Phasen und vier Gelbphasen um die komplette Strecke waren die Folge. Den Gesamtsieg holte das Dinamic Motorsportteam mit den Fahrern Matteo Cairoli, Christian Engelhart und Sven Müller auf einem Porsche 911 GT3 R. Auf zwei folgte der AKKA ASP Mercedes AMG GT3, auf drei der Haupt Racing Team Mercedes AMG GT3. Assenheimer‘s Madpanda-Mercedesteam konnte sich nach einer fehlerlosen Fahrervorstellung bis auf den 17 Gesamtrang vorarbeiten. Im stark besetzten Silver Cup holte die Truppe mit Rang drei einen Podiumsplatz. Hier gewann ein Aston Martin Vantage GT3 vor einem Lamborghini Huracán GT3 EVO. „Wir sind 172 Runden auf dem 5137 Meter langen GP-Kurs mit seinen 17 Kurven gefahren. Strategie und Pace haben gepasst, das Boxenteam hat einen guten Job gemacht. Es war eine gute Vorbereitung für das 24-Stunden-Rennen in Spa Ende Oktober wo wir wieder antreten werden - und als Tüpfelchen auf dem i der erste Podiumsplatz für das neugegründete junge Team“ resümiert ein sehr zufriedener Patrick Assenheimer vom Motorsportclub Heilbronn.   

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Dritter Doppelsieg in Reihe für GT-Ass Jürgen Bender

    07.09.2020

    Drei Doppelsiege in Reihe - das ist ein Rekordergebnis für Jürgen Bender. Was im internationalen Rennsport nicht mehr gelingen will, das scheint im GT-Rennsport auf internationalen Strecken bestens zu gelingen. Für Corvette-GT3-Fahrer Jürgen Bender und das Unterländer Team Sportwagenschmiede hat sich die weite Anreise in den Osten der Tschechoslowakei nach Brno gelohnt. Der verspätete Beginn der Rennsaison 2020 ließ befürchten, dass der in den Vorjahren vom Erfolg verwöhnte MCH-Pilot Bender nur wenige Rennen bestreiten können würde. Dazu ein neues GT-Rennauto und der Wechsel des Teams. Das neue Team um MCH-Mitglied Marco Bayer wurde jedoch zum Volltreffer für Jürgen Bender.

    Jürgen Bender

    Nach dem Rennen auf dem Lausitzring und auf dem Formel-1-Kurs von Hockenheim gelang es dem Neckarsulmer nun beim Neustart nach der Sommerpause den Auftakt der P9-Challenge in Brno zu gewinnen.

    Im Training sah es noch nicht nach einem Sieg aus. "Wir mussten die sehr spät in der Woche vor Brno eingebauten neuen Fahrwerkselemente erst auf den anspruchsvollen Tschechischen Kurs abstimmen", so Renningenieur Bayer. "Zu Beginn habe ich die im freien Training und in der Qualifikation zeitlich möglichen Veränderungen mit Marco festgelegt", so Bender.

    Am Start stand er noch in der 3.Reihe. Mit der fallenden Flagge ging es danach sehr flott voran. In der 4. Runde radierte Bender mit 2:07.038 die schnellste Rennrunde in den Tschechischen Asphalt. Der Gesamtsieg wurde zur Formsache. Bender gewann vor Hermann Speck (Porsche 991 GT3R) und Koach Mckensy (Lamborghini Huracán GT3). "Wir mussten bis zum 2. Rennen kaum etwas ändern. So kam was den Szenekennern schon vorher sicher schien. Bender holte den 6. Gesamtsieg der P9 in Brno. Die schnellste Rennrunde fuhr er mit 2:04.922, auch konnte er die Tabellenführung auf 16 Punkte gegenüber dem amtierenden P9-Champion "Denis G. Watt" aus Österreich auf 16 Zähler ausbauen. Jürgen Bender also auf Titelkurs. "Das darf man getrost vermuten", so P9-Manager Fischer in Brno.

    (HTS)

     

  • Zweite P9-Saisonhälfte beginnt in Brno (Brünn)

    Vorbericht - Auftakt 2. Saisonhälfte der P9-Challenge in CZ

    Jürgen Bender gewann 2020 alle bisherigen 4 Meisterschaftsrennen der P9 Challenge

    03.09.2020

    Siegt Jürgen Bender in Brno weiter?

    Der legendäre Masaryk-Ring vor den Toren von Brno in Tschechien sollte in den 30 Jahren eine Konkurrenz-Rennstrecke zum Nürburgring werden. Aber die 29 Km Km lange Naturrennstrecke entsprach schon bald nicht mehr den Sicherheitsanforderungen der Zeit. Nach dem Krieg entstand nahe Brno dann ein moderner 5,4 Km langer Kurs der sich schnell großer Beliebtheit bei den Fahrern auf 2 und 4 Rädern erfreute.

    Auf dem Autodrom von Brno läutet die P9-Serie mit dem 5. und 6. Challenge-Lauf und dem 3. Lauf zur Endurance nun am Wochenende die 2. Saisonhälfte 2020 ein. Mit Jürgen Bender (Callaway-Corvette Z07) und Max Frederik Gruhn stehen seit Hockenheim die "Halbzeitmeister" in beiden Serien fest. Der Neckarsulmer Jürgen Bender konnte bisher alle 4 Meisterschaftsläufe der P9-Challenge gewinnen. 2019 gewann Heiko Neumann (Porsche 997 GT3R) und der amtierende Champion "Denis G. Watt" (A) die P9-Challengerennen. Jürgen Bender war dort im Vorjahr nicht am Start.

    Jürgen Bender

    Viel vorgenommen haben sich am Wochenende in Tschechien der Sieger der bisherigen Challenge-Rennen der Saison 2020 Challenge-Hero Jürgen Bender (Callaway-Corvette GT3) und Endurance-Sieger von Hockenheim, Hermann Speck (Porsche 991 GT3). Heute bringt Sportwagenschmiede-Chef Marco Bayer die Z07-Corvette nach Brno.

    Dort will der amtierender P9-Endurance Champion Speck sich in der Endurance 2020 den 4 Titel erkämpfen. "Sieg und Titel sind ja immer das Ziel einer Saison" so Specks Worte beim vergangenen P9-Rennwochenende auf dem Formel-1-Kurs von Hockenheim. Ob er auch Jürgen Bender als Favoriten der P9 Challenge angreifen kann, das bleibt abzuwarten. Einen neuen Gegner müssen beide in Brno zusätzlich im Auge behalten - "Coach McKansy" auf seinem von HP eingesetzten Lamborghini Huracán GT3. Der Deutsche Routinier ist nicht zu unterschätzen. National wie international ist der Deutsche Industrielle ein gefürchteter Gegner im GT-Rennsport.

    Bestens im Griff wird auch "Boris Schimanski" den Kurs in Tschechin haben. Er, der zweifache P9-Champion ist Favorit in der KL4. Ein Routinier auf der Strecke ist KL5-Starter Oliver Michael. Der Ingenieur aus Österreich tritt in der Klasse gegen "Denis G. Watt" (A) und Michael Hollmann an.  Den genannten Aston Martin von Janos Sänta sollten die Gegner ebenfalls nicht unterschätzen. Da gleiche gilt für die beiden SEAT Cupra-TCR-Piloten der KL4. Team Wimmer Werk Motorsport schickt Andreas Höfler ins Rennen. Zu beachten auch der Vizemeister der P9-Enduranve 2019, Michael Hollmann auf einem KR-Racing Porsche 991 GT3 Cup in der KL5. Das Autocentrum Bratislava hat einen Mercedes AMG GT3 nach genannt. Wer wird den Wagen fahren? Noch ist es ein Geheimnis. Porsche, Callaway Corvette, Mercedes, Lamborghini, Aston Martin, BMW, Seat - eine gute Mischung in der P9 für das kommende Wochenende. Nicht nur die MCH-Club-Kollegen drücken Jürgen Bender und dem Team Sportwagenschmiede am Wochenende fest die Daumen.

    (HTS)

    Foto privat (Frei): Jürgen Bender schraubt gerne auch mal selber

     

  • Yannick Fübrich holt dritten Klassensieg – Patrick Assenheimer mit unverschuldetem Horrorcrash

    Der 5. Lauf zur NLS in der Eifel hatte es auch für die MCH-Fahrer in sich – Spannung und Dramatik vom Start bis ins Ziel

    01.09.2020  

    Das 6-Stunden-ADAC Ruhr Pokal Rennen als Saisonhöhepunkt der Nürburgring Langstrecken-Serie hatte immens viele positive aber auch negative Höhepunkte: Spannung bis zum Schluss mit satten 16 Führungswechseln bei 41 Runden auf der 24,333 Kilometer langen Strecke aus GP-Kurs, Kurzanbindung und Nordschleife – ein Audi Doppelsieg (Land-Motorsportteam vom Car Collection Team) mit gerade mal 3,988 Sekunden Differenz, der drittplatzierte Ferrari 388 GT3 vom Schweizer Team 126 Octane lediglich weitere zehn Sekunden zurück – die finale Entscheidung fiel erst in der letzten Runde - von 156 gestarteten Rennautos sehen nur 126 die Zielflagge – viele Unfälle und Kollisionen beim Kampf um jede Position prägten den letzten Lauf vor dem legendären 24-Stunden-Rennen.

    Yannick Fübrich

    Von den drei regionalen Langstreckenracern konnte sich nur Yannick Fübrich aus Meimsheim freuen. Der 28jährige feierte mit seinen Mitstreitern David Griessner und Florian Naumann den dritten Sieg in der GT4-Klasse SP10. Im 450 PS starken BMW M4 GT4 vom Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport ließ sich das schnelle Fahrertrio auch nicht von einem Reifenschaden vorne rechts knapp eine Stunde vor Rennende ausbremsen. Zudem profitierte das Adrenalin-Trio von einer wahren Ausfallorgie, von den sieben gestarteten Fahrzeugen in der SP10 kreuzten lediglich zwei die Ziellinie. Die beiden BMW-Mitfavoriten FK Performance und Hofor Racing/Bonk Motorsport schieden technisch bedingt aus, die Ginetta G55 verunfallte schwer. Im Ziel hatte BMW-Pilot Fübrich 1:55,205 Minuten Vorsprung auf den Porsche Cayman GT4 von W&S-Motorsport – alles richtig gemacht vom Fahrertrio und der Boxenmannschaft.

    Der zweite Einsatz von Fübrich im BMW 240 in der Racing Cup Klasse 5 endete nach vielen Führungsrunden und tollen Zweikämpfen auf dem zweiten Platz. Eine Strafe für zu kurze Boxenstandzeit machte den Podestplatz zunichte, das Adrenalinteam wurde mit einer heftigen Zeitstrafe versehen und dadurch auf den achten Rang zurückgestuft. „Wir waren konkurrenzfähig und schnell. Die optimalen Rennrunden mit beiden BMWs waren eine perfekte Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen im September“ erklärt Yannick Fübrich.

    Patrick Assenheimer

    Einen unverschuldeten Horrorcrash erlebte Patrick Assenheimer aus Lehrensteinsfeld im 550 PS starken AutoArena Mercedes AMG GT3 HRT. Vom zehnten Startplatz losgefahren wurde Assenheimer bereits in der zweiten Rennrunde im Hochgeschwindigkeitsabschnitt Döttinger Höhe bei über 250 km/h von einem konkurrierenden Mercedes AMG GT3 von hinten abgeschossen. Nach Leitplankeneinschlag und Fahrzeugüberschlag war der Mercedes Schrott – Fahrer Assenheimer dagegen unverletzt. Nach der Routineuntersuchung im Medical Center resümiert Patrick Assenheimer: „Diese Aktion in der Anfangsphase einer 6-Stunden-Hatz ist mir völlig unverständlich. Unser Top-Ten-Ziel sowie die Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen wurden zunichte gemacht, das Team hat jetzt leider sehr viel Arbeit. Gesundheitlich geht es mir glücklicherweise gut“.

    Auf einen Rennstart verzichten musste der dritte Racer aus der Region, Heiko Hammel aus Forchtenberg. Ein Unfall beim freien Training am Freitag bescherte dem Mathilda Racingteam zuerst eine Nachtschicht. Der Seat Leon Cupra TCR stand zum Qualifying am Samstagmorgen wieder bereit. Hammel und seine Fahrerkollegen Matthias Wasel und Kai Jordan erkämpften sich trotz Getriebeproblemen  Startplatz vier in der stark besetzten Klasse SP3T (Tourenwagen bis 2000ccm Hubraum und Turbolader) Der Schaden am Getriebe war dann allerdings bis zum Rennstart nicht mehr zu beheben. „Die technischen Probleme müssen wir bis zum 24-Stunden-Rennen in den Griff bekommen, aber da verlasse ich mich voll auf die Erfahrung und das Können des Mathilda Racingteams“, so die Aussicht von Heiko Hammel. 

    (Wilfried Ruoff)

  • 168 Nennungen - Rekordstarterfeld am Nürburgring

    MCH-Racer Patrick Assenheimer und Yannick Fübrich beim NLS-Saisonhöhepunkt in der Eifel

    27.08.2020

    NLS 5 VorberichtDas legendäre 24-Stunden-Rennen am Nürburgring vom 26. bis 27. September wirft seine Schatten voraus – zum 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen am Samstag haben satte 168 Fahrzeuge genannt. „Generalprobe unter Rennbedingungen auf dem GP-Kurs und der legendären Nordschleife. Die Sechs-Stundenhatz als Höhepunkt der dies-jährigen Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) wird härter denn je,“ erklärt Patrick Assenheimer aus Lehrensteinsfeld. In dessen Klasse SP9 – die leistungsstärksten internationalen GT3 Boliden – sind sage und schreibe 33 Fahrzeuge genannt, unter anderem  Porsche 911 GT3 R, Audi R8 LMS, Lamborghini Huracán, BMW M6 GT3, Ferrari 488 GT3 sowie sieben Mercedes AMG GT3. „Etwa 15 GT3-Teams sind potenzielle Sieganwärter und die mit am härtesten Konkurrenten kommen aus meinem Einsatzteam HRT,“ erläutert Patrick Assenheimer. Das Haupt Racing Team setzt neben dem ca. 550 PS starken AutoArena Mercedes mit Patrick Assenheimer, Dominik Baumann und Dirk Müller zwei weitere Mercedes AMG GT3 Boliden ein. Unter anderem mit Maro Engel am Steuer, mit dem Patrick Assenheimer 2019 das 6-Stunden-Rennen gewonnen hat. Das HRT-Team durfte zudem in dieser Saison beim Doppelwochenende einen Doppelgesamtsieg feiern - die Konkurrenz ist enorm, alles was Rang und Namen hat, ist hier beim NLS-Saisonhöhepunkt am Start, ein Platz in den Top-Ten wäre für den AutoArena-Mercedes mit Patrick Assenheimer ein Erfolg.

    Für Yannick Fübrich aus Meimsheim wird die Sechs-Stunden-Hatz erneut zur Doppelbelastung. Das Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport hat in Sachen Meisterschaft noch mehrere Fahrzeuge im Rennen. Zusammen mit David Griessner und Florian Naumann pilotiert Fübrich den nach seinem letztjährigen Titelgewinn von BMW unterstützten BMW M4 GT4 in der Klasse SP10. Mit dem ca. 450 PS starken Hecktriebler stehen schon zwei Siege auf der Liste. Premiere in der starken Klasse mit Porsche, BMW und Aston Martin Modellen feiert die Ginetta G 55 von Krämer Racing. Erneut soll der schnelle 28jährige auch im letztjährigen Meisterfahrzeug, einem BMW 240i Racing Cup in der Racing Cup Klasse 5 für schnelle Runden sorgen. „Wir sind gut aufgestellt und es müsste in beiden Klassen für Podestplätze reichen. Das Starterfeld ist klasse, ich freue mich auf viele Rennrunden in der grünen Hölle,“ so Yannick Fübrich.

    Erstmals in dieser speziellen Corona-Rennsaison sind am Nürburgring wieder Zuschauer zugelassen. Allerdings nur auf drei Tribünen und mit Sitzplätzen sowie Voranmeldung – die vielen interessanten Plätze entlang der legendären Nordschleife bleiben geschlossen. Unter  www.vln.de/de/live/ gibt es eine Live-Berichterstattung pünktlich zum Rennstart am Samstag, 29. August um 12.00 Uhr. 

    (Wilfried Ruoff)

     

     

  • Wie sind Jürgen Benders Chancen auf den STT-Meistertitel?

    MCH-Mitglied Jürgen Bender nimmt 2020 gleich an zwei International offenen GT-Meisterschaften teil

    06.08.2020

    Jürgen Bender (r)In der P9-Challenge, einer Meisterschaft für die starken GT3-Bolidern der 600 PS-Kategorie liegt der Neckarsulmer Diplomingenieur auf Platz eins. Für ihn ist die Chance den Titel zu erringen klar gegeben. "Aber man weiß ja nie was in der Saison alles passiert", schränkt Bender nachdenklich ein. Bei den bisherigen Rennen die gemeinsam mit der STT-Trophy ausgetragen wurden, lief für den Unterländer alles sehr gut. Wichtig dabei war die perfekte Zusammenarbeit mit dem neu formierten Einsatz-Team. Das managt MCH-Mitglied Marco Bayer aus Erlenbach. Die Technik bildet im Rennsport immer die entscheidende Grundvoraussetzung für den Erfolg des Fahrers im Wettbewerb. Durch Probleme beim Einsatz entgingen Jürgen Bender 2019 am Lausitzring so beispielsweise zwei zum Greifen nahe Gesamtsiege. Hätte er die errungen, dann wäre er 2019 Siegerkönig in der P9-Challenge geworden.

    In der STT-Trophy liegt der Neckarsulmer nach 2 von 6 geplanten Rennwochenenden hinter den Wettbewerbern Alzen, Glatzel und Gruhn auf Platz 4 der Meisterschaftstabelle. Die Punktvergabe über Klassenerfolge ist ein Problem. Man hat als Fahrer schließlich nur den Erfolg in der eigenen Hubraum- bzw. Leistungsklasse der Meisterschaftstabelle in der Hand.

    Bender vertraut 2020 auf eine nagelneue Z07 Callaway GT3-Corvette des Unterländer Herstellers Callaway Competition. Wie Bender ist Uwe Alzen auf einen GT3R am Start. Ein stark modifizierter Bolide auf Basis des Audi R8 ist durch Modifikationen technisch im Vorteil. Zudem ist Uwe Alzen ein Profifahrer der als Ex-DTM- und ADAC-GT-Masters-Pilot nicht unterschätzt werden darf. Profis machen nichts anderes wie Rennen fahren und dazu umfangreiche Testfahrten für Renn-Teams und Automobilhersteller. 

    Noch ist die Saison lang. Dazu wird sie durch Terminüberschneidungen erschwert. Wo geht die Reise der Erfolgsfahrer also hin?

    Beide P9-Serien (Challenge und Endurance) waren bisher eine absolute "Porsche-Welt". Dort dominierten die Zuffenhausener klar. Nun führen Porsches Gegner die Tabellen an. Werden die Porsche-Asse, der amtierende P9-Endurance-Meister "Denis G. Watt" (A) und der amtierende P9-Challenge-Meister Hermann Speck in Brünn die Tabellenführer Jürgen Bender (GT3 Corvette) und Max Frederik Gruhn (Audi RS3) angreifen?

    Wir bleiben für die Fans dran.

    (HTS)

    Foto: HTS - Hockenheimsieger Jürgen Bender (r) neben Angreifer Heiko Neumann - ordentlich mit Maske

     

     

  • Podiumsplätze für die MCH’ler Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer

    133 Fahrzeuge sorgen bei typisch wechselhaftem Eifelwetter für Action und Dramatik beim vierten NLS-Lauf

    05.08.2020

    Schwierigste äußere Bedingungen durch starken Regen schon beim Qualifying zum 4. Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie. Hier konnten sowohl der amtierende Champion Yannick Fübrich aus Meimsheim im BMW M4 GT4 als auch der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer im HRT-AutoArena-Mercedes AMG GT3 glänzen – wie auch im vierstündigen Rennen auf dem GP-Kurs und der legendären Nordschleife.

    Yannick FübrichFübrich holte in der allerletzten Runde die Pole in der Klasse SP10 sowie Startplatz 20 der Gesamtwertung. Beim Start- und Schlussstint wurde Fübrich alles abverlangt, seine Mitstreiter David Griessner und Florian Naumann konnten in ihren Sessions dieselbe Pace mitgehen. „Highlights waren im letzten Stint der harte Zweikampf mit Gabriele Piana (- der saß schon mit Patrick Assenheimer bei Langstreckenrennen im AMG GT3-Mercedes) im Bonk-BMW M4 GT4, die schlussendlich dritte wurden. Dann der Reifenschaden vorne links auf der Döttinger Höhe in der letzten Runde, glücklicherweise kam ich auf der Felge ohne Reifen als Klassensieger vor dem FK-Performance BMW M4 über die Ziellinie“, resümiert Yannick Fübrich. Dasselbe Kunststück schafft tags darauf ja auch Lewis Hamilton in der Formel 1 in Silverstone. Der sensationelle 16. Gesamtrang war das Tüpfelchen auf dem i für Yannick‘s Team Pixum CFN Adrenalin Motorsport mit dem 450 PS starken BMW M4 Patrick assenheimerGT4. Wie immer in dieser Saison startete Yannick Fübrich zusätzlich auch in seinem letztjährigen Meisterfahrzeug, einem BMW M 240i in der Racing Cup Klasse 5 – das ebenfalls von Adrenalin-Motorsport eingesetzt wird. Durch ein technisches Problem wurde viel Zeit in der Box verloren, die Strategie war an diesem Tag auch nicht perfekt, die Pace der Fahrer dagegen super - durch sehr schnelle Rundenzeiten konnte das Quartett Fübrich/Griessner/Setsaas/Merlini gegen elf Konkurrenten in identischen 340 PS-Hecktrieblern den zweiten Klassenplatz herausfahren.

    Das Trio Dominik Baumann, Dirk Müller und Patrick Assenheimer teilte sich erneut das Cockpit des AMG Mercedes GT3 der HRT-AutoArena-Truppe. Assenheimer war die fünftschnellste Gesamtqualizeit bei den widrigen äußeren Umständen gefahren und durfte als Regen-, und Nordschleifenspezialist auch den schwierigen Startturn fahren. „Die Entscheidung trotz Nieselregen mit profillosen Slickreifen zu starten, erwies sich als perfekt. Die Piste wurde Runde um Runde trockener, die Sonne kam dazu, meine Zeiten waren auch aufgrund eines frühen taktischen Boxenstopps sehr schnell“ so Patrick Assenheimer. Strategie und Pace passten, der 28jährige übergab nach seinem sehenswerten Doppelstint mit vielen Überholmanövern den 550 PS starken AutoArenA-Mercedes GT3 als Gesamtführender. Baumann und Müller mussten in der zweiten Rennhälfte dann allerdings zwei BMW M6 GT3 passieren lassen. Nicky Catsburg und Stef Dusseldorp gewannen im Rowe-Racing BMW mit 21 Sekunden vor dem Walkenhorst-BMW den vierten NLS-Lauf. Lediglich 2,45 Sekunden zurück kreuzte der HRT-AutoArenA-Mercedes die Ziellinie als Gesamtdritter. „Ich bin damit zufrieden. Der Sieg wäre nur durch sehr viel Risiko beim Überrunden und in den Zweikämpfen mit den beiden BMWs möglich gewesen“ erklärt Patrick Assenheimer und ergänzt „zudem war unsere SP9 Klasse mit Porsche-, Audi-, Ferrari-, Lamborghini-, BMW-, und Mercedes AMG-Boliden der GT3-Kategorie wieder extrem stark besetzt“. 

    (Wilfried Ruoff)

     

  • René Noller 2020

    29.07.2020

    René NollerTrotz der Corona Zwangspause konnte René Noller in den letzten Monaten sein Nachwuchsförderprogramm weiter nutzen. So waren ab Juni 2020 wieder erste Testfahrten möglich. Diese absolvierte René auf dem Nürburgring, dem Hockenheimring und dem Eurospeedway Lausitz auf dem Highspeed Racing Renault Clio 4 Cup Auto. Auch auf der Rundstrecke zeigte der mittlerweile 18-jährige eine starke Performance. Das Highlight für René Noller fand dann Mitte und Ende Juli aber wieder auf den Urstrecken des Rallyesports statt.

    Nach einem erfolgreichen Schottertest in der Lausitz im 300 PS starken Gassner Mitsubishi Evo 9 ging es dann zum Rallye Restart, dem Schottersprint Freilassing. Hier hatte es René nicht nur mit starken Schotterspezialisten aus Bayern und Österreich zu tun, sondern musste auch gegen seinen Vater Rainer Noller im selben Auto antreten. Am Ende wurde es sogar für den Routinier richtig eng, der aber den 3. Gesamtrang ins Ziel retten konnte. Direkt dahinter auf Platz 4 im Gesamtklassement aber die Überraschung des Tages; René Noller ließ den 300 PS starken Allradler durch das Kieswerk im Berchtesgadener Land fliegen als hätte er nie etwas anderes gemacht und ließ dabei viele etablierte Fahrer alt aussehen.

    Ebenfalls im Juli fand auf dem Sachsenring der Sichtungslehrgang des Deutschen Rallye Cups DRC statt, wo 18 junge Talente um eine 50.000 Euro Förderung kämpfen. Auch hier sind mit René Noller und Dennis Härle gleich 2 Nachwuchsfahrer vom Motorsportclub Heilbronn dabei, die neben schnell Autofahren auch Medienschulungen, Erste-Hilfe-Kurs und den Umgang mit Sponsoren lernten.

    Fotos: privat

     

     

  • Jürgen Bender ist "Halbzeitmeister" der P9-Challenge

     27.07.2020

    Jürgen BenderDer erfolgreiche Fahrer seines heimischen Motorsport-Clubs Heilbronn, Jürgen Bender (Neckarsulm) hatte vor in Hockenheim an den Rennen zur P9.Challenge und der P9-Endurance teilzunehmen. Die Meisterschaftsläufe 3 und 4 zur P9-Challenge wurden nach dem hervorragenden Serienauftakt am Lausitzring nun in Hockenheim erneut zum Volltreffer. Den ebenfalls in ausgeschriebenen 2 Lauf zur P9-Endurance konnte MCH-Ass Jürgen Bender aber nur als zusätzliches Renntraining nutzen. 

    Grund dafür war ein Unfall zuvor im freien Training. "Beim Rennen durfte "Ben" aber trotzdem starten", so Renningenieur Bayer. "Er war ja am Wochenende bereits ausreichend viel auf der Strecke gefahren". Aber er wurde ans Ende des Starterfeldes in Rennen aufgestellt. "So sind nun mal die Regeln", erklärte Serienmanager Bernhard Fischer mit hoch gezogenen Augenbrauen. MCH-Ass Bender selber sah die Situation jedoch recht gelassen. "So hatte ich zumindest die Chance die nach dem Unfall im morgendlichen Training die von Team Sportwagenschmiede (Erlenbach) instandgesetzten GT3-Corvette noch ausgiebig zu testen. Auch bestand für uns Gelegenheit das Fahrwerk im Rahmen des Rennens bei einem Boxenstopp wieder optimal einzustellen", so lächelte Bender am Freitagabend danach sichtlich erleichtert. Die Testarbeit zahlte sich später beim ersten Lauf zur P9-Challenge voll aus. "Marcos Arbeit war erfolgreich. Die Corvette lag mit vollem Tank spürbar besser als zuvor", so Bender. Die MCH-Jungs hatten es nun voll im Griff.

    Neben DTM-Profi Uwe Alzen (AUDI R8) startete Jürgen Bender (Callaway-Corvette) beim ersten Rennlauf aus Reihe 1. Es galt sich im Rennen klar auf die eigenen Ziele zu konzentrieren. Jürgen Benders Ziel musste es sein, nur die Wettbewerber aus der P9-Challenge im Auge zu behalten. Nicht den DTM-Profi Uwe Alzen. Der fuhr mit anderer Technik in einer anderen Wertung.

    High noon! 12 Uhr mittags. Vorstart Hockenheim. 50 Minuten später fiel dann die Flagge für die P9, STT und SCC. Indy-Start. Ab ging's.

    - Der Neckarsulmer hatte einen guten Start. bereits in der 3. Runde radierte Bender seine schnellste Rennrunde in den Hockenheimer Asphalt. Dahinter war Verfolger Hermann Speck (Porsche 991 GT3R) in rundenlangen Kämpfen mit Team Franz Konrads schnellem Senkrechtstarter Emir Keseserovic (Lamborghini Huracán) verwickelt. Dazu drückte Equipe-Vitesse-Routinier Sepp Klüber (AMG GT3) von hinten kräftig nach. Jürgen Bender entschied den ersten Rennlauf der P9-Challenge bei hoch sommerlichen Temperaturen am Ende klar für sich. Dahinter Hermann Speck (Porsche 991 GT3R) aus Nürnberg und Heiko Neumann (Porsche 997 GT3R) aus Burg bei Magdeburg.

    - Auch beim 2. Rennen der P9-Challenge katapultierte Bender seine Z07-Callaway-Corvette Corvette GT3 von der 'Pole' ins Rennen. Auch diesen Lauf, den 4. Meisterschaftslauf der P9-Challenge, gewann er klar, diesmal vor Heiko Neumann und "Denis G. Watt" (A, Porsche 991 Cup) sowie Michael Hollmann. Die schnellste Rennrunde mit 1:41.131 markierte Bender in der 13. von 17 Runden. Pech hatte Hermann Speck - Ironie des Schicksals - dem weltbekannten Pumpenspezialisten fiel eine der Benzinpumpen im Porsche 991 GT3R aus. "Dinge gibt es - die gibt es gar nicht" so ein Fan unter Freunden des Teams mitfühlend. - "Keine Pumpe von uns", so einer aus dem Team Augen zwinkernd.

    In der P9-Challenge konnte Bender seine Tabellenführung mit 2 weiteren Gesamtsiegen deutlich ausbauen. Als Gesamtsieger zu den Läufen der P9-Challenge trugen sich bisher Jürgen Bender und in der Endurance-Serie das Duo Hisch/Schleml sowie Hermann Speck ein.

    Start der 2. Saisonhälfte der P9-Serie - Brünn (CZ). Auch das wieder eine von den Fahrern hoch geschätzte Traditions-Rennstrecke mit ganz großer Geschichte.

    (HTS)

    Foto. HTS -Z07 Callaway-GT3-Corvette auf dem Weg zum 4. Gesamtsieg 2020 in Hockenheim

     

     

  • Trainingsbestzeit in der P9-Challenge für Jürgen Bender

    27.07.2020

    SportwagenschmiedeViel Arbeit aber am Ende dann sehr schnelle Runden für Jürgen Bender. Das bereitete ihm und seinen Team Sportwagenschmiede viel Arbeit. Dafür kamen am Ende die anvisierten Top-Rundenzeiten heraus. "So soll es sein", und beide wischte sich über die Stirn. Die MCH-Mitglieder Marco Bayer und GT-Fahrer Jürgen Bender hatten im Training viel für ein optimales "Set up" zu schrauben.

    Eine Karambolage im ersten Training verhinderte zusätzlich noch ausreichend fahren zu können. Jürgen Bender hatte für die beiden Rennen der P9-Challenge genannt. Er legte aber kurzfristig noch nach. Er gab eine Nennung für die P9-Endurance vor Ort ab. Dazu musste er aber aus der letzten Reihe starten. "Eine Chance auf ein gutes Ergebnis hatte ich somit leider nicht mehr", so Bender, "Aber ich konnte die Corvette nach der Reparatur checken und im "Set up" weiter optimieren", Ein Boxenstopp wegen einem Brand an einer Zuführung wurde erforderlich. "Nun scheinen wir aber sicher zu sein, optimal in die P9-Challengerennen gehen zu können", so Bayer.

    Im Abschlusstraining für die Challenge am Sonntag sollte sich das bestätigen. Pole für die P9 war das Ziel. Und das kriegte Jürgen sauber hin.

    P9-Endurance - die Serie entwickelte sich seit 2017 zum "Spielfeld" für Hermann Speck, der Nürnberger Unternehmer verstand es prächtig die Serie mit seinem Konzept - alleine fahren, ohne einen Copiloten - so zu perfektioniere, dass es für ihn mehrfach zum P9-Endurancetitel reichte.

    Während Jürgen Bender im Rahmen der P9-Endurance seine Callaway Corvette abstimmte, konnte Hermann Speck seinen ersten Sieg in der Saison in Hockenheim erringen. Die schnellste Rennrunde holte jedoch Lamborghini-Huracán-Pilot Emir Keserovic. Jürgen Bender war nur eine knappe zehntel Sekunde zurück Zweitschnellster im Feld. Aber deutlich schneller unterwegs, als Sieger Hermann Speck. 

    (HTS)

    Foto: Sportwagenschmiede

     

  • Jürgen Bender - Tabellenführung verteidigen ist das Ziel

    Nach dem Rennen ist vor dem Rennen

    24.07.2020

    Jürgen Bender - Marco BayerEr ist bereits wieder Geschichte, der P9-Auftakt vom Lausitzring. MCH-Mitglied Jürgen Bender (Neckarsulm) holte sich beim Saisonauftakt in einer neuen Z07-Corvette von Callaway Competition aus Leingarten in der Lausitz die hart um kämpfte Tabellenführung. Dazu den 3. Rang in beiden Rennen der STT am gleichen Wochenende.

    Aktuell steht heute der Start zum zweiten P9-Weekend auf dem Hockenheimring vor der Tür.

    Das Veranstaltungsmodell bestehend aus der P9-Challenge zusammen mit der STT und der SCC versprechen den Aktiven, Teams erneut einmal mehr sehr spannende Rennen.

    Und das nicht nur in der STT, der P9 und der SCC.

    Das Wochenende des traditionellen Preises der Stadt Stuttgart unter der Leitung von Rennleiter Heinz Weber wartet wie in den vielen Jahren zuvor auch beim 2. Weekend 2020 um den Preis der Stadt Stuttgart 2020 mit hochkarätigen Wettbewerben auf.

    Die Aktiven wollen fahren. Diese Tendenz wurde trotz den Corona-Problemen vor 14 Tagen auch am Lausitzring klar bestätigte. Fahrer und Teams sind voll motiviert. Neue Fahrer und neue Teams drängen an den Start.

    Leider jedoch können die zahlreichen Sportwagen-, GT- und Tourenwagenfreunde die Rennen im Motodrom noch nicht haut nah von den Tribünen vor Ort in vollen Zügen genießen.

    Aber wie zu hören ist machen sich schon einige Medienteams über die Erstellung von Filmen zum Renngeschehen aktuell Gedanken.

    Das Starterfeld verändert sich in Hockenheim in der STT und der SCC erneut. In der P9 greifen Josef Klüber, "Jesse James" und "Jack Crow" in das Seriengeschehen ein. Klüber, der Routinier aus Bayern tritt mit der Equipe-Vitesse an. "Jack" der Mann mit der Lizenz aus Bosnien-Herzegowina und nach sehr langer Anreise im Auto, setzte wie immer auf Team Zebra von Jürgen Stoll und das Fabrikat Porsche. Das gilt auch für "Jesse James". "Der neue Gegner Sepp (Josef Klüber) wird im Mercedes AMG GT3 mein direkter Klassengegner sein", so Jürgen Bender vor der Abfahrt am Donnerstag.

    P9-Challenge versprühte am Wochenende wieder echte Le Mans Atmosphäre. Genau diese Atmosphäre zog weitere Teams und Fahrer aus anderen Serien rüber in die STT, die SCC und eben auch in die P9-GT-Welt. Manager Rolf Krepschik's starke STT sowie der SCC von Promoter "Walti" Petrazza, dem erfolgreichen Rennwagenkonstrukteur aus Österreich, haben zusammen mit Bernhard Fischer und dessen starken GT-Boliden faszinierenden Rennsport mit einer interessanten Mischung entwickelt. Dieses Feld wurde in der heutigen Zeit ganz genau so zum Volltreffer.

    Die beiden Teams der Alzen-Brüder, Equipe-Vitesse, HP Racing international (A) oder die Sportwagenschmiede-Bayer. Dazu Fahrer mit Profiqualitäten - Uwe und Jürgen Alzen, Harry Prozyk (A), "Coach McKansy", Henk Thuis (NL) oder Jürgen Bender sorgten für die optimale Farbmischung beim Auftakt. Das dürfte in Hockenheim sicher so weiter gehen.

    Das Mitglied des Motorsport Clubs HN (MCH), "Ben" Bender brachte die erste neue Z07 Callaway-Corvette in der P9 und in der STT an den Start. "Unser zweiter Einsatz am kommenden Wochenende vor unserer Haustür in Hockenheim", so Benders Renningenieur Bayer (Erlenbach, MCH-Mitglied). "Wir haben zwischenzeitlich kleine erkennbare Problemchen behoben und uns danach direkt der Weiterentwicklung vom "Set Up" gemacht", so Ingenieur Bender zuversichtlich. 

    Viele Porsche-Modelle verschiedener Baureihen, Lamborghini Huracán, AMG, Audi R8, Callaway-Competition, Pumaxs usw. sind genannt.

    "Auch die Anzahl der Meister am Start ist beachtlich. Beide amtierenden P9-Chamions am Start. "Denis G.Watt" (A) wie auch Hermann Speck. Dazu "Boris Schimanski", der P9-Meister von 2013 und 2018. Jürgen Bender als STT-Champion 2017, sowie die Titelträger der STT von 2018 und 2019", so Serienmanager Fischer.

    Nicht zu vergessen die PCR-Sportwagen-Campions oder der unermüdliche Schweizer Routinier Edy Kamm - schade, der ehemalige Gesamtsieger in Hockenheim im gelben Overall ist leider nicht in seinem tollen DTM-Audi unterwegs. Edy lässt seinen schnellen Spanier, einen jungfräulich weißen SEAT, aber sicher auch heute in Hockenheim wieder richtig fliegen.

    (HTS)

    Foto HTS: Bender (Neckarsulm) und sein Erlenbacher Renningenieur Marco Bayer

     

     

  • Zwei Gesamtsiege 2020 zum Saisonauftakt für Jürgen Bender

    Dicke Starterfelder

    15.07.2020

    Der Start der P9-Saison 2020 am Lausitzring ist angesagt. Das Veranstaltungsmodell P9-Challenge als Paket mit der STT und der SCC erweckte bereits im Vorjahr bei Fans, Teams und Fahrern großes Interesse.

    Corvette C7Diese Tendenz bestätigte sich 2020 am Lausitzring deutlich. Neue Asse und neue Teams drängten an den Start. Zwar konnten die zahlreichen Sportwagen-, GT- und Tourenwagenfreunde die Rennen 2019 noch in vollen Zügen hautnah vor Ort genießen, aber das kommt wohl sicher schon bald an den Rennstrecken wieder zustande.

    Das Training von Bernhard Fischers traditionellem Lausitzring-Weekend mit P9-Challenge, P9-Endurance dazu Manager Rolf Krepschiks starke STT sowie der SCC von Manager "Walty" Petrazza versprühte auch diesmal wieder echte Le Mans Atmosphäre. Genau diese Atmosphäre zog neue Teams und Fahrer aus anderen Serien an.

    Die beiden Teams der Alzen-Brüder, Equipe-Vitesse, HP Racing international (A) oder die Sportwagenschmiede-Bayer aus Erlenbach. Dazu Fahrer mit Profiqualitäten - Uwe und Jürgen Alzen, Harry Prozyk (A), "Coach "McKansy", Henk Thuis (NL) oder MCH-Mann Jürgen Bender, um nur einige zu nennen.

    - Und genau der, "Ben" Bender brachte die erste neue Z07 Callaway-Corvette in der P9 an den Start. "Unser erster Einsatz", so Benders Renningenieur Bayer - in einem Ton als wolle er für eventuelle Probleme um Verständnis nachsuchen. Aber wie sich von der ersten Minute im Training herausstellen sollte, die Jungs um Technik-Routinier Bayer machten keine Fehler. Und sie hatten keine Probleme. Wer sollte die Unterländer bei der P9 am Lausitzring also am Siegen hindern?

    Ein prächtiges Feld am Start - viele Porsche-Modelle verschiedener Baureihen, Lamborghini Huracan, AMG, Audi R8, Callaway-Competition, Pumaxs usw.

    Interessant auch die Anzahl der Meister unter den Nennungen. Beide amtierenden P9-Chamions am Start. "Denis G. Watt" (A) wie auch Hermann Speck. Dazu Boris Schimanski, der P9-Meister von 2013 und 2018. Jürgen Bender als STT-Champion 2017 sowie die Titelträger der STT von 2018 und 2019. Nicht zu vergessen die PCR-Sportwagen-Champion oder der unermüdliche Schweizer Routinier Edy Kamm - schade, er leider nicht im legendären DTM-Audi. 
     

    Rennen 1

    Gesamtsieg zum Saisonstart für Jürgen Bender

    Spannung hing in der Luft. Würde das vorgegebene Sicherheitskonzept beim P9-Saisonauftakt an der Lausitz bestehen? "Bestens gelaufen", so ein zufriedener Manager Fischer dann am Abend. "Die Corona hat uns keinen Strich durch die Rechnung gemacht", fügt der Münchener lächelnd hinzu. Und so wünscht man sich das auch. Mit einer 1:45.307 konnte MCH-Mitglied Jürgen Bender die nagelneue GT3 Callaway-Corvette Z07 auf die P9-Pole fahren.

    Renningenieur Bayer (Erlenbach), wie Bender MCH-Mitglied, war zufrieden. "Hmmm, zufrieden darf man sagen, aber man denkt meist schon an die nächste Verbesserung", so der schwäbische Vollbluttechniker, und wieselte um die Corvette. Das GT-Auto wurde erst kurz vor dem Rennen - "just in time" - fertig. Farbe hat sie noch keine. "Kohlefaser roh", unlackiert bei der Jungfernfahrt, also technisch nackt. Pflichtaufkleber, Startnummer und ein Sponsor, sonst nichts…

    Der Start auf der 4,5 Km langen Strecke gelang perfekt. Bender und Speck legten vom Start weg gleich voll los. Seine schnellste Runde radierte Bender im zweiten Umlauf aus dem Stand in den Asphalt. Frontmann Hermann Speck aus Nürnberg war wie Bender sofort in Hochform. "Ist Hermann eigentlich immer", so ein Wettbewerber anerkennend. Eine Runde später dann Bernhard Löffler (A) im HB-Lambo mit seiner persönlichen Bestzeit. Die anderen GT-Heros ließen sich mit Ihrer schnellsten Rundenzeit bis zum Umlauf 6 und 7 Zeit. Danach gab es eine Pace Car Phase. Nun war es zu spät für Rekordrunden. Shit happens.

    Mit Bender an der Spitze der Kampf der P9-Routiniers Speck und Neumann in ihren Porsche GT3R Modellen um die Pole-Positionen. Am Ende war das auch der Zieleinlauf. Bender siegte vor dem Porsche-Duo Speck und Neumann. Konstrukteur Wöhr dürfte besonders breit gegrinst haben.

    2014 hat Jürgen Bender bereits einmal beim ersten P9-Start am Lausitzring gesiegt. So kam er vor 5 Jahren auf dem Geschmack. Im Vorjahr lief leider einiges schief. Die Einsatztechnik bereitete Probleme. Aber mit neuem GT-Modell und neuem Team "flutschte" es 2020 offensichtlich bestens.

    Hinter dem Trio auf dem Podium dann das Österreichische HB Racing International Ass Bernhard Löffler. Er wurde Vierter in der KL 6. Mit Abstand dann Andeas Keplinger als KL2-Sieger auf Porsche Cayman GT4. Ist der Cayman der Richtige für die GT4? Abwarten.

    In der KL5 räumte das Trio "Denis G. Watt" (A), Boris Schimanski und Michael Hollmann die Pokale auf ihren Porsche 991 GT3 Cup-Modellen ab. " Zwei P9-Challenge-Meister in einer Klasse. Das verspricht natürlich viel Spannung für das zweite P9-Weekend-Hockenheim in 14 Tagen vor der Haustür.  
     

    Rennen 2

    Am Ende Doppelsieg für Callaway-Hero Jürgen Bender

    Im ersten Rennen fuhren Jürgen Bender und Hermann Speck ihre schnellsten Runden gleich zu Rennbeginn. Im 2. Lauf ließen sich beide damit Zeit. Erst in Runde 5 hielten Bender und Speck voll drauf. Der Österreicher Bernhard Löffler war es, der vom Start weg auch voll loslegte. Löffler radierte seine Bestzeit in der 2. Runde in den Asphalt. So prügelte der Österreicher seinen Lamborghini Huracán denn auch an Heiko Neumanns Porsche GT3R vorbei und sicherte sich am Ende hinter Sieger Bender und Speck Platz 3 auf dem Podium. Callaway-Corvette, Porsche GT3R Lamborghini Huracán, so der Zieleinlauf. Jürgen Bender fuhr mit 1:45.183 die schnellste Rennrunde.

    In der KL5 gelang es dem zweimaligen P9-Challenge-Meister Boris Schimanski, dem amtierenden Champion "Denis G. Watt" den Klassensieg zu entreißen. Er steuerte einen Porsche 991 GT3 Cup MK1 vor den MK2 -Modelle der Kollegen "Watt" (A) und Hollmann.

    Die KL2 ging wie schon in Rennen 1 an Andreas Keplinger (A). Er fuhr den Porsche Cayman GT4 zum KL-Sieg.

    Der P9-Challenge Auftakt wurde also zum vollen Erfolg für Callaway-Competition-Ass Jürgen Bender. "So dürfte es weiter gehen", meinte der am Samstag nach dem 2. Meisterschaftsrennen der P9 gelassen. Nach gut vorbereitetem Wochenende ohne Druck erkannte die Crew wichtige Ansätze für mögliche Optimierungen. Hersteller Callaway Competition dürfte auch sehr zufrieden sein. So würde man sich bei den Leingartener den Einsatz beim Auftakt der ADAC-GT Masters mit MCH-Mitglied Markus Pommer und Jeffrey Schmidt (CH) natürlich ebenfalls wünschen.

    Am Ende hüllte Jürgen Bender die blanken Pokale für die Gesamtsiege und die Pokale für die KL6 Siege vorsichtig in Tücher. Zwei schöne Pötte für die Plätze in der STT kamen noch dazu.

    Man kann die ab Montag in seiner Neckarsulmer Firma bestaunen. Ein halbes Dutzend "Pötte" neben den über 1000 "Häffele", die "Ben" ja schon erkämpft hat.

    (HTS) 

    Foto: Team Sportwagenschmiede

     

  • Spannung, Action und Dramatik bei der NLS Doppelveranstaltung mit MCH-Beteiligung

    Siege und Podestplätze für Yannick Fübrich und Heiko Hammel – riesige GT3 Konkurrenz für Patrick Assenheimer

    15.07.2020

    145 Starter am Samstag, davon 121 im Ziel, noch 123 Autos am Sonntag, da sahen 111 die Zielflagge - immens viele harte Positionskämpfe um jeden Meter der 24,433 Kilometer langen Strecke aus GP-Kurs, Kurzanbindung und Nordschleife - die erste Doppelveranstaltung der Nürburgring Langstrecken Serie bot jede Menge Dramatik, Action, Spannung und Überraschungen.

    NLS 2020Am Sonntag gewann überraschend nach einem Herzschlagfinale mit 0,728 Sekunden Vorsprung der Ferrari 388 GT3 vom Octane 126 AG-Team mit dem Schweizer Fahrerquartett Björn Grossmann, Simon Trummer, Jonathan Hirschi und Luca Ludwig. Erst in der letzten Rennrunde war der Ferrari am Mercedes AMG GT3 des Haupt Racing Teams vorbeigezogen. Kurz darauf Disqualifikation wegen eines nicht zugelassenen Reifens. Dadurch „erbte“ das Samstagsgewinnerteam Maro Engel, Manuel Metzger, Adam Christodoulou und Luca Stolz im Mercedes AMG GT3 HRT den Sieg – die Entscheidung ist noch vorläufig – Doppelsieg für die „Speerspitze“ vom Haupt Racing Team.

    Weitere 25 PS-gewaltige GT3 Boliden von Porsche, BMW, Mercedes, Ferrari, Lamborghini und Audi kreuzten dicht an dicht die Ziellinie. Darunter auch der ca. 550 PS starke Mercedes AMG GT3 HRT AutoArenA mit Patrick Assenheimer am Steuer. Der erkämpfte sich mit seinen Kollegen Dominik Baumann und Dirk Müller den 16 Gesamtrang am Samstag sowie die 10 Gesamtposition am Sonntag. „3:09 Minuten haben uns am Samstag auf die Sieger gefehlt, gerade mal 1:19 Minuten am Sonntag – und das nach jeweils knapp 700 Kilometer Renndistanz. Es wurde gekämpft wie bei Sprintrennen. Uns hat das Quäntchen Glück bei dem immensen Verkehr und den vielen Unfällen gefehlt, nicht nur im Rennen sondern auch schon in der sehr hartumkämpften wichtigen Qualifikation. Der AutoArenA Mercedes ist noch heil, das ist das Positive neben der starken Top-Ten Platzierung vom Sonntag“, resümiert der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer. Eine 35 Sekunden-Zeitstrafe wegen eines Doppel-Gelb-Vergehens kostete das Trio am Samstag zudem einige Plätze.

    Einen Klassensieg sowie drei zweite Plätze hat Yannick Fübrich (Meimsheim) herausgefahren. Samstags der erste Erfolg mit dem neuen 450 PS starken BMW M4 GT4 in der Klasse SP10. Mit David Griessner und Florian Naumann lenkte Fübrich den BMW vom Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport mit 1:05 Minuten Vorsprung vor zwei weiteren BMWs über die Ziellinie. Die weiteren Porsche-, Aston Martin-, und Toyota Konkurrenten weit zurück. Dazu gesellte sich der 29. Gesamtrang im starken Feld. Yannick Fübrich war den Start-, sowie den Schlussstint gefahren und musste dabei immer ans Limit. Eine 65 Sekunden Zeitstrafe für zwei km/h zu schnellem Fahren in der Boxengasse kostete Fübrich dann den Sieg bei seinem zweiten Tageseinsatz in der BMW Racingcup Klasse. Trotzdem Platz zwei, was für die enorm schnellen Stints von Fübrich und Griessner sprach. Auch am Sonntag wieder ein Doppeleinsatz, der mit zwei zweiten Plätzen belohnt wurde – trotz eines unverschuldeten „Abräumers“, als ein Porsche Yannick Fübrich touchierte und der dadurch neben der Piste zum Stehen kam. „Ein sehr erfolgreiches Wochenende mit immens vielen Zweikämpfen. Das Adrenalinteam hat beide BMWs perfekt vorbereitet und betreut“, erklärt ein hocherfreuter Yannick Fübrich.

    TCR-Klassensieg trotz eines Reifenschadens nach hartem Kampf mit einem Werks-Honda für Heiko Hammel im Seat Cupra am Samstag. Der Honda Civic strandete im weiteren Rennverlauf mit Motorschaden – keine Konkurrenten mehr für Heiko Hammel für das Sonntagsrennen. Das Kölner Mathilda Racing Team baute daraufhin den 350 PS starken Fronttriebler für die SP3T-Klasse (Spezialtourenwagen mit 2000ccm Motor und Turbolader) in einer Nachtschicht um. Damit demonstrierte Hammel mit seinem Mitstreiter Matthias Wasel perfekten Rennsport. Mit satten 3:37,38 Minuten Vorsprung kreuzte Hammel die Ziellinie vor zwei Audi RS3 sowie einem VW Golf GTi und einem weiteren Seat Cupra – die in der SP3T-Spezifikation mehr Leistung haben wie der Mathilda-Flitzer. Gesamtrang 39 war die zusätzliche Ausbeute des Forchtenberger Nordschleifenroutiniers, der sich über den dritten Klassensieg in Folge auf der Nordschleife freute.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Saisonauftakt Lauf 1 Nürburgring Langstrecken Serie

    Spannung und Dramatik beim NLS-Auftakt für die MCH-Racer in der grünen Hölle der Eifel

    Podestplätze für Yannick Fübrich und Patrick Assenheimer gegen starke Konkurrenz

    29.06.2020

    141 Nennungen, 137 Fahrzeuge beim Training, 132 beim Rennen und nur 107 sahen nach einem vierstündigen furiosen Auftaktrennen die Zielflagge – der Auftakt in die Nürburgring Langstrecken-Serie 2020 war ein Highlight aus Fahrer-, Team-, und Zuschauersicht, wobei sich die Zuschauer nur virtuell per PC oder TV über das Geschehen informieren konnten – und dies zur Freude der Verantwortlichen auch taten.

    Doppeleinsatz von Yannick Fübrich (Meimsheim) mit einem Kassensieg sowie einem zweiten Platz und der geniale zweite Gesamtrang für Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) – der Auftakt zur Nürburgring Langstrecken Serie mit 137 Fahrzeugen war trotz der sehr schweren Corona-Einschränkungen ein voller Erfolg für die Motorsportler vom Motorsportclub Heilbronn – auch wenn für das Duo Patrick Assenheimer und Maro Engel im Mercedes AMG GT3 HRT AutoArenA etwas Frust bei der Siegerehrung mitschwang.

    Patrick AssenheimerDas erste Ausrufezeichen setzten die beiden mit der Pole in sensationellen 7.59.191 Minuten auf der 24,433 Kilometer langen Kombination aus Nordschleife, Kurzanbindung und GP-Kurs. Und das gegen weitere 19 internationale GT3 Boliden, auf zwei der PHOENIX-RACING Audi R8 LMS von Michele Beretta und Kim Luis Schramm.

    Das Duo Assenheimer/Engel demonstrierten mit dem vom neuen Haupt Racing Team betreuten 550 PS starken Mercedes AMG GT3 in ihren Doppelstints perfektes Racing mit mehreren Positionswechseln und tollen Überholmanövern. Das Duo führte 12 Runden, zelebrierte die schnellste Rennrunde und wurde in Führung liegend mit zehn Sekunden Vorsprung abgewunken. Dann der Frustmoment: „37 Sekunden Zeitstrafe wegen Unterschreitung der Mindeststandzeit beim letzten Boxenstopp“, erklärt Patrick Assenheimer und ergänzt: „Ein Systemfehler, zwei Sekunden kosteten uns den Sieg, ansonsten lief alles perfekt. Wir hatten eine gute Strategie, die HRT-Truppe arbeitete optimal, unser Setup mit dem neuen EVO-Kit passte super“. Dadurch erbten David Pittard (Großbritannien) und Mikkel Jensen (Dänemark) den Sieg. Die waren im Walkenhorst BMW M6 GT3 vom fünften Startplatz losgefahren und hatten auch mehrere Führungsrunden inne. Erst in der vorletzten Rennrunde konnte Maro Engel den AutoArenA-Mercedes am BMW im Bereich der Kurzanbindung vorbeipressen. Auch der GetSpeed Mercedes AMG GT3 mit den Piloten Fabian Schiller, Maximilian Buhk und Raffaele Marciello erbte seinen dritten Gesamtrang, nachdem der Phoenix Audi R8 LMS von Beretta/Schramm in der letzten Rennrunde durch eine Kollision zurückfiel und den Podestplatz gegen Gesamtrang sieben tauschen musste.

    Yannick FübrichDie amtierenden VLN-Meister Yannick Fübrich (Meimsheim) und David Griessner (Innsbruck) bestanden ihre Feuertaufe in der Klasse SP10 mit dem neuen, 450 PS starken BMW M4 GT4 mit Bravour. Platz zwei hinter dem Hofor-BMW M4 GT4 mit lediglich 1.09.660 Minuten Rückstand. „Dazu gesellt sich der 22 Gesamtrang, unser dritter Fahrer Florian Naumann hat sich perfekt integriert, die Technik hat gepasst, wir sind fast schon siegfähig“ resümiert Yannick Fübrich.

    Der hatte auf einem BMW M 240i  in der Racing-Cup 5 Klasse einen weiteren Einsatz und gewann mit seinen drei Kollegen vom Pixum CFN Adrenalin Motorsportteam die Klasse, in der er 2019 den Titel gewann.

    Am 11. und 12. Juli finden die Läufe zwei und drei der Nürburgring Langstrecken-Serie statt. „Mit Hinblick auf das legendäre 24-Stunden-Rennen sicherlich mit noch mehr Hochkarätern bei Fahrern und Rennfahrzeugen“ so das Schlussstatement von Patrick Assenheimer.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Freude über Saisonstart in der Eifel bei Patrick Assenheimer und Yannick Fübrich

    Nürburgring Langstrecken Serie startet unter sehr speziellen Corona-Bedingungen mit 141 Fahrzeugen 

    26.06.2020

    „Endlich wieder Rennen fahren“ so der gemeinsame Jubelruf der beiden Langstreckenracer vom Motorsportclub Heilbronn. Am Samstag startet nach dem Corona-Lockdown mit dreimonatiger Verspätung der Saisonauftakt in der Eifel für Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) und Yannick Fübrich (Meimsheim).

    NLS StartNur eine Formalie ist der neue Name, aus VLN (Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring) wird NLS (Nürburgring Langstrecken-Serie). Immens dagegen das spezielle Hygienekonzept welches einen Start in die Rennsaison erst ermöglichte. Kleiner Auszug: Keine Zuschauer! Das Fahrerlager wird zur Boxengasse mit einem Wendekreisel umfunktioniert. Die seitherige Boxengasse darf nur für Tankvorgänge genutzt werden. Zwecks Chancengleichheit gibt es eine Mindestdauer der Summe aller Boxenstopps beim Rennen. Das Personal der Teams ist stark reduziert mit angeordneten Abstands-, und Schutzmaßnahmen.

    Trotzdem ist die Freude auf die „grüne Hölle“ bei 141 Nennungen – auch wenn noch nicht alle erwarteten Teams antreten - groß: „Knapp 80 Kurven verteilt auf 24,433 Kilometer - die Kombination aus Nordschleife, GP-Kurs und Kurzanbindung ist weltweit einzigartig und immer wieder eine fahrerische Herausforderung“, verkündet der letztjährige Vierfachgesamtsieger Patrick Assenheimer. Dieser Aussage pflichtet Yannick Fübrich bei. Der amtierende VLN-Meister geht erneut mit seinem Siegerteam Pixum CFN Adrenalin Motorsport auf Titelverteidigung. Neu ist dagegen das Einsatzfahrzeug. Zusammen mit Meisterkollege David Griessner (Innsbruck) und Florian Naumann (Idstein), der schon im BMW M240i Racing Cup schnell war, lenkt Fübrich einen BMW M4 GT4. Bei diesem Renner werden ca. 450 PS von einem Reihensechszylinder mit 3000ccm Hubraum und Turboaufladung über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterachse geschickt. Gestartet wird in der aufstrebenden Klasse SP 10 gegen weitere BMW M4 GT4, Porsche Cayman, Aston Martin sowie dem Toyota GR Supra GT4 vom Boxberger Team Ring Racing, die mit dem Japaner Rennpremiere feiern. „Durch den VLN-Titel gehen wir mit der Startnummer 1 in die Saison. Unterstützung bekommen wir aufgrund des Championats auch von BMW M Customer Racing – für mich ein toller Aufstieg und ein weiterer Schritt in der Motorsportkarriereleiter.  Test-, und Einstellfahrten verliefen positiv, ein Platz auf dem Treppchen ist das Ziel“ so der 28jährige Yannick Fübrich. 

    Ein Testwochenende mit nassen und trockenen Bedingungen hat auch Patrick Assenheimer hinter sich. „Nach den Erfolgen der letzten Saison sind die Erwartungen natürlich hoch“ so der amtierende VLN-Speed-Trophy-Sieger. Der 6200ccm große Achtzylindermotor und die Kraftübertragung des AutoArenA Mercedes AMG GT3 sind gleichgeblieben, allerdings musste ein neues EVO-Kit integriert und abgestimmt werden. Zum Auftakt teilt sich der 29jährige Lehrensteinsfelder den 550 PS-Boliden mit Ex DTM Fahrer Maro Engel (Monaco), mit dem er auch beim Finale 2019 zum Sieg donnerte. „Der Auftakt ist quasi ein Werkseinsatz, wir starten offiziell unter „Mercedes AMG Team HRT-AutoArenA“ erläutert Patrick Assenheimer. Der bekannte und erfolgreiche Rennfahrer und Projektentwickler Hubert Haupt aus München hat HRT gegründet, nachdem sich die international sehr erfolgreiche Black Falcon Truppe aus dem professionellen GT3-Rennsport während der Corona-Krise zurückgezogen hat. „Viele der Black Falcon Techniker und Ingenieure sind jetzt beim Haupt Racing Team, was sich positiv auswirken wird. Unser Ziel ist eine Top Ten Platzierung, der Traum natürlich ein Platz auf dem Podest“, so Patrick Assenheimer, der sich auch Erkenntnisse für das 24-Stunden-Rennen, welches auf den 25. bis 27. September verschoben wurde, erhofft. In dessen SP9 Königsklasse sind 20 internationale GT3 Boliden gemeldet. Porsche, Audi, BMW, Mercedes und Ferrari mit namhaften, schnellen Nordschleifenakteuren sorgen für eine enorme Konkurrenz.   

    (Wilfried Ruoff)

  • Jürgen Bender mit Callaway-Corvette C7 am Start

    26.06.2020

    Es ist endlich soweit. Die Rennsportsaison 2020 steht vor dem Saison-Auftakt. Am 11. Juli beginnt die GT-Rennsaison am Lausitzring. Prominente Szenekenner im Unterland, der Region um Heilbronn, erwarten ein starkes Engagement mit besten Erfolgsaussichten für das Team Callaway-Competition.

    Corvette C7Das Erfolgsteam der Hersteller Ernst Wöhr und Enzo Ciccone hat im Heilbronner Vorort Leingarten zwei neue Exemplare der Baureihe C7 fertig gestellt. Jürgen Bender wird in 14 Tagen mit einem der neuen C7-Modelle in der P9-Challenge und in der STT an den Start gehen. "Vor 3 Jahren habe ich den Titel in der STT gewonnen. Diesen Titel möchte ich 2020 zurück erobern", so Bender lächelnd im Interview. Den ersten Renntest hat der Neckarsulmer Diplomingenieur in dieser Woche absolviert. Die neue C7 Corvette war noch wie neu geboren in Karbonoptik unterwegs. Ein seltener Moment für viele Rennfans. Wegen der Corona-Beschränkung hielt sich die Menge der Fans im Motodrom jedoch in Grenzen.  "Ich persönlich gehe davon aus das Jürgen seine Rundenzeit in Hockenheim mit dem neuen C7-Modell der Jungs aus Leingarten um etwa 1 sec gegenüber dem Vorjahr verbessern wird", fügte Renningenieur Marco Bayer überzeugt hinzu.

    Diese Zeit erreichte der gleichzeitig testende ADAC-GT-Masters-Frontrunner Markus Pommer aus Neckarsulm in Hockenheim am Folgetag. Pommer, ein Routinier im GT-Sport, geht 2020 mit Jeffrey Schmidt (CH) in der ADAC Masters an den Start. Siege zusammen mit Marvin Kirchhöfer zeigten im Vorjahr bereits das mit dem Callaway-Werks-Duo zu rechnen ist. Beste Aussichten also für Jürgen Bender.

    Renningenieur Bayer wird Jürgen Bender auch zukünftig betreuen. Beide arbeiteten bereit über mehrere Jahre sehr erfolgreich zusammen. So errang man bereits Gesamtrang 4 bei den 24h von Dubai. Der Erfolg in Dubai wurde seinerzeit auf einem Porsche GT3 errungen. Das blieb bisher mit Abstand beste Ergebnis eines Teams aus der Heilbronner Region in den Emiraten. Nach dem Umstieg auf die erste Callaway Corvette gewann Jürgen Bender 2014 auf dem Lausitzring bereits auf Anhieb einen Lauf zur P9-Challenge. Den größten Erfolg aber verbuchte Bender beim Saisonfinale 2018 in der P9-Challenge und der STT auf dem Nürburgring. Er gewann beide Läufe der P9-Challenge und der renommierten STT-Serie. "Der 'große Vierer' einem Tag, das war schon irre", so Bender am Abend nach dem Rennen im Fahrerlager hocherfreut. Und hätte es an dem Wochenende noch eine P9-Endurance-Lauf gegeben - wer weiß. Aber lassen wir das. Abwarten was die Zukunft bringt. Jürgen Bender ist für 2020 jedenfalls bestens gerüstet.

    Die Daumen der viele Freunde von Bender, Pommer und Bayer in ihrem heimischen Motorsport Club Heilbronn (MCH) werden am 10. und 11. Juli auf alle Fälle festgedrückt sein.

    (HTS)

    Foto: Privat - Bender in der neuen C7 Callaway-Corvette mit Renningenieur Bayer an der Box in Hockenheim

     

     

  • Callaway Competition Corvette C7 GT3R

    So sieht sie aus - die Callaway Competition Corvette C7 GT3R

    19.05.2020

    Jedem Racer steigt schon ein besonderes "Kribbeln" über den Nacken ganz nach oben hoch, wenn der die faszinierende Technik der neu entwickelten C7 GT3R Corvette von Callaway Competition in Leingarten, beim Hersteller in der Halle betrachten darf. Da wären die MCH-Mitglieder keine Ausnahme.

    Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone sind dabei die finalen Handgriffe an jenem Modell C7-GT3R zu machen das für Jürgen Bender im Rahmen der STT und der P9-Challenge 2020 zum Einsatz kommen wird. Natürlich bleiben einige technische Raffinessen ein Geheimnis. Aber andere Details machen deutlich, dass die zu erwartende Leistungssteigerung beachtlich ausfallen dürfte. MCH-Mitglied Jürgen Bender wird sich im Feld der GT-Modelle von Audi, Ferrari, Aston Martin, AMG, Porsche, Pagani, BMW, Ford oder auch gegen den immer schneller werdenden Flachmann aus Holland, dem Pumaxs von Henk Thuis (NL), in Szene setzen können. Da ist sich jeder Fan sicher.

    CorvetteDie Gewichtsverteilung des 1250 Kg schweren Deutsch-Amerikaners beträgt am Start H/V - 52%/48%. Dieses Verhältnis nähert sich bei abnehmendem Gewicht entsprechend dem Verbrauch der maximal 120 L Kraftstoff im Tank auf ein Verhältnis von 51/49% an.

    Das 6-Gang Getriebe von X-Trac ist ausgereift. Das gilt auch für das verwendet Bilstein Gewindefahrwerk. Perfekte Einstellungen auf jede Rennstrecke sind so mühelos möglich. Das Ingenieurteam von Callaway Competition und im Falle von Jürgen Bender auch dessen persönlicher Renningenieur Marco Bayer loben die Bilstein-Technik sehr, weil sie diese Technik kennen.

    Und zum Motor. Die Leistung liegt irgendwo bei 600 PS. Alles ist abhängig vom jeweils vorgeschriebenen Restriktor und BOP-Vorgaben liefern bzw. bestimmen dabei entscheidende Voraussetzungen. Damit im Zusammenhang zu sehen ist auch der Einfluss die Auspuffanlage von M&M.

    Das Erlenbacher Team Sportwagenschmiede mit dem Jürgen Bender neuerlich wieder an den Start geht, scharrt genau wie Pilot Dipl.-Ing. Bender schon mächtig mit den Hufen.

    Später auf der Rennstrecke gilt es dann das Fahrwerk auf die zu verwendenden Reifen von Michelin oder Avon abzustimmen. Es bleibt spannend, nein, es wird spannender. "Das ist es eigentlich im Rennsport immer", so der Erlenbacher Renningenieur Marco Bayer trocken beim Interview in seiner Halle. 

    (HTS)

    Foto: HTS

  • Corvette C7 im Aufbau bei Callaway Competition

    09.05.2020

    Bei Callaway-Competition kam uns ein C7-Basisrahmen vor die Linse. Ob es der Rahmen von Jürgen Benders neuer GT3-C7-Corvette ist? Nein, dieser Rahmen ist es nicht. Die neue C7.Callaway-Corvette, Das identische Modell für Markus Pommer (NSU) und den Schweizer Jeffrey Schmidt für den Titelkampf 2020 in der internationalen ADAC GT-Masters wie es dieser Tage vorgestellt wird, ist komplett.

    Lediglich der der neue Rennmotor muss noch eingebaut werden. "Eine Sache weniger Stunden", so Callaway-Chef Ernst Wöhr in Leingarten. Wir bleiben für die Racefans am "Ball". Heilbronns Beiträge mit den neuen Modellen von Callaway-Competition aus Leingarten mit den Unterländern Markus Pommer und Jürgen Bender (beide aus Neckarsulm) werden in der ADAC-GT-Masters in der STT-Serie und der P9-Challenge ganz sicher für einige Gesamtsiege, nicht nur in Deutschland sorgen. 

    (HTS)

    Corvette C7 Gitterrahmen

    Foto: HTS

  • Chris Vogler siegt auf Mallorca

    06.05.2020

    Vom 12.-14. März 2020 fand die „16. Rally Clásico Isla Mallorca“ statt. 460 Kilometer Asphalt-Prüfungen quer über die Insel, 125 Kilometer davon Sonderprüfungen, 2 Nacht-Etappen.

    Dank Chris Vogler war der Motosportclub Heilbronn selbst auf dieser entfernten Veranstaltung erfolgreich vertreten. Zusammen mit seinem Beifahrer Jaime Domenge Sancho konnte Chris Vogler die Klasse der Showcars für sich entscheiden. Eine beachtliche Leistung, war es doch die erste Rallye für Chris nach über 20 Jahren. Unterstützt durch Sponsoren, dem Porsche Zentrum Karlsruhe und der Softwareschmiede Vogler und Hauke aus Neckarsulm, wurde ein Porsche 911 Speedster mit 4l‑Saugmotor und 510 PS eingesetzt. Von den 8 gefahrenen Prüfungen konnte sich das Team Vogler/Sancho dank konstant hohem Speed nahezu immer unter den Top 3 wiederfinden, zwei Etappen wurden mit Bestzeit für sich verbucht. Und so konnte das deutsch/mallorquinische Team die 13 Konkurrenten der Showcars auf die weiteren Plätze verweisen.

    Leider zeigte auch hier das Corona-Virus seine ersten Konsequenzen und so wurde die Rallye nach Absprache zwischen dem Veranstalter und den zuständigen Behörden am Freitagabend als vorsorgliche Maßnahme zur Eindämmung einer möglichen Covid-19-Pandemie vorzeitig abgebrochen.

    Chris Vogler und Jaime Domenge Sancho 

    Chris Vogler (l.) mit seinem Beifahrer Jaime Domenge Sancho

  • Jürgen Bender ist bereit für den Saisonstart 2020

    27.04.2020

    "...aber in einer nie da gewesenen Zeit wie wir sie momentan über uns ergehen lassen müssen ist 'abwarten' selbstverständlich angesagt", so der erfolgreichste Automobilsportler des Unterlandes. Mit mittlerweile deutlich über 1000 erkämpften Pokalen in den Vitrinen. Jürgen Bender stellte alle anderen Aktiven damit in den Schatten. "OK", fügt er eher bescheiden im Interview hinzu, "das sind die Erfolge aus 4 Jahrzehnten im Rennsport". Erkämpft hat der Neckarsulmer diese riesige Masse an Trophäen und 2 Dutzend Cup- und Meistertiteln dazu auf Rennsportwagen der Fabrikate NSU, Porsche und Callaway-Corvette.

    Was 1978 nach dem Erwerb des Führerscheins auf einem wenige 100 Meter vom Elternhaus entfernt gebauten NSU TTS 1300 begann, das wird 2020, sobald Corona es zulässt, auf einer von Callaway-Competition in Leingarten aufgebauten GT3 Corvette der Modellreihe C7 erneut in Angriff genommen. Wie bereits gesagt, begann alles 1978 - oder doch schon früher? "Natürlich habe ich schon in den Jahren zuvor ganz genau hingeschaut, wenn ich neben einem unsere Mitarbeiter im Betrieb in einem der Fahrzeuge saß. Und auch von Vater Hans holte Jürgen sich manchen wichtigen Tipp. "Nein, mein Vater war kein Rennsportler", lächelte "Ben", so nennen ihn die Freunde, im Gespräch. Einen wichtigen Titel gewann Jürgen Bender gegen harte Porsche und AMG-Mitstreiter 2017 mit der Super Tourenwagen Trophy. Eine harte Nummer bis zum Finale", erinnert er sich gut. 2018 machte die Technik mehrfach einen Strich durch die Titelbemühungen. Dafür stellte der heimische Topmann aber einen Rekord auf, der nur schwer zu brechen sein dürfte. Jürgen Bender reiste mit seinem Team zum Nürburgring. Dort trat er zu den beiden Finalläufen der STT und der P9-Challenge an. Und "Ben" gewann die Rennen alle. 4 Gesamtsiege, 4 Klassensiege und am Ende den Divisionssieg KL8 der Saison 2018 in der P9-Challenge dazu. 9 Pokale als Resultat eines Rennwochenendes - Nicht zu glauben. "Und dabei war ich in der P9 nur sporadisch am Start", Kopf schütteln bei Bender. 2019 gewann der Unterländer erneut Rennen in der STT und der P9-Challenge. Ein Dreifach-Sieg vor der Haustür in Hockenheim und ein Gesamtrang 3 nach gerade mal 4 Starts in der P9-Challenge wurden zum Finale für das Duo Bender/Callaway-Corvette-C6. Die spannende Frage für die nahe Zukunft lautet nun - wann wird er mit der neuen C7-Corvette antreten können - und wo? Einen Vortest in einem Modell-2019 gab es bereits, so war zu erfahren. Bei dem neuen Wagen für Bender handelt es sich um das gleiche Modell welches in der ADAC-Masters 2020 vom Duo Pommer/Schmidt eingesetzt wird. Alle 3 Fahrer scharren schon mit den Hufen. Die heimischen Fans sind gespannt. 

    (HTS)

    Foto: HTS - Benders C6-Corvette auf Pole in Hockenheim

  • 2020 - Zwei GT3-Modelle der Callaway-Corvette C7...

    ...in der ADAC-GT-Masters, der STT und der P9-Challenge vertreten

    23.03.2020

    Die aktuelle Version der in Heilbronn-Leingarten entwickelte und gebauten Version C7 von Callaway Competition werden zu Saisonbeginn in drei GT-Serien unterwegs sein. Hersteller Callaway-Competition wird mit dem Duo Markus Pommer und seinem neuen Partner, dem jungen Schweizer Routinier Jeffrey Schmidt in der int. ADAC-GT-Masters um den Titel kämpfen. Blenden wir zurück. 2019 gelang es MCH-Mitglied Markus Pommer zusammen mit seinem Vorjahrespartner Marvin Kirchhöfer um den Titel zu kämpfen.

    Das gleiche Modell wie es von Markus Pommer und Jeffrey Schmidt eingesetzt wird bereitet das Erlenbacher Team Sportwagenschmiede für Einsätze in der STT-Serie und der P9-Challenge vor. Dort wird der Neckarsulmer Routinier Jürgen Bender um Siege und Titel kämpfen. Unvergessen ist das Highlight von MCH-Mitglied Jürgen Bender am Nürburgring. Dort gelang es dem Unterländer beim Finale der Serien STT und P9-Challeng alle 4 Rennläufe beider Serien an einem Tag zu gewinnen. Eine noch nie dagewesene Erfolgsspitze im GT-Rennsport.

    (HTS)

    Markus Pommer (l) - Jeffrey Schmidt (r)

    ADAC GT Masters 2020 CALLAWAY COMPETITION STARTET AUCH 2020 WIEDER IM ADAC GT MASTERS 

    Das Corvette-Team Callaway Competition geht auch 2020 wieder mit einer C7 GT3-R im ADAC GT Masters an den Start. Für die 14. Saison in dem hochkarätigen GT3-Championat konnte die Mannschaft aus Leingarten mit Jeffrey Schmidt (CH) einen starken Neuzugang gewinnen. Der Schweizer ersetzt den, in der kommenden Saison, nicht zur Verfügung stehenden Marvin Kirchhöfer und bildet mit Markus Pommer (D) das neue Fahrerduo.

    Keine Saison ohne Callaway Competition: Auch 2020 wird das dienstälteste Team der „Liga der Supersportwagen“ im ADAC GT Masters wieder an den Start gehen. Das Corvette-Team aus Leingarten ist seit Bestehen des ADAC GT Masters 2007 ein fester Bestandteil im Starterfeld. Mit 33 Siegen und jeweils zwei Titeln in der Fahrer- und Teamwertung, zählt die Mannschaft um Teamchef Mike Gramke nicht nur zu den erfahrensten, sondern auch zu den erfolgreichsten Teams in der starkbesetzten Rennserie.

    Trotz eines erfolgreichen Saisonstarts mit drei Siegen musste man im vergangenen Jahr, nach dem vorletzten Lauf in Hockenheim früh die Saison und die Meisterschaftsambitionen begraben. Zwei heftige Kollisionen beschädigten die Corvette von Markus Pommer (29/Heilbronn) und Marvin Kirchhöfer (26/Luzern) beim Heimrennen in Hockenheim so stark, dass das Team beim Finale auf dem Sachsenring erstmals an einem Rennwochenende nicht antreten konnte.

    Nach der Saison war jedoch schnell klar, dass man in der Winterpause ein neues Rennfahrzeug aufbauen und 2020 wieder zurückkehren wird.>

    Zu Beginn des neuen Jahres erschwerten jedoch zahlreiche Überschneidungen mit anderen Rennserien und nicht zuletzt der Coronavirus (COVID-19), der derzeit weltweit für Unsicherheit sorgt, die Planungen des Fahrerkaders. Letzten Endes bekam man für Marvin Kirchhöfer, der bei R-Motorsport vertraglich gebunden ist, keine Freigabe und musste einen neuen Fahrer neben Markus Pommer finden.

    Für die 14. Saison in Folge konnte Callaway Competition mit Jeffrey Schmidt (26/Liestal) einen weiteren schnellen Fahrer neben Markus Pommer als Neuzugang gewinnen. Der Schweizer war zuvor drei Saisons im ADAC GT Masters auf einem Audi R8 LMS unterwegs und konnte in seinen 42 Rennen, einen Sieg, eine Poleposition und insgesamt 7 Podest-Platzierungen für sich verbuchen.

    Markus Pommer und Jeffrey Schmidt werden sich die von Callaway Competition entwickelte und neuaufgebaute Corvette C7 GT3-R teilen, welche wieder mit der traditionellen Startnummer #77 antritt. Zusammen mit dem Team haben sich die beiden für 2020 das Ziel gesteckt, wieder ganz vorn mitfahren zu wollen.

    Wann, wo und wie das ADAC GT Masters 2020 in die Saison starten wird, ist aufgrund der aktuellen und prekären Lage wegen der Corona-Pandemie noch ungewiss. 

    WELCOME AND HAPPY BIRTHDAY

    Das gesamte Team heißt seinem Neuzugang Jeffrey Schmidt herzlich Willkommen im Team und wünscht ihm zum 26. Geburtstag alles Gute und viel Erfolg für die kommende Saison.

    Jeffrey Schmidt

    Jeffrey Schmidt (26/Liestal) Bild: Sabine Otto

    „Ich danke Ernst Wöhr, Giovanni Ciccone und dem Team Callaway Competition für das in mich gesetzte Vertrauen. Nach einer enttäuschenden Saison 2019 freue ich mich nun auf die neue Herausforderung und die vielversprechende Zusammenarbeit mit der erfahrenen Mannschaft aus Leingarten und meinem neuen Teamkollegen Markus Pommer. Wir sind gut aufgestellt und haben uns hohe Ziele gesetzt.“

    Markus Pommer 

    Markus Pommer (28/Heilbronn) 

    „Ich freue mich, dass ich dieses Jahr wieder für Callaway Competition an den Start gehen kann. Letztes Jahr feierten wir zusammen große Erfolge und mussten leider auch einige Rückschläge einstecken. Nach den zwei Unfällen in Hockenheim letztes Jahr bin ich glücklich, dass das Auto wieder in einem top Zustand ist und wir wieder zusammen angreifen können. Dafür möchte ich mich beim gesamten Team bedanken, denn über den Winter wurde sehr hart gearbeitet, um ein gutes Paket zu schnüren. Mit Jeffrey habe ich einen sehr schnellen Teamkollegen, der auch in der ADAC GT Masters bereits über viel Erfahrung verfügt. Wir sind alle motiviert und möchten wieder ganz vorne mitfahren.”


     

    Mike Gramke (Teamchef)

    „Das Team hat über die Wintermonate einiges geleistet. Die Hürden haben wir gut gemeistert und sind froh, dass wir mit Jeffrey Schmidt einen neuen schnellen Fahrer gewinnen konnten. Wir sind mit Markus Pommer und Jeffrey Schmidt für die kommende Saison sehr gut aufgestellt und ich denke, dass wir wieder vorn angreifen können. Wann wir allerdings genau in die Saison starten können ist ungewiss. Wir hoffen natürlich, dass wir in diesem Jahr wieder eine spannende Meisterschaft haben werden. Oberste Priorität hat jedoch natürlich die Gesundheit jedes einzelnen Teammitglieds, unserer aller Fahrer und unserer Fans. Daher bleibt uns nun nichts anderes übrig als abzuwarten.“

    Impressum: Callaway Competition GmbH Liebigstr. 31 74211 Leingarten GERMANY

  • Corvette - ein Siegerauto für die P9

    Z06 Callaway GT3 Corvette - wer steuert den Top-GT3 in der P9-Challenge 2020 zum Sieg?

    23.03.2020

    Die P9-Challenge und die P9-Endurance erwarten die Callaway-Corvette 2020 als Sieger-GT am Start. Bereits 2015 wurde die erste grau lackierte GT3 Callaway-Corvette Z06 am Lausitzring in zum Sieg katapultiert. Eurospeedway-Lausitzring - eine Strecke ganz eigener Prägung wie P9-Manager Bernhard Fischer aus München weis. Der Manager aus München nimmt sie mit beharrlicher Regelmäßigkeit in den P9-Terminkalender auf. "Das hat auch seine Berechtigung“, so Fischer. "Eine sehr schnelle Strecke die eben ihre Fans hat. Teams, Fahrer und Zuschauer", so Fischer dieser Tage. Der Straßenkurs mit der langen Links vor der Zielgeraden. "Unter Volllast hat das etwas", so verstand ich P9-Siegerkönig Hermann Speck zumindest.

    Der erste Corvette-Gesamtsieg ging 2015 an Jürgen Bender aus Neckarsulm. Der Unterländer Reifenspezialist und Entwickler von Recycling-Maschinen war damals angetan von der Strecke und auch von der jungen P9-Serie für GT-Boliden. "Rein schnuppern und gleich Gesamtsieg, das hat was", grinste der Routinier nach seinem Sieg im Interview. Später wiederholte Jürgen "Ben" Bender das Siegen in der P9-Serie. Unvergessen sein Vierfacherfolg 2018 beim GT-Serienfinale am Nürburgring, in den beiden Endläufen der P9 und in den Finalen der STT. Hat das eigentlich schon einmal ein Fahrer an einem Tag geschafft - einen Vierfachsieg an einem einzigen Tag mit 4 Rennen im Abstand von z.T. unter einer Stunde - ich glaube vor Bender am Ring schaffte das noch niemand.

    Zuletzt gewann Jürgen Bender 2019 in einer blaugrünen Z06-Corvette beide Läufe der P9 in Hockenheim. Einige Porsche, Dallara Renault RS01, Ligier LMP3, Audi R8, Ford GT, BMW und AMG - alles was schnell war, das war dort am Start.

    Wer wird 2020 in der P9 zur Challenge und zur Endurance im blaugrünen "Siegerbomber" aus der Schmiede von Callaway-Competition in Heilbronn an den Start gehen? Dazu die Frage wer den Wagen einsetzen wird? Vom Team Sportwagenschmiede aus Erlenbach vor den Toren von Heilbronn ist gerüchteweise die Rede.

    Spannung bis zum Start der P9-Saison am Red Bull Ring ist angesagt.

    Einige Fragen bleiben offen bis zum Schluss. Welcher Fahrer löst dieses Rätsel am Ende auf? Kann die Corvette den Pagani Zonda schlagen? Hier werden sie es erfahren.

    Wir bleiben dran.
    Cross my heart.  (HTS)

    Foto: HTS, Bender an der Z06-Covette

  • GT4-Pilot Yannick Fübrich in Richtung Pommer, Assenheimer und Bender unterwegs

    23.03.2020

    In der bedeutendsten GT-Rennwagenklasse, der GT3 sind es die Unterländer Markus Pommer (Callaway Corvette), Jürgen Bender (Callaway Corvette) und Patrick Assenheimer (AMG GT3), die auf internationalem Parkett - oder sagen wir treffender "auf internationalem Asphalt" - für Furore sorgten. In der GT-Masters, der STT, der P9-Challenge oder auf der Langstrecke "greift man nach Sieg und Titel". In der GT4 hat Yannick Fübrich die gleiche Richtung im Auge. 

    (HTS)

    Fübrich - Griessner(rechts).jpg 

    BMW-Presse:

    Kundensport: VLN-Champions starten 2020 im #1 BMW M4 GT4.

    BMW M Customer Racing unterstützt in der kommenden Langstreckensaison auf dem Nürburgring (GER) die amtierenden VLN-Champions David Griessner (AUT) und Yannick Fübrich (GER) dabei, den nächsten Schritt in ihren Rennsport-Karrieren zu gehen. Das Duo, das 2019 neben dem VLN-Titel auch zum zweiten Mal in Folge die Gesamtwertung im BMW M240i Racing Cup gewann, erhält einen finanziellen Zuschuss und damit die Chance, die gesamte Saison der Nürburgring Langstrecken-Serie (früher VLN) am Steuer eines BMW M4 GT4 in der Klasse SP10 zu bestreiten. Eingesetzt wird das Fahrzeug mit der Startnummer 1 vom ebenso erfahrenen wie in der BMW Sports Trophy erfolgreichen Team Adrenalin Motorsport. Dritter Fahrer neben Griessner und Fübrich wird Florian Naumann (GER) sein. „Nach den Erfolgen der vergangenen beiden Jahre freue ich mich jetzt auf die neuen Herausforderungen im BMW M4 GT4“, sagt Griessner. „Der BMW M240i Racing Cup war hierfür die perfekte Vorbereitung.“ Fübrich ergänzt: „Ich bin sehr glücklich, mit dem BMW M4 GT4 den nächsten Schritt zu gehen.“ Die Unterstützung der VLN-Champions ist ein weiterer Beleg dafür, dass BMW M Customer Racing auch in der Saison 2020 seine konsequente Förderung des Breitensports nicht nur fortsetzt, sondern noch weiter intensiviert. BMW-Pressemitteilung.

    Die komplette Pressemitteilung:

    https://sport.bmw-press.de/online.php?u=RT9_-Xg3179

  • Auftakt des Rundstreckenrennsports 2020 abgebrochen

    Jürgen Bender weiter erfolgreichster Unterländer in Dubai

    13.01.2020

    Jürgen Bender (Neckarsulm) bleibt auch 2020 der bisher erfolgreichste Automobilrennfahrer bei dem alljährlichen internationalen Rundstrecken-Saisonauftakt, den "24h von Dubai". Sintflutartiger Regenfälle zwang den Veranstalter nach 30% der Zeit das Rennens in der Golf-Region zu neutralisieren. Nach 13h brach man wegen weiter zunehmender Überflutung der Rennstrecke aus Gründen der Sicherheit dann endgültig ab.

    Sieger wurde mit 5 Fahren aus Dubai, Holland und Deutschland das Deutsche AMG-Mercedes GT3-Team vom Topteam Black Falcon. Die Deutschen Hersteller AMG-Mercedes, Audi und Porsche überzeugten mit der Erringung der ersten 5 Positionen 2020 in Dubai. In der Geschichte der "24h von Dubai" ist weiterhin der 4.-platzierte von 2006, GT-Routinier Jürgen Bender aus Neckarsulm auf Porsche GT3 vom Team Sportwagenschmiede der erfolgreichste Dubai-Starter des Unterlandes der Renngeschichte geblieben.

    Die AMG-Crew mit GT-Routinier Patrick Assenheimer und Junior Luca Stolz konnten sich auf Grund der misslichen Wetterbedingungen 2020 am Ende nicht unter den ersten 10 Platzierten von Dubai halten. 

    (HTS)

     Foto HTS: Bender und Dubai-Renningenieur Bayer beim Studium von den Zeiten der Gegner

Archiv 2019

  • Geehrt mit den GT4-BMW-Assen - Yannick Fübrich

    München: BMW - GT4-Fahrerehrung 2019

    Im internationalen Rennsport haben die Namen Michael Fischer (A), Michael Schrey oder Thomas Jäger einen besonderen Klang. Nun ist auch Yannik Fübrich da dran. Mit seinen jüngsten Erfolgen gelang es dem routinierten Unterländer als 9. unter die ersten 10 der internationalen BMW Sports Trophy Ehrung 2019 zu fahren. Ein beachtlicher Erfolg für den Unterländer nun auf der Bühne in München geehrt zu werden. Wird es ihm in absehbarer Zeit gelingen in die internationale GT3-Liga aufsteigen zu können? Geehrt wurde auch der einstige FF-Festival-Sieger Ricardo van der Ende (NL, links). Ex-F1-Fahrer Alesandro Zanardi (I) nahm die Ehrungen in München vor.

    (HTS)


    Komplette Pressemeldung von BMW - http://sport.bmw-press.de/online.php?u=RT9_-Xg3022


    BMW-Foto

  • Jürgen Bender erfolgreich in 2 Meisterschaften

    (P9-Challenge + STT)

    Porsche-GT-Modelle machen seit Jahren in den beiden P9-Serien, der Challenge und in der Endurance "die Pace". Auch 2019 blieb das so. P9-Manager Bernhard Fischer stellte 2019 einen Terminkalender für seine beiden Serien zusammen, der die Starter aus Deutschland, Österreich, der Tschechei, Italien und der Schweiz einmal mehr voll überzeugte. Auch den erfolgreichen Unterländer GT-Routinier Jürgen Bender.

    "Unser Partner, das Porsche Zentrum Olympiapark erwarten Top-Rennstrecken. Die Fahrer und die teilnehmenden Teams verlangen in jeder P9-Saison anspruchsvolle Strecken. Das ist nachvollziehbar und sie alle bekommen Top-Strecken bei uns. Wir schaffen so optimale Grundvoraussetzungen für eine Top-Saison in der P9", so der P9-Boss Fischer aus München. Alle Fahrer wollen mit ihren GT-Rennwagen auf renommierten Circuits ihre eigenen Rundenzeiten mit den Topleuten aus anderen Rennserien vergleichen können. Vorne fahren reicht nicht".

    In der P9-Challenge brachte Jürgen Bender als Nr.1 seiner Leistungsklasse KL8 beim Interview auf den Punkt, als er seine Rundenzeiten mit den Zeiten anderer Serien verglich. "Der Hockenheimring, der "Königlichen Park von Monza", der Red Bull Ring oder auch der legendäre Formel-1 Kurs in Imola sind perfekte Vergleichsstrecken für die internationale Fahrerschaft", so der Neckarsulmer. Dort fährt die P9 und auch die STT.

    Bei jedem Rennwochenende ist es der Kampf um das Podium, um Klassensiege oder gar um den Gesamtsieg eines P9-Laufes oder der STT das was die Racefans erleben wollen und was sie immer wieder fasziniert. In der 34. Saison der renommierten STT gelang Jürgen Bender in seiner Division 1 der Meisterschaftsplatz zwei hinter Porsche-Ass Uli Becker. "Die haben sich packende Duelle geliefert", so Manager Krepschik.

    Die Möglichkeit des Fahrerwechsels bei der P9-Endurance sowie die Chance in Abhängigkeit von der Klassenstärke für den Titelkampf der P9-Challenge bzw. Endurance zu punkten, genau das hielt 2019 die Tabellenführung bis zum Finale im Italienischen Imola offen. Kampf bis zur letzten Runde.

    MCH-Ass Jürgen Bender war nur bei 1/3 der P9-Rennen am Start. Aber der Neckarsulmer holte auf einer 600 PS-starken Callaway-Corvette wie auch der Prager Unternehmer Antonin Herbeck auf Pagani-Zonda-AMG und Heiko Neumann (Burg) auf Porsche 997 GT3R ebenfalls zwei Gesamtsiege. Siegerkönig wurde der Nürnberger Hermann Speck auf Porsche 997 GT3R. "Specki" gewann in der P9-Challenge 4 Meisterschaftsläufe", so Bender respektvoll. Hinter MCH-Clubmitglied Bender landete der Leipziger Marvin Kirchhöfer und der spätere Champion "Denis G. Watt" aus Österreich mit je einem Gesamtsieg. Profi Kirchhöfer war nur bei einem Rennen am Start und dort gewann er auch prompt. Respekt also für den ADAC-Masters-Profi von Callaway-Competition aus Leingarten, einem Titel-Favoriten.

    In der P9-Challenge katapultierte sich Jürgen Bender am Ende auf Meisterschaftsrang 3 nach vorne. "Bei nur 4 Starts eine überaus beachtliche Leistung", so Benders Wettbewerber voller Anerkennung.

    Die STT-Challenge konnte Jürgen Bender 2017 gewinnen. In der auslaufenden Saison landete der Divisionszweite aus dem Unterland dort auf Gesamtrang 4. Damit war er natürlich nicht zufrieden. Technische Probleme warfen Jürgen Bender entscheidend zurück.

    Den größte Saisonerfolg erkämpfte "Ben" Bender beim American Fan Fest in Hockenheim. Von 4 Starts gewann der Neckarsulmer Diplomingenieur 3 Rennen in der P9 und in der STT. Überboten hat Bender das zuvor nur einmal am Nürburgring. 2018 gewann er dort alle 4 GT-Rennen bei denen er antrat - und das an einem Sonntag im Oktober.

    (HTS)

    Foto HTS: - Bender besiegte Becker und Abbelen in der P9-Challenge in Hockenheim

  • Die 3 GT-Topfahrer aus dem Unterland

    Quo Vadis - Jürgen Bender 2020 im GT-Sport am Start

    Die GT3-Rennwagen stehen seit einigen Jahren nicht nur im Deutschen Motorsport, sondern auch international in voller Blüte. Rundstreckenrennen am Steuer eines GT3-Rennwagens sind seit einigen Jahren absolut Trumpf. Ein junger Fahrer aus jenem ADAC- Club AMC-Giessen den auch der einst der legendäre Deutsche Formel 1 Profi Stefan Bellof angehörte, brachte es vor einigen Tagen in Hockenheim auf den Punkt. "GT3 ist bei den Produktionsrennwagen der einzig richtige Weg. Entweder Rennwagen, dann Formelsport oder Produktionsrennwagen, dann GT3", so Dennis Fetzer. Das 17jährige Talent stieg vom Kart in den GT3-Cup und katapultierte sich auf nassem Asphalt am Red Bull Ring aus dem Stand aufs Siegerpodium.

    Im heimischen Unterland haben sich Markus Pommer (Erlenbach), Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) und Jürgen Bender (Neckarsulm) auf GT3 Rennwagen europaweit einen Namen gemacht. Natürlich waren die drei Racer nicht die einzigen die das versuchten. Aber sie waren diejenigen, die Erfolg im GT3-Sport hatten. Auf Spitzenmodellen von Callaway-Competition (Leingarten), AMG (Team Auto Arena) und Audi (Aust Motorsport) feierte man in der Topserie ADAC-GT-Masters in verschieden international offene GT-Serien und auch auf der Langstrecke viele Klassenerfolge, Gesamtsiege und Meistertitel. Die Namen Pommer, Assenheimer und Bender erfreuen sich großer Wertschätzung bei den GT-Profiteams des Automobilsports.

    Auf der Rundstrecke mischt Markus Pommer im Kampf um den ADAC-GT-Mastertitel entscheidend mit. Patrick Assenheimer, in der Vergangenheit Gesamtsieger bei Gaststarts in der STT mischt jetzt auf der Langstrecke im Kampf um Siege entscheidend mit. Er ist dem Fabrikat mit dem Stern verbunden. Und Jürgen Bender? Der Neckarsulmer Ingenieur gewann die TCC-Serie sowie die STT. Dazu holte er jedes Jahr Siege bei Gaststarts in der P9-Challenge. Nicht zu vergessen sein einzigartiger Vierfachsieg 2018 am Ring bei der STT+P9. Aber die Krone ist der glänzende 4. Gesamtrang bei den 24h von Dubai 2006. "Die GT3 ist es heute, die im Rundstreckenrennsport die "Spreu vom Weizen" teilt, keine Frage", so MCH-Mitglied Renningenieur Marco Bayer.

    Foto: Autosport.at, Hartung

  • René Noller kommt erneut ins Ziel und wird Achter im Rallye-Cup

    Finale zur Deutschen Rallye Meisterschaft und dem ADAC Rallye Cup 2019

    Das große Finale zur Deutschen Rallye Meisterschaft und dem ADAC Rallye Cup fand diesmal mit der Int. ADAC 3-Städte Rallye in Niederbayern statt. Neben dem Deutschen Meister Fabian Kreim (Skoda R5) freute sich auch der mit 17 Jahren jüngste Teilnehmer im Feld, René Noller vom MC Heilbronn über den 8. Gesamtrang im ADAC Rallye Cup 2019.

    Zusammen mit seinem BF17 Copilot Matthias Weber (Grafenau) schaffte es René Noller erneut den 142 PS starken Opel Adam gekonnt über alle 10 Wertungsprüfungen und die knapp 500 Km Gesamtdistanz zu bringen. Obwohl er erst beim 3. von 6 Läufen aufgrund seines Alters sein Debüt geben konnte, schaffte es der Junior von Rallyelegende Rainer Noller noch auf den 8. Platz in der Gesamtwertung des hochdotierten Cups.

    Nur 11 Tage nach seinem 17. Geburtstag schrieb René Noller Geschichte als jüngster Fahrer aller Zeiten bei einem Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft. Trotz einem Abflug brachte er den Opel Adam bei seiner 1. Rallye als 8. in der Cup Wertung ins Ziel. Auch beim nächsten Lauf Rund um die Sulinger Bärenklaue holte er Platz 8 und die ersten Powerstage Punkte. Sein bestes Ergebnis fuhr Noller beim vorletzten DRM Lauf im Erzgebirge heraus. Trotz vielen WP Kilometern bei Nacht und Dauerregen brachte er den Opel Adam auf Platz 6 im ADAC Rallye Cup ins Ziel nach Stollberg.

    Dazu war René noch bei 4 Rallyes 2019 als Vorwagen am Start und sammelte weitere Erfahrung um 2020 dann eine volle Rallyesaison im Opel Adam zu bestreiten.

    Fotos: privat

  • Assenheimer donnert im AMG GT3 Mercedes zum Vizetitel

    Spannung und Action durch 48 GT3-Boliden beim Finale des Blancpain Endurance Cup in Barcelona

    Der 18. Startplatz war nicht der gewünschte Ausgangspunkt, aber dank einer perfekten Vorstellung des Fahrertrios Patrick Assenheimer, Hubert Haupt und David Fumanelli in Black Falcon Mercedes AMG GT3 wurde nach der Ziellinienüberquerung heftig gejubelt: Vizemeisterschaft im hartumkämpften Silver Cup beim Blancpain GT Endurance Cup 2019.

    Die Orange1-FFF-Racingteampiloten Andrea Caldarelli, Marco Mapelli und Albert Costa sicherten sich im Lamborghini Huracan in einem dramatischen Finale mit dem Sieg in letzter Sekunde auch den Titel des Blancpain Endurance Cup 2019.

    Das Finale auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya lockte noch einmal 48 internationale GT3-Boliden der Marken Lamborghini, Aston Martin, Bentley, Ferrari, Nissan, Porsche, BMW, Audi und Mercedes nach Spanien. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren viele der Piloten – wohl auch ob der noch mehrfach ausstehenden Titel-, und Podestchancen – deutlich übermotiviert. Die Dreistundenhatz war ab dem Start von vielen Kollisionen, Unfällen, Safetycar- und Gelbphasen geprägt. „Auch unser grüner Black Falcon Mercedes hat diverse Kratzer, aber wir konnten ohne größere Blessuren die Teamtaktik optimal auf der 4655 Meter langen Rennstrecke umsetzten“ erklärt Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld). Die Fahrt von Startplatz 18 auf den siebten Gesamtrang war eine perfekte fahrerische Vorstellung von Assenheimer und seinen Kameraden. Der gleichzeitige Podestplatz zwei im Silver Cup – die vierte Podiumsplatzierung im fünften Rennen spiegelt die starke fahrerische Leistung wieder – bedeutete schlussendlich auch die Vizemeisterschaft. „Es waren 85 harte Runden in Barcelona, die langgezogenen Kurven fordern die Reifen extrem und die Konkurrenz war stärker denn je. Das Black Falcon Team hat unseren Mercedes AMG GT3 perfekt vorbereitet und betreut, ich bin hochzufrieden“ resümiert Patrick Assenheimer das Finale des Blancpain Endurance Cups 2019.

    (Wilfried Ruoff)   

    Foto: Patrick Assenheimer mit Hubert Haupt (links) und David Fumanelli (rechts) vor dem Black Falcon AMG GT3 in Barcelona

     

     

  • VLN: Fübrich/Griessner krönen sich zu neuen VLN-Champions...

    ...und verteidigen Titel im BMW M240i Racing Cup

    • VLN: Yannick Fübrich und David Griessner krönen starke Saison im BMW M240i Racing Cup mit dem Gewinn des VLN-Titels.
    • Pixum Team Adrenalin Motorsport dominiert Gesamtwertungen im BMW M240i Racing Cup.
    • Griessner: „Das ist der größte Erfolg in meiner Karriere“.


    Ob in der DTM, in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship, in der ABB FIA Formula E Championship oder in unzähligen weiteren Rennserien: Woche für Woche kämpfen BMW Teams und Fahrer um Punkte, Siege und Titel. Auch abseits der Strecke sorgen die Mitglieder der großen BMW Motorsport Familie rund um den Globus für Schlagzeilen. Mit den „BMW Motorsport News“ fassen wir für Sie die Geschehnisse kompakt und informativ zusammen. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden.


    VLN: Fübrich/Griessner krönen sich zu neuen VLN-Champions

    Die VLN-Champions 2019 fahren einen BMW M240i Racing:  Im letzten Saisonrennen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (GER) sicherten sich Yannick Fübrich (GER) und David Griessner (AUT) im Fahrzeug mit der Startnummer 650 den Sieg in der BMW M240i Racing Cup Klasse und damit gleichzeitig Position eins in der VLN-Gesamtwertung. Für beide Fahrer ist es der erste Triumph in der VLN. Dem Pixum Team Adrenalin Motorsport um Teamchef Matthias Unger (GER) gelang mit dem Erfolg von Fübrich und Griessner der zweite VLN-Gesamtsieg in Folge. Im Vorjahr hatten Danny Brink, Philipp Leisen und Christopher Rink (alle GER) in ihrem BMW 325i triumphiert. Das Trio hatte diesmal erneut bis zum Schluss Titelchancen, letztlich musste es seinen Teamkollegen jedoch den Vortritt lassen, obwohl auch Brink, Leisen und Rink in ihrer Klasse V4 als Erste die Ziellinie überquerten. Damit sicherten sie sich Position eins in der Produktionswagen-Trophy. In der Gesamtwertung des 44. DMV Münsterlandpokals belegten Christian Krognes (NOR), David Pittard und Jody Fannin (beide GBR) im #34 BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport einen starken dritten Platz. Insgesamt feierten BMW Teams beim VLN-Saisonfinale fünf Klassensiege.


    BMW M240i Racing Cup: Fübrich/Griessner verteidigen ihren Titel

    Yannick Fübrich und David Griessner haben beim VLN-Saisonfinale auf dem Nürburgring nicht nur den VLN-Titel gewonnen, sie haben auch ihre Krone im BMW M240i Racing Cup erfolgreich verteidigt. Vor dem letzten Rennen hatte das Duo vom Pixum Team Adrenalin Motorsport 46 Punkte Vorsprung in der Fahrerwertung. Diesen bauten sie durch ihren siebten Klassensieg im neunten Rennen sogar noch aus und unterstrichen dadurch ihre Dominanz in dieser Saison. Bereits im Vorjahr waren Fübrich und Griessner nicht zu schlagen gewesen. Den zweiten Platz in der Fahrer- sowie den Sieg in der Juniorenwertung sicherten sich Nico Otto und Lars Peucker (beide GER) vom Team Scheid-Honert Motorsport. Sie belegten beim Saisonfinale im „Eifelblitz“ mit der Nummer 666 gemeinsam mit Florian Naumann (GER) den zweiten Rang in der Klasse CUP5. Der dritte Platz ging an Ben Bünnagel (GER) und Francesco Merlini (ITA) vom Pixum Team Adrenalin Motorsport, das bereits vor dem letzten Rennen als Teamchampion im BMW M240i Racing Cup festgestanden hatte. Platz eins in der Gentleman-Wertung ging an Stefan Kruse (GER), ebenfalls vom Pixum Team Adrenalin Motorsport. Beim 44. DMV Münsterlandpokal standen insgesamt 16 BMW M240i Racing in der Startaufstellung.


    3 Fragen an ... Yannick Fübrich und David Griessner

    Im Vorjahr waren Sie schon nah am VLN-Titel dran, diesmal hat es geklappt. Wie erleichtert sind Sie?

    David Griessner: „Ich bin unglaublich erleichtert und freue mich riesig. Das ist der größte Erfolg in meiner Karriere. Mein letzter Stint im Rennen hat sich angefühlt wie eine Ewigkeit. Dass wir es nun geschafft haben, ist ein Traum – und ich denke auch, wir haben uns den Titelgewinn verdient.“

    Ihren Titel im BMW M240i Racing Cup haben Sie zudem erfolgreich verteidigt. Wie haben Sie die Saison erlebt?

    Yannick Fübrich: „Unsere Saison war nahezu perfekt. Und das Rennen heute war die Krönung. Wir mussten gewinnen, um zusätzlich zur Titelverteidigung im Cup auch VLN-Champions zu werden, und wir haben uns heute in einem unglaublich engen Rennen durchgesetzt. Darauf können wir sehr stolz sein.“

    Wie groß ist der Anteil des Pixum Teams Adrenalin Motorsport am Gewinn dieser hart umkämpften Klasse?

    Fübrich: „Vor der großartigen Arbeit dieses Teams kann man nur den Hut ziehen. Es funktioniert dort einfach alles, unsere Boxenstopps sind fantastisch. Das ist ein echtes Wahnsinns-Team, bei dem wir uns nur bedanken können.“

    Griessner: „Da kann ich Yannick nur zustimmen. Ich bin unglaublich froh, für so ein großartiges Team fahren zu können. Auch die Atmosphäre innerhalb der ganzen Mannschaft ist hervorragend. Vielen Dank an alle, die an diesem Erfolg beteiligt waren!“

    Ingo Lehbrink Pressesprecher BMW Group Motorsport

    www.press.bmwgroup.com/deutschland

  • René Noller fliegt auch im hohen Norden zum Ziel

    Der nördlichste Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft 2019 fand Rund um die Sulinger Bärenklaue statt, wo 60 Teams aus 6 Nationen die Hatz über 13  Wertungsprüfungen an 2 Rallyetagen auf sich nahmen. Mit seinen gerade erst 17 Jahren war René Noller aus Abstatt der jüngste Fahrer im Feld. 

    Mit seinem Beifahrer Matthias Weber (Grafenau) meisterte der junge Nachwuchsfahrer vom MC Heilbronn auch diesmal alle Wertungskilometer im 142 PS starken Opel Adam Cup. Probleme gab es nur auf der 25 Km langen, berüchtigten Sprintprüfung im IVG Wald. Rund 5 KM vor dem Ziel riss die rechte Antriebswelle ab, sodass sich Noller nur in langsamer Fahrt ins Ziel und mit über einer Minute Zeitverlust in den Service retten konnte. Dort konnte das Highspeed Racing Team schnell genug die Welle wechseln, sodass Noller/Weber weiter im Rennen blieben.

    Mit der 4. Zeit in der Powerstage WP12 holten die beiden sogar noch 2 Zusatzpunkte für den ADAC Rallye Cup und kamen dort am Ende, wie schon in Stemwede, auf Platz 8 ins Ziel. Den Sieg holte das Belgische Profiteam Munster/ Luoka, die weiter vor dem Finnen Piettarinen die Cup Gesamtwertung anführen.

    Der nächste Lauf findet nun erst Anfang Oktober im Erzgebirge statt, bevor es dann zum Finale, der 3‑Städte Rallye nach Ostbayern geht.

    (Rainer Noller)

    Foto: Rainer Noller

  • Titelkampf am Nürburgring: Callaway bereit für den Endspurt

    5. Lauf ADAC GT Masters 2019

    (PRESSEMITTEILUNG Leingarten, 15. August 2019)

     

    Mit dem fünften Lauf des ADAC GT Masters auf dem legendären Nürburgring (D) startet die entscheidende Phase der Saison. Callaway Competition will mit seinen beiden Corvette-Piloten Markus Pommer und Marvin Kirchhöfer auf dem Kurs in der Eifel erneut angreifen und den Abstand zum Tabellenführer verkürzen. Keine Pause im Kampf um den Titel: Nur knapp eine Woche nach dem Ritt durch die Dünen im niederländischen Zandvoort steht am kommenden Wochenende (16.-18. August) auf dem Nürburgring der nächste Lauf des ADAC GT Masters auf dem Programm.

    Trotz des durch Pech geprägten Rennwochenendes in Zandvoort bleibt Callaway Competition dem Gesamtführenden des hochkarätigen GT-Championats weiter dicht auf den Fersen. Als Gesamtzweite wollen Marvin Kirchhöfer (25/Luzern) und Markus Pommer (28/Neckarsulm) mit ihrer Corvette C7 GT3-R in der Eifel den Abstand nach oben wieder verkürzen und den Traum vom Titel weiter leben zu lassen.

    Der fünfte Lauf der „Liga der Supersportwagen“ läutet auf dem Nürburgring die heiße Phase im Titelkampf ein und die Mannschaft um Teamchef Mike Gramke ist bereit für den bevorstehenden Endspurt. Ein punktloses Wochenende wie zuletzt in Zandvoort will man auf dem 3.629 Kilometer langen Kurs mit aller Macht verhindern.

    Auch am Nürburgring ist Callaway nach zwölf Jahren beim ADAC GT Masters mit fünf Siegen das erfolgreichste Team. Zwar liegt der letzte Sieg fünf Jahre zurück (damals noch mit der C06.R GT3), doch am kommenden Wochenende will man wieder voll attackieren und die Spitzenreiter jagen.

    Wenn am kommenden Wochenende das ADAC GT Masters auf dem Nürburgring seinen fünften Saisonlauf austrägt, werden auf der Motorhaube der Corvette mit der Startnummer #77 die drei farbenfrohe Buchstaben des Kölner Privatsenders RTL zusehen sein.

    Hierbei handelt es sich nicht etwa um einen neuen Sponsor des Corvette-Teams, sondern um die Fortsetzung der Charity-Projekte des Sportwagen Clubs aus Leipzig, der sich schon bei den vorangegangenen Veranstaltungen des ADAC GT Masters für gemeinnützige Projekte engagiert hat.

    Mit dem nächsten Projekt startet der Sportwagen Club die wohl größte Spendenaktion der Saison. Bereits im Vorfeld wurde eine stolze Summe in Höhe von 42.000 Euro eingenommen, welche nachhaltig zugunsten notleidender Kinder in Deutschland und der ganzen Welt gehen. Hierbei hat man die Stiftung „RTL-Wir helfen Kindern e.V.“ ausgewählt.

    Da der Nürburgring nur 100 Kilometer von Köln entfernt liegt, wird man am kommenden Wochenende wohl auch den ein oder anderen prominenten Gast, welcher das Projekt zusätzlich begleitet, im Fahrerlager antreffen.

    Die bisherige Spendensumme will der Sportwagen Club natürlich noch erhöhen und beim RTL-Spendenmarathon im November bekanntgeben. Wer mithelfen und spenden möchte, kann sich auf der Website des Sportwagen Clubs darüber informieren.

    „Es wird ein enges und spannendes Wochenende auf dem Nürburgring geben. Ich denke es gibt keine Strecke, wo alle so viel Erfahrung haben wie dort. Wo wir mit unserer Corvette liegen, werden wir frühestens im Qualifying sehen. Ich bin optimistisch, auch wenn wir erneut kein leichtes Spiel haben werden. Unser Ziel ist es möglichst weit in die Punkteränge zu fahren und bestenfalls vor den Tabellenführern zu landen.“  Marvin Kirchhöfer (Luzern)

    „Für die beiden Rennen auf dem Nürburgring wäre es schon von Vorteil, wenn wir weniger Pech hätten als in Zandvoort. Es lief für uns zuletzt nicht wirklich perfekt, aber ich glaube, dass wir dort auf dem Nürburgring wieder ein Wort um die vorderen Plätze mitreden können. Das ganze Team ist hochmotiviert und lässt sich auch nach solchen Wochenenden wie in Zandvoort nicht aus dem Konzept bringen, was mich auch optimistisch stimmt." Markus Pommer, Heilbronn

    Foto: Stephan Hamacher / Motorsport-Karriere.de (Callaway-Corvette mit RTL-Logo am Nürburgring)

    www.sportwagen-club.org/charity 

     

  • Patrick Assenheimer mit Gesamtsiegerhattrick im AMG GT3 Mercedes

    Beim 6. VLN-Lauf: Lehrensteinsfelder Mercedespilot triumphiert zum dritten Mal in Folge in der Eifel – der Meimsheimer Yannick Fübrich bleibt weiterhin VLN-Meisterschaftsführender

    Das berühmt-berüchtigte Eifelwetter machte beim 6.Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft seinem Namen alle Ehre. Über sintflutartige Regenfälle bis hin zu strahlendem Sonnenschein waren die Bedingungen für die 147 gestarteten Teams bei der Vier-Stunden-Hatz. Unbeeindruckt davon spulten Patrick Assenheimer und Manuel Metzger im Obereisesheimer Auto-Arena-Motorsport Mercedes AMG GT3 souverän eine schnelle Runde nach der anderen ab. Im Ziel hatte das Duo 2,15,778 Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierten Pierre Kaffer und Frank Stippler im Car Collection Audi R8 LMS, die wiederum 1,44,26 Minuten vor den Gesamtdritten Dominik Baumann und Philip Ellis im GetSpeed Performance Mercedes AMG GT3 die Ziellinie kreuzten. Damit trug sich der 27jährige Patrick Assenheimer in die VLN-Geschichtsbücher ein: Sein dritter Gesamtsieg in Folge auf dem Nürburgring und der legendären Nordschleife sind ein Hattrick, den es so bisher nur ein einziges Mal vor zehn Jahren von den Porschepiloten Chris Mamerow und Dirk Werner gegeben hat.

    Assenheimer war bei nasser Piste vom dritten Startplatz losgefahren und hatte früh auf profillose Slicks gewechselt. „Das Risiko zahlte sich aus, auch als es wieder zu schütten begann, bin ich im richtigen Moment in der Box gewesen um mit den Regenreifen weiter pushen zu können“, erklärt Patrick Assenheimer. „Unser Black Falcon Team hatte eine geniale Strategie ausgetüftelt, die Technik und unsere fahrerischen Leistungen waren optimal, die Boxencrew hat perfekt gearbeitet, ich bin überglücklich“ strahlt der Lehrensteinsfelder bei der Siegerehrung. Zwischenzeitlich war der französische Werkspilot Kevin Estre mit Traumrundenzeiten auf trockener Piste im Manthey-Porsche 911 GT3 R von Startplatz vier an die Spitze gefahren. Doch in Runde 14 kam nach einem Unfall bei Aquaplaning das Aus für den schnellen Porsche. Patrick Assenheimer gelangen zu dieser Zeit fehlerfreie Runden unter schwierigsten äußeren Bedingungen – in Führung liegend übergab er den ca. 550 PS starken AutoArena-Mercedes nach einem Doppelstint an Manuel Metzger. Der konnte die Führung sogar noch ausbauen und die Triumphfahrt für das Black Falcon Team mit dem erneuten Gesamtsieg perfekt machen.

    Keine Veränderung gibt es an der VLN-Tabellenspitze. Der Meimsheimer Yannick Fübrich und sein österreichischer Partner David Griessner haben die Nase ihres BMW M240i vom Pixum Team Adrenalin Motorsport weiterhin ganz vorne. „Desaster mit Schadensbegrenzung“, waren die Schlagworte von Yannick Fübrich im Ziel. Von Startplatz vier losgefahren, konnte Fübrich den 340 PS starken BMW gegen 13 Konkurrenten mit identischen Flitzern in der Cup 5 Klasse durch eine tolle Performance an die Spitze lenken. In der Starkregenphase des letzten Renndrittels übersah Fübrichs Partner Griessner bei heftiger Gischt eine Doppelgelbphase bei einem Überholmanöver. Die Zeitstrafe dafür betrug 185 Sekunden – aus dem sicheren Klassensieg wurde dadurch ein zweiter Platz, der punktemäßig gerade noch so für die VLN-Tabellenführung reicht. Der Klassensieg ging so an den BMW von Sorg Motorsport, der dritte Platz mit deutlichem Rückstand an die Truppe von Performance-Motorsport. „Unsere Pace war gut, die Abstimmung des BMWs hat gepasst, das Team hat perfekt gearbeitet, einzig der Lapsus beim Überholen unter Doppelgelb hat nicht ins Bild eines ansonsten perfekten Renntages gepasst“, resümiert Yannick Fübrich bei der Siegerehrung.    

    (Wilfried Ruoff) 

    Foto: Yannick Fübrich im ca. 340 PS starken BMW 240i Racing Cup 

     

  • Patrick Assenheimer brilliert mit zwei Gesamtsiegen...

    ...und Yannick Fübrich übernimmt die VLN-Tabellenführung


    Rückblick vom 4. und 5. Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring und der legendären Nordschleife – zwei MCH-Racer in bestechender Form machen Schlagzeilen


    Die Schlussphase beim 4. Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft am 13. Juli in der Eifel war nichts für schwache Nerven. Die finale Entscheidung fiel erst auf den letzten Metern nach heftigen Rad an Rad Duellen inclusive einiger Berührungen zwischen zwei Mercedes AMG GT3 Boliden. Mit lediglich 2,023 Sekunden Vorsprung – nach einer harten Vier-Stunden-Hatz - erkämpfte sich das von Black Falcon eingesetzte Team AutoArenA Motorsport aus Obereisesheim schlussendlich den Gesamtsieg mit dem Fahrerduo Patrick Assenheimer (Lehrensteinsfeld) und Manuel Metzger. Marek Böckmann und Philip Ellis im Getspeed Performance Mercedes verwiesen als zweite das von der Pole Position gestartete Trio Christian Krognes/David Pittard/Jody Fannin im BMW M6 GT3 vom Team Walkenhorst auf den dritten Gesamtrang.

    Patrick Assenheimer im Black Falcon-AutoArenA Mercedes AMG GT3

    148 Fahrzeuge sorgten einmal mehr für eine turbulente Startphase. Patrick Assenheimer legte mit viel Vernunft hier den Grundstein für seinen zweiten Gesamtsieg. Ohne Risiko einzugehen bog der Lehrensteinsfelder als fünfter auf die Nordschleife ab – „die zwei verlorenen Plätze nach Startplatz drei taten nicht weh, ab dann habe ich permanent gepusht“ erklärt Assenheimer. Eine Schrecksekunde hatte der AutoArenA Mercedes AMG GT3 allerdings in der ersten Runde noch zu überstehen, die leichte Kollision mit einem Lamborghini Huracan blieb für Patrick und seinen Boliden aber folgenlos. Dessen fehlerfreier und schneller Doppelstint erwies sich als optimale Taktik. Assenheimer übergab nach einer fahrerischen Glanzvorstellung den 550 PS starken Mercedes auf Position eins an seinen Partner Manuel Metzger. Der Nordschleifenkenner musste dann aber mit allen erdenklichen, jedoch immer fairen Mitteln um den Sieg kämpfen. „Eineinhalb Stunden die Führung zu verteidigen war extrem hart für Manuel. Mit dem Gesamtsieg haben wir uns den Frust über das Pech beim 24-Stunden-Rennen von der Seele gefahren – Danke an das Black Falcon Team für das perfekte Auto“, so das Resümee vom überglücklichen Patrick Assenheimer bei der Siegerehrung.

    Für einen Wechsel an der Spitze der VLN-Gesamtwertung sorgte MCH-Racer Nummer zwei, Yannick Fübrich aus Nordheim. Zusammen mit seinem österreichischen Partner David Griessner fuhr Fübrich den dritten Sieg in Folge in der Cup 5 Klasse heraus. Hier waren 17 identische BMW M240i Racing Cup gestartet. Der vom Pixum Team Adrenalin Motorsport eingesetzte, 340 PS starke Hecktriebler von Fübrich und Griessner mit einem neuen „Outfit“ beim vierten Lauf. „Die für Fahrzeugtechnik, Folientechnik und Chiptuning zuständige CFN Group aus Frauenzimmern prangt als neuer Hauptsponsor auf dem BMW und hat gleich für einen weiteren Schub gesorgt“ so Yannick Fübrich. Der 27jährige fuhr wie Assenheimer einen Doppelstint und übergab nach zwei schnellen Überholmanövern das Auto an Griessner. Der verteidigte die Führung abgeklärt vor den Dauerrivalen Nico Otto und Lars Peuckert im Team Honert-Scheid-BMW. Die Zielflagge sah das Topduo mit zehn Sekunden Vorsprung und durfte sich zudem über den 29. Gesamtrang freuen. Durch ihren dritten Sieg übernahmen die beiden BMW-Piloten Fübrich/Griessner auch die VLN-Tabellenspitze.

    Yannick Fübrich im neu designten BMW 240iRacing Cup

    Drei Wochen später, der VLN-Saisonhöhepunkt steht an, das ROWE-Ruhr-Pokal-Rennen ist das einzigen im Kalender, das über eine Distanz von 6-Stunden geht. Riesenjubel hier erneut beim Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer - nach seinem Gesamtsieg vor drei Wochen triumphiert der Mercedespilot auch beim sechsstündigen Saisonhöhepunkt in der Eifel, diesmal zusammen mit dem ehemaligen DTM-Fahrer Maro Engel. Der 33jährige Wahlmonegasse hatte den vom Team Black Falcon eingesetzten AutoArenA Motorsport Mercedes AMG GT3 im verregneten Qualifying auf die Pole gestellt. Schwieriger Rennstart dann bei nasser Piste und von Beginn an wurde über die gesamte Langdistanz um jede Position gekämpft. 16 Runden – über je 24,433 Kilometer auf dem Nürburgring, der Kurzanbindung und der legendären Nordschleife – führten Assenheimer und Engel. 18 Runden hatte der Black Falcon Schwesterbolide mit den Fahrern Hubert Haupt, Adam Christodoulou und Luca Stolz die Nase ihres AMG GT3 vorn, sechs Runden führte der Phönix Audi R8 LMS mit dem Duo Vincent Kolb und Frank Stippler am Steuer das Feld aus 144 Fahrzeugen an. Assenheimer/Engel hatten beim Zieleinlauf 35,804 Sekunden Vorsprung mit dem 550 PS starken AutoArenA Mercedes auf den zweitplatzierten Black Falcon AMG GT3 der wiederum 36,717 Sekunden vor dem drittplatzierten Audi die Zielflagge sah. „Die Boxenstoppstrategie vom Team war genial, der Wechsel von Regenpneus auf profillose Slicks exakt zur rechten Zeit, die Rad an Rad Duelle und Überholmanöver mit dem Audi und unserem Schwestermercedes waren hart aber immer fair, ein richtig geiles Rennen“ resümiert Patrick Assenheimer. „Die Pole war wichtig für den Kopf, die letzten Rennrunden als Führende das Ergebnis eines perfekten Renntages“ fügt er hinzu. Der 27jährige hat derzeit einen Lauf. Zwei Gesamtsiege in Folge bei der VLN in der Eifel und dazwischen seine fahrerische Glanzleistung beim verregneten 24-Stunden GT3-Marathon in Spa. „Momentan passt alles perfekt, die Technik, die Taktik und meine Rennperformance“, erklärt ein hochzufriedener Patrick Assenheimer bei der Siegerehrung, die nach dem verregneten Start bei strahlendem Sonnenschein in der Eifel stattfand.

    Patrick Assenheimer und Maro Engel auf dem obersten Gesamtsiegerpodestplatz

    Jubel und Freude auch beim Nordheimer Yannick Fübrich. Durch seinen vierten Klassensieg konnte Fübrich zusammen mit seinem österreichischen Partner David Griessner die Tabellenführung der VLN auf 1,03 Zähler ausbauen. In deren Cup 5 Klasse waren erneut 17 identische BMW 240 i Racing Cup mit den 340 PS starken Sechszylindern angetreten. Fübrich/Griessner gelang ein klassischer Start-Ziel-Sieg, nachdem der Nordheimer den Dreiliter-Turbo-BMW auf die Pole im Qualifying gestellt hatte. „Wir haben schon nach der zweiten Runde auf Slicks gewechselt, ab dann konnte ich mich langsam aber kontinuierlich nach vorne absetzten“ erzählt Yannick Fübrich. 30,972 Sekunden betrug der Vorsprung von Fübrich/Griessner im Ziel, die schnellste Rennrunde der 17 Konkurrenten wurde zusätzlich herausgefahren. Deren Pixum Team Adrenalin Motorsport beeindruckte ebenfalls bei den Boxenstopps mit Schnelligkeit und Perfektion. Nur der zweitplatzierte Sorg-Rennsport BMW sowie der als dritter abgewunkene Team Honert-Scheid-BMW waren in einer Runde unterwegs, das Spitzentrio einmal mehr in einer eigenen Liga in der Eifel, nun darf sich Yannick Fübrich berechtigte Hoffnungen auf den VLN-Titel 2019 machen.

    (Wilfried Ruoff)

     

  • Unser Markus Pommer siegt weiter

    3. ADAC-GT-Masters-Weekend am Red Bull Ring

    Gespannt verfolgten viele Freunde des Motorsports einmal mehr ein ADAC-GT-Masters-Weekend. Das 3. der Saison 2019. Am Red Bull Ring schien wie immer richtig Stimmung unter den Aktiven und den Fans zu herrschen. Viele Freunde und Angehörige in den Boxen fieberten in Österreich mit - "mit fiebern" ohne oder mit Enkel auf dem Arm oder Kindern in der Box war angesagt. Besonders viele fest gedrückte Daumen schien für den Unterländer Markus Pommer auf seinen Einsatz und den seines Partners im Cockpit, Marvin Kirchhöfer zu sein. MCH-Freunde aus Heilbronn schauten nicht nur vor Ort, sondern auch in der Heimat oder aus dem Pfingsturlaub und dem benachbarten Ausland zu.

    Lauf eins in Österreich nach dem 2 Saisonsieg vom 2. Masters-Weekend lief noch mit Ballast an Bord. Platz 5 im Rennen zeigte wie sehr es auf jedes Kilogramm bei den hoch entwickelten GT-Rennwagen aus der Callaway-Rennwagen-Manufaktur von Ernst Wöhr in Leingarten ankommt.

    Dann aber ging es an den Start zu Rennen 2 am Red Bull Ring. "GT3 von Callaway-Competition an der Spitze. Um es zusammen zu fassen - vor Ort oder im TV gesehen hat es ja praktisch jeder - Das Duo Pommer/Kirchhöfer legte einen Start-Ziel Sieg hi, . den 3. in der Saison nach Oschersleben und Most in Tschechien. Nun der Sieg in Österreich. Damit fuhren die Callaway-Jungs in jedem 2. Rennen nach ganz oben auf's Stockerl.

    In der Meisterschaft robbte man sich damit ganz dicht an des Audi-R8-Führungsduo von Team HCB Rutronik mit Niederhauser (CH) und van der Linde (ZAF) heran. 10 Punkte noch bis zur Tabellenspitze. Nicht schlecht. "Man darf sagen die Jungs haben den Titel klar im Blick", so der Kommentar von MCH-Mitglied, Renntechniker Marco Bayer.

    (HTS)

    Foto: HTS-Archiv

  • Klaus & Andreas Häberle bei der Heidelberg Historic 2019

    „Ich möchte einmal die Heidelberg Historic fahren; mit „dem“ Mercedes…“, so war die Antwort von Klaus Häberle auf die Frage, was er sich zu seinem 70. Geburtstag wünscht. „Der“ Mercedes ist ein ehemaliger 1976 werkseitig aufgebauter W123 280E. Einer von sechs Stück, von denen noch zwei existent sind (der Andere steht im MB Museum). Das Fahrzeug fuhr u. a. die London Sydney 1977, eine 40tägige Rallye durch 10 Länder in Südamerika sowie mehrmalig die Tour d‘Europe. Das Fahrzeug gehörte langjährig dem legendären MB-Werksfahrer Alfred Kling, mit dem Klaus Häberle 1979 die Tour d‘Europe gefahren ist; 12 Tage bzw. 10.000 km bis nach Marokko. Und nun, so der Plan, werden wir damit die Heidelberg Historic bestreiten. Es war Februar und daher Eile geboten, da die HH fast ausgebucht war und der jetzige Besitzer noch gefragt werden muss, ob er das fahrende Unikat dafür bereitstellt. Letzteres war nach 3 Tagen überraschend vom Tisch, danach haben wir sofort die Nennung abgegeben. Um es in der heutigen Jugendsprache zu sagen: Alter, wir sind dabei. Unser bis dato größtes Oldtimerabendteuer kann kommen.  

    Es folgen Training mit den Vorjahrsbordbuch, Mercedes in Stuttgart holen, Pressetermin in Karlsruhe, Fotoshooting in den Erlenbacher Weinbergen, Testfahrten etc.; ich glaube wir sind soweit…

    186 Fahrzeuge sind gemeldet, wir starten mit der Nr. 186 in der Sonderklasse für historische Rallyefahrzeuge. Technische Abnahme und „come tougether“ am Donnerstagabend in Sinsheim am Technik Museum. Ich sitze am Tisch und arbeite manuell meine WP Zeiten aus und beobachte dabei, wie alle anderen mit I-Pad`s einen ganz anderen Weg gehen. Mit wird so langsam bewusst, in welcher Welt ich da wohl gelandet bin. Das ist hier eine andere Nummer wie sonst. Einen vorderen Wertungsplatz schließe ich somit aus, da können wir mit „manuellen Methoden“ schlecht gegenhalten. Etikette hin oder her, wir werden auf unsere eigene Art und Weise unseren Spaß dabei haben. Wir sind hier sowas wie Exoten, mit einem exotisch auffälligen Auto, das ordentlich brüllt und mir noch anderweitig Probleme bereiten wird.

    Start für uns am Freitag entspannt so kurz nach 10 Uhr, von Sinsheim geht`s hinaus in die Nordbadische Taiga. Die erste WP versemmeln wir mal gleich nach 100 Meter um satte 4 Sekunden…einen 3-Fach Tusch bitte. Die getauschten Aufgaben im Fahrzeug (diesmal fährt mein Vater Klaus und ich versuche als Beifahrer einen kühlen Kopf zu bewahren) funktionieren jedoch einwandfrei; es ist ja schließlich sein Geburtstagsgeschenk und ich möchte Das nicht versemmeln – so gesehen ist es mir eine Ehre hier dabei sein zu dürfen.

    Nach ca. 1 Stunde Fahrzeit finde ich es bedenklich, dass sich der ungedämmte Beifahrerfußraum bedrohlich aufheizt. Meine Schuhe stehen auf blankem Blech, dahinter ist der heiße Abgasstrang, und das schwäbische Viech braucht Drehzahl. Mein Smartphone überhitzt, meine Turnschuhe auch, und meine Beine haben sich stark aufgewärmt (ich bin zwar noch kein alter Sack, aber auf dem Weg dorthin). Wir haben noch 9 Stunden bzw. 270 km vor uns und ich könnte hier im Fußraum eine Mahlzeit bruzzeln. Zum meinem Erstaunen halten meine Turnschuhe das aus ohne sich aufzulösen, aber es ist schon eine Quälerei hier. Für den Samstag lege ich mir ein Holzbrett in den Fußraum, welches auch dann die Hitze einigermaßen dämmt.

    Wir fahren über eine Kartbahn, nehmen den weltberühmten Hockenheimring mit (66er Schnitt/Drehzahl/heißer Fußraum/kochende Schuhsohlen), fahren mit dem Benz zum Benz nach Ladenburg und in die Altstadt nach Heidelberg (logo, ist ja auch die Heidelberg Historic). Vorkriegsklassiker hin oder her, ich behaupte mal das ca. 10 Fahrzeuge bei der Rallye so richtig auffällig sind, und einer davon ist unsere fahrende Sauna. Wir sind im Element, die zahlreichen Moderatoren auf der Rallye überschlagen sich, wenn sie uns vorstellen, und die Leute jubeln uns am Straßenrand dabei zu. Aus der Sicht wird uns die Wertung immer relativer, bei dem Gewitter hier. Apropos, ich begrüße die zahlreichen Regengüsse unterwegs, da die Feuchtigkeit meinen Fußraum „ein wenig“ runterkühlt, zumindest glaube ich das, um die Motivation oben zu halten.

    Tageshöhepunkt war dann der Innenstadtkurs in Spechbach, der bekannt dafür ist. Wer es nicht kennt; du gibst Autogramme, Kinder gehen vor dir auf die Knie, er herrscht Volksfeststimmung, der ganze Ort steht für dich Spalier. Und in unserem Fall kommt dazu, dass die 30 Autos vor uns alle langweilig sind. Der Moderator fällt dir fast ins Auto, bevor du die Rakete hoch lassen kannst und die Startfreigabe für den Ritt durch die engen Straßen bekommst. Und was macht mein Vater hinterm Steuer? Ihn sticht der Hafer und ist der Meinung, wir müssen den Zuschauern was bieten. Er zeigt mir und den jubelnden Zuschauern, was ein alter Hase noch so drauf hat. Wir fliegen durch die Gassen, in den Ecken auch quer. Das schwäbische Orchester brüllt „Nessun dorma“ gegen die Hauswände, hoffe, dass nichts dabei zu Bruch geht (was es auch nicht tut). Ich sitze daneben, werde wohl grad von Außenstehenden beneidet und versuche, mit Blick in mein Bordbuch die richtigen Ansagen zu setzen. In den beiden Rechtskehren stehen im Abstand von 2 m je 4-5 Fotografen und halten voll auf mich zu. Das ist hier wie auf einem Rammstein Konzert. Eine Welle, die sich am Samstag noch verstärken sollte. Zwei Minuten später von Spechbach sind wir wieder außerhalb von diesem Hexenkessel und fahren materialschonend einsam auf einer Landstraße dem nächsten Regenguss entgegen.

    Abends gegen 20 Uhr sind wir wieder in Sinsheim und gönnen uns noch ein Abendessen mit der Teilnehmergesellschaft. Da wir „Heimschläfer“ sind lassen wir den Mercedes in Sinsheim und fahren die 30km nach zum Übernachten nach Heilbronn. Gott, wie freue ich mich auf mein Holzbrett morgen im Fußraum.

    Für den zweiten Tag „modifiziere“ ich unser schwäbisches Einsatzgerät (Holzbrett), bevor wir gegen 9:45 Uhr am Re-Start losfahren. Das Wetter ist phasenweise wieder verregnet, das ist gut, dann rutscht die Fuhre mit den Safarireifen in den Kurven besser…

    Der erste Höhepunkt in Form einer WP dann eine gesperrte Bergstraße mit 3 Zeitnahmen. Er geht bergauf, enge Kehren, kein Gegenverkehr und, gut zum Querfahren, die Straße ist nass. Leider hat`s hier keine Zuschauer, was der Stimmung im Fahrzeug keinen Abbruch tut. Und ach ja, das Holzbrett – ist mir heute wichtiger als das Essen, eine Offenbarung. Mein Vater lässt das schwäbische fahrende Unikat fliegen, und wie was die Frage mit dem schlechten Beifahrer nochmal…

    Wir sind dann irgendwann bei Walldürn, eine WP auf gesperrten Landwirtschaftswegen steht an, in Form eines Dreieckskurses, zwei Mal 90° rechts sowie ein Mal 180° rechts. Mein fahrender Vater hat sich jetzt endgültig in die 70er zurückkatapultiert und erhöht die zu fahrende Durchschnitts - km/h um das dreifache!!! Wir fliegen mit 140 auf die erste Rechtskehre zu (die in 100m kommt), Gänge runter und rum mit dem Ding. Das wiederholt sich solange, bis die WP komplett durchfahren ist. Meine Gedanken drehen sich währenddessen um folgende Dinge: Zeitnahme und Lichtschranke ansagen, er weiß hoffentlich was er tut, Bordbuch festhalten, hoffentlich geht nichts zu Bruch, mehr Zuschauer wären hier besser, da vorne kommt die Lichtschranke, Schöne Bäume hat`s am Wegesrand, immer Locker bleiben….

    So, stopp. 9 von 10 Beifahrer bekommen hier jetzt eine Panikattacke oder übergeben sich am Wegesrand oder in den Fußraum, ich muss wohl einer der 10. sein der denkt – ok, Bordbuch umblättern und weiter geht’s. Er hatte seinen Spaß, ich Meinen auch. Ach ja, woran definiert man eigentlich einen schlechten Beifahrer…?

    Bei der Mittagspause am Audi Forum in Neckarsulm steht die ganze Familie Spalier, um uns zu empfangen, schöne Geste. Die letzte Etappe führt uns über das Zabergäu zurück nach Sinsheim. Überall wo wir durchkommen, vor allen bei den Moderatorenplätzen, aber auch in den abgelegenen Hinterhöfen stehen Menschen am Straßenrand und jubeln uns zu. So macht das Ganze Spaß. Unglaublich, die Begeisterung für das rollende Museum.

    Den Rallyeabend in Sinsheim verlassen wir kurz nach dem Essen, noch vor der Siegerehrung (ja, sollte man nicht tun). In der Gruppe haben wir den 7. Rang belegt, im Gesamtklassement haben wir uns auf Platz 114. wiedergefunden. Schade, das „sideways „ und „show“ nicht bewertet wurden. Ob wir was gewonnen haben weiß ich bis heute nicht. Egal, wir waren dabei, mit der brüllenden, fahrenden Sauna aus dem Hause Mercedes.

    (Andreas Häberle)

Archiv 2018

  • Jürgen Bender auf der Essen-Motorshow vom DSK geehrt

    Im Rahmen der alljährlichen Essen Motorshow wurde auch GT-Erfolgsrennfahrer Jürgen Bender einmal mehr geehrt. DSK-Präsident Dr. Ziegahn nahm die Auszeichnung von MCH-Mitglied Jürgen Bender persönlich vor.

    Die bedeutendste deutsche Rennsportausstellung ging aus der Jochen Rindt Show hervor. Der in Mainz geborene erste Deutsche Formel-1-Weltmeister war Namensgeber der Ausstellung in Essen. Nach dem Tod des in Graz aufgewachsenen, mit Österreichischer Lizenz fahrenden Jochen Rindt wurde die Rennwagen-Show in Essen nach Weltmeister Rindt benannt.

    Diplomingenieur Jürgen Bender wurde vom DSK zur Ehrung 2018 bereits zum wiederholten Male zu einer Ehrung geladen und in Essen neben nationalen Motorsportassen auf die Bühne gebeten. Grund für die Ehrung waren die Erfolge des Neckarsulmers in der 33. Saison der STT-Challenge und in der P9-Challenge.

    Die P9-Serie ist eine international offenen GT-Serie mit Rennen in Deutschland, Österreich und Italien. Bender gewann die STT bereits überlegen in der Saison 2016. Auch 2018 führte der Unterländer mit regelmäßigen Gesamtsiegen die Tabelle der Serie bis zum Finale auf dem Formel-1-Kurs am Nürburgring klar an. Bender war Siegerkönig-2018 in der STT. Erst die Streichresultate entschieden die Meisterschaft zu Gunsten eines Fahrers aus der kleinen Hubraumklasse bis 2L. Beim Finale am Nürburgring gelang Jürgen Bender ein sensationelles Ergebnis. Der Neckarsulmer konnte auf seiner in Heilbronn-Leingarten unter der Leitung von Ernst Wöhr gebauten Callaway-Corvette Z06 alle 4 Rennergebnisse des Wochenendes klar für sich entscheiden. Beide Rennläufe der P9-Challenge sowie die beiden Rennen der STT gingen klar an "Ben", wie ihn die Freunde nennen. Diese Erfolgssumme steht bisher ohne Vergleich dar - absolut einzigartig. Man darf auf 2019er Saison gespannt sein.

    In der P9-Challenge warten die Meister Schimanski, Speck und Irxenmayr (A) auf Bender. Dazu Vizemeister Neumann und seine Profipartner Rumpfkeil und Kirchöfer. Aber auch die STT-Serien-Heros Alzen und der Niederländer Thuis warten auf den Kampf mit Jürgen Bender, wenn er denn dort antreten wird.

    (HTS)

    HTS-Foto: Jürgen Bender in der Sieger-Corvette nach dem 4.Sieg am Ring

  • Perfekter Saisonabschluss für Assenheimer und Fübrich in der Eifel

    Mercedes AMG GT3-Pilot Patrick Assenheimer Gesamtzweiter – BMW 235i-Racer Yannick Fübrich Klassensieger und BMW-Cup-Gewinner


    159 Starter - davon satte 19 in der starken Klasse Sp9 der GT3-Boliden -  mussten beim Saisonschluss der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife  erst einmal mal den Abzug des typischen Eifelnebels abwarten, das Qualifying und der Rennstart verschoben sich so um eine Stunde. Nur 122 Akteure sahen dann nach einer hektischen und dramatischen Vier-Stunden-Hatz die Zielflagge.

    Auf Gesamtrang zwei, mit gerade mal 5,334 Sekunden Rückstand, der Lehrensteinsfelder Patrick Assenheimer mit seinen Mitstreitern Maximilian Götz und Raffaele Marciello. Assenheimer lenkte nicht wie üblich den AutoArenA-Mercedes sondern saß nach seiner Galavorstellung beim 8.VLN-Lauf mit seinem ersten Gesamtsieg dieses Mal auf Einladung vom AMG-Team einen deren Boliden. Das Trio war mit dem werksunterstützten Mercedes AMG GT3 vom Team HTP Motorsport vom dritten Startplatz losgefahren und hatten über die Hälfte der Renndistanz die Gesamtwertung durch schnelle Rundenzeiten und eine perfekte Strategie angeführt. Zwei Gelbphasen kostete den HTP-Mercedes dann in der letzten Rennstunde satte 30 Sekunden, die das Trio – am Volant beim letzten Stint der Italiener Raffaele Marciello -noch bis auf besagte fünf Sekunden in den letzten Runden verkürzen konnte.

    Die beiden Österreicher Klaus Bachler und Martin Ragginger hatten mit dem Falken Porsche 911 GT3 R - letzter Einsatz auf der Nordschleife - das Glück ohne Gelbphase durchzukommen und waren auch dank ihrer etwas anderen Rennstrategie somit Gesamtsieger des neunten VLN-Laufes. Hinter dem zweitplatzierten HTP-Mercedes lief eine weiterer AMG GT3 Truppe ein, Hubert Haupt, Yelmer Buurman und Luca Stolz donnerten im Black Falcon Mercedes mit 20,845 Sekunden Abstand auf die Assenheimer-Truppe als dritte über die Ziellinie. Vor allem in Patrick Assenheimers Stint lagen die beiden 550 PS starken AMG GT3-Boliden rundenlang innerhalb einer einzigen Sekunde auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring, Kurzanbindung und der legendären Nordschleife. Da hielt Assenheimer den Nordschleifenroutinier Haupt in jeder noch so harten Situation auf Distanz und bestätigte zwei Wochen nach seinem ersten Gesamtsieg in der Eifel seine derzeitige Top-Form. „Nach dem Sieg im letzten Rennen und dem heutigen zweiten Gesamtrang ist dies ein genialer Saisonabschluss. In der Jahreswertung der Klasse SP9 Pro der GT3-Boliden bin ich sogar noch auf den zweiten Meisterschaftsrang vorgerückt, ein Hammer-Gefühl, da hat erneut alles rundum gepasst“, freut sich der 26jährige Patrick Assenheimer.

    Jubel auch beim ebenfalls 26jährigen Nordheimer Yannick Fübrich. Der konnte mit seinem österreichischen Partner David Griessner durch den sechsten Klassensieg auch die BMW Cup-Wertung gewinnen. Im 330 PS starken BMW M235i vom Pixum Team Adrenalin Motorsport hatten Fübrich/Griessner 15 Konkurrenten mit technisch identischen Flitzern.
    Vom zweiten Startplatz - hinter dem noch amtierenden Champion Michael Schrey und Marc Ehret – losgefahren, führte Fübrich schon beim Abbiegen vom Grand Prix Kurs auf die Nordschleife die Klasse an, musste dann aber den schnellen Scheid-BMW vorbeiziehen lassen. „Eine optimale Situation, ich konnte in dessen Windschatten Sprit sparen und so eine Runde länger draußen bleiben“ erklärt Yannick Fübrich. Optimale Boxenstopps und schnelle Rennrunden beider Fahrer sorgten im Ziel für einen komfortablen Vorsprung von1.01.485 Minuten auf Tristan Viidas (Estland) und Inge Hansesaetre (Norwegen), die wiederum über eine Sekunde vor dem Trio Müller/Otto/Peuckert die Ziellinie kreuzten. „Sechs Klassensiege und die BMW Cup Wertung gewonnen, eine tolle Saison in einem Top-Team“, jubelt der dem MC Heilbronn zugehörige Yannick Fübrich im Ziel.

    (Wilfried Ruoff)

  • Spiel, Satz und (Gesamt) Sieg

    Andreas Häberle startet bei der Hohenloher Burgen und Schlösserfahrt im September in Schwäbisch Hall und holt Gesamtsieg


    Meine „Mission 86c“ brachte mich diese Jahr Anfang September nach Schwäbisch Hall zur Hohenloher Burgen- und Schlösserfahrt, gleichzeitig auch für mich Saisonbeginn 2018. Beifahrer (in) dieses Mal, meine Frau Elke sowie unsere Kids. Nach 6 Jahren berufliche Tätigkeit in Schwäbisch Hall quasi ein halbes Heimspiel für mich, so sah dort auch viele bekannte Gesichter auf der Veranstaltung.

    Start war im Audi Zentrum in Hessental, rund 120 Teilnehmer bildeten ein buntes Starterfeld, und natürlich wieder der einzige VW Polo im Starterfeld (Mission 86c). Bernd Sandrisser und Herbert Frey waren ebenfalls mit ihrem Corolla am Start. Auch so ein Auto, wo sonst keiner dabeihat. Bei bestem Sonntagswetter führte und die Strecke ostwärts durch Hohenlohe in Richtung Crailsheim. Viele Leute stehen am Straßenrand und winken dem vorbeifahrenden Alteisen zu, stellenweise stehen (und sitzen) bis zu 40 Leute in den Ortsdurchfahren und leeren nebenher kastenweise ihr Haller Löwenbräu.

    Die nicht zu aufregend gestalteten Übungen für das Strafpunktsammeln liefen bei uns fast einwandfrei, wir sind auf einem guten Kurs, bis es dann passiert: An einem (ja, unglücklich ausgepfeiltem) Abzweig biegen wir zu früh ab. Die kurz drauf folgende (gut festgefahrene) Schotterstraße irritiert mich doch, jedoch fahren wie dummerweise weiter und stehen kurz darauf im Hohenloher Nirgendwo, vermutlich südlich von Honhardt. Mitten in einem Weiler stehen wir ohne richtige Orientierung, ohne Straßenkarte und ohne jemand fragen zu können. Mit dem Stand der Mittagssonne definieren wir die Himmelsrichtung und finden somit zur Mittagspause nach Stimpfach. Andere Teilnehmer kommen uns mittlerweile entgegen, wir fahren praktisch über den Rückweg der Rallye hinwärts. Mit ca. 20 Minuten Verspätung kommen wir bei der Mittagspause an. Unser Glück, das bei unserem Abstecher in eigener Sache keine DK oder ähnliches kommt, somit auch keine Wertungsbeeinträchtigung.

    Der Rückweg nach Schwäbisch Hall, den wir streckenweise schon kannten, führte noch über 2 DK`s, insgesamt gab es fünf Gastgeschenke auf der gesamten Strecke. Zieleinlauf war der Marktplatz in Schwäbisch Hall, der aufgetischt und voller Zuschauer war, die für die Teilnehmer Spalier gestanden sind. Jeder Teilnehmer wurde übers Mikrofon durch 2 Moderatoren begrüßt. 

    Die Siegerehrung erfolge relativ zeitnah, kein Aushang oder ähnliches. Einer der Veranstalter fährt vor, setzt die Brille auf, nimmt das Mikro und fängt direkt auf der Treppe, wo sonst die Freilichtspiele stattfinden, mit der Siegerehrung an. Auch eine Version, und nicht die schlechteste.

    In meiner Startergruppe werden ab Platz 17 (oder so) Pokale vergeben. Mein Gefühl nach dem heutigen Lauf sagte mir, das wir wohl unter den ersten 17 platziert sein müssten. Nach dem 10. Platz werde ich unruhig, nach dem prämiertem 5./4./3. Ändert sich meine Stimmung, bis dann beim 1. Platz mein Name aufgerufen wird. Bums; mit dem Außenseiterauto direkt nach vorn. Yes…

    Die Kinder wollen heim, also geben wir noch nach der Pokalvergabe das Leergut ab und gehen Richtung Auto, das in den Gassen weiter unten geparkt war. Dabei haue ich mir am Glaspokal mit der Wasserflasche ein Eck weg.  So iss halt. Wir waren fast schon uns Eck, als mein Name nochmals übers Mikrofon genannt wird. Gesamtsieg an Andreas Häberle im VW Polo, bitte mit Familie nochmal vortreten.  Jetzt gibt`s noch den großen Pott (den ich ebenfalls kurz darauf demoliere, als mir bei einer Gratulation der Deckel runterknallt), und Danke für die Teilnahme. Für den Moment bin ich der Held des Tages und in der darauffolgenden Woche das Gespräch in meinem beruflichen Umfeld in der Stadt. Schön war`s auch sonntags in Schwäbisch Hall, wo ich sonst nur unter der Woche bin.

    Das darauffolgende Wochenende startete ich in Würzburg bei der Marienberg Classic, mit anderem Auto (jedoch wieder VW Polo 86c) und meinem Vater als Beifahrer. Mit meiner „Mission86c“ in Unterfranken, jedoch ist dies eine andere Geschichte, und leider auch mit anderem Ergebnis.

    (Andreas Häberle)

  • Patrick Assenheimer feiert ersten VLN-Gesamtsieg in der Eifel

    Mercedes-Doppeltriumph beim 8. VLN-Lauf auf Nürburgring und Nordschleife – Yannick Fübrich gelingt erneut ein Klassensieg - mehrere interessante Rennpremieren


    Seit acht Jahren VLN, die letzten zwei Jahre mit einem Mercedes AMG GT3 in der Königsklasse der GT3-Boliden, davor sechs Jahre im seriennahen Mercedes C230 V6 mit einigen Klassensiegen, jetzt die Krönung - bei seinem 56. Einsatz auf der legendären Nürburgring-Nordschleife konnte der 26jährige Patrick Assenheimer aus Lehrensteinsfeld seinen ersten Gesamtsieg mit dem Obereisesheimer Team AutoArenA-Motorsport feiern.

    Satte 142 Starter beim 8. Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft, davon allein 18 in der SP9-Klasse der GT3-Boliden, sorgten für hochklassigen und packenden Motorsport, der mit einem Mercedes Doppelsieg endete. Mit lediglich 3,651 Sekunden Vorsprung gewannen Patrick Assenheimer und Dominik Baumann (Österreich) vor DTM-Star Edoardo Montara (Schweiz) und Rennprofi Renger van der Zande (Niederlande). Deren Team SPS automotive performance aus Obersulm verpasste bei seinem VLN-Debüt mit einem Mercedes AMG GT3 knapp  eine Sensation. Aufgrund einer Zeitstrafe durch eine zu kurze Boxenstandzeit ging der Sieg trotz langer SPS-Führung an den AutoArenA-Mercedes. Perfekt lief es beim 50. ADAC Barbarossa-Preis für Patrick Assenheimer. Nach einem genialen Blitzstart von Position sechs bog der Lehrensteinsfelder mit dem 550 PS starken AutoArenA-Mercedes schon als vierter auf die Nordschleife ab. Als Gesamtdritter donnerte Assenheimer nach Runde eins über Start und Ziel. 

    Eine perfekte Boxenstopptaktik gepaart mit sehr schnellen und fehlerfreien Rundenzeiten sowie dem lange fehlenden Quäntchen Rennglück – die direkten Konkurrenten hatten Reifenschäden und Kollisionen zu beklagen – sorgten nach der Vier-Stunden-Hatz für die Sensation Gesamtsieg. „Mehrere Positionswechsel vor allem mit dem auf den Geraden deutlich schnelleren Wochenspiegel-Ferrari GT3 waren extrem hart, auch Dominik Baumann musste im zweiten Turn immer ans Limit, der Druck vom etwas schnelleren SPS-Mercedes war in den letzten beiden Runden enorm, unser erster Sieg ist grandios, ein Hammer-Gefühl“ jubelt Patrick Assenheimer bei der Siegerehrung auf dem Podium. „Heute hat einfach alles gepasst, uns wurde nichts geschenkt, wir hatten starke Konkurrenz und unsere Rennperformance war perfekt, zudem hat uns die HTP-Mannschaft ein perfekt vorbereitetes Auto hingestellt“, resümiert Patrick Assenheimer den achten VLN-Lauf. Für Aufsehen sorgten zwei weitere Rennpremieren mit GT3-Fahrzeugen für die kommende Saison. Der Aston Martin Vantage GT3 wurde Gesamtvierter, der nagelneue Audi R8 LMS Gesamtfünfter.

    Zum fünften Mal in dieser Saison durfte der Nordheimer Yannick Fübrich auf das oberste Treppchen des Klassensiegerpodestes - allerdings erst nach heftigen Positionskämpfen in der ersten Rennhälfte. 16 Akteure traten in der Cup 5 Klasse mit identischen BMW M235i an. In der Qualifikation lediglich Platz fünf denn Yannick fand keine einzige optimale Runde, zudem lagen immer wieder Trümmerteile auf der Piste. Aber schon beim Start trieb Fübrich den 330 PS starken BMW des Pixum Teams Adrenalin Motorsport nach vorn. Hier lieferten sich vier Cup-Klassenkonkurrenten mehrere Gefechte Stoßstange an Stoßstange um jeden Meter auf der Nordschleife und dem Nürburgring. Fübrich‘s Partner, der Österreicher David Griessner übernahm den BMW nach zwei Stunden als Klassenführender und konnte in der zweiten Rennhälfte den Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Mit 49,107 Sekunden vor dem letztjährigen Champion Michael Schrey und dessen Partner Marc Ehret kreuzten Fübrich/Griessner die Ziellinie. Auch hier lobte Pilot Yannick Fübrich vom Motorsportclub Heilbronn die Pixum Team Adrenalin Mannschaft für ein perfekt vorbereitetes Auto und optimale Boxenstopps.

    (Wilfried Ruoff)